Beiträge von wolfbln

    Hallo Peterdoo.
    Die 3 im Artikel genannten span. SIM-Karten werde ich nach Deutschland mitbringen. Ich hatte auch überlegt, deinen Tipp mit Somos4G reinzunehmen für extragroße Volumen - nur gibts die Roaming-SIM-Karten bei denen nicht mehr. Wenn du sie mal wieder siehst, sag Bescheid.


    Das Ende des "kostenlosen" Roamings in den USA bei Vodafone.es ist sehr schade. Ich werde aber auch hier mal den Audio-Streaming Pass im deutschen Roaming testen und mal sehen, ob sie nach 6 GB abdrehen.


    Ich weiß dass dies schwierig wird, alles aktuell zu halten. Darum soll sich das Wiki nur auf ein Dutzend SIMs oder so beschränken, die sich besonders eignen. Ich erwarte aus Italien noch weitere Senkungen, wenn im Juni dort Iliad startet mit dem neuen 4. Netz. Ich nutze in Berlin eine 40 GB SIM von Wind für unter 10 € monatlich im Telekom LTE ohne jegliche Begrenzung momentan (Tarif gab es nur zu Weihnachten in Italien .... vielleicht ist ja schon bald wieder Weihnachten).


    Danke für den Tipp für Simyo. Werde ich noch ausprobieren. Da man ja mit Simyo auch in Deutschland eine span. IP hat ist das ein guter Tipp. Tethering mit Orange.es werde ich mal testen. In Spanien ist das kein Problem, könnte aber im Roaming wieder anders aussehen. Habe ich richtig verstanden: Ein Gerät ging über Tethering, aber ein zweites nicht? Aufladen der Orange (steht auch im Artikel) geht zumindest zur Zeit ohne Aufpreise über die internatl. Orange Ladeseite: https://aufladung.orange.com/

    Ich habe jetzt mal für das "Roam at home" Wiki die wichtigsten Infos zur Free Mobile SIM zusammengeschrieben. Wie sich Free nach 4 Monaten Dauerroaming verhält, konnte ich noch nicht ganz in Erfahrung bringen, da viele Nutzer Grenzgänger sind und sich immer wieder auch ins franz. Netz einloggen.


    Da dies die erste SIM ist, die ich im Wiki vorstelle, die ich nicht selbst getestet habe (vielleicht mache ich es noch diesen Sommer) und dann die Beschreibung etwas schwieriger ist, würde ich mich freuen, wenn jemand den Text mal durchliest.


    Er geht insbesondere auf die Besondernheiten der SIM ein: also Kauf am Automaten, Bindung, Kündigung, Forfaits, Pass Destination und Roaming in Deutschland. Wenn etwas fehlt, entweder im Text dazuschreiben; wenn was falsch ist, dann ändern oder wenn ich was vergessen haben, mir einfach sagen.


    Einige Links wie den Link zur App "mon compte Free mobile" werde ich die Tage mal hochladen. Muss nur erst ein franz. VPN und den Zugang zum franz. Play Store beschaffen.


    Merci beaucoup pour votre service.
    WOLF


    LINK: http://de.roam-at-home.wikia.com/wiki/Test2

    So. Die nächste Etappe im Roam at Home Wiki erfolgt mit Spanien. Ich war die letzten Wochen dort und habe mir nochmal den Markt angeschaut. Vorteil sind niedrige Preise im Prepaid und keine Volumenbegrenzung auf die Datenmengen im Roaming. Die Frage, die hier viele stellen, ob Aufpreise kommen, kann ich noch nicht beantworten. Ich habe Vodafone.ES seit letzten Sommer immer mal wieder im Roaming benutzt und da ist nichts passiert.


    Es war etwas schwer auszuwählen, welchen Betreiber man reinnehmen soll ins Wiki und welchen nicht. Ich habe mich dann für 3 Beispiele entschieden:
    - Orange: ist dort der günstigste Netzbetreiber im Prepaid. Hat hier Roaming bei Telekom und O2, auch im LTE. Die Preise sind aber mit so um 2€/GB nicht so prickelnd. Aber die SIM ist leichter zu finden und aufzuladen als ein MVNO.
    - Simyo: ist dort MVNO oder inzwischen Orange-Tochter mit sehr flexiblen Tarifen und Datenübertrag ins Folgemonat. Preise sind teilweise unter 1€/GB (z.B. 17€ für 20GB). Auch Simyo roamt in den gleichen Netzen mit LTE. SIM ist aber in Spanien schwerer zu finden und auch schwerer oder nur mit Aufpreisen aufzuladen.
    - Vodafone.ES: ist dort neben Movistar (Telefónica) das beste Netz und verkauft Prepaid teurer. Sie verkaufen aber ihre Vodafone Pässe, die es in Deutschland nur für RED im Postpaid gibt in Spanien auch für Prepaid, außerdem haben sie ein Top-USA-Angebot. Vodafone wird also eher wegen den Extras reinkommen.


    Eigentlich wollte ich bis nächste Woche warten und dann den Text online stellen. Ich habe aber schon so viele Fragen bekommen, dass ich das vorziehe. Es kann sein, dass es beim Roaming in Deutschland noch kleine Korrekturen gibt, da diese Ergebnisse sich auch den letzten Herbst beziehen und ich mir alle 3 SIMs mitbringe und dann bei uns nochmal durchteste. Was nach 4 Monaten Dauerroaming passiert, kann ich noch nicht abschließend sagen. Sie behalten sich Aufpreise vor, ob sie allerdings überwachen und sie auch umsetzen, möchte ich bezweifeln. Da ich zumindest Simyo und Vodafone länger immer mal wieder nutzen werden und auch andere sich daran versuchen, werden wir bald mehr wissen.


    Frankreich ist als Beta-Version auch schon fertig. Das ist die erste SIM, die ich vorstelle die ich (noch) nicht getestet habe. Aber sie hat auch hier eine große Fangemeinde und einen eigenen Thread. Darum warte ich noch etwas auf Feedback von der Free Mobile Gemeinde. Auch hier ist noch nicht klar, ob man nach 4 Monaten weiterroamen kann. Die meisten Auslandsnutzer sind Grenzgänger und sagen, dass ein gelegentliches Einloggen in franz. Free Netz ausreiche. Da müssen wir noch abwarten. Artikel kommt dann in ein paar Tagen.


    Für den Juni möchte ich dann schon anteasern. Es kommen die 2 besten Lösungen, die ich bisher gefunden habe in den Bereichen Netzabdeckung und Allround-Bequemlichkeit:
    aus Luxemburg stelle ich eine SIM vor, die in allen 3 deutschen LTE-Netzen (und natürlich auch 2G, 3G) roamt. Sie hat etwa deutsche Preise, kann man aber sich per Post zuschicken lassen und von Deutschland aus aktivieren und ohne Aufpreise aufladen.
    Das mit dem Zusenden und Aktivieren gilt auch für eine SIM aus Kroatien, die wesentlich günstiger läuft. Sie hat Telekom und O2 LTE bis 75 Mbit/s und im größten Paket für ca. 1,25€ pro GB. Daten sind übertragbar, gibt verschiedene Wochen- und Monatspakete und die SIM ist ohne Aufpreise von Deutschland aus per Kreditkarte aufladbar. Die gibts dann zu Ferienbeginn für die Daheimgebliebenen.

    Inzwischen ist die BNE SIM auch im Wiki, weil wir viel gutes Feedback auch aus Asien bekommen haben. Asiatische Roaming-SIMs scheinen im Kommen zu sein.
    Flexiroam ist ein weiteres Angebot mit SIM Sticker (das ist eine SIM-Auflklebefolie, wie sie mal KnowRoaming eingeführt hat). Ich finde das Prinzip zwar fummelig, aber manche mögen es. Preislich ist das der totale Gegenentwurf zu BNE mit länderspezifischen Paketen - Flexiroam hat einen teureren Tarif für alle 100+ Länder. 5GB zu 100€ ist aber dann eher für exotische Länder oder für jene, denen der Preis zweitrangig ist.
    Und PokeFi ist ein neues WiFi Hotspot System aus Hong Kong in Konkurrenz zu GLocalMe und Skyroam. Der Bereich ist also nicht tot.

    Das werde ich auch nicht begreifen wieso OpenSignal so weit verbreitet ist. Die Zugriffe gehen wirklich sehr weit. Aber wahrscheinlich nutzen die Leute solche Apps mit der gleichen Unbekümmertheit, wie sie Facebook ihre digitale Seele verkaufen. Bei Facebook geht es noch um Selbstdarstellung, aber OpenSignal ist weltweit sehr populär ohne dass man sich in Szene setzen kann.
    ich nutze lieber Cellmapper, das mehr Funktionen und weniger Zugriffe hat. Für Deutschland ist es zumindest gleich gut, aber im Ausland ist es so dünn, dass ständig meine Routen auf den Karten sichtbar sind.


    Was Menschen immer dazu bewegt, die App zu installieren, sie liefern auch als "Abfallprodukt" interessante Ergebnisse.

    Darum ist es ja schön, dass endlich genauere Ergebnisse vorgelegt wurden. 88,3% und 33,6 Mbit/s sind die relevanten Werte der Telekom laut Länderbericht. Vielleicht ist jetzt auch die Telekom etwas versöhnt, denn sie hat scharf gegen OpenSignal geschossen.


    Man kann jetzt sehr schön sehen - vorausgesetzt jeder Nutzer wäre im Telekom-Netz - wo wir stünden. Platz 4 oder 5 in der Europa-Statistik. Nur gibt es in jedem Land nicht nur ein Netz und schlechtere Netze ziehen überall die Ergebnisse runter. Ob Telekom jetzt gleich "Weltklasse" ist, wie sie sagt, möchte ich mal dahingestellt lassen, denn für "Weltklasse" müssten sie sich auch mit der Welt z.B. in Asien messen. Aber für Europa ist sie ganz gut.


    Jetzt müsste nur noch die Telekom auch ihr 4G/LTE alle ihren Nutzern im Netz und Resellern zur Verfügung stellen.....

    Das hat so auch schon Digi-Minister Scheuer festgestellt.


    Nochmal zur Anschauung die OpenSignal Statistik vom Februar 2018 mit den Messungen vom 2. Halbjahr 2017. Die deutschen Provider haben ihr sehr widersprochen. Man kann wie oben diskutiert auch mit dem Messverfahren Probleme haben.


    Aber in allen Ländern wurde die gleiche App mit gleichen Kriterien eingesetzt. Daher sind die Ergebnisse (unter den o.g. Vorbehalten) schon vergleichbar:
    [IMG2=JSON]{"data-align":"center","data-size":"full","height":"1432","title":"L\u00e4ndervergleich Europa: OpenSignal State of LTE Report Feb 2018","width":"690","src":"https:\/\/picload.org\/image\/dolddwaa\/opensignal.jpg"}[/IMG2]

    Anja, das ist deine Agenda. Aber Deutschland mit Indien zu vergleichen ist schon etwas verwegen. Dort hat der reichste Mann des Landes beschlossen, Milliarden in ein Mobilfunknetz zu pumpen. Alle Player machen riesige Verluste und Daten werden praktisch verschenkt. Also ein richtiges Gegenszenario zu Deutschland.


    Ich mache jetzt aber mal einen genauso schrägen Vergleich, um dir zu erklären, warum o2 gerade so viel in die Städte steckt, anstatt sich aufs Land zu verbreitern:


    Ich vergleiche mal Berlin-Schöneberg, wo ich wohne mit dem Landkreis Regen in deiner Ecke. Der Landkreis ist eine typische ländliche Region im Bayer. Wald, 77.000 Einwohner und Telekom-Country. Telekom hat dort laut Cellmapper so knapp ein Dutzend LTE-Stationen, Vodafone vielleicht die Hälfte, Telefonica nichts. Jetzt könnten sie sicher ein paar Tausend Kunden dort gewinnen, wenn sie dort auch ein Dutzend LTE-Sender aufstellen. Das sind ein paar Hundert Kunden pro Sender.


    Berlin-Schöneberg als Ortsteil (nicht Bezirk) hat etwa 130.000 Einwohner und etwa dieses Dutzend Telefonica-Stationen. Es ist auch Telefonica-Country mit einem hohen Marktanteil. Es gibt dort immer noch alte Eplus-Stationen ohne LTE und nur die Hälfte der LTE-Sender hat B3 oder B7. Das heißt das LTE-Netz läuft instabil.


    So viele Kunden könnten sie in Regen gar nicht dazugewinnen, auch wenn sie alle von Telekom rüberholten, wie sie in Schöneberg verlieren könnten. Während in Regen einige Hundert vielleicht dann einmal pro Zelle drin sind, sind das in Schöneberg jetzt noch einige Tausend.


    Ich weiß, dass dies für die ländlichen Regionen schlimm ist, da man keine Konkurrenz dort hat, aber es sind unternehmerisch nachvollziehbare Entscheidungen die Priorität auf die Städte zu legen.


    Ich glaube SchnittenGott hat diesen Unterschied gut herausgearbeitet. Es ist eine Frage der Perspektive: von seiten des Providers aus oder vom User her betrachtet. Beide Herangehensweisen sind auch nicht falsch oder richtig - man muss sie nur vorher klarstellen.


    Die reale Verfügbarkeit liegt bei OpenSignal für mich wesentlich näher an meiner Wirklichkeit dran und da wäre es verwegen zu sagen, sie seien falsch. Selbst in Berlin habe ich die Telekom im LTE nicht immer verfügbar. Wobei mit ca. 10 Prozentpunkten jeweils inzwischen Welten zwischen Telekom, Vodafone und Telefónica liegen. Auch ich sehe Vodafone nicht so weit vorne, wie manche anderen Tests. OpenSignal schrieb dazu im Textteil, dass sie in den Städten schon an Telekom dran seien, auf dem Land aber weit hinter ihr zurücklägen.


    Dann gab es hier wieder die typische "geiz ist geil"-Diskussion hier. Sicher, man kann nicht von billigsten Netz die beste Leistung erwarten. Aber es sind eben nicht nur ein paar wenige Euro, die Nr. 1, 2 und 3 trennen, wie manche hier immer behaupten.


    Beim LTE verkauft Telekom alle Daten ohne Bindung (also im Prepaid oder in monatlich kündbaren Verträgen) weiter für 8-10€/GB, während man bei 24-Monatsverträge schon Pakete für rechnerisch 1€/GB in größeren Mengen mit diversen Boni kombiniert bekommt. Nur diese Knebelverträge gehen an der Wirklichkeit der User vorbei, die keine Bindung wollen, weil sich jährlich die Datenmengen verdoppeln oder sie eine Zeit lang ins Ausland gehen oder warum auch immer.
    Für viele ist Vodafone daher ein guter Kompromiss. Sie haben sicher nicht das beste Netz und bieten auch keine LTE-Verträge ohne Bindung, aber ihr Prepaid ist wesentlich günstiger als das der Telekom und effektiv nur ein wenig teurer als das von Telefónica. Allerdings tut sich im Netz nicht viel.
    Das Telefonica-Netz wird hier oft (zu Recht oder Unrecht) geschmäht. Sie haben auch die Ergebnisse klar runtergezogen, wie OpenSignal sagt. Die Gründe sind ja bekannt. Dennoch haben sie in allen Großstädten Deutschlands im Mittel etwa die Hälfte der Kunden in ihrem Netz. Die restlichen 2 Netze teilen sich dort die andere Hälfte. In meiner Heimatstadt haben sie über 50% Marktanteil und ein eher mäßiges Netz. Da wo es ganz gut ist (Potsdam, München, Stuttgart) ist der Marktanteil gar nicht höher als in mäßigen Städten (Berlin, Köln) oder dort wo es wirklich schlimm ist (Göttingen, Schweinfurt). Offenbar sind viele mit deren Angebot zufrieden. Auf dem Land (oder in Kleinstädten) sieht es anders aus: da gibt es Gebiete mit einem 3/4-Marktanteil für Vodafone oder Telekom. Genauer kann ich es leider hier nicht schreiben, da die zugrunde liegenden Statistiken geheim sind, aber jedem Netzbetreiber bis auf Kreis- und Stadtebene vorliegen.


    Caljiri hat die Wahl zwischen Pest, Cholera und Tuberkulose gut zusammengefasst:


    O2 erzählt wie toll sie umbauen, vodafone faselt was von giga und telekom sieht sich nicht bedroht.
    -> kein Wettbewerb
    -> o2 stadtnetz (zitat kennt ihr sicher)
    -> vodafone lte band 20 only
    -> telekom einige indoor schwächen und hoher preis


    Das zeigt die ganze Misere momentan. Da kann man sich gar nicht richtig entscheiden, höchstens das kleinste Übel.
    Bei Telekom signalisiere ich, dass ich jeden Preis bin bereit zu zahlen und die gar nichts machen müssen, weil sie sind ja angeblich so "Weltklasse", was sich aber sofort relativiert, wenn man mal ins Ausland fährt. Bei Vodafone tut sich gar nichts und ihr LTE-B20 in den Städten nur nicht überlastet, weil es kaum einer nutzt. Und bei Telefónica muss ich ein teilweises ganz vernünftiges, aber andernortens auch unterirdisches Netz akzeptieren und auch da signalisiere ich mit meinem Kauf: ist schon gut so, wie ihr das macht. Alle verstehen die Netzwahl zu ihren Gunsten als "Qualitätsbeweis", aber oft ist sie nur das geringste dreier Übel. Dann ist es für manche gar nicht so falsch, das billigste Produkt zu wählen und zu hoffen. Welchen Anbieter soll man denn wählen, damit es besser wird?


    Es gibt eine interessante Analyse von Rewheel, einem finnischen Marktforschungsinstitut. Die haben gerade untersucht, wie sich Länder mit 4 Netzen ggü. 3 Netzen preislich schlagen. Das Ergebnis könnt ihr Euch denken, aber in der Klarheit durchaus verblüffend. Ich werde sie in ein paar Tagen mal aufarbeiten und hier reinstellen. (Vielleicht kann ich bis dahin auch Tabellen-Header richtig schreiben).

    Ich hole mal kurz aus:


    OpenSignal: State of LTE Report Feb. 2018



    Im "State of LTE"-Report vom Feb. 2018 stellte OpenSignal den 4G/LTE-Mobilfunknetzen in Deutschland ein verheerendes Zeugnis aus. Die Studie basiert auf 58,8 Mrd. Datenverbindungen von 4,8 Millionen Nutzern in 88 Ländern im Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 29. Dezember 2017. Deutschland bietet demnach eine 4G-Verfügbarkeit von nur 65,7%, im europaweiten Vergleich befindet man sich damit beim LTE-Ausbau auf Platz 32 von 36.


    Bei der LTE-Geschwindigkeit liegt Deutschland laut OpenSignal dagegen mit durchschnittlich 22,67 Mbit/s im internationalen Vergleich mehr im Mittelfeld, aber wieder auf Platz 32 von 36 in Europa, da europäische Netze meist schneller sind. Noch langsamer sei das LTE-Netz in Europa nur in Georgien, Polen, Russland und Weißrussland.


    Bei der Verfügbarkeit bezieht sich OpenSignal nicht etwa auf die geografische Abdeckung, sondern auf den Anteil der Zeit, die Benutzer auf ein bestimmtes Netz zugreifen können. Für die Geschwindigkeitsmessung wird hingegen ein Mittelwert aus allen Ergebnissen genutzt. Die Werte werden über die Android- und iOS-App von OpenSignal über den gesamten Tag hinweg an allen möglichen Standorten (sowohl indoor als auch outdoor) aufgezeichnet. Hierdurch will der Anbieter verlässliche Werte ermitteln, die den realen Einsatzszenarien der Nutzer entsprechen.


    [IMG2=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","src":"https:\/\/vignette.wikia.nocookie.net\/roam-at-home\/images\/f\/f1\/Opensignal2.png\/revision\/latest\/scale-to-width-down\/213?cb=20180401205939&path-prefix=de"}[/IMG2][IMG2=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","src":"https:\/\/vignette.wikia.nocookie.net\/roam-at-home\/images\/3\/3b\/Opensignal3.png\/revision\/latest\/scale-to-width-down\/213?cb=20180401210020&path-prefix=de"}[/IMG2][IMG2=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","src":"https:\/\/vignette.wikia.nocookie.net\/roam-at-home\/images\/2\/29\/Opensignal.png\/revision\/latest\/scale-to-width-down\/213?cb=20180401210137&path-prefix=de"}[/IMG2]


    Folge des Berichts, der im eklatanten Widerspruch zu den Zahlen der Netzbetreiber steht, war eine heftige politische Diskussion und eine heftige Erwiderung der Deutschen Telekom, die die Ergebnisse in Frage stellte. In den letzten Tagen ist nun der Länderbericht zu Deutschland erschienen:


    [B]State of Mobile Networks: Germany May 2018[/B]


    Im Mai 2018 wurde der lange erwartete nationale Bericht zum Zustand der Mobilfunknetze in Deutschland veröffentlicht. Er basiert auf über 855.000 Messungen mit fast 69.000 Geräten von Nutzern im Zeitraum von Januar bis einschließlich März 2018 und stellt somit die umfangreichste Analyse bisher dar. Er erbrachte für die einzelnen Betreiber diese Ergebnisse im Bundesdurchschnitt:

    MESSUNGDeutscheTelekomVodafoneTelefónicaGesamt


    Downloadgeschwindigkeit 4G/LTE33,6 Mbit/s20,9 Mbit/s16,6 Mbit/s22,7 Mbit/s
    Downloadgeschwindigkeit 3G10,5 Mbit/s8,5 Mbit/s8,0 Mbit/s
    Uploadgeschwindingkeit 4G/LTE11,5 Mbit/s6,7 Mbit/s6,7 Mbit/s
    Latenz 4G/LTE42,1 ms37,1 ms49,7 ms
    Latenz 3G65,4 ms55,6 ms66,6 ms
    Verfügbarkeit 4G/LTE81,3 %69,4 %59,2 %65,7 %


    Quelle: OpenSignal State of Mobile Networks Germany, May 2018


    Wie auch in den anderen Tests gewinnt die Telekom fast jede Kategorie vor Vodafone und O2 als Schlusslicht. Diese Verteilung kann auch in den regionalen Tests in den 10 größten Städten so nachvollzogen werden und bestätigen den Vergleich vom ersten Bericht.


    [B]Meine Analyse [/B]


    Doch warum schneidet Deutschland insbesondere bei der 4G-Abdeckung und teilweise bei der Geschwindigkeit in der Analyse von OpenSignal so schlecht ab?


    Um an der Studie von OpenSignal teilzunehmen, muss man ihre App herunterladen. Nach der Meinung der Telekom wird dies hierzulande kaum gemacht. OpenSignal hat inzwischen diesen Vorwurf bestritten und angegeben, dass in Deutschland in diesem Zeitraum über 800.000 Messungen abgesetzt wurden. Auch sind die Karten, die auf diesen Messungen beruhen, in Deutschland ziemlich detailgenau im Internet einsehbar.


    Während man die etwas niedrigeren Downloadraten gegenüber den anderen Netztests von Chip, Computerbild oder Connect noch z.B. mit der Dämpfung von Gebäuden oder damit dass Nutzer nicht nur auf Hauptstrecken unterwegs sind, erklären kann, fällt die Diskrepanz in der Verfügbarkeit von 4G/LTE auf: 66% gegenüber >80-94% je nach Netz nach Betreiberangaben. Wie kann es dazu kommen?


    Die sehr niedrige LTE-Verfügbarkeit könnte jedoch mit dem Umstand zu tun haben, dass in Deutschland bisher nur etwa Bruchteil aller Handys und Verträge LTE-Zugang haben. Ende 2017 lag die Zahl der SIM-Karten in den LTE-Netzen nach BNetzA gerade mal bei gut 40% und dürfte sich seitdem nur wenig erhöht haben. Dieser Anteil ist niedriger als in allen vergleichbaren europäischen Ländern. Insbesondere Telekom und Vodafone verwehren ihren meisten Resellern bisher einen LTE-Zugang. Zudem werden Telefónica-Nutzer bei überlasteten LTE-Zellen häufig durch den Load Balancer ins 3G-Netz abgeschoben.


    Es kann deshalb vermutet werden, dass die App nicht zwischen:

    • keine LTE-Abdeckung,
    • kein LTE-fähiges Gerät
    • keinen Zugang zu LTE aufgrund des Vertrags und
    • kein LTE durch Abschiebung ins 3G-Netz durch den Load Balancer von Telefónica

    unterscheiden kann und jeweils auch dann kein LTE meldet. Dies wird auch von OpenSignal indirekt impliziert, wenn sie sagen, dass es ihnen um den "realen Zugang" eines Nutzer zu LTE ginge. Weshalb dieser Zugang konkret verwehrt wird: keine Abdeckung, keine geeignete Technik, nicht den passenden Tarif oder überlastetes LTE-Netz, sagt die Studie aber nicht.


    Dennoch ist die Studie näher an der Wirklichkeit der Nutzer dran, die vielleicht in 2/3 der Fälle LTE verfügbar haben, als angebliche 82-94% nach Netzbetreiberangaben, die unter idealen Bedingungen errechnet wurden.


    Quellen:
    https://opensignal.com/reports/2018/02/state-of-lte
    https://opensignal.com/reports/2018/...mobile-network