Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von Amerikaner
    Hier zeigt sich aber auch irgendwie das Dilema der Bahn. Schon heute werden reihenweise Ausschreibungen verloren, weil die Personalkosten zu hoch sind im Vergleich zum Mitbewerber. Bestes Beispiel dafür ist der Rhein-Ruhr-Express, dessen Betrieb exakt mit dieser Begründung an die Britische Konkurrenz ging.

    Das nennt sich Wettbewerb, uns das ist genau das, was die Gewerkschaften bis heute nicht verstanden haben. Wenn sie die Betriebs- oder Stückkosten durch ihre Forderungen in die Höhe treiben, dann kann es schnell passieren, dass das Unternehmen nicht mehr marktgerecht anbieten kann, Marktanteile verliert und schließlich sogar Mitarbeiter entlassen muss.

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    Original geschrieben von blackdragon4
    Nein. Nichts rechtfertigt Gewaltanwendung. Ein Arbeitskampf innerhalb des rechtlich gewährleisteten Rahmens ist aber auch keine Gewaltanwendung.

    Siehe Beitrag oben. Selbstverständlich ist ein Streik eine Gewaltanwendung, auch wenn sie rechtlich legitim ist.


    Es ändert aber nichts daran, dass derjenige schlicht versagt hat, der sofort zur Gewalt greift, ohne zuvor alle Mittel für eine gewaltfreien Lösung gesucht zu haben.


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    Warum das so sein soll, hast du noch nicht erklärt, du setzt es nur immer wieder in deiner Argumentation voraus. Wenn du der Ansicht bist, der GDL-Streik sprenge den gesetzlichen Rahmen, steht dir natürlich der Rechtsweg frei.

    Es geht nicht um den gesetzlichen Rahmen. Jahrzehntelang haben die Gewerkschaften das Mittel des Streiks maßvoll angewendet.


    Ist dir noch nicht aufgefallen, dass hauptsächlich wegen der Streiks der GDL nun extra ein neues Gesetz verabschiedet wurde?


    Hier wurde eine Grenze überschritten.



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    Soll man sich also seinen Beruf nicht nach eigenen Interessen und Fähigkeiten, sondern ausschließlich nach Karrieremöglichkeiten aussuchen? Das steigert die Qualität der jeweiligen Dienstleistung aber auch nicht, wenn Leute nur ihren Job machen, weil es marktwirtschaftlich gerade notwendig ist.

    Es steht jedem frei, das zu tun, was er möchte. Allerdings muss er sich dann eben auch mit dem Einkommen zufrieden geben, das der Markt dafür zu zahlen bereit ist.


    Wenn du eine Eisdiele eröffnest, dann darfst du auch Brokkoli-Caramel-Eis herstellen, wenn du es so besonders toll findest. Aber du kannst dann niemanden dazu zwingen, es auch zu kaufen. Wenn du gerne davon leben möchtest, solltest du besser Schokoladeneis anbieten.


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    Und was macht man, wenn man sich fehlentscheidet und die Entscheidung nicht mehr reversibel ist? Wenn man bereits älter ist, sodass man auf dem Arbeitsmarkt kaum noch einen Job findet und eine Umschulung auch wenig Sinn macht? Soll man dann stillschweigend in Überstundenbergen versinken und schlechte Arbeitsbedingungen akzeptieren? Wieso soll man nicht streiken dürfen, wenn man seinen Job im Allgemeinen mag und es nur an den Rahmenbedingungen liegt?

    Bitte, bitte verstehe mich jetzt nicht falsch. Aber das ist einfach Pech.


    Das Leben ist nicht gerecht. Wir alle treffen Entscheidungen, die gut oder die schlecht sind. Nur können wir niemand anderes dafür verantwortlich machen, wenn es eben eine schlechte Entscheidung war.


    Warum sollen die Bahnkunden es ausbaden, dass jemand sich falsch entschieden hat?


    Weißt du, ich möchte auch gerne Millionär sein. Aber leider habe ich mich für den falschen Beruf entschieden. Ich verdiene keine Million. Und jetzt? Welche Gewerkschaft streikt nun dafür, dass ich meine Million kriege?


    Ja, das ist absurd übertrieben, aber es ist exakt dasselbe. Ein Bahnangestellter verdient gutes Geld. Keine Massen, er wird auch genauso wie ich nicht reich, aber es ist ein marktgerechter Lohn für diese Art der Arbeit. Verdienen denn die Mitarbeiter bei den Privatbahnen mehr?



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    Ich bezweifle, dass jeder studieren und zur hoch qualifizierten Fachkraft werden kann. Das schließt schon die Definition selbst aus. Wäre jeder hoch qualifiziert (nur mal hypothetisch), entsteht doch wieder nur ein neuer Durchschnitt und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage passt nicht. Ich freue mich für dich, dass du offensichtlich auf Anhieb deinen richtigen Beruf gefunden hast und in der Position bist, aus einer Vielzahl an Arbeitgebern wählen zu können. Statistiken zeigen, dass dies jedoch längst nicht auf alle zutrifft.

    Man muss nicht "hoch qualifiziert" sein, um einen guten Job mit einer angemessenen Bezahlung zu erhalten. Es reicht aus, sich ein bisschen anzustrengen und eben seine Stärken richtig einzusetzen.


    Achja, und nebenbei: Nein, ich habe auf Anhieb nicht den richtigen Beruf gefunden.


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    Siehe oben - jeder, der meint, der rechtliche Rahmen sei hier überschritten, kann natürlich den Rechtsweg beschreiten. Ein direktes Streikrecht geht aus dem GG nicht hervor, d'accord.

    Der Rechtsweg ist das letzte Mittel. Laut Hausordnung darf ich bei mir daheim von 7 bis 20 Uhr Lärm machen, wie ich will. Das darf ich. Aber ich tu es nicht, weil ich in einer Gemeinschaft lebe und es für mich selbstverständlich ist, dass ich eben nicht meine Rechte stets zu 100% ausreize, sondern mit mit meinen Mitmenschen (hier Hausbewohner) so umgehe, wie ich es auch wünsche, dass mit mir umgegangen wird.


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    Glaubst du denn, dass all die Menschen in den Führungsabteilungen da wären, wo sie heute sind, wenn es die arbeitende Masse nicht gegeben hätte?

    Ich tu mich mit dieser Zweiklassengesellschaft, die du da aufbauen möchtest, sehr schwer. Unterstellst du leitenden Angestellten, dass sie nicht arbeiten? Die haben 60-Stunden-Wochen und mehr. Und du sprichst von der "arbeitenden Masse"? Bitte, nicht diese Plattitüden.


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    Das ganze bedingt sich gegenseitig und dementsprechend sollte auch gegenseitiger Respekt geboten sein. Den haben die Lokführer m.E. nicht erhalten - seit Jahren weisen sie auf bestehende Probleme (z.B. Überstundenberge) hin und werden vom Vorstand nicht ernst genommen.

    Das ist auch völlig legitim. Doch darum geht es in dem aktuellen Tarifkonflikt doch gar nicht. Das ist doch gerade das Perverse daran. Der GDL geht es doch ausschließlich darum, einen eigenständigen TV durchzudrücken.


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    Nebenbei sind wir von einer Chancengleichheit auch sehr weit entfernt, insofern ist die strikte Durchsetzung eines Leistungsprinzip zumindest fragwürdig.

    Es gab noch nie Chancengleichheit und wird es auch nie geben.


    Ich kann z.B. keine schweren Zementsäcke schleppen, weil mir dazu die körperlichen Voraussetzungen fehlen. Da habe ich einfach keine Chance.


    Die Natur ist eben nicht gerecht. Der eine kann dies gut, der andere das. Und das eine wird am Markt mehr nachgefragt (und wird daher besser bezahlt), das andere weniger.


    Doch daran kann man nichts ändern. Die letzten, die eine umfassende Gleichmacherei angestrebt haben, sind daran kläglich gescheitert. Das Konzept nannte sich Sozialismus.


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    Dann nimm einen beliebigen Artikel aus dem BGB, z.B. § 309 Nr. 9a, der regelt, dass übliche Waren- und Dienstleistungsverträge eine maximale Laufzeit von zwei Jahren haben dürfen. Sagst du jemandem, der nach zwei Jahren nicht aus einem Vertrag gelassen wird, er "müsse" ja nicht klagen, schließlich habe ihn niemand gezwungen mit Vertragspartner xy einen Vertrag einzugehen?

    Sorry, auch das Beispiel passt nicht. Du sprichst hier von einem Rechtsverstoß von einer Seite. Meines Wissens hat sich die Bahn jedoch an die Verträge gehalten.


    Wir leben auch nicht mehr in einer Zeit, in der es kaum Arbeitsgesetze gab, die Leute nach Strich und Faden ausgebeutet wurden und man hier eben um sein nennen wir es mal: "Menschenrecht" kämpfen musste.


    Im aktuellen Tarifstreit geht es einzig darum, dass die GDL einen eigenständigen TV haben möchte. Deshalb hat sich Weselsky auf stur gestellt und zu den Streiks aufgerufen, weil er klar gesagt hat, dass dieser Punkt nicht verhandelbar ist.


    Alle anderen Dinge, Geld, Arbeitszeit, usw. sind verhandelbar. Man trifft sich im besten Fall in der Mitte.

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    Original geschrieben von rabbe
    Was wäre letztendlich die Konsequenz daraus? Es gäbe zwar weiterhin eine 39 Stunden-Woche, aber keine 45 Stunden- sondern 55 Stunden-Schichtpläne wären dann der Regelfall. ;)

    Ähm, du hast mich falsch verstanden.


    Die Arbeitnehmer sollen in die Offensive gehen und dem Arbeitgeber beweisen, dass sie es wert sind.

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    Wer wendet hier in diesem Streitfall wo Gewalt an? Meinst du etwa den Streik der GDL?

    Selbstverständlich ist Arbeitsverweigerung eine Gewaltanwendung. Trenne dich von dem Gedanken, dass Gewalt zwingend was mit Hauen und Stechen zu tun hat. Das hat auch nichts damit zu tun, ob er nun verhältnismäßig ist oder nicht.


    Selbst wenn ich dir gerichtlich bestätigt unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit in Notwehr eine runterhaue, so ist das ein Akt der Gewalt.


    Die massenhafte Arbeitsverweigerung bringt den Arbeitgeber in eine Zwangslage. Das ist ja Sinn und Zweck eines Streiks. Das ist ein Akt der Gewaltanwendung.


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    Das stimmt, sofern diese nicht legitimiert ist.

    Gewalt ist nur dann gerechtfertigt, wenn sämtliche anderen Möglichkeiten zuvor ausgeschöpft wurden. Das ist hier nicht geschehen.

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    Original geschrieben von blackdragon4
    Und wohin wechselst du, wenn du eben nur die Ausbildung zum Lokführer hast und ggf. schon 50 oder älter bist?

    Ach, und das rechtfertigt Gewaltanwendung, wenn man nichts anderes gelernt hat und/oder nicht dazu bereit ist, sich selbst weiter zu entwickeln?


    Niemand hat denjenigen gezwungen, Lokführer zu werden. Es war seine freie Entscheidung. Welche Karrieremöglichkeiten man in diesem Beruf hat, sollte auch lange bekannt sein. Besonders vor dem Hintergrund, dass es diesen Beruf schon seit über 100 Jahren gibt.


    Man kann doch nicht die Gesellschaft, den Arbeitgeber oder sonstwen dafür verantwortlich machen, dass man mit seiner eigenen Berufswahl im Nachhinein nicht zufrieden ist.


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    Ich glaube du siehst das alles zu sehr durch die Brille des jungen, hoch qualifizierten Uni-Absolventen, der überall mit Kusshand genommen wird.

    Dieser Weg dorthin steht jedem frei. Es gibt auch zahlreiche andere Berufe ohne Studium, in denen man mit Kusshand genommen wird. Das setzt jedoch voraus, dass man sich eben ein bisschen bemüht.


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    Einen grundgesetzlich legitimierten Arbeitskampf mit Kapitalverbrechen und Gewalt zu vergleichen, ist übrigens meiner Ansicht nach komplett daneben. Du sprichst den Leuten damit indirekt ihre Rechte ab.

    Ich vergleiche nichts, sondern verurteile nur den Satz von rabbe "manchmal muss man dieses und jenes tun". Da er ihn aber auch nicht so ganz ernst gemeint hat, habe ich mir erlaubt, auch ein wenig überspitzt zu formulieren.


    Doch dieser Satz ist letztlich nichts weiter als eine faule Ausrede. Es gibt immer eine Alternative zur Gewalt.


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    Es gibt viele Rechte, die man vielleicht nicht gerne wahrnimmt, die aber ihren Sinn und Zweck haben und in manchen Fällen eben wahrgenommen werden müssen. Welchen Zweck hätten Gesetze sonst, wenn sie niemand einfordert?

    Es gibt kein explizites Streik-Gesetz oder Streik-Grundrecht. Wie oft denn noch?


    Es gibt ein Grundrecht darauf, sich zusammenzuschließen und gemeinsam für bestimmte Arbeitsbedingungen ohne Staatliche Intervention zu kämpfen zu dürfen. Das ist das Recht, das jeder Angestellte hat.


    Wie er dieses Recht wahrnimmt, bleibt ganz allein ihm überlassen.


    Arbeitsniederlegungen sind eine von vielen gerichtlich und gesetzlich legitimierten Möglichkeiten – aber eben nur eine.


    Glaubst du etwa, dass all die Menschen, denen der "kleine Mann" so sehr nach dem Geld neidet, es so weit geschafft haben, weil sie ihre Arbeitgeber erpresst haben? Nein. Sie sind durch Leistung so weit gekommen. Leistung kannst du nur durch eines ersetzen: Mehr Leistung.

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    Sagst du einer Zeitung auch, sie "müsse" ja nicht ihre Pressefreiheit einklagen, es zwinge sie ja niemand so kritisch zu berichten?

    Schlechtes Beispiel, denn im Gegensatz zum Streikrecht sind die Presse- und Meinungsfreiheit direkt im Grundgesetz verankert. Es gibt keine Alternative dazu.

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    Original geschrieben von tmc
    Obwohl... da steht neue APPS, früher gabe es den Punk nicht... Kann man APPS im NAchinein verschieben? Oder sollte ich mal löschen und neuinstallieren? (Bringt das Was?)

    Ja, kann man. In die App "Speicheroptimierung" gehen, auf dein Hauptspeicher tippen. Dann bekommst du die Auflistung der verschiedenen Datenarten. Auf "Apps und Spiele" tippen, dann siehst du welche App, wieviel verbraucht. Hier kannst du einzelne Apps (oder alle über den Selektor unten) zwischen dem Hauptspeicher und der Karte verschieben.

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    Original geschrieben von rabbe Manchmal muss man es eben dann doch tun ;)

    Also bevor ich meine, so etwas tun zu "müssen", wechsle ich einfach den Arbeitgeber.


    Auch wenn du da einen Smilie dahinter gesetzt hast, aber dieses Argument, manchmal "müsse" man, ist einfach schrecklich. Manchmal müsse man seine Kinder schlagen. Manchmal müsse man (s)eine Frau zum Geschlechtsverkehr zwingen. Manchmal müsse man in ein Land einmarschieren. Manchmal müsse man Ungläubigen den Kopf abschneiden.


    Man muss niemals Gewalt anwenden.


    Wer offensiv Gewalt anwenden "muss", hat versagt*.

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    Insofern ist dein Gedanke dann doch etwas seltsam, angesichts des überproportionalen Überstundenanteils bei den Lokführern bzw. beim Zugbegleitpersonal.

    Dann erst Recht! Schon mal von der Redewendung von "Flucht nach vorn" gehört?




    *) Ich spreche hier nicht von Verteidigung, der bereits Gewalt voraus gegangen ist. Und nein, subjektiv nicht genug Geld zu bekommen, ist keine Notwehrsituation.

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    Original geschrieben von rabbe
    Die Frage ist, ob es auch der richtige ist, wo du ihn im aktuellen Fall verortest. ;)

    Die Frage lässt sich leicht beantworten: Wer verweigert die Arbeit?


    Kleiner Tipp: Nur, weil jemand etwas tun darf, heißt das noch lange nicht, dass er es auch tun muss.


    Das verwechseln hier manche immer wieder. Niemand zwingt die GDL dazu, zu streiken. Niemand. Denn sie wollen ja etwas.


    Niemand anderes auf der Welt hat etwas davon, wenn die GDL streikt. Nur sie selbst. Insofern ist es ganz allein ihre Verantwortung.



    Mir ist vorhin ein interessanter Gedanke gekommen. Warum ist noch keine Gewerkschaft auf die Idee gekommen, ihre Mitglieder dazu aufzurufen, Überstunden zu machen und eine Arbeit zu machen, die weit über dem Niveau liegt, als sie normalerweise leisten könnten? Warum zeigen sie ihrem Arbeitgeber nicht einfach mal, was in ihnen steckt?


    Stell dir das einfach mal vor: Eine Woche lang schieben die Zugbegleiter Doppelschichten und lassen den Kunden das schönste Bahnerlebnis haben, das er jemals hatte. Die Streikkasse dafür verwenden, den Fahrgästen kostenlos Kaffee ausschenken (o.ä.), ein Begrüßungs-Getränk, ein kleines Puzzlespiel für die Kinder, usw.


    Einfach mal so richtig zeigen: "Hey, liebe Bahn, wir können, wenn wir wollen. Aber dann musst du uns auch ein bisschen entlasten und motivieren!" Das ganze könnte man dann auch noch so richtig medial ausschlachten.


    Warum legt man so etwas nicht einmal in die Waagschale der Verhandlungen?


    Das Verrückte daran ist, dass eigentlich überall auf der Welt es völlig selbstverständlich ist, dass sich derjenige, der etwas haben will, auch entsprechend bemüht.
    Jedes Schulkind weiß, dass man bessere Noten bekommt, wenn man sich anstrengt – und eben nicht, wenn man die Arbeit verweigert.