Der Begriff "Lügenpresse" wird auch in liberale Foren kritisiert. Aber nur der BEGRIFF, nicht so sehr der INHALT. Denn das die großen Medien in Deutschland sich in der Pflicht zur Volkserziehung sehen, bestreitet niemand, der seine 5 Sinne beisammen hat.
In der Presse wird ganz gezielt Information hinzugefügt oder weggelassen, um den Lesern eine bestimmte Interpretation der Informationen aufzudrängen. Es gibt den "Pressekodex". Der ist zwar ein weiten Teilen das Papier nicht wert (Ausschluss von "Sensationsberichterstattung" - ich lach mich tot) - aber ein Punkt wird seit mehreren Jahren brachial in fast allen Redaktionen erzwungen:
"Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten
In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.
Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte."
http://www.presserat.de/presse…r_12____diskriminierungen
Die Presse unterschlägt also Informationen mit der Begründung, ich als Leser müsse vor diesen Informationen geschützt werden. Weil ich nicht mündig genug bin, selbst zu entscheiden, welche Informationen ich wie verstehe. Das muss der... moralisch höher stehende Journalist für mich entscheiden.
Diese freiwillige Schere im Kopf schlägt allerdings IMMER zu. Auch dann, wenn sehr wohl die Angabe der Nationalität/ des kulturellen Hintergrunds zur Beurteilung sinnvoll wäre.
Heute in SPON:
http://www.spiegel.de/panorama…ose-gewalt-a-1013097.html
"Angriff auf Polizei in Hameln: "Hemmungslose Gewalt"
Er wollte aus dem Fenster fliehen und stürzte ab: Nach dem Tod eines Verdächtigen im Amtsgericht Hameln griffen wütende Angehörige Polizisten an - 14 Beamte wurde verletzt. Die Stadt befindet sich in einem "schockähnlichen Zustand".
...
Der Verdächtige, ein gebürtiger Hamelner, war festgenommen worden, ..."
Was bei dieser Meldung so schockiert ist nicht, dass bei dem Serienverbrecher der libanesische Hintergrund verschwiegen wird. Ich binzhwar grundsätzlich gegen Volkserziehungspresse - aber zumindest verstehe ich den Grund. Nein; was hier schockiert sind zwei andere Punkte:
- SPON baut zusätzlich den Hinweis "gebürtiger Hamelner" ein um den Eindruck zu erweckenm es würde sich um einen (wie darf man das noch politisch korrekt nennen?) Deutschen ohne Migrationshintergrund handeln
- Der folgende Bürgerkriegsähnliche Aufruhr, bei dem der libanesische Familienclan das Krankenhaus stürmen wollte und mit Plastersteinen 14 Polizisten verletzte und den Eingangshalle des Krankenhauses zerlegte - das IST ein migrationsspezifisches Problem. Ich hoffe mal, nicht mal hier im TT-Forum wird das angezweifelt.
Sollte man solche Manipulation in der Berichterstattung "Lügenpresse" nennen? Vielleicht nicht. Aber "Propagandapresse" oder "Erziehungspresse" trifft auf jeden Fall zu.