Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von Ma-Dai
    Volle Zustimmung. Unter Automatisierung im indirekten Bereich verstehe ich beispielsweise vollautomatisierte Rechnungsprüfung per EDI, Personalverwaltung per SAP, ERP-Systeme. Oder um in der Logistik zu bleiben: Systeme zur Tourenplanung, Frachtbrieferstellung, Disposition, Aviseplanung usw. usf. Das sind im Normalfall hochspezialisierte Branchenlösungen mit enormen Lizenz- oder Entwicklungskosten, die sich ein Mittelständler einfach nicht leisten könnte. Dafür sparen solche Systeme auch massiv manuellen Aufwand ein.

    Das stimmt, aber solche Systeme gibt es auch wiederum nicht gratis und erfordern eine gewisse Wartung. Aus gewissen Gründen weiß ich da sehr genau, wovon ich spreche. ;)


    Ich denke, am meisten verloren haben halt die Firmen, die sich so grad unter der Schwelle bewegen, bevor sich das rechnet. Denn ob nun bei einer Kleinfirma die Sektretärin mal eben schnell zwei Lieferscheine per Hand erfasst, macht den Kohl nicht fett. Wenn es aber 200 am Tag sind, dann sieht das schon anders aus.


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    So oder so müssen die Kosten in den Angeboten der DB eingepreist werden, so dass diese im Vergleich zu "jungen, dynamischen" Unternehmen verliert.

    Völlig richtig. Wer von Null anfangen kann, der hat ganz andere Voraussetzungen. Der muss keine personellen und materiellen Altlasten mit sich herum schlagen.

    Und?


    Ändert immer noch nichts daran, dass es hier etliche gibt, die von dem künstlichen Überhöhen des Risikos (z.B. durch den bewussten Verzicht auf Sicherungen) nichts halten.


    Was ist denn nun dein Problem damit?

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    Original geschrieben von Ma-Dai
    ;)

    Aaah. "Automatisierung". :D


    Okay, was fällt für dich da runter? Wenn wir wirklich bei dem Verwaltungsbereich bleiben, dann lohnt sich die Automatisierung in Form von für solche Kleinbetriebe zugeschnittene und von weniger qualifiziertem Personal nutzbare Buchhaltungs-Software durchaus.


    Da tippt der Chef dann selbst die Rechnungen ins Programm ein und schickt sie dem Kunden raus. Den Rest macht dann das Steuerbüro.


    Aber klar: Im produktiven Bereich lohnt sich Automatisierung erst ab einer gewissen Größe, da dann die Anschaffungs- und Betriebskosten günstiger als die Personalkosten sind.


    Ein Kleinbetrieb muss aber auch keinen Lagerist einstellen, da packt auch einfach jeder mit an. Also sooo einfach lässt sich das nicht herunterbrechen.


    Aber in einem sind wir uns einig: Die Kurve der Kosten aus den unterschiedlichen Bereichen verläuft mit der Betriebsgröße nicht linear. Manche Kosten steigen stärker, manche weniger.


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    Naja, Wording. Vielleicht wäre "Direkter Bereich" und "Indirekter Bereich" treffender formuliert. Auch operative "Verwaltung" ist bei der Bahn ein deutlich größerer Wasserkopf als bei vielen Firmen, die den Strukturwandel Richtung IT-Unterstützung bereits bewältigt haben. Und auch der operative Verwaltungsoverhead erhöht die anteiligen Lohnkosten.

    Da fällt der Vergleich schwer. Man müsste sich dazu einmal die Bahngesellschaften anderer Länder ansehen, die ähnliche Größen haben.


    Ich hatte ja schon angesprochen: Dass die Bahn halt auf einem Haufen "altes Eisen" hockt, der eben auch entsprechend personalintensiv bedient werden muss. Wobei das ja hauptsächlich die DB Netz AG betrifft, und deren Kosten werden ja auch an die anderen Bahngesellschaften weiter gegeben.

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    Original geschrieben von Timba69
    Gähn. Wenn man einfach etwas behauptet, so wie du in diesem Falle, dann unterlege das bitte mit Quelle. Und davon habe "ich nichts gelesen". Ende.

    Na, wenn du so sehr danach bettelst, nur eines von vielen Beispielen:


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    Original geschrieben von Timba69
    Am besten Gefallen hat mir deine Aussage, dass ein Gesetz kein Grundrecht einschränken darf und der davor liegende (falsche) Umkehrschluss von dir, dass ein Grundrecht grundsätzlich vor Strafe schützt...incl. des Apfel=Birnen-Vergleiches


    Diese Aussage von dir ist allein schon aus drei Gründen interessant:


    Erstens, weil du eine Aussage von mir sinnentstellt und verfälscht hast. Denn das oben geschriebene habe ich in der Form nicht behauptet, sondern:

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    Wäre Streik ein Grundrecht, würde er straffrei ausgehen, da das Grundgesetz über dem StGB steht.


    Deshalb gibt es übrigens bei allen Grundrechten, die missbraucht werden können, entsprechend formulierte Einschränkungen. Als Beispiel sei nur mal die Meinungsfreiheit genannt, die "ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze" findet.


    Sprich: Selbstverständlich darf ein Gesetz ein Grundrecht einschränken, dann ist dies entsprechend im GG formuliert. Von "grundsätzlich" habe ich auch nie gesprochen.


    Zweitens, weil der Grundsatz, dass das Grundgesetz über den übrigen Gesetzen steht, den du ja oben anzweifelst, tatsächlich stimmt. Nachzulesen z.B. hier.


    Drittens kann man auch schön sehen, wie du das "neu erlernte" Wort Umkehrschluss verwendest -- in einem grotesk falschen Zusammenhang.


    Selbiges sieht man auch, als du mich über die Verwendung des Worts "asozial" belehren möchtest und im Wiki-Artikel offensichtlich nicht weiter als zum ersten Absatz gekommen bist.



    Sorry, lieber Timba, aber so zieht sich das eben wie ein roter Faden durch all deine Beiträge. Du scheinst die mitunter komplexen Zusammenhänge dessen, was geschrieben wurde, nicht zu verstehen und simplifizierst es so weit, dass für dich soweit einen Sinn ergibt und in dein Weltbild passt.


    Achja, ich bin sehr gespannt, wann in einem deiner Beiträge nun das Wort "simplifizieren" auftaucht. :D


    So, und jetzt lass gut sein.

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    Original geschrieben von Ma-Dai
    Natürlich hast du im Idealfall eine maximal lineare Skalierung des Verwaltungsaufwands mit der Mitarbeiterzahl, üblicherweise ist diese jedoch geringer als linear, da viele Verwaltungsaufgaben - wie du auch schreibst - outgesourced oder automatisiert werden können. Letzteres lohnt sich jedoch erst ab gewissen Betriebsgrößen.

    Das stimmt so doch nicht. Gerade für Kleinbetriebe lohnt es sich, diese Aufgaben auszulagern. Es stellt sich doch niemand zum Spaß einen Buchhalter, Personaler, usw. ein, wenn die nur einmal im Monat für ein paar Stunden was zu tun haben.


    Zitat

    Schade, dass du nicht meinen zweiten Satz mitzitiert hast: Bei der Deutschen Bahn gehen diese Skaleneffekte durch veralteten Unternehmensstrukturen größtenteils verloren, wodurch die im Vergleich zur Konkurrenz so hohen Personalkostenanteile entstehen. Gerade im Logistiksektor hat die IT-Entwicklung im letzten Jahrzehnt massiv Verwaltungsaufgaben wie Disposition, Tourenplanung, usw. automatisiert, so dass hier eigentlich viel weniger Personal benötigt werden würde. Eigentlich, da die DB das Bestands-Personal nicht so einfach abbauen kann.

    Du wirfst da ein bisschen was durcheinander. Dispo, Tourenplanung, usw. ist operatives Geschäft, nicht das, was man gemeinhin als "Verwaltung" bezeichnet und hier eben als Kostentreiber beanstandet wurde.


    Und klar: Wir hatten hier ja schon darüber diskutiert, dass die Bahn in Sachen Automatisierung der Technischen Entwicklung hinterher hinkt. Sonst gäbe es das Problem mit den Lokführern ja nicht mehr. ;)


    Okay, sorry für den Zynismus, aber klar: Durch die "Altmasse", die die Bahn mit sich schleppt, müssen auch gewisse Bereiche weiter unterhalten werden, die ein "junges" Unternehmen, das ohne Altlasten auf moderne Technik setzen kann, nicht hat.


    Eigentlich wollte ich nur darauf hinweisen, dass der vielbeschworene "Wasserkopf" eines Großunternehmens zu einem nicht unerheblichen Teil prinzipbedingt ist. Je größer ein Unternehmen ist, desto überproportional größer ist der Verwaltungsanteil und das "mittlere Management".


    Ohne diese Zwischeninstanzen funktioniert es leider nicht bei einer breiten Basis. Was passiert, wenn man darauf verzichten möchte, konnte man ja bei dem als gescheitert zu bezeichnenden Experiment "Basisdemokratie" bei der Piraten-Partei sehen, auch wenn es sich hier um eine Partei und nicht um ein Unternehmen handelt. Das Prinzip ist aber dasselbe: Man braucht ab einer gewissen Größe eine "Befehls-" und Berichtspyramide, die natürlich auch wieder jede Menge Ressourcen verbrennt.

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    Original geschrieben von Woler
    Das Asus T100 Chi ist auch interessant. Vor allemn kann man den Stylus von Dell nutzen ;)

    Ist das ein echter Stylus mit feiner Spitze oder nur so ein Touchscreen-Ding, das nur einen dicken Wurstfinger imitiert?


    Ich schau auch immer wieder mal, was es für Tablets gibt. Wichtigstes Kriterium ist für mich jedoch ein richtiger Digitizer (Wacom, o.ä.), da ich auch Desktop-Anwendungen nutzen möchte, die sich mit dem Finger nicht bedienen lassen.


    Ich hatte mal das Acer VivoTab 8 hier, aber das war mir insgesamt etwas zu billig verarbeitet. Vor allem dem nicht wirklich fingerabdruckabweisenden Bildschirm fand ich nicht so toll.


    Am liebsten würde ich mir ja das Thinkpad Helix kaufen, doch da finde ich – insbesondere im Vergleich zum Surface Pro 3 – die Preisgestaltung einfach nur noch dreist.


    Wenn es fürs Surface ein richtiges Tastaturdock mit Trackpoint wie fürs Helix gäbe, dann wäre die Entscheidung gefallen. Aber mit diesem wabbeligen Tastatur-Cover ist das Surface einfach nicht brauchbar, um es im "Notebook-Modus" ohne feste Unterlage zu benutzen.

    Auch bei den Preview-Apps für die übrigen Office-Programme habe ich mit Verwunderung festgestellt, dass man doch wieder das Dreipunkte-Menü unten verwendet und nur die weniger häufig genutzten Sachen (Öffnen, Speichern, usw) ins Hamburger-Menü gesteckt hat.


    Ich finde es aber mal richtig spannend zu sehen, wie sich dort die Apps unter den Augen der Öffentlichkeit tatsächlich weiter entwickeln. Das ist etwas, was man von Herstellern wie Microsoft bisher gar nicht kannte.


    Es ist auch gut, dass sie mal dies, mal das ausprobieren und aufs Feedback warten.

    Also ich persönlich halte auch nichts von diesen integrierten Milchschäumern. Ich kann nicht sagen, ob ich damit wirklich richtig liege, aber ich habe da einfach die Befürchtung, dass man da zu viel Aufwand treiben muss, um das sauber zu halten.


    Den Aeroccino von Nespresso kann ich auch empfehlen, wenn man es denn automatisch haben möchte. Da reicht es aus, ihn nach dem Gebrauch einmal auszuspülen und fertig. Ansonsten tut es auch eine einfache Dampfdüse. Ich hab seit Jahren so ein batteriebetriebenen Handquirl. Der tut auch seine Dienste – und muss nach Gebrauch nur einmal kurz unter den Wasserhahn gehalten werden.


    PS. Noch eine Bemerkung zu "Cafe Bonitas". Mich schreckt solch ein Namen einfach ab. Ich kann einen Hersteller nicht ernst nehmen, der sich solch einen mit dem Brecheisen gewählten Namen ausgesucht hat.