Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Seinerzeit wurde kommuniziert, dass Bordcomputer entsprechend modifiziert würden. Ob das dann auch tatsächlich geschehen ist, hatte ich natürlich nicht verfolgt. Solches Vorhaben dürfte mit deutlich höheren Kosten verbunden sein, als der Einbau einer gepanzerten Cockpittür.

    Soweit ich das sehen kann, war das nur einer von vielen (teilweise absurden) Vorschlägen als Reaktion auf 9/11.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Das stimmt doch überhaupt nicht!


    9/11 war im Wesentlichen möglich, weil die Steuerungssoftware der Flugzeuge überhaupt zuließ, sie in solche Objekte stürzen zu lassen.


    Das soll heute nicht mehr möglich sein, weil sich Flugzeuge zwischenzeitlich (angeblich) auch von Hand gar nicht mehr auf solche Kurse programmieren lassen. Trifft das zu, läge der Anteil einer gepanzerten Cockpittür an der Vermeidung einer Wiederholung von 9/11 exakt gleich NULL.

    Hä?


    Woher hast du denn diesen Unsinn. Selbstverständlich kann man den Kurs eines Flugzeugs jederzeit ändern -- und sei es eben per manueller Steuerung. Glaubst du etwa, dass ein Flugzeug, wenn du es in ein Hochhaus lenkst, automatisch einen Bogen drum fliegt???


    9/11 war möglich, weil (leidlich) ausgebildete Piloten das Flugzeug übernommen und in die Hochhäuser gelenkt haben. Dazu war es zwingend notwendig, ins Cockpit zu kommen.


    Ohne Zutritt ins Cockpit wäre dieser Plan niemals aufgegangen.


    Die Sicherheitstür stellt hier also eine wirksame Hürde da. Denn sie ist ein gewichtiger Unsicherheitsfaktor, um einen solchen Plan erfolgreich umsetzen zu können.

    Ich mir am Wochenende ein 530 besorgt, das ein Freund noch herumliegen hatte. Darauf ließ sich Windows 10 installieren, auch wenn es ein wenig gedauert hat. Der erste Versuch schlug fehl, weil der Installer die SD-Karte irgendwie doof fand. Nachdem ich diese im Gerät neu formatiert hatte, ging es dann.


    Über Windows 10 wurde ja schon viel geschrieben. Auch ich teile die Einschätzung, dass das wirklich nur eine Betaversion ist, die man sich nicht installieren sollte, wenn man das Gerät wirklich aktiv nutzt. Es knallt und klemmt an allen Ecken und Enden.


    Aber es sind viele Dinge zu entdecken, die m.M.n. sehr schön gelöst sind und durchaus Lust auf mehr machen. Das erweiterte Benachrichtigungscenter gefällt mir. Nicht nur die zusätzlichen Buttons für den Schnellzugriff, auch lässt sich in den Toast-Benachrichtigungen (mit Häkchen zum Aufklappen) z.B. eine Vorschau der Nachricht einblenden, ohne dass man die jeweilige App öffnen muss.


    Auch sehr cool: In den Einstellungen fürs Benachrichtigungscenter ist per Default bei allen Einträgen dort neben "Sound, Vibrieren" usw. auch noch der Eintrag "LED" drin. :):):)
    Also es stimmt: Es wird Windows Phones mit Benachrichtigungs-LED geben. Waaaaaaahnsin. Dass wir das noch erleben dürfen.


    Gefallen hat mir zudem auch, dass in der App-Liste alle neu installierten Apps am Anfang der Liste als "neue App" angeheftet sind.


    Naja, gibt noch viel zu entdecken. ;)

    Ich habe ein 530 zum Herumspielen hier. Da hat das auch funktioniert. Auf meinem 1020 habe ich mich das nicht getraut.


    In dem von dir verlinkten Artikel steht ja, das mit der "Branch"-Bezeichnung. Demnach würde ich auf meinem 1020 die Version auch nicht bekommen. Möglich, dass das daran liegt, dass ich die CV drauf habe.

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    Original geschrieben von Boy2006
    Woher hat Google das Kartenmaterial?

    Das initiale Material stammte von Teleatlas, wurde aber nicht weiter aktualisiert.


    Dann haben sie im Rahmen von Streetview selbst angefangen zu kartographieren, nutzen die gesammelten Daten aus den Navis, missbrauchen Recaptcha, um Hausnummern auf den Streetview-Bildern zu identifizieren und haben vor kurzem nochmal richtig Geld in die Hand genommen und einen größeren Schwung Karten von Katasterämtern erworben.


    Der Witz ist eben, dass Google einen ganz anderen Fokus beim Kartenmaterial hat. Ihnen geht es darum, lokalisierte Werbung zu vermarkten. Dazu brauchen sie möglichst genau geokodierte Adressen -- deshalb auch die Sache mit den Hausnummern in den Recaptchas.


    Mit Straßennavigation kann man aus dieser Sichtweise heraus kein Geld verdienen. Das ist eher ein "Beifang". Und das ist genau die Ironie an der Geschichte. Eben weil sie die Karten kostenlos raushauen und ihre Maps-Anwendung auch ein bisschen Navi kann, haben sie den Anbietern, die sich auf hochwertiges Kartenmaterial und hochwertige Navigationsanwendung systematisch das Wasser abgegraben.


    Denn Lieschen Müller fragt sich, warum sie denn für 250 Euro ein Gerät von Tomtom, Garmin, Navigon, usw. kaufen soll, wenn doch ihr Google-Handy auch schon Navi kann.


    Nokia ist diesem Trend ja damals auch schnell gefolgt. Nachdem zunächst nur die reine Kartenanwendung auf den Geräten kostenlos und die Navigation nur im Abo erhältlich war, sind sie nachgezogen. Aber hier eben nach dem klassischen Modell der Hardware-Bindung. Du kaufst ein Stück Blech und bekommst dann den Dienst dazu. Es gab ja damals zunächst einzelne Geräte, die explizit als "Navigator" ausgewiesen waren.


    Aber auch das Modell funktionierte nicht. Du kannst nicht für etwas Geld verlangen, was ein anderer für lau raushaut.


    Nokia ist dann voll auf den Zug aufgesprungen, hat Navteq übernommen und die Karten- und Navigationsanwendungen auf allen Geräten kostenlos angeboten. Allerdings bietet Navteq auch noch andere, kostenpflichtige Dienste an. Das Privatkundengeschäft war tot, dafür florieren die kommerziellen Anwendungen, z.B. im Bereich Flottenmanagement.

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    Original geschrieben von Timba69
    Eigentlich sollte ich auf diese Art von Posting nicht wirklich reagieren

    Eigentlich solltest du diese Art von Postings erst gar nicht provozieren. Lässt sich durch ein klein bisschen Nachdenken durchaus vermeiden. ;)

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    ; aber: hast du es auch gelesen? Die "Anti-Terror-Tür" hat diesen Absturz auf genau diese Art erst möglich gemacht, obwohl sie Abstürze durch Eingriffe in das Cockpit unmöglich machen sollte....und die Fluggäste und Besatzung sind letzten Endes trauriger/- und unnötigerweise Opfer der Tür und des CoPiloten geworden.


    Wie Gag schon vermutet und bezeichnet (obwohl es nicht meine Ausdrucksweise wäre, da unpassend in Bezug auf den CoPiloten gewählt): jetzt kann zwar nicht mehr jeder "Honk" ein Flugzeug entführen; dafür kann jeder "Honk" (der) IM Cockpit (ist) die Maschine ungestört abstürzen lassen.


    Was ja laut euren Links auch nicht gerade selten vorkommt; genau genommen nun schon mehrmals.

    Es gab nun exakt einen Fall, in dem ein Pilot unter Zuhilfenahme der gesicherten Cockpittür das Flugzeug mutwillig zum Absturz gebracht hat. Bilanz: 150 Tote.


    Vor 2001 gab es – und die Zahl überrascht mich jetzt selbst auch – rund 20 Entführungen pro Jahr. Allein bei den spektakulären Fällen, die man der Wikipedia entnehmen kann, sind in den letzten 10 Jahren vor 9/11 über 300 Menschen dabei getötet worden. Die über 3000 Opfer von 9/11 selbst lasse ich mal außen vor.


    Durch die Zweipersonen-Regel ist es übrigens vorbei, dass sich ein Pilot ungestört einschließen kann.

    Ich hab mir ein paar Handbücher von den Geräten angeschaut, die "Scan to Mail" ohne angeschlossenen PC unterstützen. Bei allen ist es letztlich so, dass man über das Menü zumindest einem Empfänger auswählen muss.


    Eine echte "Fire and forget"-Funktion, wie sich Masta das vorstellt, haben diese Geräte leider nicht.


    Einzig richtige Dokumentenscanner können sowas. Die lassen sich fest konfigurieren, so dass die gescanten Dokumente immer an einem bestimmen Ort landen. Aber die Dinger sind für diesen Einsatzzweck einfach viel zu teuer.


    Also entweder man "bastelt" eben diese Fritz-Lösung oder man muss sich damit abfinden, ein paar Knöpfe nacheinander drücken zu müssen. Ich kann die Umstände nicht beurteilen, aber kenne eben auch Szenarien, wo es aus rein menschlichen und keinesfalls zu verurteilenden Gründen eben in der Praxis nicht funktioniert, wenn der Anwender sich noch durch ein Menü "wurschteln" muss.

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    Original geschrieben von Tha Masta
    Jetzt hab ich nur leider schon einen reinen Drucker mit Google Cloud Print Unterstützung bestellt, den ich nächste Woche bei einem Besuch vor Ort einrichten möchte. Leider etwas verfrüht. Wobei ich auch deutlich mehr zu meinem Vater sende als er zu mir. Evtl. lassen wir es einfach bei der Übertragungsmöglichkeit in die eine Richtung...

    Aber er hat doch schon ein Faxgerät. Dann funktioniert meine "Von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge"-Fritz-Lösung doch.


    Mit dem Fax über die Fritze schickt er das Fax per Mail an dich. Und wenn du ihm was senden willst, nimmst du den Cloud-Printer.


    Noch ein Hinweis zu dem Wolkendrucker. Wenn der "sofort" drucken soll, wenn du da was schickst, dann muss der natürlich immer eingeschaltet sein. Bei meinem Canon ist das z.B. so, dass sobald der im Standby ist, kein Cloud-Empfang aktiv ist. Erst wenn ich ihn wieder aufwecke, druckt er die Online-Druckaufträge.


    Wie das bei anderen Geräten ist, kann ich leider nicht sagen.


    Ansonsten würde ich halt sagen, dass du dir evtl. mal den Panasonic von Harlekyn anschaust. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man selbst einem älteren Herren nicht zumuten kann, zwei, dreimal "OK" zu drücken.


    Den Brother-Scanfaxdrucker, den ich einem Bekannten installiert habe, ist da schon etwas komplizierter. Da muss man Scan, OK, zweimal runter und FTP auswählen, OK, Scan starten, OK.
    Das ist im Prinzip kein Problem, aber schon ziemlich lästig.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Ist aber ein Problem mit allen Regeln/Gesetzen. Früher hatten Gesetze über Jahrzehnte Bestand, heute wird bei jedem aktuellen Anlass (zur Beruhigung der Wählerschaft) schnell einfach irgendwas geändert, wodurch der nächste Änderungsbedarf vorprogrammiert ist.

    Das ist auch leider dieser Viele-Köche-verderben-den-Brei-Arbeitsweise in der Gesetzgebung geschuldet. Da wird so lange diskutiert und lamentiert, als sich einfach nur mal aufs Wesentliche zu konzentrieren.
    Gesetze können es nicht allen recht machen. Das ist einfach so. Und die Gesetze, die man heute erschafft, die dies versuchen, schaffen am Ende durch ihre gut gemeinten Ausnahmen noch mehr Ungerechtigkeit, da eine willkürliche Bevorzugung einzelner Interessen stattfindet, da man eben nicht alles in diese Ausnahme packen kann.



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    Die Kabinentür halte ich für ein gutes Beispiel. Durch die "Verbesserung" der Vorschriften über die Sicherheit der Tür entsteht ein neues Problem - welches meiner Erfahrung nach Anlass für "Schnellschuss" sein könnte, der irgendwann wiederum nach hinten losgeht.

    Von all den Schnellschüssen nach 9/11 war die "Panzertür" doch am Ende noch die beste: Seit dem ist die Anzahl der Flugzeugentführungen auf praktisch Null gesunken. Davor gab es doch fast jedes Jahr irgendwo eine. In meinen Kindheitserinnerungen sehe ich noch die vielen Tagesschau-Landkarten mit den gepunkteten Linien, wo die Maschine hin geflogen ist...


    Aber ich gebe dir recht: Da ist viel Aktionismus im Spiel, um den Anschein zu erwecken, dass ja jetzt alles viel, viel sicherer sei.


    Und ja, wer etwas wirklich will, der bekommt das auch irgendwie hin. Wer eine Bombe an Bord bringen will, der schafft das auch. Aber dank der Panzertür kommt jetzt nicht alle naselang irgend ein Honk auf die Idee, den Vogel nach Timbuktu zu "entführen", so wie das früher der Fall war.

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    Original geschrieben von klausN80X
    Wenn Nokia HERE jetzt verkaufen will oder sollte, würde mich das aus diesen Umständen auch nicht weiter wundern. Man hat über Jahre hinweg tolle Arbeit geleistet, wollte dann aber für das neue Windows System (was Ansicht nur mit Windows Phone 7 neu für Nokia war) nicht die gleiche Perfektion an den Tag legen, wie nicht zu Symbianzeiten.

    Es ist die Frage des Geschäftsmodells. Wenn ich einen Dienst exklusiv mit dem Kauf eigener Hardware anbiete, dann kann man die Kosten darüber finanzieren. So macht das Apple ja auch.
    Fällt diese Form der Finanzierung weg, muss man sich eben andere Möglichkeiten überlegen.


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    Dabei kann ich mir nicht vorstellen, dass das sooo schwierig gewesen sein soll.

    Schwierig ist daran gar nichts. Dennoch kann ein Unternehmen nicht von Luft und Liebe leben, sondern muss sehen, dass die Kosten wieder rein kommen.


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    Wenn Nokia HERE jetzt auch noch an Microsoft verlaufen sollte wäre das schon wieder etwas seltsam.

    Wer sagt denn sowas? Ist doch auch nur wieder einmal Spekulation.


    Das Geschäft mit Straßenkarten ist von Google systematisch zerstört worden. Die beiden großen Kartenanbieter Navteq (heute HERE) und Teleatlas (heute Tomtom) stecken viel Aufwand und Geld in die Aktualisierung der Karten.
    Google hat mit Maps damals kostenlose Karten für alle angeboten, wobei die dann auch noch richtig schlecht waren. Das hat die meisten Anwender aber nicht weiter gekümmert.


    Das ist eben wie überall in dem Internet-Geschäft: Sobald einer anfängt, ein Produkt oder eine Dienstleistung kostenlos anzubieten, selbst wenn sie nicht dieselbe Qualität wie die anderen hat, macht er den Markt kaputt. Denn der Unterschied zwischen 0 Euro und 0,01 Euro ist unendlich groß.


    Vor 20 Jahren hat Microsoft auf diese Weise im Browser-Markt sich Anteile ergattert. Dabei ging es nur um einen Web-Browser, mehr nicht. Heute hast du Player wie Google, die eine gesamte Branche in Schutt und Asche legen können.