Zitat
Original geschrieben von Jimmythebob
Vielleicht erläuterst du erst, was die Religionszugehörigkeit bei der Frage nach einem Eingreifen bei Menschenrechtsverletzungen für eine Rolle spielen soll?
In diesem Fall geht es mir schlicht um die Frage der lokalen Gesellschaft / Kultur - und die ist nun mal muslimisch.
Anstatt das sich die Nachbarn verpflichtet fühlen, zerreist sich wieder mal der böse Westen. Wo werden die Opfer medizinisch betreut? In Deutschland und Frankreich. Wo werden die Flüchtlinge aufgenommen? Welche Länder spenden Geld für den Wiederaufbau? Welches Gesellschaftssystem ist bereit, eigenes Blut zu vergießen, um das Schlachten zu beenden?
Und welche Länder interessiert das einen Dreck? Welche Länder geben kein Geld, versuchen nicht zu schlichten? Oh, ich vergaß. Irans Präsident hat sich ja herabgelassen, jetzt doch mal ein paar Minuten Zeit zu erübrigen. Nach Jahren des Mordens und nachdem der böse Westen kurz davor war, einzumarschieren.
Ich zitiere mal meinen Lieblings-BLOG:
"Weder beim Ausbruch noch dem Verlauf des Bürgerkriegs war der Westen nennenswert beteiligt.
Anders dagegen bei der Flüchtlingsversorgung. Der Hauptteil der 2 Millionen syrischen Flüchtlinge ist zwar in Nachbarstaaten geflohen. Was auch kein Problem ist - diese sind vergleichsweise dünn besiedelt.
Aber die Versorgung der Flüchtlinge übernimmt das UN-Flüchtlingskommissariat, also der Westen.
Nach allen normalen Maßstäben wäre es in erster Linie die Verantwortlichkeit der arabischen Liga und ihrer Mitglieder, sich um eine Lösung im "arabischen Bruderstaat" Syrien zu kümmern. Sowohl beim Konflikt selber wie bei der Betreuung der geflohenen arabischen Landsleute.
An den Mitteln würde es nicht fehlen: Geld ist auf jeden Fall reichlich vorhanden. Und obwohl die arabischen Staaten ansonsten nicht viel auf die Reihe kriegen, nicht in der Wirtschaft, nicht im Bildungswesen, nicht im Sozialbereich: Sie haben alle eine gut gerüstete Armee. "
http://zettelsraum.blogspot.de…/eine-region-versagt.html
Diese ständige Relativiererei geht mir mächtig auf den Senkel. Ich sage ganz ehrlich: Ich bin davon überzeugt, dass die westliche Kultur in toto Stand HEUTE mitmenschlicher, offener, toleranter, friedlicher, gleichberechtigter, moderner und sozialer ist als die dortige lokale Kultur. Wie man das anders sehen kann ist mir ehrlich gesagt ein Rätzel.
Ich bin davon überzeugt, dass der Westen weder verpflichtet noch in der Lage ist, sich um jeden durchgeknallten Diktator, um jeden Stammeskrieg oder um jede Region zu kümmern, die zu verbohrt oder rückständig sind, ihre Bürger wenigstens mit Wasser und Brot zu versorgen. Und schon gar nicht lasse ich mir da eine Mitschuld aufreden. Mitgefühl ist das eine - aber VERANTWORTUNG würde wenn überhaupt die dortige Region haben. Und das sind nun mal muslimische Länder. Und wenn die nicht dieser Verantwortung gerecht werden, dann ist es mehr als gerechtfertigt zu sagen: DIE haben versagt, nicht wir.