Zitat
Original geschrieben von Anja Terchova
Die AfD hat doch nichts mit Mitte zu tun, sondern das sind marktradikale Rechtspopulisten - so wie Team Stronach in Oesterreich und Fidesz in Ungarn
Genau. Und Nachts werden satanische Messen gefeiert, Jungfrauen geopfert und der Kontakt zur Reichsflugbasis auf dem Mond aufgenommen, von wo aus die Wiedererrichtung des 4. Reiches geplant wird.
Werte Frau Terchova,
wenn Sie sich mal einen Moment von ihrer ideologisch gefestigten Basis lösen könnten, dann könnte ich Ihnen erzählen, welchen Menschen ich auf den diversen Veranstaltungen der AfD begegnet bin. Ich war bei der Parteigründung in Berlin dabei, habe die Gründung des Landesverbandes NRW verfolgt und einen Kreisverband mitgegründet. Ich kenne Lucke, Petry und Adam persönlich und diverse andere zumindest vom sehen / zuhören.
Das sind alles ganz normale Leute. Die haben Kinder, gehen arbeiten, zahlen Steuern und stellen am Wochenende die Mülltonnen raus.
Wenn Sie sagen, die AfD wäre "nicht Mitte", dann ist diese Aussage stark davon abhängig, wo Sie die Mitte sehen. Wenn Sie beispielsweise die Anhänger der "Linken", die erklärtermaßen "das System überwinden wollen" als "Mitte" betrachten, dann steht die AfD in der Tat ganz rechts. Wenn Sie als "Mitte" die Menschen betrachten, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen (freiheitlich-demokratische Grundordnung nannte man das früher), dann ist die AfD die Mitte und die Linke sowie eine Menge Anhänger der Grünen sind ganz links.
Abseits dieser Sophistik könnte man sich ja auch mal über Inhalte unterhalten. Über ein neues Zuwanderungsrecht, über Volksabstimmung, die Schuldenspirale, eine vernünftige Energiepolitik für einen Industriestaat, die Abschaffung der Subventionietis im Steuerrecht, eine Zentralisierung der Bildungsstandards (aber nicht auf niedrigstem -sprich: Berliner- Niveau). Um nur mal einige Punkte zu nennen.
Die politische Kultur in Deutschland ist so vergiftet, dass wirklich wesentliche Fragen nicht mehr diskutiert werden, weil der linke Mainstream jeden vernichtet, der sich mit Sachbeiträgen aus der Deckung wagt.
Wir brauchen Zuwanderung, wir brauchen sogar viel Zuwanderung. Aber die Diskussion darüber beschränkt sich immer noch auf die linken Parolen "Offene Grenzen/ Niemand ist Ausländer" und "Abschiebung ist Mord". Beide Parolen sind offensichtlich in dieser Form Unsinn, aber ich habe langsam den Eindruck, dass das linke politische Lager an der ungesteuerten Zuwanderung von Armutsflüchtlingen ein gesteigertes Interesse hat. Welche Motive dahinter stecken mögen, mag sich jeder selbst überlegen.
Wir brauchen auch mehr als dringend eine Reform des Finanz- und Steuerrechts, aber seid Kirchhoff wagt sich niemand mehr an das Thema und statt dessen schließen alle die Augen und hoffen auf ein Wunder.
Und so weiter und so fort.
Entweder, wir bekommen ganz schnell eine neue Diskussion ans Laufen -und genau dazu brauchen wir meiner Meinung nach die AfD- oder unsere Kinder werden in diesem Land keine Zukunft haben.
By the way: haben sie eigentlich Kinder? Ich schon. Drei. Ich hätte gern vier gehabt, ging aber zum Schluss nicht mehr. Die meisten AfD-Mitglieder haben Kinder. Denken Sie doch darüber mal nach.