Beiträge von Senfdazugeber

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    Original geschrieben von CBS2
    Man muss das Messverfahren halt verstehen. Es geht schließlich lediglich um den Zugang, den man erhält, da ist es egal, wie die Verbindung zu Netflix&Co ist. Das eine ist der Anschluss, das andere das Internet. Der Test soll in erster Linie dazu dienen zu erkennen, wer z.B. einen DSL "bis zu 16 Mbit/s" Tarif angeboten bekam aber dann nur mir 3 MBit/s surft.

    Offenbar verstehst Du weder die der EU-Richtlinie zugrundeliegenden BEREC-Leitlinien, noch, wie die BNetzA gegen genau diese Leitlinien von Grund auf verstößt. Der gesetzgeberische Auftrag ist, entweder nur die Bandbreite im Zugangsnetz der ISP oder die Internet-Bandbreite insgesamt und insbesondere auch die Leistungsfähigkeit der Peerings zu anderen Netzen zu messen. Das Meßverfahren BNetzA mißt tatsächlich aber nur die Bandbreite zu einem einzelnen x-beliebigen, regionalen ISP. Das erlaubt weder negative Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit des Zugangsnetzes, noch auf die IP-Transit-Upstreams des jeweiligen Anbieters. Das Messverfahren ist ein kompletter Schwachsinn, der früher oder später noch vor Gericht landen wird.

    Eigene Leitungen gibt es praktisch nur unter den Kabelanbietern (Koax) oder den noch wenigen Glasfaseranbietern. Daß im Kupferbereich Infrastruktur abgebaut wird, liegt an der Vectoring-Technik - die setzt voraus, daß alle Leitungen im jeweiligen Versorgungsbereich von einem einzigen DSLAM und damit Anbieter bedient werden. Es gibt allerdings durchaus Versorgungsbereiche, in denen alternative Anbieter ihre VDSLAMs betreiben.
    o2 ist allerdings so oder so auf dem absteigenden Ast und hat mangels eigener Festnetzinfrastruktur auch keine Grundlage noch irgendwas im Festnetzbereich zu reißen.

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    Original geschrieben von ltefueralle
    Es gehört hier eigentlich nicht rein, betrifft aber evtl. auch die Telekom
    ;)
    In Tübingen gibt es an einigen TEF Standorten neue Bescheinigungen aus den letzten 3 Monaten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf allen Standorten die Telekom mit drauf ist. Evtl. bewegt sich in Sachen LTE etwas.


    Das einzige was an den ganzen Tübinger Standorten passiert ist, sind Änderungen der 900MHz-Einträge der Telekom, weil die ihre GSM900-Blöcke in LTE900 refarmt. TEF hat weiterhin nur die alten, von eplus geerbten LTE1800-Einträge in Tübingen.

    Mtel (Telekom Austria) ist meiner Beobachtung nach performance-mäßig das beste Netz.


    Zu Vivacom (Teil des ehemaligen incumbent BTK) ist brauchbar und setzt als einziger Netzbetreiber UMTS900 ein und liefert dadurch insbesondere auf dem Land und in den Bergen meist die beste Netzabdeckung.


    Telenor (ehemals Globul und einstige 100%ige OTE-Tochter) hatte jahrelang massive Performaceprobleme und unterstützte nur GPRS (kein EDGE) im GSM-Netz, was ich jedoch seit einiger Zeit nicht mehr getestet habe.


    Die beiden Neueinsteiger in den Mobilfunkmarkt Max Telecom und Bulsatcom haben beide sehr wenig Spektrum und zwar auf LTE-Band 3 (2*5 MHz bzw. 2*10MHz) und dazu eine beschauliche Netzabdeckung. Ich habe auch Zweifel, ob асе beiden überhaupt Roaming (sowohl inbound als auch outbound) anbieten.
    Beide unterstützen beispielsweise auch kein VoLTE, sodaß Telefonie ausschließlich über reguläres VoIP und Smartphone-Apps möglicht ist und Bulsatcom scheint zudem nur postpaid-Tarife anzubieten, sodaß sie für Touristen uninteressant bleiben.