Bliebe die Frage wie man man das als Patient einordnen soll? Notfall oder nicht? Ohne Fachkenntnisse hätte ich da gar keine Ahnung.
Aber wenn ich riskieren müsste 1.000 € (nur eine Schätzsumme) für eine mögliche Fehleinschätzung meinerseits zahlen zu müssen, mich würde das von nichts abhalten. Da ist mir meine Gesundheit, respektive mein Leben schon wichtiger als ein Paar Zahlen auf meiner Vermögensbilanz.
Wenn man wohlhabend genug ist, alles kein Problem. - Aber wenn nicht?
Und auch die Ärzte können einen dringenden Fall ohne Labordiagnostik nicht zuverlässig erkennen.
Eine Tante von mir ist mit plötzlichen extremen Kopfschmerzen Nachts zur Notaufnahme, hat da eine Packung Ibuprofen bekommen und ist an ihren Hausarzt verwiesen worden.
Der hat als es nach einer Woche noch nicht besser war dann ein CT gemacht und festgestellt dass sie eine Hirnblutung hatte worauf sie dann umgehend ins Krankenhaus gebracht worden ist.
Hätte auch tödlich ausgehen können wenn die Blutung durch körperliche Belastung oder einen Stoß gegen den Kopf in der Zeit wieder ausgebrochen wäre.
ZitatGanz allgemein dazu, wenn man selber sicher sagen können muss, ob man ein (ernster, lebensbedrohlicher) Notfall ist, oder nicht, dann muss man ja selbst schon die Diagnose stellen. Von der subjektiven Schwere der Symptome kann man aber leider nicht auf die Bedrohlichkeit der Krankheit schließen, und auf die Dringlichkeit ebenso wenig. Wenn Finanzschwache jetzt Arzt spielen müssen, und wegen des Kostenrisikos den Anreiz bekommen im Zweifel auf eine Behandlung zu verzichten, dann hat das negative Folgen, soviel sollte klar sein. Finanziell könnte es sich bzgl. der Gesundheitskosten dennoch positiv auswirken: Wenn nämlich eine größere Zahl in Zukunft noch sehr teure Patienten vorzeitig versterben würde. Womit klar ist, wer das fordert geht letzten Endes über Leichen.
Ja, damit wären wir bei amerikanischen Verhältnissen.
Da wäre grundsätzlich die weiter oben von einem Vorposter genannte Aufteilung in eine Bereitschaftsambulanz und eine Notaufnahme in die nur Fälle von einem Notartzt eingewiesen werden sinnvoll.