Beiträge von wolfbln

    Nun ja. Bisher gab es SIM-Karten in Polen an jeder Ecke. Jeder Krämerladen hat sie vertickt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese ab 25.7. nun wirklich die Personendaten aufnehmen. Und wie das mit ausländischen Ausweisen sein soll, weiß auch keiner.


    Fest steht dass es kommt:
    Przepisy, które dotyczą obowiązkowego podawania danych osobowych przy zakupie telefonicznych kart przedpłaconych, wejdą w życie 30 dni od ogłoszenia ustawy, czyli 25 lipca.


    Die Regeln, die der Pflicht zur Aufnahme von personenbezogenen Daten gelten beim Kauf einer Prepaid-Telefonkarte, treten 30 Tage nach der Bekanntgabe des Gesetzes, d.h. am 25. Juli in Kraft.


    Man muss im schlimmsten Fall damit rechnen, erstmal keine Prepaid-SIM in Polen zu bekommen als Ausländer, bis die neuen Regeln sich eingespielt haben. Ich würde es am ehesten in den Betreiberläden von Play, plus, T-Mobile und Orange versuchen. Die Supermärkte sind dazu wohl nicht in der Lage. Das heißt auch Sonntags, gibt's eher keine Prepaid-SIM.


    Der Artikel "Alles was Sie über die Registrierung einer Prepaid-SIM wissen müssen" Wszystko co chcecie wiedzieć o rejestracji SIM zeigt auch, dass noch große Unklarheit herrscht.


    Artikel auf Polisch: über Google Translate/Chrome lesen:
    http://www.speedtest.pl/wiadom…edziec-o-rejestracji-sim/

    Zitat

    Original geschrieben von 0151
    Bin leider etwas unwissend hinsichtlich iPhone (Android User seit Froyo): woran liegt's, dass das iPhone mit data.access.de keinen Hotspot herstellen kann? :confused:


    Der Netzbetreiber oder Reseller muss für Apple Geräte also iPhones oder alles was über iOS läuft ein extra Tethering-Profil bereitstellen. Dies wird für Android- oder Windows-Geräte nicht für die Hotspot-Nutzung benötigt.


    Erfahrungsgemäß haben Betreiber, die keine Apple-Verträge haben, z.B. zum Verkauf des iPhones etc., Probleme damit, weil sie zusätzlich Gebühren dafür an Apple abdrücken müssen.


    D.h. es besteht international ein Unterschied bei der Verfügbarkeit von Tethering / mobile Hotspot-Nutzung des Handys zwischen iOS- und Nicht-iOS-Geräten.

    Zitat

    Original geschrieben von Griffin89
    Gibt es bei Lyca eigentlich eine Aufladepflicht bei der Prepaid-Karte ?
    Zum deaktivieren habe ich auf deren Internetseite nur das gefunden:
    "Wir deaktivieren SIM-Karten automatisch, wenn diese länger als 180 Tage nicht für Anrufe oder das Versenden von SMS verwendet werden."
    Also müsste dann ein Anruf oder eine SMS alle 180 Tage bereits ausreichen damit die Sim nicht deaktiviert.


    Also ich würde dafür meine Hände nicht ins Feuer legen. Lycamobile deaktiviert SIM-Karten sehr früh.


    Hier die AGB, die Dir recht gibt:
    Wenn sie für länger als einhundertachtzig (180) Tage nachdem sie Ihren Account registriert oder aktiviert haben bzw. zum letzten Mal eine der Dienstleistungen in Anspruch genommen haben (je nach dem welcher Zeitpunkt später liegt) weder einen Anruf tätigen, noch eine Textnachricht oder Daten versenden, noch Ihr Guthaben aufladen, wird Ihnen Lycamobile eine Textnachricht senden, in der Sie darauf hingewiesen werden, dass Ihre SIM-Karte deaktiviert werden wird. Lycamobile wird Ihnen nach dieser Textnachricht weitere dreißig (30) Tage einräumen, um einen Anruf zu tätigen, eine Textnachricht oder Daten zu versenden oder Ihr Guthaben aufladen.
    Wenn Sie innerhalb dieser weiteren dreißig (30) Tage einen Anruf tätigen, eine Textnachricht oder Daten versenden oder Ihr Guthaben aufladen, wird Ihre SIM-Karte aktiviert bleiben und sie werden in der Lage sein, auf die Services zuzugreifen.
    Wenn Sie innerhalb dieser weiteren dreißig (30) Tage weder einen Anruf tätigen, noch eine Textnachricht oder Daten versenden, noch Ihr Guthaben aufladen, wird Ihre SIM-Karte deaktiviert werden. Wenn Ihre SIM-Karte deaktiviert wird, wird Ihre persönliche Rufnummer an einen anderen Kunden weitergegeben (außer Sie haben uns mit ausreichender Frist über Ihren Portierungswunsch benachrichtigt).


    In den FAQ steht auch: Normalerweise behalten wir Ihre Nummer 210 Tage bei, ohne dass Sie den Service nutzen müssen. Sie können Ihre Nummer allerdings auch bis zueinem Jahr behalten, ohne unseren Service nutzen zu müssen. Einfach <*139*9999#> von Ihrer Lycamobile Nummer wählen und den Anweisungen folgen. Bitte beachten: für diesen Service berechnen wir eine jährliche Gebühr von 5€, die von Ihrem Guthaben abgezogen wird.


    Dieses Angebot ergibt überhaupt keinen Sinn, wenn man mit einem Umsatz alle 180 Tage die Karte am Leben erhält.


    In den AGB steht auch folgende Regelung zum Guthaben:
    Alle Aufladungen ab dem 05.08.2014 haben eine Ablaufzeit von 90 Tagen ab Aufladedatum. Bitte beachten Sie hierbei das Ihr Guthabenstand vor dem 05.08.14 davon nicht betroffen ist.


    M.E. ist das in Deutschland illegal, da Guthaben nicht verfallen kann/darf, sondern notfalls ausgezahlt werden muss. Aber Lyca schert das nicht die Bohne.....

    wobei wir im prepaid-data-WIKI zum Thema lokale SIM ggü. Vodafone CallYa sagen:


    - bei einmaligen kurzen Aufenthalten ist Roaming günstiger
    - das gleiche, wenn man in mehrere EU-Länder fährt


    - wenn man voraussichtlich häufiger (innerhalb eines Jahres) ins gleiche Land fährt: eine lokale SIM
    - das gleiche wenn man länger bleibt


    > aber alles hängt von der Datenmenge ab!
    In Spanien bekommst Du für 10€ schon etwa 2 GB einschl. Starter-Pack, bei Vodafone im Roaming eben nur 750 MB. Das zeigt so etwa die Grenze, die sinnvoll ist.

    Ok. Damit hätten wir das geklärt. Ich spreche immer von Verträgen, da auch prepaid einen Vertrag beinhaltet. Mir ist schon klar, dass prepaid in Österreich "Wertkarte" heißt und sich von postpaid, also "echten Verträgen" unterscheidet. Da nur diese gute Roamingoptionen dort haben, fragte ich danach.


    Wenn aber nur Österreicher mit dortiger Meldeadresse Verträge bekommen - das ist anders als z.B. in anderen Ländern, die schärfere Registrierungen haben z.B. in Frankreich oder Italien, wo man mit deutschen Wohnsitz und Kreditkarte durchaus einen Vertrag bekommt, dann ist die Zielgruppe für Wertkarten = prepaid-Tarife doch höher:


    -> nicht nur Kids und Touristen und von mir aus Leute, die anonym bleiben wollen - sondern auch alle Grenzgänger, Migranten, Menschen, die im Grenzraum leben, gelegentlich zum Einkaufen hinfahren usw. - halt praktisch alle, die keine österr. Meldeadresse haben und österr. Netze gelegentlich empfangen. Wenn ich in Freilassing wohnte, und österr. LTE bekäme würde ich bei den Preisen schon über einen Wechsel nachdenken.


    Und da ist es schon relevant, dass EU-Roamingdaten für den ca. 60-fachen Preis wie Inlandsdaten in Österreich verkauft werden. Mir sind keine vernünftigen Roamingpakete aus Österreich für Wertkarte bekannt.


    Mal ein Rechenbeispiel für Wertkarte = prepaid :
    Österreich: div. A1-Reseller 9 GB für 10€ im Inland - aber EU-Roaming: 1 GB für 48.90€ (z.B. bei wowww!)
    Deutschland: 3-5 GB für 19,90€ im Inland (bei diversen Anbietern) - aber EU-Roaming 3 GB auch für 19,90€.
    Dieser Unterschied ist frappierend, weil die Einkaufspreise für Roaming ja ziemlich gleich sein sollten.
    Offenbar werden die niedrigen Inlandstarife in Österreich durch höhere Roamingeinnahmen gegenfinanziert.

    Zitat

    Original geschrieben von elchris
    Bei den schon lange sehr attraktiven Tarifen "ohne Bindung und ohne Aktivierung" halte ich den Prepaid-Markt für die inländische Zielgruppe als sehr begrenzt, eher was für den jüngeren Nachwuchs und Touristen.


    Erkläre doch mal für die 'Piefkes' hier, welche Anforderung in Österreich für Verträge "ohne Bindung" bestehen?
    - Wohnsitz in Österreich mit Meldeadresse? Oder nehmen sie auch Ausländer?
    - Wie läuft Kündigung? Schriftlich? Online? - ohne Bindung heißt ja wohl zu jedem Monatsende?
    - wie wird bezahlt? über Kreditkarte, Bankkonto - kanns auch ein deutsches sein?
    - gibts irgendeinen Kredit-Check wie hier Schufa?
    > also kann man als Deutscher ganz einfach zu A1/Drei/T-Mobile gehen und einen Vertrag "ohne Bindung" machen?

    Na endlich wird das Flehen der Community erhört und die Daten-SIM ohne Stick "als Surf-Karte" verkauft. Offenbar wurden inzwischen alle Altbestände von 3G Modems abgestoßen.....
    Steht jetzt auch auf der Homepage und gestern auch bei Lidl an der Kasse gesehen.
    Aber nicht vergessen: Nach langem Disput der Hotlines und schließlich Ausprobieren - die EU-Roaming-Option geht nicht - es geht gar kein Roaming.

    Österreich ist schon erstaunlich: Im Inland sind die Prepaid-Datenpreise auf 0,1ct pro MB gefallen in Paketen. Das sind Bruchteile der in Deutschland gezahlten Preise.


    Dagegen gibt es keinen g'scheiten Roamingoptionen für Prepaid. Praktisch alle Prepaid-Anbieter bieten nur den max. EU-Aufpreis von ca. 6ct pro MB. Das ist das 60-fache des Inlandspreises!


    Zur Erinnerung: In Deutschland verkauft ein Netzanbieter die Inlands- und Roamingdaten im Paket zu den gleichen Preisen. Selbst die Travel&Surf Optionen für T-Mobile in Österreich gibts nur für Vertragskunden.


    Das ist insbesondere für ein kleines EU-Land wirklich ärgerlich! Aber bisher ziemlich Fehlanzeige bei den Billigländern Rumänien, Polen, Baltikum oder Skandinavien - allesamt keine guten EU-Roaming-Pakete, wie die Inlandspreise eigentlich vermuten liesen. Die kommen eher aus den "teuren" Ländern wie Deutschland, Niederlande oder sogar Großbritannien.

    Das wäre dann der "beste" Nur-Daten-Tarif für Roaming im Vodafone-Roaming.


    Aber ich habe bei Teltarif schon geschrieben. Bin da skeptisch.
    Für 750 MB für 9,95€ ist CallYa Smartphone Spezial besser, wegen der 200 min Sprache und 4G.
    Bleibt der Mobi 3 GB Tarif für 19,95€. Da muss man wirklich mehr zahlen bei VF CallYa. Bekommt aber Sprache und LTE dazu.


    Und 3 GB d.h. 20€ sind dann auch Grenzen, wo vielleicht schon lokale SIM-Karten günstiger sind.
    In Polen, Rumänien, dem Baltikum und Skandinavien bereits ab weniger.
    In Süd- und Westeuropa ist das etwa die Schwelle, die man auch bedenken sollte.

    Das neue "Anti-Terrorgesetz" soll nun morgen durch den Bundestag gehen.
    Es sieht die neuen Auflagen für den Kauf/Verkauf von Prepaid-SIMs vor.


    http://www.teltarif.de/antiter…sim-karte/news/64407.html


    Folgende interessante Punkte:


    - Regel: Nutzer müssen sich beim Kauf einer Prepaid-SIM-Karte immer durch ein geeignetes Identitätsdokument ausweisen.


    - Ausnahme: Findet der Kauf der SIM-Karte nicht in einem lokalen Ladengeschäft statt, sind dennoch "Vorkehrungen" erforderlich, damit der Anschlussinhaber eindeutig identifiziert werden kann.
    > also Tanke, Kiosk und auch online sind weiter möglich - die "Vorkehrungen" sind aber schwamming:


    - "Vorkehrungen": Dazu schlägt der Gesetzentwurf beim Online-Kauf eine Überprüfung per Web-Ident- oder Post-Ident-Verfahren vor. Die Prüfung soll dabei bereits vor der "Freischaltung der vertraglich vereinbarten Mobilfunkdienstleistungen" stattfinden. Allerdings ist auch eine Identifikation durch die erworbene SIM-Karte denkbar.
    > Der letzte Satz macht nun überhaupt keinen Sinn: Eine SIM-Karte durch die SIM identifizieren? Post-Ident wäre sehr teuer und aufwändig. Die Post AG würde es freuen. Kaum zu glauben, dass Anbieter für "Freikarten" 5-10€ Registrierungsgebühr zahlen werden. Web-Ident bedeutet ja nur, dass die Daten eingesammelt werden und dann z.B. ein Scan des Ausweises zusätzlich mitgeschickt und gespeichert wird. Denke, darauf läuft es hinaus.


    - Speicherung: Die beim Kauf erhobenen Daten sollen gespeichert werden. Konkret sind die Bezeichnung, Nummer und die ausstellende Behörde des Identitätsdokumentes des Anschlussinhabers zu sichern, damit Behörden ein "Anknüpfungspunkt für weitere Ermittlungen zur Feststellung des Anschlussinhabers" bereitsteht.
    > Also ist die "Adresse" nicht mehr dabei?


    - Ort der Speicherung: Verifizierung und die Speicherung der Daten soll allerdings nicht von dem Vertriebspartner oder Händler vorgenommen werden, stattdessen wird die Aufgabe in die Hände der Provider gelegt. Die Dienstanbieter müssten dafür ein zentrales System zur Verifikation der Daten bereitstellen.
    > Hier können wohl Datenschützer eingreifen, da dann die Daten bei privaten Diensteanbietern liegen. Wie lange wird eigentlich gespeichert? Wie ist die Löschung geregelt usw. usf....?


    Also vieles scheint mir noch sehr fraglich und unausgegoren. Auch die
    - Umsetzungsfrist: Es ist unklar, wann die neue Regelung für die Datenerhebung und Speicherung von Prepaid-SIMs in Kraft treten würde. So sieht der Gesetzentwurf nur vor, dass den Dienstanbieter dann von der "Bundesnetzagentur ein angemessener zeitlicher Rahmen für die Entwicklung der Vorgaben eingeräumt" werden solle.


    === Ergo: Das Entwurft ist zu schwamming formuliert, hat zu viele Ausnahmen, Optionen usw. um wirklich zu greifen, wenn das überhaupt möglich ist. Die Schlupflöcher werden wohl schnell gefunden werden. Eigentlich könnte man das Geld sinnvoller einsetzen.