Beiträge von wolfbln

    Das Steering geht oft einher mit einer Netzpriorisierung. Das wirkt ähnlich, wird aber anders technisch bewerkstelligt:

    Auf der SIM-Karte sind einige MCC (Mobile Country Codes) und MNC (Mobile Network Codes) gespeichert. Das Handy wird im Ausland (MCC) dann angewiesen, zunächst nach dem Favoriten-Netz (MNC) zu suchen und dort einzubuchen.

    Mit Steering und Priorisierung wollen die Betreiber die Nutzer lenken, wie jposel richtig schreibt.


    Wie wirkt sich das jetzt konkret aus? Bei automatischer Netzwahl wird man in der Regel im vom Betreiber gewünschten Netz landen, außer das Netz ist dort Totalausfall. Bei manueller Netzwahl, hat man mehr Optionen. D.h. man muss sich manchmal mit mehreren Einbuchversuchen ins Netz kämpfen. In der Regel bleibt man dann darin. Manche Geräte "vergessen" die letzte Wahl, wenn man sie ausschaltet. Handys aber meist nicht, Tablets schon eher.

    SIM-Karten mit Steering sind unpraktisch, wenn man schnell mal ins Netz wechseln will, wogegen Steering läuft. Dagegen wird eine Priorisierung meist beim ersten manuellen Einbuchsversuch übergangen und die Einbuchung erfolgt. Eigentlich spricht zunächst nichts dagegen, SIM-Karten auch im dagegen gesteerten Netz zu nutzen, wenn man dauerhaft dann in diesen Netz bleibt (und nicht ständig wechselt) oder sie an einer Stelle (wo das vom Betreiber bevorzugte Netz schlechter ist) stationär dann im dagegen gesteerten Netz nutzt. Als klassische SIM, mit der man flexibel alle 3 deutschen Netze mal hier und mal dort nutzt, eignen sich SIMs mit Steering deshalb weniger gut.

    Ich habe gerade mit einem Händler aus UK gesprochen. Auch SIM-Karten müssen ab 1.1.21 verzollt werden. Allerdings wie alle Waren erst ab einen Wert von £15. Auf Güter über £15 sind 20% Zollgebühren (VAT) des Werts zu entrichten. Das geht bei billigen SIM-Karten für 99p sicher durch. Allerdings sind teurere Arrangements mit vorgeladenen Guthaben daher zu zu vermeiden. Denn bei eBay.co.uk zählt der eBay-Verkaufspreis (ohne Versand) als Wert, nicht unbedingt das vorgeladene Guthaben. Damit bekommen wir die reinen SIMs weiter günstig, nur bei den vorgeladenen sollte man genau rechnen, ob sich das lohnt.

    Nochmal zur Klärung. Der Brief von Coop Voce mit der SIM-Karte drin ist ein Brief mit 1 DIN A4-Bogen Begleitschreiben und dem SIM-Karten-Tray draufgeklebt auf diese Innenseite. Er ist im Standardformat für Briefsendungen und wird von der Poste Italiane als Brief = lettera verschickt: https://www.poste.it/gamma/lettera.html


    Sie wählen dazu die italienische 1st class mail (sowas gibts nicht bei uns), die dort jetzt Posta1 heißt und früher Posta Prioritaria hieß. https://www.poste.it/prodotti/posta-prioritaria.html Die hat dort Tracking. Das ist aber kein Einschreiben. Der Postbote dokumentiert nur über einen Strichcode im System den Einwurf an der Zieladresse. Posta1 als prioritäre Briefsendung ist die etwas teuerer Lösung zur Posta4, so genannt, weil die eine in 1 Tag ankommen soll und die andere bis zu 4 Tagen dauern kann. Beides sind aber lettera Briefsendungen der italienischen Post.


    Ich denke wirklich, ich hätte dem Weiterleiter nicht sagen dürfen, dass da eine SIM-Karte drin ist. Beim 1. Mal hat er es nicht gemerkt, beim 2. Mal habe ich es zumindest in die Angabe mit 0.00€ Wert geschrieben. Das sollte man besser nicht machen. Das ist ein Brief und gut ist's.


    roamingliebhaber : versuchs doch mal über http://www.ebay.co.uk Vorsicht: es gibt verschiedene Serien mit Preisen z.B. Mobile Broadband und Pay as you go und du kannst nicht dazwischen wechseln. Die Briten haben die Preise für den Versand z.T. sehr erhöht, da die SIM-Karten jetzt dort durch den Zoll müssen.

    Das geht schon noch weiter als Brief zu versenden. Auch in Italien war das bei PosteItaliane ein Brief und keine Warensendung. Der Weiterleiter öffnet ja nicht den Brief und schaut, was da drin ist. Das könnte einen allerdings mit dem Zoll aus England jetzt passieren. Ich habe auch vor kurzem eine ukrainische SIM mit Zollaufkleber bekommen.

    Man sollte aber nicht "SIM-Karte" oder dergleichen als Inhalt bei Sendungen innerhalb der EU für den Weiterleiter hinscheiben. Das kann ja auch ein kleines Werbegeschenk sein und den SIM-Karten-Träger mit SIM sieht er ja nicht. Der Umschlag ist nur in der SIM-Karten-Größe eben etwas weniger durchbiegbar. Ähnlich sehen auch die SIM-Zustellungen der Telekom aus, nur dass da noch ein paar mehr Seiten Vertrag dabei sind. Also das einfach als Brief deklarieren ohne Wertangabe und es geht schon durch. Und nicht zu BPM-Lux gehen.


    Vielleicht können wir eines Tages auch wieder nach Italien und das alles vor Ort machen ..... [träum....so müssen sich die Leute in den 50ern gefühlt haben.]

    Xiaomi ist nicht so das Problem beim Rückfall ins 3G. 4G-only ist möglich, halt dann ohne Voice, aber man nutzt ja sowieso nur meist Daten, außer man hat viele Freund*innen im Ausland :-)


    Es haben einige gefragt, welchen Postweiterleiter ich aus Italien benutzt habe bzw. empfehlen kann. Benutzt habe ich BPM-Lux, aber empfehlen kann ich ihn nicht. Das liegt an dem 2. Teil der Geschichte. Ich habe jetzt kurzfristig nicht die Freigabe des Nutzers bekommen, darum anonym (vielleicht outet er sich ja noch). Es ist aber eigentlich egal. Geht mal davon aus, dass er durchaus Erfahrungen mit Postweiterleitung und ausländischen SIM-Karten hat.


    Ich habe CoopVoce mit einem anderen schon bisherigen Nutzer der SIM gemacht, denn zwei unabhängige Nutzer sind beim Testen immer besser als einer. Der Andere hat z.B. keinen Reisepass, sondern nur Personalausweis, dann kann man ja auch mal eine deutsche Adresse in der Registrierung probieren und schauen, ob bei ihm die Daten am Anfang auch klemmen usw. Darum habe ich zugestimmt, das alles über meinen BPM-Lux-Account des Weiterleiters laufen zu lassen. Da kann man für jede Sendung eine andere Zieladresse angeben. Soweit, so gut. Ich ahnte nichts schlimmes, denn die Vorwoche klappte ja auch alles bei mir.


    Der bestellte also in Italien, nicht eine, sondern gleich zwei SIM-Karten, na von mir aus. Ein paar Tage später werden sie vom Weiterleiter auch als in Italien angekommen mir im Account angezeigt. Im Gegensatz zu meinem Brief von Coop (im Standardformat, mit einer DIN A4 Seite drin und der SIM draufgeklebt, wie wir das von Telekom und Co. auch kennen), kamen jetzt aber zwei „kleine Pakete“ mit der SIM an, was schon die Annahme verteuerte. Dann konnte ich sie für ca. 9 € als „Dokumente“ zusammen weiterleiten, und ich erwartete, dass das (wie bei mir die Woche zuvor) per Briefpost eben an seine Adresse gehen würde. Mein Brief wurde die Woche zuvor auch in größeren Umschlag umgepackt, weil der andere ja schon mit der alten Adresse voll geschrieben war. Dafür bekommt ja der Weiterleiter auch mehr Geld.


    Der Weiterleiter beauftragte jedoch dieses Mal einen Paketdienst, um die beiden Briefe zusammen in einen „Paket“ (das inzwischen die Größe M maß!) nach Deutschland zu schicken. Die Kosten explodierten inzwischen auf das Mehrfache und TNT als Kurierdienst wurde ohne meines Wissens damit beauftragt. Der lokale TNT-Dienst fand aber die Adresse des Users vor Ort im Hinterhaus nicht, worauf ich eine SMS von TNT über „Fracht“ auf meinem Handy fand, die legiglich aus einer mir unbekannten Sendungsnummer bestand, die ich wirklich nicht auf 2 SIM-Karten zuordnen konnte und für Spam, Phishing oder fehlgeleitet hielt. Kurzum, die SIM-Karten traten die Rückreise wieder nach Italien an, weil sie angeblich von TNT hier unzustellbar waren. Inzwischen war die Beförderung über 10x so teuer wie bei meiner SIM per Briefpost eine Woche vorher.


    Wir haben uns beim Weiterleiter BPM-Lux beschwert, denn bisher hatten wir ganz gute Erfahrungen mit denen gemacht. Die gaben uns zu verstehen: „Briefe sind einfache Briefumschläge, in denen sich nur Papier befindet, was auch gescannt werden kann. Sämtliche Umschläge mit Inhalt (und sei es wie in diesem Fall eine SIM-Karte) sind als Pakete anzusehen, da diese nicht gescannt werden können.“ Ah ja, ich bekomme aber doch den Brief/Paket weitergeleitet und keinen Scan, wie genau die Woche zuvor. „Da die Sendungen als Pakete identifiziert wurden, ist es ausgeschlossen, dass diese per BPM Doc (nur für Briefe und Magazine) versendet werden.“ Dumm nur, dass genau diese Option für den Versand mir auch diesmal angezeigt wurde und sie als deutsche Firma online nur das so verkaufen dürfen zu den Kosten, die sie auch anzeigen bzw. irgendwo kommunizieren.


    Wir könnten uns jetzt lange mit der Firma streiten. Manchmal zahlt man leider auch drauf, wie hier und dann ziemlich unerwartet. Ich hätte gedacht, dass es an vielen Stellen schief gehen könnte, aber nicht an dieser. Mein Tipp: Sucht euch lokale Freunde oder einen anderen Weiterleiter aus Italien, da gibt es auch welche, bei dem ein Brief (lettera) auch ein Brief bleibt und nicht zur Speditionsware wird, so lange ihr nicht noch Pizza und Pasta bei Coop mit einkauft. Tipps, nehme ich da gerne entgegen. Ich kann BPM-Lux diesbezüglich nicht mehr empfehlen. Gibt aber andere im Internet.....

    Ich habe Eure Fragen, soweit ich sie weiß, noch in den Text eingebaut. Darum wurde er leider etwas länger.


    Coop Voce als ital. Billigmarke der Coop-Supermärkte ist deshalb für uns besonders interessant, weil sie in Italien als einzige bisher keine FUP für Roaming einsetzen und das gesamte Inlandsvolumen dauerhaft zum Inlandspreis im Roaming raushauen.


    Kleiner Exkurs: Vodafone.it setzt seit 2020 eine Volumen-FUP ein und auch um. S. https://www.vodafone.it/portal…ariffe/Estero/euroroaming Man kann sich wohl einen Pass für 20 € zusätzlich kaufen, um das außer Kraft zu setzen. Das lohnt sich maximal bei den Infinito-Flats. Daneben bieten sie auch die 5 GB Roamingpakete für 2,99 € die Woche ohne jeden laufenden Plan (stehen auf der Link-Seite etwas weiter unten), was attraktive Wochenpakete für Vodafone und Telekom wären, als dezidiertes Roamingvolumen natürlich ohne FUP.


    Wegen dem SIM-Tausch bei Coop Voce rechne ich damit, dass meine alte Coop Voce 2021 irgendwann abgeschaltet wird, wenn ich sich nicht tausche. Sie haben 2020 den Tausch angekündigt, geben seit Frühjahr 2020 nur noch neue aus und tauschen auch gerade im Land: Coop Voce wird vom TIM-Reseller zum „full MVNO“. Sie bekommen eigene Netz- und SIM-Kennungen. Inzwischen drängen sie direkter, dass man die SIM tauscht, haben aber noch kein Abschaltdatum genannt. Der Tausch ist für uns relativ schwierig. Momentan kann man nicht nach Italien und sie verschicken die getauschten und aktivierten SIMs per Einschreiben nur im Land. D.h. es besteht wenig Chance, sie über Bekannten zu bekommen. Außerdem dauert die Portierung zur neuen Nummer bis zu 4 Tagen und die portierte SIM soll man dann im TIM-Netz ersteinloggen. Alles ziemlich blöd.


    Wenn man die SIM aber nur für Daten nutzen will, kann man genauso gut eine neue mit neuer Nummer holen und die alte einfach auslaufen lassen, Nummer ist ja dann egal. Daher habe ich in der letzten TOP50 Aktion für mich eine neue SIM bestellt. Coop Voce hat ja immer ein Feature Offer mit 30-50 GB zu 8,50-10€ plus Voice-Flat und SMS-Flat oder 1000 SMS. Das wechselt alle Monate etwas zwischen Top30, Top40 und Top50. Man kann auch später auf Top50 wechseln, muss dann aber 9€ Gebühr zahlen. Ansonsten kann man immer nur das aktuelle Offer aktivieren, darin aber dauerhaft bleiben. Seit der Pandemie bieten sie einen neuen Service für NEUE SIM-Karten. Man kann sich diese auch nach Hause (innerhalb von Italien) schicken lassen und dort mit Hilfe von „Online ID“ aktivieren. Ich hätte auch portieren können oder den Regeltausch alt auf neu machen können, aber dann wäre die SIM womöglich per Einschreiben an die ital. Adresse gekommen, was unpraktisch ist, da ich ja nicht vor Ort bin, um das entgegen zu nehmen. Bei bestehenden Nummern ist die Sicherheit höher, da darüber vielleicht per 2-Wege-Verifizierung sensible Zugänge abgesichert sind, bei neuen Nummern ist das kaum möglich. Tatsächlich traf die unaktivierte SIM mit neuer Nummer in einem Standardbrief der PosteItalia (über PostaUno, was 1st class Mail mit Tracking, aber ohne Einschreiben ist) einige Tage später an der Adresse des Postweiterleiters in Nähe von Turin ein, und von da nach insgesamt etwa 2 Wochen auch bei mir in Berlin. Die SIM war aber noch nicht aktiviert. Die Weiterleitung von Briefdokumenten ist generell günstig und kostete bei mir ca. 5,50 €.


    Zur Online-Aktivierung der SIM musste ich online gehen mit ein paar Infos aus dem begleitenden Brief und ein völlig automatisiertes Verfahren durchmachen (ohne italienischen Agent oder Blabla), was ähnlich dem NECT-Verfahren bei Telekom oder der online Registrierung österreichischer Wertkarten ist. Ich benutzte meinen Pass (weil keine verdächtige deutsche Adresse drin steht), meine italienische Fake Adresse in Bari auf die auch die anderen Coop laufen, meinen üblichen Codice Fiscale aus dem Rechner und durchlief den Prozess. Man muss einige Daten auf italienisch eingeben (kann aber Passaporto Estero und Germania als Land wählen, wenn eine Telefonnummer gewünscht wird, kann sie auch fiktiv sein, nur die Email sollte stimmen), ein kurzes Video vom Gesicht mit Pass in der Hand machen, dann noch 2 Pics von der Photoseite und Rückseite (als Rückseite wollen sie den fast leeren bordeaux-rote Umschlag, warum auch immer) und schickt alles hoch. Dann dauerts etwas und man bekommt Email, wieder auf italienisch, wenn man etwas falsch gemacht hat, so wie ich im Video und die ganze Prozedur geht nochmal los. Man hat also mehrere Chancen, beim 2. Mal hats auch bei mir geklappt, Handy, Pass und Gesicht zusammen richtig in die Kamera zu halten, die Prüfung ging durch und die Email war freundlicher formuliert. Ich würde sagen, alles ist auch ohne guten Italienischkenntnisse möglich, man sollte aber schon verstehen, was die in jeden Schritt genau haben wollen. Man bekommt auch einen Vertrag als PDF-Anhang zugemailt, wo ich plötzlich die Nationalität „Italia“ habe, obwohl ich „Germania“ auf ihrer Liste zwischen Gabun und Guinea suchen musste und eingegeben habe. Scheint, die aber nicht zu stören. Man sollte schon im Vertrag alle Werbung und Drittanbieter-Angebote ablehnen. Das hat keine Auswirkungen auf die Annahme.


    Bis dahin ist das Risiko auch ziemlich minimal. Die SIM und der italienische Versand sind kostenlos, nur die Weiterleitung kostet je nach Anbieter. Das erste Top50 Paket war auch umsonst. Damit war das sogar günstiger als im Laden. Ein paar Stunden nach der ID bekam ich dann auch Netz, was spannend war, weil vorher nicht ganz klar war, ob die Ersteinbuchung auch im Roaming klappte. Die neue SIM hat eine neue APN, worauf CoopVoce sehr hinweist und man muss sie händisch ändern: internet.coopvoce.it Alles hat funktioniert, Telekom und o2, SMS und Anrufe, nur nicht mobiles Internet , mit alter und neuen APN nix zu machen, blieb geblockt.


    Ich weiß bis heute nicht, woran es konkret lag. Ich erinnerte mich an meine alte WIND-SIM, die auch Daten blockierte, wenn sie ins Minus fiel (Coop kann minimal auf 0 fallen). Jetzt war zwar mein Plan aktiviert und lief, aber das Guthaben stand auf Null. Das könnte der Grund gewesen sein. Ich habe 5 € aufgeladen und dann gings …. immer noch nicht, aber am nächsten Morgen. Etwas Ernüchterung trotzdem: sie ist im Speed (bei Telekom LTE) jetzt gekappt, aber immerhin noch auf sehr passable 20 Mbit/s im Download mit guten Ping von 50 ms. Die alten SIMs hatten nicht diese Kappung. Die SIM hat weiter die nervige Priorisierung auf o2, was es nur bis 3G gibt (LTE geht da nicht), aber die Einbuchung in Telekom geht leicht, kaum Steering dagegen. Manche Handys fallen jedoch gerne ins Telekom 3G und sind dann schwer wieder ins LTE zu befördern. Meist geht es nach einiger Zeit von selbst. Das ist etwas geräteabhängig, bei Motorola passiert das, bei Xiaomi eher nicht. Aus der Telekom ins o2-Netz fällt man eigentlich nur in einem totalen Telekom-Funkloch, wenn man vorher manuelle Netzwahl auf Telekom gemacht hat. Nach einem Aus- und Einschalten des Geräts bleibt man danach auch bei Telekom im Netz. Bei automatischer Netzwahl dagegen liebt Coop aber weiter o2’s 3G und geht gerne dann da rein.


    Also ich kann sagen, dass es schon möglich ist, eine italienische SIM sich zu besorgen und entweder über lokale Freunde oder einem kommerziellen Weiterleiter nach Deutschland zu schaffen. Die italienischen Freunde können sie gleich aktivieren, aber dann muss sie über ihren Namen laufen oder man macht das wie beim Weiterleiter später in Deutschland über das "online ID" Verfahren selbst.


    Ich habe das Projekt Coop Voce mit einem anderen User hier im Januar gemacht und bei ihm ging alles schief, was schief gehen konnte. Das lag aber nicht an Coop, der Registrierung oder etwas, was wir vielleicht erwartet hätten, sondern am Postweiterleiter. Die Story, was alles schief geht, wenn es schief geht, kommt dann die Tage, ändert aber nichts am Schema. Vielleicht als Warnung, was alles schief gehen kann aber ganz lehrreich.

    Ich habe vor ein paar Tagen geschrieben, dass wir uns z. Zt. auf registrierungsfreie SIM-Karten konzentrieren, so lange die Reisebeschränkungen in Europa andauern oder auf zu registrierende, die man aber irgendwie postalisch nach Deutschland bekommen kann und von hier aus registrieren bzw. aktivieren.


    Hier mal etwas zum zweiten Prinzip der Registrierungskarten, das etwas risikoreicher ist. Alle Angebote sind natürlich auch vor Ort im Ausgabeland mit Ausweis registrierbar, wenn das mal wieder geht. Grundsätzlich besteht bei der 2. Methode das Problem, dass die Betreiber nicht nach Deutschland schicken und eine lokale Adresse und einen (deutschen) Ausweis sehen wollen, bevor sie die SIM-Karte aktivieren.


    Aus Frankreich haben wir schon 2019 beschrieben mit Sosh, wie man mit gefakter IBAN (die nicht belastet wird), und einer Weiterleitungsadresse die SIM nach Deutschland bekommt. Sosh verkauft 70 GB bei Telekom und Vodafone für 24,99€/Monat. Alternative dazu ist Free mobile mit 25 GB für 19,99 €. Da braucht man nur die Weiterleitung durch ein Unternehmen oder Bekannten in Frankreich, da sie die SIM als Brief nach Frankreich verschicken.


    Österreich war eines der letzten Länder, die 2019 Registrierung für „Wertkarten“ (= Prepaid) eingeführt hatten, was die Dinger zunächst kaum mehr hierzulande registrierbar machte. Das hat sich 2020 geändert. Als Beispiel Drei bietet jetzt „Banken-Identifikation“ über Konto vieler deutsche Banken oder „Foto-Identifikation“ an, das auch mit Ausweis von Deutschland geht. Die SIM kann man über eBay usw. unaktiviert beziehen und ist die Einzige in der EU, die alle 3 Netze ohne Steering und Priorisierung leicht freigibt. Allerdings schalten sie nach 2-3 Monaten ab, außer man lässt sie über den Talk EU-Tarif laufen ggf. mit einem optionalen 5GB Aufbuchpaket für 10€, wenn man mehr Daten braucht.


    Ein weiter harter Brocken war Spanien für die Registrierung. Hier sind aber einige Händler so nett (oder gierig) und registrieren auf „Zuruf“. Sie wollten nur z.B. per WhatsApp die Ausweisdaten und schalten sie darauf frei. Manche wollen auch noch zusätzlich einen Scan des Ausweises oder Passes zugeschickt bekommen. So ist praktisch das ganze spanische Prepaid-Portfolio auch nach Deutschland verfügbar. Ob das alles so ganz legal ist, will ich mal offenlassen, funktioniert zuverlässig mit den eBay-Händler, die da gute Bewertungen haben.


    Der schwierigste Brocken war diesbezüglich bisher Italien. Hier herrschen die härtesten Regeln, aber auch die besten Preise. Man musste oft lange in den Shops warten, um kaum englisch sprechende Mitarbeiter zu erleben, deren Lust und Launen man ausgesetzt war. Hier hat uns wohl etwas die Pandemie geholfen. Denn mehr und mehr Anbieter lassen die Kunden nicht mehr in ihre Läden kommen, sofern sie überhaupt noch geöffnet sind, sondern wählen den Postweg. Jedoch nutzen einige Kurierdienste, um die Identität des Empfängers zu überprüfen. Dies verwehrt uns die Weiterleitung, außer man hat lokale Bekannte, die bereit wären, die SIM auf ihren Namen laufen zu lassen und einem dann weiterreichen. Neben Vodafone ist eigentlich nur mehr Coop Voce für uns interessant, da sie als einzige keine FUP für Roaming einsetzen und ihre alten SIM-Karten bald getauscht werden müssen. Jetzt ist es mir erstmals gelungen, eine neue SIM nach Deutschland zu bekommen und auch von hier aus zu aktivieren. Morgen kommt mein Bericht, wie es klappen kann und wo auch die Hindernisse liegen, weil der 2. Test total schief lief und noch ein paar offene Fragen übrig bleiben.

    Es gibt zwei verschiedene FUP. Eine bezieht sich auf Datenvolumen, d.h. es wird bei billigen Tarifen nicht das gesamte beinhaltete Volumen zum Inlandspreis ausgegeben, sondern nur ein genau geregeltes Maximum. Darüber gibt es geregelte Aufpreise.


    Daneben gibt es die Zeit-FUP gegen "Dauerroamer". Einige Anbieter wollen nach 3-4 Monaten, in denen man nicht im Heimatnetz eingebucht war, sondern nur im Roaming "stabile" Bindungen zum Land sehen oder verlangen dann auch Aufpreise.


    Bei den Franzosen sieht es so aus, dass viele Tarife eine Volumen-FUP haben, d.h. es wird klar gesagt wieviel GB (oder dort Go) vom Tarif in der EU (und DOM-TOM) verbraucht werden dürfen.


    Das ist bei SFR, Free, Bouygues und Orange ziemlich durchgehend der Fall. Bei Free und Sosh sind viele Angebote im ggw. Preiskampf auf dem FUP- Minimum als "Serie limitée". Bei Free's 19,90€ Plan sind 100GB in Frankreich, davon 25GB in der EU + ausgesuchte Länder möglich. Das ist die Volumen-FUP, die hier generös ausgelegt wird. Darüber können sie geregelte Aufpreise von ca. 3,50€/GB nehmen.


    Von Free gibt es App (im franz. App Store) oder auch ein online Profil, wo man seinen Datenstand ablesen kann. Man kann ja eine Warnung bei 24GB im Handy hinterlegen.


    Die SIM-Karte ist sofort aktiv, wenn sie aus dem Automaten fällt, deine Kreditkarte wird sofort belastet mit 19,90€+10€ Gebühr für SIM und dann jeden Monat mit 19,90€ bis sie gekündigt wird. Die Registrierung erfolgt im Anmeldeprozess im Automaten und über die Kreditkarte. Bei YouTube gibt es Videos mit dem Stichwort "bornes, Free mobile" und dem Prozess. Wenn man kein Französisch spricht, sollte man sich eins anschauen.


    Bei Free sehe ich nur als Nachteile ganz klar das Fehlen einer Pausierbarkeit, d.h. die feste Bindung (monatl. kündbar) und die etwas aufwendige und frühzeitige Kündigung. Und ja in Frankreich ist es oft nicht das beste Netz und in Deutschland gibt's kein Telekom-Roaming.


    Eine Zeit-FUP wenden Franz. Betreiber bisher nicht an. So etwas kenne ich aus Spanien, Österreich, Polen, Kroatien und Rumänien, aber weder aus GB noch F und ich nutze aus beiden Ländern seit Jahren.

    Hallo.

    Ich habe die meisten deiner Angebote hier für den R@H Thread getestet und kann dir dazu etwas sagen. Deine Essentials lassen sich verwirklichen, aber bei deinen Sonderwünschen musst du Prioritäten setzen. eSIM gibt es bisher sehr wenig im Prepaidsegment und 5G wird sehr selten im Roaming angeboten.


    Smarty (Three UK): hier sind keine Zeitbeschränkungen bekannt (das betrifft bisher nur Three in Übersee), aber nach max. 20 GB pro Monat ist definitiv und ohne Erweiterungsmöglichkeit Schluss, es gibt VF und o2 bei uns in LTE, momentan nicht DT und es ist eine britische SIM, d.h. das gesamte Roaming ist Brexit-gefährdet. Allerdings hat Smarty kürzlich die Schweiz rausgeschmissen als aufpreisfreies Roamingland. Sie ist nur noch bei Three im Original dabei, was eine etwas teurere Alternative dazu wäre.

    Italienische SIM Karten: die wenden weniger eine Zeit-FUP an (das machen eher österreichische), sondern eine Volumen-FUP, d.h. geben nur einen Anteil des Inlandsvolumens für Roaming heraus. Wenn du z.B. "infinito" von Vodafone.it kaufst, bekommst du so max. 20-30 GB. In Italien ist aber die Schweiz generell nicht drin. Dafür gibt es dort nur relativ günstige Zusatzpakete. Der einzige Anbieter ohne jegliche FUP ist bisher Coop Voce, da aber auch Schweiz nur mit Zusatzpaket.

    Polnische SIM-Karten: auch hier werden Zeit- und Volumen-FUP kombiniert und die sind dauerhaft sehr schwer im Ausland zu betreiben. Ferner gibt es dort kaum so großen Pakete, so dass du mit einer Volumen-FUP ohne Aufpreis auf eine Menge von 20-30 GB kommst und die Schweiz ist auch nicht drin.

    Voxi: hier trifft fast alles zu, wie du als Nutzer weißt , außer eSIM und das 2. deutsche Netz. Aber auch hier gilt eben die Brexit-Gefahr.


    Die Richtung mit Frankreich würde ich auch einschlagen. Die meisten Anbieter dort haben die Schweiz mit drin, aber sie bieten günstig nur Laufzeitverträge (forfaits) an, die zum jeden Monatsende kündbar sind (sans engagement). Des Weiteren ist die Registrierung vor Ort in Pandemiezeit nicht ganz einfach:

    Free: hier wären die meisten deiner Vorgaben erfüllt: 25 GB, Schweiz, 19,90 €, monatlich kündbar, bucht von Kreditkarte ab. Bei deinen Zusatzwünschen ist eSIM nur sehr schwer möglich, kein 5G Roaming und keine Telekom bei uns. Es ist ein Laufzeitvertrag, den man auch als Deutscher mit deutscher Kreditkarte an einen der "bornes" (Selbstbedienungsautomaten) von Free bekommt. Hier ist zu beachten, dass der Vertrag nicht einfach pausiert werden kann, sondern läuft bis man kündigt, was etwas aufwändig ist, da per Post. Wenn du momentan nicht nach Frankreich kommst zu einen Kauf an einen Automaten, kannst du die SIM dir auch gegen Aufpreis nach Deutschland über eine Post-Weiterleitungsagentur schicken lassen. Wie man vor Ort am Automaten eine SIM zieht, ist im Roam at home Wiki genauer beschrieben.

    Sosh (Orange): wäre eine Alternative zu Free. Bei Sosh bekommst du 70 GB auch in der Schweiz, bei uns bei Telekom und Vodafone für 25 €. An die SIM kommt man aber schwer ran als Deutscher, man muss da ziemlich tricksen. Ich habe das auch im Wiki beschrieben, wie es bei einigen (z.b. mir) klappte. Bei der Mutter Orange gibt es ein sehr ähnliches Angebot, allerdings da mit 12-Monate-Bindung und der Prozess ist der gleiche.

    Keine Beschreibung ohne einen kleiner Nachtrag. Diesmal zur tschechischen Twist SIM von T-Mobile im letzten Posting. Ich habe es selbst nicht getestet, weil ich kein solches Gerät habe, wurde aber darauf hingewiesen, dass es geht.


    eSIM: die Twist-SIM ist eSIM-fähig, kann also in allen Geräten, die eSIM speichern können anstatt einer physischen SIM betrieben werden (z.B. neuere iPhones usw.). Die Abfolge bei der Beschaffung einer eSIM ist wie folgt:

    • wenn man eine neue virtuelle eSIM-Karte mit neuer Nummer haben will, muss man in einen Laden von T-Mobile CZ gehen und dort sie aktivieren, was momentan ja nicht so schön ist
    • man kann aber auch seine physische SIM in eine eSIM umwandeln. Dazu aktiviert man seine herkömmliche SIM wie gehabt im Handy, geht auf die App Můj T-Mobile, geht auf Settings, Sim Card, Type und "switch to an eSIM". Dort kann man dann seine bestehende SIM per QR code auf eine eSIM ändern.