Inzwischen hat Vodafone bereits die dritte (?) Generation an Mobiltelefonen von Huawei im Angebot und bietet außer Multitasking für den Musik-Spieler, Bluetooth mit Stereo-Musik auch 320 × 240 Pixel (QVGA) große Bildschirme:
– Vodafone 830 (V830): Slider,
– Vodafone 725 (V725; Huawei U1300): Barren.
Letzteres habe ich mir gegönnt, denn im Februar war es für 50 € mit SIM-Lock auf CallYa erwerbbar. Insgesamt blieb Huawei nicht stehen und hat an vielen Stellen behutsam weiterentwickelt. Dass die Schrift immer noch kein Antialiasing aufweißen, ist mir (wohl dank dem QVGA großen Bildschirm) erst wieder beim Lesen meines Vodafone 715 Berichts aufgefallen. Die Icons sind nicht mehr Vodafone lastig wie früher. Genau wie die Status-Icons: Mir gefällt’s. Java-Programme können nicht auf das Bluetooth zugreifen (JSR-82), was Ergänzungen wie eine GPS-Navigation wohl für immer unmöglich macht. Insgesamt scheint das Betriebssystem ein angepasstes BREW (Qualcomm) zu sein. Damit kenne ich mich aber zu wenig aus, um zu beurteilen, wie viel oder wie wenig Hauwei daran geschraubt hat.
Das Gerät bietet keine Unterstützung für HSDPA (Vodafones UMTS-Broadband). Meine 8 GB unfassende SanDisk microSDHC wird nur mit 4 GB erkannt; aber Nokia traut sich ja auch noch mit einem Nokia 6300 ohne SDHC an die Konsumenten heranzutreten. Im Jahr 2007 schon fraglich, fand ich 2008 keine vollständige SDHC-Unterstützung lächerlich, in 2009 empfinde ich das als einfach nur noch unverschämt. Das Vodafone V725 wirkt erstaunlich flach und die Klavier-Lack-Optik zieht Fingerabdrücke nicht so magisch an, wie so mancher Konkurrent. Wie es sich gehört, sind extra Tasten für Musik, Kamera und Lautstärke sind an der Seite. Ins Ziffernfeld integriert sind eine Taste für die Tastensperre, das Ton-Aus-Profil und den Mitteilungseingang.
Wie schon bei der ersten Generation extrem vieles Ein- aber auch Verstellen. Der Bildschirm kann von dunkel bis sehr hell eingestellt werden und wer regelmäßig Nachschub findet, kann sogar die Hintergrundbeleuchtung dauerhaft an lassen. Für die Navigationstaste (Rechts, Oben, Links, Unten) kann lediglich aus einer begrenzten Liste an Funktionen belegt werden. Zusätzlich kann einer der Tasten weitere favorisierte Funktionen als Liste anbieten. Die Mitte und die zwei Auswahltasten sind allerdings fest getackert auf das Menü bzw. das Internet (Stichwort: Vodafone live!). Ansonsten muss man sich halt an Vodafones Start- und Ausschaltanimation gewöhnen. Auf der Hardware der Schriftzug oben links und hinten mit Logo auf dem Akkudeckel. Die Farben Schwarz/Silber/Weinrot werden konsequent über die ganze Hardware hinweg durchgehalten und Huawei hat offenbar sogar eine Lizenz für Vodafones Schrift erhalten: Die Hardwareziffern kennt man. Derjenige für die Hardware wirklich Detailverliebt, schade dass die Jungs von der Software da nicht mitmachten. Witzig ist eigentlich nur, dass der Akku „falsch“ herum eingesetzt werden muss, denn die Beschriftung des hauseigenen Akkus (HBU570) ist nicht gedreht worden.
3,5 mm Klinke fürs Headset und Mini-USB-Anschluss Daten bzw. Strom. Es geht also doch auch an einem so flachen Gerät. Was will man mehr? Ja, Abdeckungen wären nett. Seltsamerweise lud mein sonst übliches Netzteil nicht, obwohl es erst so aussah: Die Akkuanzeige war voll, aber das Gerät ging nach wenigen Minuten einfach aus! Original Netzteil dran und schon zeigte sich, wie das Laden wirklich aussehen muss – und das Gerät stürzt jetzt nicht mehr ab. Ich weiß aber nicht, ob jetzt mein Standard-Lader sich doch nicht an den „Standard“ hält oder ob Huawei da einen Bug hat. Ich werde jetzt immer schön das Huawei Netzteil nehmen.
Sonst kann ich wenig meckern; außer dass das Starten des Telefons sehr lange dauert, am Anfang nur eine winzig kleine Eieruhr erscheint und obwohl schon alles bereit scheint, doch noch nicht alles geladen ist und die Navigation zu Beginn noch ein wenig stottert (GPRS-Einbuchen).
Die vierte Generation ist laut Vodafone vom Mobile-World-Congress aus Barcelona im Anmarsch:
– Vodafone 835 (Baren mit GPS)
– Vodafone 736 (Slider)
– Vodafone 735 (Barren).
Das Modell mit dem integrierten GPS erinnert mich an das Siemens SXG75 aus dem Jahr 2006, denn Siemens nutzte ebenfalls BREW. Damals waren HSDPA und SDHC (noch) kein Thema. Obwohl dieses Siemens schon GPS intern hatte, konnte Bluetooth von Java aus (wenn auch instabil) angesteuert werden. Huawei, das war Ende 2006 … mal abwarten was im Einzelnen diese vierte Generation bringt. Spannend ist auf jeden Fall wie sich Vodafone und Huawei ihre Zukunft vorstellen; und wer sich als Kunde für ein Huawei entscheidet, wenn mal gerade kein Vodafone-Verkäufer die „Beratung“ durchführt.