Beiträge von Jens Groß

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    Original geschrieben von Leeroy Jenkins
    Ein Bekannter von mir (Student) kommt demnächst per Fernbus zu Besuch. Für die ca. 180km Strecke zahlt er 9€ :top:


    Mit Billigtickets macht aber auch der Fernbus auf Dauer kein Geld. Flixbus bietet oft 1 Euro Tickets an.
    Für einen Euro kann man sowas tatsächlich nutzen, wenn man drauf angewiesen ist. Aber dabei handelt es sich natürlich um ne Marketingaktion - damit könnte Flixbus nicht lange überleben. Und das auch unabhängig vom Gehalt der Fahrer, das durch den Mindestlohn zumindest auf ein normales Maß ansteigen dürfte.

    Zitat

    Original geschrieben von Leeroy Jenkins
    Für eine S-Bahn Fahrt in die nächste Stadt (12min Fahrtzeit inkl. 2 Stopps!) werden 5,10€ fällig.
    Das steht für mich in keinerlei Verhältnis, zumal die Bahn mit Subventionsmilliarden gefüttert wird.


    Der Bund erhält eine Dividende in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrages vom Gewinn der Bahn (durch z.B. Fahrkartenverkauf).
    Diese investiert er wieder in DB-Netz. So subventioniert die Bahn sich selber und andere Bahnen.
    Busse nutzen Straßen - also Anlagewerte, die von allen Steuerzahlern subventioniert werden.


    Jens

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    Original geschrieben von Keule
    Kinder zahlen bis zum 15. Geburtstag sogar noch weniger! Wer den Discountpreis liebt sollte zuschlagen! Bei der Bahn zahlt man das 3 fache... ;)


    Lol, bei der Bahn kannst du Kinder bis zum 15. Geburtstag sogar KOSTENLOS auf die Fahrkarte schreiben lassen. Die zahlen dann gar nichts ;)
    Du kannst schlecht Aktionspreise bei Flixbus mit Normalpreisen der Bahn vergleichen. (Bei der Bahn gibts auch Sparpreise, Aktionspreise, Bahncard-Aktionen etc.)


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    Original geschrieben von Printus
    Bus und Bahn sind verschiedene Verkehrsmittel und dann gibt es halt auch Unterschiede. Dass der Bus im komplexen Straßenverkehr unterwegs ist (anders als die Bahn, die in ihrem eigenen Netz fährt und nicht tausende fremde Sonntagsfahrer im Gleis hat), ebenso.


    Mit der Stoppuhr zu messen ob man bei 300+ Kilometern Entfernung auf die Minute genau ist, empfinde ich als bizarr. Ein Zug kann, wenn alles glatt geht, pünktlich sein. Aber der Straßenverkehr ist so heterogen, dass ich es schon beachtlich finde wenn man da bei solchen Strecken eine solche relative Pünktlichkeit schafft.
    Ja richtig, ich mache hier einen Unterschied zwischen Bus und Bahn!



    Warum nimmst du bei Bus andere Standards als bei der Bahn? Die Bahn kann auch im Stau stehen -> sowas nennt man dann nur Gleisbesetzung. Diese tritt ein, wenn sich Reisende beim Ein- und Ausstieg zuviel Zeit lassen: Statt tausende Sonntagsfahrer also tausende Sonntagsreisende.
    Dies ist im Fernverkehr übrigens mit Abstand Verspätungsgrund Nr.1.


    Genauso könnte man argumentieren, dass der Bus verspätete Zeit schneller rausfahren kann. Das kann die Bahn viel schwieriger. Auch im Straßenverkehr kann man die Zeit ziemlich genau messen - mein Navi hatte auch schon über lange Strecken hinweg die Ankunftszeit auf die Minute genau angezeigt. Bei Stau oder höheren Gewalt geht das natürlich nicht mehr. Aber damit muss ja auch die Bahn zurecht kommen - da hat auch keiner Verständnis.


    Daher sollte man zumindest bei Bussen gleiche Rechte bekommen wie bei Bahnunternehmen auch. Ich verstehe nicht, warum Busse DEUTLICH geringere Auflagen haben, was Fahrgastrechte angeht als Bahnen.?


    ps. und ja, ich weiß nicht warum, aber Busfahren mag ich gar nicht! ;)


    Jens

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    Original geschrieben von Printus
    Der Unterschied ist, dass 239 Passagiere an Bord waren. Ein großer Teil der Bevölkerung in Industrienationen ist regelmäßig selber Fluggast, jeder hat oft Angehörige oder Freunde an Bord von Flugzeugen und im engen Europa, Deutschland ganz besonders, hat man ständig Flieger über dem Kopf. Die persönliche Betroffenheit ist daher nach einem Flugzeugabsturz anders als wenn in Asien/Afrika ein Frachtschiff mit 10 Seeleuten von den Philippinen und einem russischen Kapitän verschwindet.


    Das Ganze ist aber am anderen Ende der Welt passiert und betraf keinen einzigen Deutschen. Normalerweise gibts bei sowas nur einen Aufschrei, wenn ein Deutscher betroffen worden ist. Irgendwie finde ich das Interesse dafür etwas seltsam....


    Zumal auch ein großer Teil der Bevölkerung von Industrienationen auch selber Schiffsgast, Zugreisender, Fabrikarbeiter, Gebäudebesucher,.... ist. Und wenn da was am anderen Ende der Welt passiert, gibts hier keinerlei Nachricht darüber.


    Jens

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    Original geschrieben von Frank
    Was haltet ihr von Hoccer XO ?


    End - zu End Verschlüsselung und Serversitz in Deutschland.


    Es liest sich nicht schlecht.


    Dem sollte auf jeden Fall eine Chance gegeben werden. Zumindest beschäftigt sich der Service mit Datenschutz und nimmt diesen ernst - und endlich mal ein deutsches Unternehmen als Alternative.


    Jens

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    Original geschrieben von Handyfan96
    habe es nur im Verhältnis zum üblichen Strafmaß bei anderen Straftaten gesetzt, die meiner Meinung nach einfach nicht angemessen sind.


    Leute die auf der Straße ausgeraubt werden haben mit den psychischen Folgen zu kämpfen und die Täter kommen meist ohne eine empfindliche Strafe davon,


    Dann schau mal ins STGB, wie die Freiheitsstrafen bei Raub aussehen:
    § 250stgb
    - Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren, wenn der Täter oder Beteiligter am Raub... eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt
    - Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren, wenn der Täter oder Beteiligter am Raub bei der Tat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug verwendet


    Diese Aussagen, wo behauptet wird, dass Gewalttäter meist mit weniger Strafe davonkommen, stimmen einfach nicht.


    Immerhin wurden hier rd. 28 Millionen Euro mehr oder weniger "gestohlen". Wenn ich 28 Mio aus Bankautomaten klaue, habe ich erstmal auch niemand direkt geschadet. Selbst die Bank / Versicherung kann mit diesem Schaden erstmal leben. Aber ich darf mich dann nicht wundern, wenn ich die Konsequenzen tragen muss.


    Bei der Summe handelt es sich ja auch nicht um ein Versehen aufgrund komplexer Steuersysteme, sondern um systematische Umgehung im großen Stil über Jahre hinweg.


    Jens

    Und so ist die Sache ausgegangen:


    Nachdem ich rd. 8 Emails geschrieben habe samt Nennung Paragraph § 46 TKG Abs. 8 (thx @ Nokia 6233), in Sozialen Netzwerken gepostet habe, bin ich schließlich zum Anwalt - das war wohl so eine Prinzipiensache, weil ich Unitymedia ohnehin nicht wirklich mag ;)


    Der Anwalt riet aufgrund §TKG: Ich solle nicht zahlen. Nachdem ich Unitymedia die Meinung meines Rechtsanwaltes kundgetan habe, habe ich abschließend folgende Antwort erhalten:


    "Nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes teilen wir Ihnen mit, dass wir Ihre Auffassung der Angelegenheitnicht teilen.Aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, lediglich zur friedlichen Beilegung der Sache, haben wirIhrem Kundenkonto dennoch die Umzugsgebühr in Höhe von 39,90 € gutgeschrieben und werden diese mit derFebruar-Rechnung verrechnen. EEin eventuell daraus resultierendes Restguthaben werden wir danach auf dieuns bekannte Bankverbindung erstatten."


    Übersetzung ins Hochdeutsche:


    "Scheiße, wir wissen, dass die Umzugsgebühr nicht gesetzeskonform ist, aber wir habens zumindest versucht ;) "


    Wer also auch bei Unitymedia oder einem anderen Anbieter ist, bei dem bei Neuvertrag keine Anschlussgebühr oder ähnliche Entgelte zu zahlen sind, sollte diese auch bei Umzug nicht zahlen.



    Jens

    Habe mal mitgezeichnet, da es tatsächlich bei manchen Artikeln genannt werden sollte - z.B. bei Jacken mit Pelzummantelung um die Kapuze - da wohl jeder vermutet, dass es sich hierbei um Kunstfell handelt, dieses aber fast immer echter Pelz ist - wenn auch nicht vom Nerz.


    Allerdings finde ich andere EPetitionen weitaus bedeutender, daher kann ich nicht verstehen, warum es bei sowas immer einen Aufschrei gibt, während man nach der Unterzeichnung zu Macces geht: Ein Hinweis ala "dieses Fleisch stammt aus nicht-artgerechter Massentierhaltung" bei Fleisch wäre bedeutsamer. Es ist zwar eine Unterstellung, aber hierfür würden sich vermutlich weniger Unterzeichner finden.


    Prinzipiell sind Epetitionen meiner Meinung nach sehr sinnvoll - ob nun durchgesetzt oder nicht. Zumindest sind sie auch für Politiker immer ein Anstoß sich mit gewissen Themen auseinanderzusetzen.


    Jens