Beiträge von Stromae


    Sclimmsten Falls bedeuten Kundenabflüsse - weniger Kunden

    Also wenn 11 Millionen in 9 Jahren nicht der schlimmste Fall ist weiß ich auch nicht.

    Meines Erachtens hat O2 Germany nicht so eine kaputte Mutter wie Vodafone.

    Dann ist dein Erachtens leider falsch, ich möchte da jetzt kein Ranking starten aber Telefónica S.A. geht es richtig mies. Aber da geben sich Telefónica, Vodafone, Orange und TIM nichts. Orange steht von den 4 wohl noch am besten da, weil man im Heimatmarkt noch Gewinne macht, aber lange nicht mehr so viel wie noch vor ein paar Jahren.

    Was möchte ich damit sagen? Ja, O2 verliert die Kunden zunächst, aber dann mal schauen, was die Kunden machen ;)

    Es wird so sein wie es immer ist, 99% der Kunden werden den Netzwechsel nicht mal bemerken oder es ist Ihnen egal. Sein wir mal Ehrlich, die jetzigen 1&1 Kunden sind nicht zu den ganzen billig Marken gewechselt weil sie ins so gute o2 Netz wollten, sondern weil es billig sein sollte.



    Vodafone vergrault derzeit massiv Kunden (Mobilfunk & Festnetz) die dann für o2 verfügbar sind.

    Also Vodafones Kundenzahlen schauen eigentlich mittlerweile wieder stabil aus, man hat im Festnetz 55.000 verloren, aber da verlieren gerade alle da die neuen Glasfaser Unternehmen eben Kunden gewinnen. Die Kunden fallen ja nicht vom Baum und wenn Firmen wie Deutsche Glasfaser etc. Kunden dazu gewinnen müssen andere Unternehmen Kunden verlieren. Im TV Bereich hat man natürlich viel verloren aber das war klar und jedem Bewusst.

    Das interessante ist, 1&1 muss weiter Kunden gewinnen um das eigene Netz zu finanzieren, o2 muss Kunden zurück gewinnen um profitable zu bleiben und auch Vodafone und die Telekom wollen Ihren Teil vom Kuchen.


    Es könnte sich also ein Preiskampf entwickeln wie in Spanien und Italien. Auch dort hat der Kampf um Kundenzahlen die Preise extrem reduziert, so weit das der Markt nicht mehr profitable ist.


    Oder es kommt wie in Frankreich, die bestehenden Netzbetreiber akzeptieren den Kundenverlust und reduzieren die Preise kaum, deshalb ist der der Französische Markt weiterhin profitable zumindest für die 3 etablierten Netzbetreiber. Alle haben aber einige Kunden an Free verloren und es passiert weiterhin wenn auch nicht mehr so stark wie in den ersten Jahren.

    Ich möchte in diesem Thread gerne über die Zukunft von Telefónica allgemein aber hauptsächlich über die Deutsche Tochter diskutieren.

    Ich werde der einfachhalber im Rest des Textes Telefónica Deutschland als o2 Bezeichnen und Telefónica S.A. als Telefónica.


    Ich habe vorhin für ein anderes Thema die Kundenzahlen von o2 studiert und da ist mir klar geworden das o2 die letzten Jahren jedes Jahr Millionen Kunden verloren hat.

    Man konnte das ganze kaschieren da man diese Kunden an 1&1 verloren hat, die dann direkt wieder als Neukunden gezählt wurden.

    Ich weiß nicht genau was man sich bei o2 genau dabei gedacht hatte, aber seit Jahren ist klar das 1&1 ein eigenes Netz aufbaut und die Kunden früher oder später weg sind, spätestens da hätte man reagieren müssen und mit intelligenten und attraktiven Tarifen Kunden zurück gewinnen.


    O2 hat durch die Fusion mit E-Plus 25 Millionen Kunden übernommen und knapp 20 Millionen eigene Kunden beigetragen. Man hatte also vor etwa 9 Jahren fast 45 Millionen Kunden.

    Übrig sind davon nach Abzug der 1&1 Kunden 32.050.000 Vertrags/Prepaid Karten und 2.045.000 M2M Karten. Man hat also in 9 Jahren über 11 Millionen Kunden eingebüßt, eigentlich sogar noch mehr, da die M2M Kunden kaum Umsatz noch Gewinn beisteuern. Auch im Festnetz schaut es nicht so toll aus, man hat gerade noch 1,82 Millionen DSL Kunden und 0,56 Millionen Kabel und Glasfaser Kunden.


    Jetzt stellt ich mir doch die Frage wie kann so etwas passieren? Hatte bei o2 niemand die Kundezahlen im Blick oder dachte man sich das mit dem 1&1 eigenen Netz wird sowieso niemals passieren?

    Man hat im letzten Quartal zwar immerhin 200k eigene Kunden gewonnen aber das wird auf Dauer nicht ausreichen.

    Man darf auch nicht vergessen, E-Plus und o2 sind damals fusioniert weil beide nicht genug Kunden hatten um den teuren LTE und 5G Ausbau zu refinanzieren.


    o2 hat und wird auch dieses Jahr wieder etwas über eine halbe Milliarde Euro per Dividenden ausschütten, der Großteil davon geht an die eigene Konzernmutter.


    Für 2023 sah das ganze so aus, o2 hat einen Überschuss vor Steuern von 545 Millionen Euro erwirtschaften, davon wurden 537 Millionen Euro per Dividende ausgeschüttet, Reingewinn vor Steuern waren also knapp 8 Millionen Euro und darauf musste man 760.000€ Steuern zahlen. Wenn man sich die letzten Jahre so anschaut geht das seit Jahren so, o2 macht immer genau so viel Gewinn um letztendlich 500-800 Millionen an Telefónica auszahlen zu können. Es wurden in den letzten 10 Jahren etwa 7 Milliarden Euro ausgeschüttet, die nicht in den Netzausbau gesteckt werden konnten.


    Immerhin ist o2 schuldenfrei dafür hat die Konzernmutter aktuell Verbindlichkeiten von 37 Milliarden Euro und hat damit mehr Schulden als das komplette Unternehmen laut Marktkapitalisierung Wert ist.

    Man muss mal abwarten wie sich der Spanische Markt nach dem Abschluss der Fusion zwischen Orange und MásMóvil, die sicherlich Jahre dauern wird, entwickelt.


    Ich freu mich über eure Meinung dazu!

    Bitter ist allerdings auch, wenn alle Kunden portiert sind hat o2 nur noch 32.050.000 Vertrags/Prepaid Karten + 2.045.000 M2M Karten im Netz.

    Wenn man bedenkt das man damals 25 Millionen E-Plus Kunden mit in die Fusion genommen hat und o2 selbst fast 20 Millionen Kunden hatte ist das echt mager.

    o2 hat also eigentlich seit der Fusion massig Kunden verloren.


    Ich hätte gerne gesehen wenn Illiad oder Carlos Slim E-Plus übernommen hätte und E-Plus mit Ihrer Strategie hätte weiter machen dürfen.

    Ich glaube dann würde der Deutsche Markt heute ganz anders ausschauen.