Beiträge von flamesoldier

    Roaming Steering bedeutet, dass ein Netzbetreiber im Ausland steuern kann, in welches Netz sich dein Handy bevorzugt einbucht. Die Netzbetreiber haben zwar meistens Verträge mit mehr als einem der lokalen Netzbetreiber fürs Roaming geschlossen, aber nicht alle Verträge sind für sie gleich günstig und sie versuchen so natürlich, dich ins für sie günstigste Netz zu kriegen. Sie können dich zwar nicht komplett aus den anderen Netzen, mit denen sie auch einen Roamingvertrag haben, raushalten (sonst säßt du ja an Ecken, wo das Haupt-Roamingnetz nicht versorgt, auf dem Trockenen), aber sie können dich in Gebieten, in denen mehr als ein Roaming-Partnernetz verfügbar ist, aus den teureren Roamingnetzen raushalten. Erst durch wiederholte Einbuchversuche (die ja z.B. bei Nichtverfügbarkeit des Haupt-Roamingnetzes auch stattfinden würden) kommt man irgendwann auch in die anderen Netze rein.
    Das ganze gilt natürlich nicht für Netze, mit denen ein NB gar kein Roamingabkommen hat bzw. nur ein Basis-Abkommen (in manchen Ländern hat man z.B. mit einem Netz LTE/UMTS/GSM Roaming, mit einem anderen nur UMTS/GSM und ein weiteres nur GSM-Roaming ohne Datenverkehr).

    Zitat

    Original geschrieben von kofferroland
    Interessant wäre in dem Zuge auch, welche Karten erst nach mehrmaligen Einbuchversuchen bereit sind zu roamen.


    Ich konnte das auch schon beobachten, dass ich mit Deutschen Karten im Ausland erst nach mehrmaligen penetranten manuellen Einbuchversuchen ins Netz gelassen wurde.


    Entweder gibt es da tatsächlich einen Zähler, der erst nach einer gewissen Anzahl von Einbuchversuchen das Roamen zulässt oder die Verbindung aus dem Ausland nach Deutschland zum Netzanbieter zwecks HLR Anfrage ist nicht stabil und schlägt fehl oder es gibt einen anderen Grund.


    Stichwort: Roaming Steering. Google tut sein übriges ;)

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    Original geschrieben von Telefonicer
    Warum wurde kein 3G mitgebaut?


    Das fragst du am Besten O2 selbst, teilweise hat man 3G-Technik mit aufgebaut, aber nie eingeschaltet. Da hängen dann seit Jahren Antennen rum oder Systemtechnik steht da, aber eingeschaltet wurde nur GSM. Hätte man gleich 3G mit gebaut, hätte O2 wohl nie so schlecht da gestanden, wie es vor der Fusion mit E+ der Fall war im Bezug auf UMTS. O2 hatte ja praktisch nur ein Stadt-3G-Netz (von ein paar wenigen Ausnahmen mal abgesehen).

    Hier wird einiges durcheinandergeworfen. Wie stark ein Handy senden muss, hängt von ein paar Faktoren ab. Die Empfangsleistung hat damit nur teilweise etwas zu tun. Klar, beim selben Gerät muss das Gerät natürlich stärker senden, wenn der Empfang schwächer wird. Aber wie stark ein Gerät senden muss, unterscheidet sich zwischen den Modellen am selben Standort dann doch wieder stark. Denn es kommt auch auf die Antenne im Gerät an, diese kann sehr effektiv sein und die Sendeleistung vernünftig in Richtung des Empfängers (hier dem Masten) transportieren, oder eben auch relativ uneffektiv und zwar viel Leistung raushauen, diese aber nicht vernünftig abstrahlen. Dann kommt noch der Faktor der Empfindlichkeit des Empfängers, also der Antennen auf dem Mast, hinzu. Je empfindlicher diese sind, desto eher können sie ein vom Handy abgestrahltes Signal noch empfangen und desto weniger Sendeleistung muss dieses aufbringen, um vom Mast noch gehört zu werden. Eine WLAN-Router-Antenne ist natürlich Potenzen unempfindlicher als so eine Mobilfunkantenne an einem Mast! Deshalb kann es durchaus sein, dass ein Handy im WLAN mit +20 dBm sendet und damit nur 15 m weit kommt, während das Handy mit UMTS2100 oder LTE2600 (ähnliche Frequenzen mal als Beispiel) bei +20 dBm noch 1 oder 2 km locker überbrücken kann.
    Generell ist es so, dass je neuer die Funktechnologie ist (4G > 3G > 2G), desto weniger Sendeleistung darf sie haben. GSM900 darf z.B. mit 2 Watt senden, GSM1800 mit 1 Watt, UMTS müssten 0,5 Watt sein, LTE 0,25 oder auch 0,5 Watt (bei LTE müsste ich nochmal nachschauen). WLAN sendet vom Router her bei 2,4 GHz mit maximal 100 mW, bei 5 GHz sind es teils 100 mW, teils 1 W (bei den höherfrequenten Kanälen).


    Eigentlich sollten die betroffenen Nutzer ja SMS/Emails wegen dieses Problems erhalten haben. Die Email wurde ja hier im TT gepostet. Genau aus dem Grund hatte sich die Netzkennungszusammenlegung nach dem Test in Freiburg erstmal verzögert. Die O2-Shops verzeichneten da am nächsten Tag wohl stark gestiegene "Kundenzahlen" :cool:

    Wenn man den Omni mal durch 3 GSM-Sektorantennen ersetzt, dann kann man diesen Fall hundertfach im Schwarzwald finden. Da hat O2 ja 2008-2010 ebenfalls riesige 50 m Türme mitten in der Pampa errichtet und nur GSM drauf gepackt. Hätten die damals alle geplanten Sender umgesetzt, wäre der Schwarzwald wohl immerhin mit GSM voll versorgt worden durch O2. Leider ging dann irgendwann das Geld aus...


    Wieso sollte ich der "offizielle Telefonica-Marketing-Account" hier im Forum sein? Ich mache kein Marketing für Telefonica, außer du bezeichnest Netzinfos posten und Spekulationen über die Zukunft des Mobilfunks in Deutschland als Marketing für Telefonica. Ich glaube da verwechselst du mich mit ein paar Leuten hier im Forum.

    Zitat

    Original geschrieben von kofferroland
    Wieso ? Ist doch die Wahrheit.


    Nein. Das ist eine Verallgemeinerung, denn nicht jeder O2-Nutzer in Deutschland kann nicht telefonieren und auch nicht jeder O2-Nutzer in Deutschland kann nicht surfen. Dass es Probleme in einigen Ecken gibt, ist allen bekannt. Deshalb muss man aber nicht schon wieder darauf schließen, dass das überall so sei, und laut "FAKT!!!11einself!" schreien. Meine Güte...