Beiträge von wolfbln

    Tatsächlich rauscht neben den Bits&Bytes auf der Luftschnittstelle auch immer das ungute Gefühl mit, dass zwar die persönlichen Vorteile, seien es nun günstige(re) Daten, kostenfreie Anrufe Mobil und Festnetz in die EU-Staaten oder auch einfach mehrere Netze zur Auswahl, aber auch der kleine Groll auf die deutschen Netzbetreiber mit, die mit jeder Minute und jedem Mb von den ausländischen Betreibern kassieren und damit gewissermaßen belohnt werden.


    Sieh es nicht als Belohnung für die deutschen Telkos. Nach der EU-Kommission zahlen die ausländischen MNOs etwa 2€ bis 3€ pro GB und 1-3ct pro Minute im Jahr 2018, MVNOs etwas mehr, wenn sie nicht im Pool mit den MNOs das Roaming betreiben als Vorleistungsentgelt. Das ist oft weniger als die deutschen Betreiber von ihren Kunden bekommen und Daten sind Daten. Das wird 2019 weiter sinken. Die deutschen Preise tun das aber nur sehr langsam. Mit anderen Worten: die deutschen Telkos nehmen von ihren einheimischen Kunden mehr als von ausländischen (Partner)-Netzbetreibern.


    Und auch über die deutschen Betreiber brauchst du dir keine Sorgen machen. Laut EU hat Deutschland mit DK, EE, FI, IE, LT, LU, LV, NL, NO, PL, RO, SE, SI, SK und UK überwiegend ausgehenden Roamingverkehr (also mehr Deutsche roamen im Ausland als andersrum) und AT, BE, BG, CY, CZ, EL, ES, FR, HR, HU, IT, MT und PT überwiegend eingehenden (also mehr Ausländer roamen im Land als Inländer außerhalb).

    Piston: danke für das Feedback. Klingt plausibel. Das war wohl wegen dieser ominösen Aktivierungs-Nummer, die aus Deutschland nicht anrufbar ist. Aber wenn du es über den Espace Client geschafft hast, geht's sicher von Deutschland aus, wenn man auch nicht sieht, ob es geht, weil Roaming ja erst später geht. Ich werde das ändern. Ist eigentlich nur bei Post-Weiterleitung relevant.


    Gibt es eigentlich jemand, der die Weiterleitung von einem Point Relais der Chronopost oder sonstwoangestoßen hat und sie dann nach Deutschland nachgesendet wurde? Wäre das Option verifiziert, dann könnte man sich den 2. Besuch in Frankreich sparen. So lange das nicht so ist, muss der wohl drin bleiben. Als Info wäre das schön.


    Über die Pooling-Möglichkeiten schreibe ich im Wiki nichts. Dass die IBAN des SEPA-Mandats ggf. nicht oder erst später verifiziert wird, macht es möglich einen gemeinsamen Kauf zu organisieren. Dies geht aber nur über ein Vertrauensverhältnis, denn der Preis wird zunächst über das eigene franz. Konto abgewickelt, das möglicherw. später auf ein deutsches umstellbar ist. In der Zwischenzeit ist der Kontoinhaber aber haftbar für alle Mehrkosten und Probleme, die vielleicht bei einer nachträglichen Verifikation auftreten können. Man verliert als Kontoinhaber auch ggf. die Kontrolle über die SIM, wenn der Nutzer den Zugang zum Espace client ändert. Das kann alles ganz böse enden und ist mit ziemlichen Risiko behaftet. Das Wiki soll einfach nur den konventionellen Weg legal aufzeigen und - wie in Italien - wäre es schön, wenn durch Weiterleitung ein zweiter Ausflug nach Frankreich in einem engen Zeitrahmen überflüssig würde.

    [USER="60095"]marcometer[/USER]:
    Es wird eine kurze Übersicht über das Angebot in den nächsten Tagen im Wiki geben. Ich muss allerdings darauf hinweisen, dass die Darstellung auch unter den Beteiligten sehr umstritten ist.
    Dies bezieht sich sowohl auf die grundsätzliche Ausrichtung d.h. Zielgruppe in Deutschland: nur Experten mit Frankreich-Bindung oder jedermann - als auch in der konkreten Darstellung.
    Die Nutzer dieser SIM-Karte, die diese Darstellung am besten schreiben könnten, verweigerten eine Zusammenarbeit, weil ich das Angebot "nicht mag" oder weil sie es nicht propagiert sehen wollen.
    Wenn ich sie richtig verstehe, bestehen aber keine Einwände mehr, den Aufwandsaspekt klar zu benennen, damit man nicht die "falschen" Leute anzieht.
    Ich habe im anderen Thread dazu Stellung bezogen, dass ich das Angebot gut finde und nur in den Punkten nicht mittrage, wo man bewusst falsche Angaben zur Erlangung eines Vertrags macht.
    Es ist aber durchaus legal zu erlangen, wenn auch mit etwas Aufwand. Den klar zu benennen, halte ich für notwendig, damit man sich klar ist, worauf man sich einlässt.
    Man kann schon beschreiben, was man im Normalfall für sosh braucht. Normalfall heißt für mich hier, dass man nicht in F wohnt, dort ein Konto hat oder in einem Sosh-Pool ist, falls es sowas gibt.


    Stand heute braucht man ein französisches Bankkonto mit RIB d.h. franz. IBAN zum Abschluss eines Sosh-Vertrags. Dies ist aber mit etwas Aufwand für Deutsche erlangbar.
    Von diesem Konto läuft über SEPA-Mandat die monatliche Abbuchung der Gebühren.
    Es könnte durchaus sein, dass man später diese Bankverbindung von einer französischen auf eine deutsche IBAN transferieren kann. Das ist bisher noch nicht bestätigt.
    Du brauchst nach momentanen Stand eine franz. IBAN für die Bestellung, kannst die Einmalgebühren für die SIM-Karte aber von einer deutschen Kreditkarte begleichen.
    D.h. eine französische Bankkarte (CB) brauchst du nicht (mehr), bekommst sie aber in der Regel zum Konto dazu.
    Der 9,99€ Preis ist eine praktisch immer laufende Promotion für Neukunden, die aber nach 1 Jahr auf 24,99€ erhöht wird.
    Du kannst dir aber offenbar nach 1 Jahr einen neuen Vertrag holen und den alten kündigen zu den Konditionen - brauchst aber wieder ein franz. Konto dazu.


    Ich würde vorschlagen, noch ein paar Tage auf die Zusammenfassung im Wiki zu warten. Wie die bei den Protagonisten hier ankommt, weiß ich nicht.
    Ich habe jetzt erstmal eine Arbeitsfassung und wollte die Seiten nochmal durchgehen, um einige Ergänzungen reinzunehmen.
    http://de.roam-at-home.wikia.com/wiki/Sosh_Frankreich
    Das betrifft auch eine mögliche, bisher aber nicht umgesetzte FUP.


    Für Spezialfragen, dann: [USER="222467"]Strasbourg[/USER], [USER="106053"]rmol[/USER] [USER="223527"]Piston[/USER]

    Piston: Wind hat nicht jahrelang das durchgehen lassen. Die Roamingverordnung trat im Sommer 2017 in Kraft. Gleich darauf sprachen sie von FUP für "easy Roaming" ohne Konkretisierung wie heute auch Sosh. Fast jeder EU-Betreiber hat einen Standardabsatz zum "reasonable use" oder so in seinen Bestimmungen. Im Sommer 2018 kündigten sie sozusagen die Volumen-FUP an, indem sie den Rechner online stellten. Um sie anzuwenden, muss man den Kunden ja mitteilen, wieviel GB von seinem Volumen aufpreisfrei im Roaming zur Verfügung stehen. Im Dezember 2018 wurde diese FUP dann offenbar zumindest teilweise umgesetzt. Ich habe auch selbst nochmal eine SIM in Italien bestellt und werde dann sehen, ob sie jetzt in allen neuen Paketen drin ist oder nur bei Tarifwechsel oder so. Diese SIM ist aber noch in der Post-Weiterleitung.


    Ich kritisiere ja oft sehr Mobilfunkbetreiber. Aber für mich ist diese FUP schon verständlich. Bei 50 GB ist z.Zt. laut EU-Kommission mit einem Vorleistungsentgelt von 100-150€ zu rechnen, was einfach ein 9 oder 10 € Vertrag nicht hergibt, wenn es mehr als einer macht. Darum bin ich auch der Meinung, dass sosh irgendwann eine einführen wird. Dagegen ist wahrscheinlich, dass Tarife, die entweder teurer sind wie etwa in Deutschland ohne eine auskommen werden. Wenn Telekom 5€ pro GB verlangt und 2-3€ an das Roamingnetz zahlen muss, verdient sie immer noch daran. Auch Tarife, die in etwa auf Höhe des Vorleistungsentgelts liegen sind dann sicherer, was die FUP betrifft - aber halt auch teurer.


    Ja, ich würde empfehlen die 0,93€ runterzufahren, aber nicht auf 0,00€, weil sonst das Internet gestoppt wird. Man kann den Tarif auch kündigen und die Karte so pausieren. Aber dann bekommt man ihn nicht mehr und muss ein Aktivierungsentgelt für einen etwaigen neuen Tarif zahlen. Daher wenn man Wind pausiert mit aktivierter Tarifoption, das besser mit möglichst geringen Guthaben.

    Da ist WIND noch human. Bei den Kollegen von TIM fällt eine SIM auch tief in minus. D.h. ich habe einen 1/2 Monat nicht aufgeladen und sie steht auf minus 9,90€. Das ist so eine Art Lösegeld beim nächsten Aufladen. Auch da muss der Guthabenstand über Null sein, um Daten zu bekommen. Frag mich nicht, wie weit sie ins Minus fallen kann. Alle haben sie ihre Tricks drauf.


    Der Sosh-Artikel fürs Wiki ist zum großen Teil fertig. Ich muss mir nur noch mal 30 Seiten durchlesen :-)

    Zu WIND: Man kann eine WIND-SIM pausieren. Habe ich selbst schon gemacht. Die Datendienste werden abgeschaltet, wenn die Karte vom Guthaben auf Null fällt. Wieviel ist auf der Karte noch als Guthaben drauf und wieviel Daten hast du noch nach der Übersicht? Es könnte aber sein, dass der Monatszyklus erhalten bleibt. Das weiß ich nicht mehr genau. Ist schon etwas her. Also wenn eine SIM sich immer am 18.#. erneuert und du am 16.# Folgemonat erst auflädst kann sein, dass sie nur noch 2 Tage läuft. Denn eine kürzliche spätere Aufladung hat bei mir das monatl. Erneuerungsdatum nicht verschoben.


    Zu deiner Meinung zu diesen Thema stimme ich dir völlig zu, dass sosh in einem Extra-Thread besser aufgehoben wäre. Du warst nicht willens eine Listung im Wiki irgendwie zu unterstützen, verweigest die Zusammenarbeit. Das ist dein gutes Recht. Nur dann die SIM-Karte unter diesem Thread ausführlich zu diskutieren, habe ich nie verstanden. Entweder wir machen hier alle mit und schreiben das mal auf oder ihr kocht euer Süppchen für Euch. Ist OK, aber dann weiß ich nicht, warum du dann so auf diesen Thread gegangen bist.


    Was deine Argumentation zeigt, ist sie doch total hirnrissig: Ich mag Sosh nicht, weil ich sage, es ist es nicht wert, bewusst falsche Angaben in einen Vertragsantrag zu schreiben, um dadurch einen Vorteil zu erlangen und auf die Strafbarkeit davon hinweise. Das haben auch [USER="194573"]peterdoo[/USER] und [USER="106053"]rmol[/USER] auch so ähnlich angemerkt. Eine vorsätzliche falsche Angabe zu Erlangung eines Vorteils deinerseits wird zu einer "falsch" abgeschriebenen IBAN degradiert, die schnell korrigiert werden könnte. Leider kann man sich in online Formularen nicht immer auf einen Irrtum berufen. Ich habe gerade selbst so einen Fall gerade, wo durch einen Zahlendreher bei der IBAN (der wieder die Kontrollzahl ergab) von mir veranlasst das Geld auf ein falsches Konto lief. Die Bank hat Namen nicht abgeglichen und hat es gebucht. Da es von Adressaten nicht mehr zurückzuholen ist, bleibe ich auf meinen Schaden sitzen, durch 2 vertippte Zahlen. Ich will das nur als Beispiel nennen, das bei solchen online Formularen eben Irrtum nicht immer zählt.


    Ich glaube hier scheint dein Realitätssinn ausgeschaltet zu sein. Zunächst ist immer noch nicht klar, ob die SEPA-Änderung von Orange durchgeht. Das setzt du als gesetzt voraus. Man könnte sicher intern in einer sosh-Beschaffungsgruppe vielleicht mit einem SEPA-Mandat und damit Konto mehrere SIMs beschaffen. Das finde ich schon OK, muss es aber unbedingt diskutiert werden? Dann muss man sich aber fragen lassen, wenn man einerseits das Vertrauen geniest die SEPA zu verleihen, warum man dann nicht auch dauerhaft auf sein Konto die Zahlungen für Orange von den gleichen Leuten organisiert. Oben bist du aber noch darüberhinaus gegangen und hast suggeriert, einfach die SEPA eines Kontos von Orange für das Mandat zu nehmen. Das ist vorsätzlicher Betrug, denn Orange soll ja nach der Logik des Antrags den Monatspreis vom eigenen Konto abbuchen. Ich bin wirklich etwas erschrocken, dass du diese Grenze nicht erkennen kannst. Da sage ich nur klar, an diesem Punkt steige ich aus. Bei dir grenzt es schon an kriminelle Energie, wie du Lücken im System für dich optimieren willst. Mir selbst hat man vorgeworfen, die Lücken in der EU-Roamingverordnung auszunutzen. Ich finde das legitim, obwohl ich die Verordnung im Geist richtig finde. Das Wiki ist deshalb so ausführlich was Preise und Netze angeht, weil es ja argumentiert, die deutschen Kunden werden betrogen und bedienen sich besser im Ausland. Ich bin dabei aber immer davon ausgegangen, das legal zu machen und sich legal zu bedienen. Auch der "Missbrauch" der Anbieter ist eine legale Option, die halt Aufpreise zur Folge haben kann. Dafür aber bewusst zu täuschen oder falsche Angaben zu machen, gehört nicht dazu. Ich werde auch mir deine Beiträge weiter durchlesen und die Inhalte fürs Wiki verwenden, wenn ich sie für sinnvoll halte, behalte mir aber auch vor, dagegen einzuschreiten, wenn du zu Straftaten aufrufst, weil dir offenbar nicht klar ist, wo eben diese Grenze liegt. Weil sonst können wir hier morgen auch darüber diskutieren, wie wir am besten eine Identität klauen, um damit den besten Laufzeitvertrag im Land XY darauf abzuschließen. In Zukunft möchte ich alle bitten auch nur legale Möglichkeiten zu beschreiben. Danke.


    Was die AGB von Orange angeht, sehe ich keine Gründe im Wiki nicht darauf hinzuweisen. Allerdings sehe ich derzeit keine Anzeichen, dass sie sie anwenden. Wenn man beides sagt, finde ich das legitim und ausgewogen. Wir müssen uns mal folgendes im Klaren sein: Nach dem letzten Report from the Commission to the European Parliament and the Council on the implementation of Regulation (EU) 531/2012 of the European Parliament and of the Council of 13 June 2012 on roaming on public mobile communications networks within the Union, as amended by Regulation (EU) 2015/2120 and Regulation (EU) 2017/920 - (COM(2018) 822 final). zahlen ausländische MNO 2018 so durchschnittlich 2-3 € pro GB an Vorleistungsentgelten an den Roamingpartner (steht da auf S.17) . Wenn man also 50 GB im Roaming verbraucht, muss Orange zwischen 100 und 150 € an Telekom oder Vodafone überweisen, bei einem Paket-Monatspreis von 10 €. Dass selbst mit einer Mischkalkulation irgendwann das nicht aufgehen wird, muss einem klar sein. Man kann also schon annehmen, dass auch hier mal früher oder später eine FUP kommt.

    Die Adresse ist ein typisch "deutsches" Phänomen. Die Österreicher haben daraus gelernt. In Deutschland gabs damit Riesen-Ärger. Weil nur deutsche Adressen registriert werden konnten. Aber was macht man bei Menschen ohne deutschen Wohnsitz, für die sich Prepaid ja besonders eignet? Die Telekom hatte erstmal alle abgelehnt, Vodafone und o2 war das egal. Das andere Problem bei der Adressenregistrierung ist, dass sie in den meisten Pässen (auch den deutschen) gar nicht drinsteht, sie also nicht überprüft werden kann.


    Was mich allerdings wundert, ist die Auswahl der Daten in Österreich: Namen und Geburtsdatum. Wie soll denn darüber eine klare Identifizierung möglich sein?
    Ich hätte zumindest noch Ausweisnummer und -art mir vorgestellt, worüber das in vielen Ländern gemacht wird. Denn darüber sind die Nutzer europaweit leicht ermittelbar.

    Ich würde doch in diesem Thread bitten, keine strafbaren Handlungen zu diskutieren. Da hört es bei mir endgültig auf. Es ist eine Sache, bei einer Adresse vielleicht ein Hotel o.ä. anzugeben und das keine Meldeadresse in diesem Sinn sein muss. Man kann auch bei der gewünschten Telefonnummer im Antrag schummeln, da diese nicht zur Übermittlung von Daten gebraucht wird und warum auch immer da französisch sein muss.


    Telefonanbieter können durchaus Postpaid-Laufzeitverträge auf bestimmte Personenkreise beschränken, indem sie eine Meldeadresse wie in Deutschland verlangen oder ein deutsches Konto oder öfter sogar die Einwilligung in ein Schufa-Check. Sie haben auch Vertragsfreiheit. Mit der Begründung der Vertragsfreiheit hat die BNetzA den Prepaid-Ausschluss der Telekom akzeptiert, die nach der Einführung der Registrierungspflicht allen Ausländern ohne festen deutschen Wohnsitz eine Prepaid-SIM-Karte verweigert hat - inzwischen ist diese Praxis geändert worden. Genauso kann auch ein Anbieter auch jeden Vertrag ablehnen, insbesondere bei Postpaid-Laufzeitverträgen. Meist wird dazu keine Begründung gegeben. Das müssen sie auch nicht, weil die könnte sonst gegen andere Bestimmungen verstoßen. Dass Orange dies etwas liberaler handhabt und als ziemlich einziger Betreiber überhaupt "Nicht-Bewohner" zu Laufzeitkunden macht, sollte man jetzt nicht unbedingt gegen sie verwenden.


    Bei der vorsätzlichen Eingabe einer falschen IBAN-Nummer für ein SEPA-Mandat in einen Vertragsantrag muss von vorsätzlicher Täuschung oder sogar Betrug ausgegangen werden. Das ist eindeutig strafbar, zumal man unterstellen muss, dass entweder der Vertrag betrügerisch durch dieses Mandat finanziert werden soll oder zumindest ein falscher Anschein erweckt werden soll, um den Vertrag zustande zu kommen zu lassen. Es ist nichts anderes, als wenn ihr in einen Kreditantrag einer Bank ein mehrfaches Gehalt oder eindeutig falsche Angaben macht, um den Antrag bewilligt zu bekommen. Oder um jemanden eins auszuwischen, ein gefälschtes SEPA-Mandat zu euern Gunsten oder von Dritten aufzuhalsen, was gar nicht so schwer ist und demjenigen sehr viel Stress verursachen kann.


    Also nochmal: bleibt hier bitte legal auf den Gesetzen der Bundesrepublik und von mir aus Frankreichs und versucht nicht über Betrug oder Vortäuschung falscher Angaben irgendwie an billigere Verträge ranzukommen. Das ist es nicht wert. Die Frage, ob die Umstellung von FR IBAN auf DE IBAN wirklich klappt, bleibt aber weiter spannend.

    Da dies ein Thema sein wird, worüber wir noch etwas diskutieren werden, mache ich einen neuen Thread auf.


    Die österreichische Regierung hat 2017 in einem Sicherheitsgesetz beschlossen, dass ab 2019 die prepaid SIM-Karten (lokal Wertkarte genannt) nicht mehr anonym sein dürfen, sondern namentlich gegen Vorlage des Ausweise registriert sein müssen.
    Dies betrifft alle neuen Prepaid-SIMS ab 1.1.2019 und auch (im Gegensatz zu Deutschland) alle Bestandkarten ab 1.9.2019. Alte SIM-Karten werden sich nach diesem Datum nicht mehr aufladen lassen.


    Bitte hier nicht über den Sinn oder Unsinn dieser Maßnahme diskutieren. Österreich und letztes Jahr Deutschland haben es so beschlossen und hier soll es um die Umsetzung gehen.
    Also wie wird es gemacht? Wo und wann kann man registrieren? Kann man noch österr. SIM-Karten im Netz kaufen und gibt es eine online Registrierung?


    Die rechts-konservative Regierung lies sich mit der Durchführungsbestimmung sehr viel Zeit und die kam erst wenige Tage vor der Einführung der Verpflichtung.
    Folgendes ist klar:


    Mit 1. "Jänner" 2019 tritt die gesetzliche Identifizierungspflicht für alle Wertkartenkunden in Kraft.
    Neukunden müssen sich ab 1.1.2019 registrieren, bereits 2018 aktive Wertkarten-Kunden haben noch bis 1.9.2019 Zeit sich zu registrieren, falls sie danach noch Guthaben aufladen möchten.


    Wann ist eine Identifizierung erforderlich?
    Für die Aktivierung einer neuen Mobilfunk-Wertkarte ist per Gesetz ab dem 01.01.2019 eine Identifizierung mit gültigem Lichtbildausweis notwendig.
    Erst nach erfolgreicher Registrierung kann die SIM-Karte genutzt werden.
    Auch bestehende Wertkartenkunden müssen sich identifizieren.
    Eine Aufladung ohne Identifizierung ist ab dem 01.09.2019 nicht mehr möglich.
    Noch vorhandenes Guthaben kann theoretisch ab 01.09.2019 bis zum Ende der Gültigkeit der benutzten Wertkarte verwendet werden.
    Danach soll es in Österreich keine anonymen Wertkarten mehr geben.



    Nachdem schon länger bekannt ist, dass Wertkarten ab 2019 namentlich registriert werden müssen, hat der Gesetzgeber nun bekanntgegeben auf welchem Wege die Registrierung grundsätzlich erfolgen kann (sofern der jeweilige Mobilfunkanbieter diese Möglichkeiten nutzt):

    • Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises im Shop des Mobilfunkanbieters,
    • mittels eID Bankident-Verfahren seiner kontoführenden Hausbank - nur für österr. Banken
    • oder mittels Online-Photoidentverfahren (Bestätigung seiner Identität über Webcam)


    Wie läuft die Registrierung und Identifizierung ab?

    • Schritt "Registrierung": Der Mobilfunkanbieter muss folgende Daten des Kunden erfassen: Vor- und Nachname, akademischer Grad und Geburtsdatum.
    • Schritt „Identifizierung“: Zur Überprüfung der angegebenen Daten muss ein gültiger Lichtbildausweis vorgewiesen werden.

    Abhängig vom Mobilfunkanbieter werden in der Regel folgende Dokumente akzeptiert:
    Österreichischer Führerschein, Personalausweis, Reisepass, Behindertenausweis, Diplomatenausweis oder Verfahrenskarte vom österr. Bundesasylamt.
    Für Deutsche gilt also: Personalausweis oder Reisepass.



    Wie kann man sich registrieren bzw. identifizieren?

    • A1: Die Identifikation/Registrierung für A1 Wertkarten ist ab 1.1. in den Shops. bei der Post, in Partnershops und online möglich: https://www.a1.net/b-free-registrierung Vorsicht: A1 schreibt zur online Registrierung; Online kann die Überprüfung Ihrer Daten derzeit mit handy-signatur.at oder Online Banking (eID) sowie mit angemeldeten SIM-Karten (A1 Vertrag) oder bereits registrierten B.free Wertkarten erfolgen. D.h. für Kunden aus Deutschland scheint bisher keine online Registrierung möglich
    • yesss! wird ab 1.1.2019 die Registrierung bei ausgewählten Handelspartnern, den A1 Shops, der Post und eine Online-Registrierung anbieten. Mehr Details zur yesss! Wertkarten Registrierung: https://www.yesss.at/info/wertkartenregistrierung Achtung: Hier ist auch nicht klar, ob die Einschränkungen zur online Registrierung von A1 auch für yesss gelten
    • T-Mobile: Vor Ort in ausgewählten T-Mobile Shops. Voraussetzung: Persönlich mit amtlichen Lichtbildausweis sowie SIM-Karte oder PUK-Code. Ab 2019 soll auch eine Online-Identifizierung Mo-Sa 8-22h möglich sein. Mehr Details bei https://www.t-mobile.at/service/my-k...e-registrieren Hier nennt T-Mobile deutsche Reisepässe und Personalausweise als Möglichkeit der online Registrierung. Achtung: s.u. manche Partnershops erheben eine Gebühr von 10 €.
    • tele.ring: Vor Ort in den tele.ring, T-Mobile und Partner-Shops. Voraussetzung: Persönlich mit amtlichen Lichtbildausweis sowie SIM-Karte oder PUK-Code. Ab 2019 soll auch eine Online-Identifizierung Mo-Sa 8-22h möglich sein. Mehr Details bei https://www.telering.at/registrierung/ Deutsche Reisepässe und Personalausweise werden online akzeptiert. Achtung: Partnershops können Gebühren erheben
    • HoT: Registrierung in Hofer-Filialen mit Lichtbildausweis. Online-Registrierung unter www.hot.at/registrierung-vorteile.html Regeln für online Registrierung sind noch nicht klar.
    • Drei: Ab Mitte Dezember ist eine Registrierung der 3 Wertkarten in den 3 Shops und im Fachhandel möglich. Ab Ende Januar 2019 können sich die Kunden auch in der eigenen Drei Wertkarten App oder online registrieren. Mehr Details bei https://www.drei.at/de/shop/wertkarte/wertkartenregistrierung/ Bei der Wertkartenregistrierung online gibt es die Möglichekeit mit österr. Bank-ID ab 10.1., mit Bürgerkarte ab 1.2. und mit Foto ID ähnlich der deutschen online ID. Es ist allerdings noch unklar, welche Ausweise akzeptiert werden aus Deutschland.
    • eety und spusu: haben sich noch nicht geäußert. Es ist also unklar, ob etwa in österr. Lidl-Filialen oder Traffiken registriert wird.


    In welchen Fällen muss die Identifikation erneut durchgeführt werden?
    Bei jeder Änderung der Personendaten (zum Beispiel Namensänderung nach Eheschließung) ist die Identität erneut zu prüfen.
    Bei einer ausschließlichen Änderung der Adressdaten (z.B. Umzug an eine neue Wohnadresse) ist dies jedoch nicht erforderlich.



    Vorsicht: Grundsätzlich sollte die Registrierung vom Mobilfunkanbieter kostenlos angeboten werden, da die Republik Österreich dafür ohnehin Kostenersatz leisten muss (anders als in Deutschland!).
    Führt man jedoch die Registrierung in einem Partnershop durch können, wie nun bekannt wurde, Gebühren entstehen.
    Ein T-Mobile Wertkartenkunde berichtet von einer Rechnung über €10,- für die Registrierung seiner Wertkarte in einem Partnershop. Diese Kosten werden vom Mobilfunkanbieter nicht erstattet:
    "Wenn du dich für die kostenpflichtige Registrierung in einem Partner Shop entscheidest, können wir dir diese Kosten nicht erstatten. Die Gebühren entstehen durch eine Serviceleistung, die beim Partner eingehoben wird". – T-Mobile Austria

    Mal sehen, ob es Wolf wirklich schafft, daraus eine Anleitung zu schreiben, die jemand folgen kann, ohne eine Menge Zwischenfragen stellen zu müssen oder auf dem Weg stecken zu bleiben. Wird sich dann wie eine Anleitung in einem Spionenkrimi lesen: Konto eröffnen, den Koffer mit dem Geld abgeben, bei der Post einen Brief mit weiterer Anleitung abholen, der dort abgelegt wurde. Dazwischen sich gelegentlich bei der Geheimnummer 740 melden,... :)


    peterdoo: Das wird keine "Anleitung" werden. Von manchen wird so etwas hier auch gar nicht gewünscht. Ich halte es grundsätzlich für so problematisch und für eine nur so kleine Gruppe nur relevant, dass sie dann schon die genauen Schritte hier im Thread nachvollziehen können. Der ist ja praktisch von den Sosh-Leuten gekapert worden. Ich denke, wenn man vorher sagt, wie schwierig das ist und welche Anforderungen bestehen, dann kommt es für 99,99% der User nicht in Frage: Französisch-Kenntnisse, mehrfache (mind. 2 Besuche) in F in wöchentlicher Abfolge (oder Urlaub dort), Girokonto mit RIB in Frankreich eröffnen, problematische AGB, die jederzeit FUP ermöglichen, starkes Steering der SIM, die effektiv nur 1 Netz dauerhaft benutzbar macht. Das muss man halt alles zum Aufwand im Bezug stellen. Ich würde empfehlen, mit Free erstmal zu "üben", wie das die meisten hier auch gemacht haben. Wenn man es sich leisten kann einen oder mehrere Tage dafür in Frankreich zu verwenden, dann frage ich mich halt, ob es nicht andere Optionen gibt, die sicherer sind. Ich werde versuchen, das Sosh-Angebot nicht zu "bewerben", weil ich es weiter für "kritisch" halte. Das heißt aber nicht, dass ich Sosh nicht mag oder so einen Blödsinn. Es gibt keinen Grund, es zu verschweigen oder irgendwie davor zu warnen und [USER="222467"]Strasbourg[/USER] und [USER="106053"]rmol[/USER] haben tolle Arbeit geleistet. Vielleicht hören wir ja mal andere Laufzeitoptionen aus anderen Ländern....


    Im Wiki wird aber nur Sosh (ähnlich wie Free) dargestellt werden und grundsätzlich die Vorgehensweise und Vorraussetzungen geklärt. Wer sich jetzt konkret dafür interessiert, findet hier auf den letzten 10 Seiten eigentlich eine ganz gute Anleitung und es wird mehr auf spezielle Fragen eingegangen, als es das Wiki jemals machen kann. Das ist halt auch das Problem: würde man Sosh ausführlich beschreiben mit idioten-sicherer Anleitung, zieht man die falschen Leute an, suggeriert eine "einfache" Beschaffungsweise nach Lehrbuch und würde auch Sosh als "Nischenprodukt" für den beschriebenen Zweck übermäßigen Stellenwert bekommen. Ich würde es max. gleichrangig neben Free Mobile stellen: bessere Preise/Netz, aber weit schwerer und aufwändiger zu beschaffen: c'est ton choix.