Beiträge von Senfdazugeber

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    Original geschrieben von Goyale
    Für mich ist interessant, dass so mancher ehemalige TEF-Fan hier auf TT TEF doch den Rücken gekehrt hat. Irgendwann glaubt scheinbar der geduldigste TEF-User nicht mehr an Wunder :eek:.

    Bin auch vor vier Wochen nach 15 Jahren von O2 zur Telekom gewechselt und immer noch von der Netzabdeckung und -qualität bei der Telekom beeindruckt. In Tübingen, wo O2 die eplus LTE1800-Stationen ersatzlos abgeschaltet hat und UMTS seit Jahren nur einstellige Mbps liefert, versorgt mich die Telekom praktisch überall auf gleich drei LTE-Bändern (3, 8, 20) und durch den rasanten LTE900-Rollout hat man inzwischen in vielen Regionen flächendeckend LTE wie wir es bislang nur von GSM kannten. Wenn man mal die Standortdichte und Frequenzkapazität auf Cellmapper vergleicht, wird klar, daß O2 das angesichts des äußerst trägen Ausbaus niemals aufholen kann.
    Mein Magenta Mobil M Vertrag kostet mich monatlich effektiv € 22, was € 8,50 Aufpreis gegenüber meinem letzten Tarifhaus-Vertrag darstellt, aber wirklich jeden Cent wert ist.

    Daß hier womöglich eine Lastabwehr von vollen LTE-Zellen zu UMTS passiert, hatte ich anfangs auch im Verdacht. Allerdings schließe ich das nach vier Tagen nur UMTS trotz wechselndem Aufenthaltsort aus.
    Vielmehr habe ich in dieser Zeit mehrmals strapazierte UMTS-Zellen erlebt (z.B. Berlin Breitscheidplatz oder Stuttgart Flughafen), aus denen ich dann manuell ins LTE-Netz gewechselt bin um vernünftigen Datendurchsatz zu erreichen.

    Hallo,


    Ich habe im Januar über handyflash einen Vertrag im Tarif "Telekom Magenta Mobil M" bei mobilcom-debitel bestellt, der am 12. Februar aktiviert wurde. Dieser Vertrag beinhaltet zwar Zugang zum LTE-Netz (was ich auch über mein OnePlus 5 erzwingen kann), jedoch priorisiert mein Handy das UMTS-Netz und bleibt praktisch immer auf UMTS hängen, selbst wenn LTE mit deutlich höherem Pegel reinkommt.
    Als ich diese Woche in Berlin und Stuttgart unterwegs war, war mein Gerät keine Sekunde im LTE-Netz eingebucht. Erzwinge ich LTE-only und stelle dann wieder auf automatische RAT-Auswahl, wechselt das Handy binnen 10 Sekunden sofort wieder auf UMTS.


    Meine Daten-SIM von mobilcom-debitel im Tarif "Telekom Internetflat 4000" dagegen verhält sich im selben Handy am selben Standort anders und ist praktisch ständig im LTE-Netz eingebucht.


    Nun zwingt sich mir der Verdacht auf, daß mobilcom-debitel neuerdings Telekom-Verträge mit Priorisierung von UMTS (über die vom SGSN gesteuerte RAT/Frequency Selection Priority) verkauft.


    Hat jemand ähnliche oder auch gegenläufige Beobachtungen mit kürzlich freigeschalteten Telekom-SIMs von mobilcom-debitel gemacht?

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    Original geschrieben von surfkiller20
    Sofern man die Anwendungen entsprechend anpasst, kann man den Parameter auch höher setzen. Dies wäre dann zwar streng genommen kein "Standard LTE" mehr, aber es würde funktionieren.

    Um ein höheres Timing Advance zu ermöglichen, müßte man tiefgreifende Änderungen im Baseband, den eNodeBs und im RNC vornehmen. Das geht bis runter in die Hardware-Ebene und wäre nicht einfach auf Anwendungsebene realisierbar.

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    Original geschrieben von mobiNerd
    Das stimmt erstmal, aber das Schlimme ist ja, da vor kurzem Mal wieder Cottbus erwähnt wurde, dass es vor der Konsolidierung bei O2 und Eplus lief, zum Schluss hatte Eplus sogar eine LTE 1800er Node in Betrieb, nach der Konsolidierung ging über ein Jahr an den Hotspots Bahnhof, Uni und Krankenhaus nichts mehr, selbst WhatsApp nicht.


    Das ist dann eben der Fall, wenn die Calauer und Cottbuser von einem Rückbau sprechen…

    Cottbus ist kein Einzelfall. Katastrophal ist das Netz auch in Tübingen, einer Universitätsstadt mit 90'000 Einwohnern und 29'000 Studenten. Dort gab es vor der Konsolidierung auch mal LTE1800 von eplus (die Standorte sind weiterhin in den StOBs), was ersatzlos gestrichen wurde und seit dann auch noch die eplus NodeBs vom Netz sind, ist das O2-Netz absolut unbrauchbar. Um den Hauptbahnhof kann man tagsüber oft nicht einmal mehr ein Ticket über die Bahn App buchen, weil kein Bit mehr fließt.

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    Original geschrieben von andreas-cb
    Letztendlich muss man sich fragen, ob die Politik und die Netzagentur die richtigen Prioritäten, Richtlinien und Vorgaben gesetzt haben.

    In einer freien Marktwirtschaft sollte man sich eher Fragen, ob die Verbraucher die richtigen Prioritäten gesetzt und den richtigen Anbieter gewählt haben. Vielleicht muß man für eine vernünftige Netzversorgung doch einen Zehner mehr im Monat abdrücken. Ich habe jedenfalls mein Konsequenzen aus dem Konsolidierungsdebakel gezogen und wechsele zum 14.2. von O2 zur Telekom.
    In dem Sinne: Vote with your feet!

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    Original geschrieben von antennenmann
      Senfdazugeber
    Danke !


    Liegt der Grundwert auch bei 550 Meter oder zeigt Network Signal Guru das nur auf GSM Art an ? Ich erhalte bei 47 Kilometer Entfernung TA 85, was ja passen würde.


    Bei LTE kann der Timing Advance zwischen 1 und 1282 liegen. Der Index wird mit 0.5208μs bzw. 78.12m multipliziert. Ein Timing Advance Index von 85 würde bei LTE 6,6km entsprechen.