ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von antennenmann
Wieviel Grad Breite wären denn noch sinnvoll möglich bei z.B 2600Mhz oder 3500Mhz und geringer Sendeleistung ?
Man kann ja auch verschiedene Frequenzbereiche in Abwechslung nutzen und diese vielleicht noch jeweils Teilen je nach
dem wie viel Bandbreite der Sektor benötigt. Auf kleine Zellen wird in Zukunft eh keiner verzichten können wenn alles
und jeder mobil und schnell online sein soll. Bei mehr Geräten/Anschlüssen kommt ja auch mehr Geld rein.
Die (teilweise) noch nicht verfügbare hardware würde bei Massennutzung billig, genau wie einfache Richtfunksysteme
wenn viele sowas benutzen würde. Die jetzigen Geräte laufen ja auch noch nicht auf den Frequenzen die nun versteigert
werden.
Kommt immer stark auf die Sendeleistung an, ich merke ja bei den E+ LTE1800 Sendern, dass die Rückkeule einiger Sektoren mit hoher Sendeleistung schon enorm in den SNR geht. Wenn man sich 200 Meter vorm Sender zwischen Sektor 2 und 3 befindet (also sagen wir mal bei standardmäßigen 180 Grad), dann ist man exakt in der Rückkeule vom 0 Grad Sektor. Der SNR geht dort selbst bei -65 dBm teilweise auf 10 dB runter, d.h. die Rückkeule kommt noch mit -75 dBm an. Die Interferenzen sind entsprechend hoch und Datenraten über 20 Mbit/s bekommt man in so einer Situation kaum noch hin. In 1 km Entfernung, wo die Rückkeule dann nicht mehr sonderlich merkbar ankommt, hat man dann plötzlich einen SNR von 25 dB bei -75 dBm und erreicht 50-60 Mbit/s (jeweils mit 10 MHz).
700 MHz (Band 28) wird bereits von einigen Geräten unterstützt (iPhone 6 und 6Plus mal als prominentestes Beispiel).
Anja: Ich kann das Gefasel langsam nicht mehr hören. Du missachtest hier die Zukunft so stark, dass es schon weh tut, dieses Geschwafel zu lesen! Deine 10/1 Mbit/s mögen zwar heutzutage für eine breite Mehrheit der Bevölkerung reichen, aber was ist in 5 Jahren? Was ist in 10 Jahren? Ein beinahe flächendeckender Glasfaserausbau ist in Deutschland unausweichlich, früher oder später muss das passieren. Und natürlich kann es wirtschaftlich sein, jedes Einfamilienhaus mit Glasfaser zu erschließen, machen doch schon eine Menge kleine Anbieter, dann muss man halt für den Tarif nicht nur 20-30 Euro, sondern 50 Euro im Monat zahlen. Das Problem liegt ja nicht an der Unfinanzierbarkeit eines Ausbaus, sondern an den billigen Tarifen und der fehlenden richtigen Förderung vom Staat. Wenn der Staat da mal wirklich fördern würde (und nicht so einen Mumpitz wie LTE800-Ausbau = Stadt versorgt oder VDSL in 5 Straßen und die restlichen 45 Straßen des Dorfes gelten als mitversorgt), dann gäbe es hier schneller Glasfaser als man gucken könnte. Man kann die Schweiz natürlich nur eingeschränkt mit Deutschland vergleichen, denn die Agglomerationen sind dort wesentlich dichter und eher aufs Flachland beschränkt, aber es fällt schon auf, dass der Glasfaserausbau dort deutlich weiter fortgeschritten ist als hier und auch der LTE-Ausbau durch die höheren Einnahmen aus teureren Tarifen extrem weit ist, selbst die vermeintlichen Billigheimer haben dort über 80 % LTE-Netzabdeckung und in weniger als 2 Jahren hat man dort bei allen 3 NB´s vermutlich Vollversorgung.
Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.