Zitat
Original geschrieben von Timba69
Und das hat nichts mit "kollektiver" oder "sozialistischer" BV zu tun, sondern einfach damit, dass es fair gegenüber allen Bewohnern der BR Deutschland wäre. Denn das Riskio zu erkranken, haben alle gleich.
Nein, natürlich nicht. Und ich gehe davon aus, dass Sie auch wissen, dass dem so nicht ist. Ich verstehe, dass Anhänger des Sozialismus gern dieses Argument verwenden, weil es bequem ist. Aber trotzdem ist das Argument falsch.
Der Einfluss des Indiviuums auf sein/ ihr persönliches Leben ist allen sozialistisch/kommunistischen Umerziehungsversuchen zum Trotz immer noch hoch. Eine allgemeine Zwangsversicherung bedeutet eben AUCH, dass verantwortungsbewusste und umsichtige Menschen anderen Menschen deren besch... Lebenswandel bezahlen.
Selbstverständlich gibt es auch das unverschuldete Pech; dazu zählen auch angeborene Einschränkungen und Krankheiten.
Der ermüdende Zank zwischen Sozialisten auf der einen Seite und Liberalen auf der anderen Seite geht immer und immer wieder um dieses eine Thema: wie bewertet man die eigene Veranwtortung und Schuld?
- Liberale sagen: allgemeine und sozial finanzierte Grundsicherung muss sein - aber auch nur das. Wer ansonsten der Meinung ist, sich in die Sch... reiten zu müssen; wer faul ist oder asozial - der soll das Ergebnis selber auslöffeln. Dazu gehört übrigens nach liberalem Verständnis auch das Recht und die Pflicht, überhaupt selbst Entscheidungen zu treffen. Wenn es eine freiwillige KV gibt und jemand entscheidet, die nicht abzuschließen - wer ist dann für diese Entscheidung verantwortlich? Der Staat oder dieser Mensch?
- Sozialisten sagen: faule und asoziale Menschen gibt es gar nicht (obwohl letztere Aussage gern mal abgewandelt wird: asozial wären dann automatisch alle, die es im Leben zu was gebracht haben wie Manager, Unternehmer, Selbstständige und so) - und da es keine faulen oder asozialen Menschen gäbe, gäbe es nur "Pech" bzw. "die bösen Umstände" - und deswegen könne man niemanden für nichts verantwortlich machen - und deswegen alle für alles - und deswegen müssten alle eben alles finanzieren. Sozialismus-Logik eben.
Nach der Logik der Sozialisten kann und darf auch niemand für die eigenen Entscheidungen verantwortlich gemacht werden. Durchaus konsequent fordert dann der Sozialismus, dass auch niemand etwas entscheiden darf.
Ganz ehrlich: diese Forderung ist INNERHALB der sozialistischen Logik nachvollziehbar. Denn wozu den Menschen Entscheidungsfreiheit gewähren, wenn hinterher sowieso "die Volksgemeinschaft" die Konsequenzen trägt? Also gibt es auch keine Wahlfreiheit bei der KV oder bei der Arbeitslosenversicherung oder bei der Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender oder bei der Helmpflicht oder oder...
Freiheit oder Sozialismus. Beides geht nun mal nicht, aus logischen Gründen. Muss man sich schon entscheiden.