Beiträge von Felsen2000

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Ich bin allerdings schon der Meinung, dass Lehrstuhlinhaber durch ihre Arbeit nicht unbedingt aufs Beste für das politische Geschäft konditioniert werden,
    ...


    Jetzt bin ich neugierig: welche Art von Menschen sehen Sie denn aus welchem Grund für das politische Geschäft als gut vorbereitet?

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    ...Edit Felsen2000:
    Die AfD halte ich für noch überflüssiger als die FDP ... und das will wirklich was heißen. :p
    Und nun los ... jetzt dürft ihr wieder über mich herfallen ...


    Jetzt habe ich Filmriss... warum soll ich über wen herfallen? Nur, weil Sie eine andere Partei wählen wollen als ich? Habe ich irgendwo etwas so missverständliches geschrieben, dass Sie das ehrlich von mir glauben? Dann entschuldige ich mich und bitte sagen Sie mir, wo diese missverständliche Stelle ist, damit ich das klären kann.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Einige bei der AfD wollten sogar das Wahlrecht nur noch Personen mit einem gewissen Mindesteinkommen gewaehren - http://andreaskemper.wordpress…r-arbeitslose-abschaffen/


    Radikaler geht es doch kaum mehr


    Hatte ich darauf nicht schon mal geantwortet? Ihre Aussage ist in dieser Form falsch. Ich vermute aber, dass Sie an der Wahrheit gar nicht interessiert sind. Für alle anderen verweise ich auf meinen Beitrag bei Zettels Raum:


    http://83273.homepagemodules.d…-carta-info.html#msg95501

    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Zudem: Wenn die AfD in den Bundestag einziehen sollte, werden die potentiellen internen Spannungen innerhalb dieser Partei sichtbar werden, und ich bin nicht sicher, wie lange diese Partei diese Spannungen aushalten würde.


    Möglich, wer kennt schon die Zukunft. Aber das ist nicht so wichtig wie die Tatsache, dass man den eingefahren Politikbetrieb bei Sachfragen mal richtig aufmischt. Viele hatten das ja von den Piraten erhofft, aber mehr als "Recht auf Raubkopie" und "Ich will mehr Geld von Papa Staat" haben die ja leider nicht auf die Reihe gekriegt.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Die AfD hat doch nichts mit Mitte zu tun, sondern das sind marktradikale Rechtspopulisten - so wie Team Stronach in Oesterreich und Fidesz in Ungarn


    Genau. Und Nachts werden satanische Messen gefeiert, Jungfrauen geopfert und der Kontakt zur Reichsflugbasis auf dem Mond aufgenommen, von wo aus die Wiedererrichtung des 4. Reiches geplant wird.


    Werte Frau Terchova,
    wenn Sie sich mal einen Moment von ihrer ideologisch gefestigten Basis lösen könnten, dann könnte ich Ihnen erzählen, welchen Menschen ich auf den diversen Veranstaltungen der AfD begegnet bin. Ich war bei der Parteigründung in Berlin dabei, habe die Gründung des Landesverbandes NRW verfolgt und einen Kreisverband mitgegründet. Ich kenne Lucke, Petry und Adam persönlich und diverse andere zumindest vom sehen / zuhören.


    Das sind alles ganz normale Leute. Die haben Kinder, gehen arbeiten, zahlen Steuern und stellen am Wochenende die Mülltonnen raus.


    Wenn Sie sagen, die AfD wäre "nicht Mitte", dann ist diese Aussage stark davon abhängig, wo Sie die Mitte sehen. Wenn Sie beispielsweise die Anhänger der "Linken", die erklärtermaßen "das System überwinden wollen" als "Mitte" betrachten, dann steht die AfD in der Tat ganz rechts. Wenn Sie als "Mitte" die Menschen betrachten, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen (freiheitlich-demokratische Grundordnung nannte man das früher), dann ist die AfD die Mitte und die Linke sowie eine Menge Anhänger der Grünen sind ganz links.


    Abseits dieser Sophistik könnte man sich ja auch mal über Inhalte unterhalten. Über ein neues Zuwanderungsrecht, über Volksabstimmung, die Schuldenspirale, eine vernünftige Energiepolitik für einen Industriestaat, die Abschaffung der Subventionietis im Steuerrecht, eine Zentralisierung der Bildungsstandards (aber nicht auf niedrigstem -sprich: Berliner- Niveau). Um nur mal einige Punkte zu nennen.


    Die politische Kultur in Deutschland ist so vergiftet, dass wirklich wesentliche Fragen nicht mehr diskutiert werden, weil der linke Mainstream jeden vernichtet, der sich mit Sachbeiträgen aus der Deckung wagt.


    Wir brauchen Zuwanderung, wir brauchen sogar viel Zuwanderung. Aber die Diskussion darüber beschränkt sich immer noch auf die linken Parolen "Offene Grenzen/ Niemand ist Ausländer" und "Abschiebung ist Mord". Beide Parolen sind offensichtlich in dieser Form Unsinn, aber ich habe langsam den Eindruck, dass das linke politische Lager an der ungesteuerten Zuwanderung von Armutsflüchtlingen ein gesteigertes Interesse hat. Welche Motive dahinter stecken mögen, mag sich jeder selbst überlegen.


    Wir brauchen auch mehr als dringend eine Reform des Finanz- und Steuerrechts, aber seid Kirchhoff wagt sich niemand mehr an das Thema und statt dessen schließen alle die Augen und hoffen auf ein Wunder.


    Und so weiter und so fort.


    Entweder, wir bekommen ganz schnell eine neue Diskussion ans Laufen -und genau dazu brauchen wir meiner Meinung nach die AfD- oder unsere Kinder werden in diesem Land keine Zukunft haben.


    By the way: haben sie eigentlich Kinder? Ich schon. Drei. Ich hätte gern vier gehabt, ging aber zum Schluss nicht mehr. Die meisten AfD-Mitglieder haben Kinder. Denken Sie doch darüber mal nach.

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    "Der Politikwissenschaftler Klecha erklärte, CDU und CSU hätten noch vor nicht langer Zeit Vergewaltigung in der Ehe ... nicht für strafwürdig befunden. ...


    Auch wenn das für mich in die Kategorie "Ado Goldkante" fällt (die Wichtigkeit einer solchen Strafrechtsrefrom kann man daran ermessen, wie viele Urteile auf dieser Basis gefällt wurden - ich behaupte: einstellig):


    Körperverletzung in der Ehe war auch vorher schon strafbewehrt. Das besondere beim sogenannten "Vergewaltigungsparagraph" ist die Umdrehung der Beweislast.


    Vorher ging der Gesetzgeber grundsätzlich (zu Recht) davon aus, dass Sexualität ein normaler Bestandteil einer anerkannten Partnerschaft (Ehe, eingetragene Partnerschaft) ist.


    Wenn also jetzt einer der Partner behauptet: bis gestern Mittag waren wir uns einig, dass wir zusammen Sex haben, aber am Abend habe ich dann beschlossen, keinen Bock mehr zu haben und deswegen war der abendliche Beischlaf eine Vergewaltigung - wie will ein Gericht darüber urteilen? Die Tat-Feststellung ist faktisch unmöglich, wenn nicht ergänzende äußere Umstände vorliegen (Körperverletzung, Trennungszeit...).


    In einer Partnerschaft, die ohne sichtbare Vorkommnisse ist, ist es praktisch unmöglich festzustellen, ob zum Zeitpunkt der sexuellen Handlung Einvernehmen bestand oder nicht oder ob einer der Partner im nachhinein beschließt, dem anderen eins reinzuwürgen.


    Durch die Reform wurde jetzt faktisch festgelegt, dass zu einer Klageerhebung keine besondere Glaubwürdigkeit mehr erforderlich ist. Der beschuldigte Mann muss im Rahmen des Gerichtsverfahrens nachweisen, dass die Frau lügt. Ich habe damals Interviews mit (zugegeben: radikalen) Emanzen ("Frauenrechtlerinnen") gelesen, die das ganz offen verteidigt haben. So im Sinne vor: "Wenn eine Frau im nachhinein das Gefühl entwickelt, eine sexuelle Handlung nicht gewollt zu haben, dann ist der Mann daran Schuld, dass die Frau dieses Gefühl entwickelt hat und muss auch dafür bestraft werden."


    Ich brauche wohl nicht zu sagen, was ich von solchen Thesen halte.