Dieses Märchen mit den Anbindungen hält sich auch wacker, oder? Kann man solche Aussagen auch belegen oder ist das nur Vermutung?
Da solche Dinge ein Teil meiner täglichen beruflichen Aufgaben darstellt, kann ich dir sagen woran es oft liegt.
Auch wenn in einem Gebiet Glasfaser vorhanden ist, muss die Faser auch erstmal dorthin wo der Sender steht.
Oftmals dauern Genehmigungen bei den jeweiligen Ämtern Monate bis Jahre, die passenden Firmen zum verlegen solcher Leitungen, sind zum Teil über Jahre ausgebucht. Außerdem braucht es eine Faser welche direkt mit dem eigenen Backbone verbunden ist, alleine schon aus Datenrecht kann ich eine Mobilfunkstation nicht einfach an einen normalen Internetanschluss anschließen, dann würden die Daten erst durch das Backbone eines anderen Providers fließen und der eigentliche Netzbetreiber hätte nicht mehr die volle Kontrolle darüber. Also braucht es nicht irgendeine Glasfaser sondern entweder eine eigene Faser, eine Blackfibre oder die Faser eines IP Glasfasernetzwerks wie zb von Colt.
Das bedeutet aber auch, nur weil zb Vodafone seine Station über eine eigene Glasfaser ans eigene Backbone angeschlossen hat, muss da nicht auch automatisch eine passende Faser für einen anderen Betreiber verfügbar sein.
Allerdings gibt es mittlerweile auch Richtfunk der 10Gbits und mehr auf kurze Strecken 1-5km problemlos und Wetterfest überträgt. Man kann seine Station mit Ausnahme von 1&1 also auch ohne Glasfaser schnell genug anbinden, auch wenn dann der Ping unter Umständen ein paar ms höher ausfällt.
Dazu kommen aber auch noch ganz andere Dinge, wie STE92 toll beschrieben hat.