Beiträge von flamesoldier



    "- Connect fehlt es an Messkriterien für die Beurteilung der Abdeckung in
    Gebäudeinneren, dort wo Mobilfunkkunden mehrheitlich ihre Zeit verbringen;
    - Connect berücksichtigt die Frage der Volumen- und/oder Geschwindigkeitsbegrenzungen
    nicht, welche im Schweizer Mobilfunkmarkt ein entscheidendes
    Differenzierungsmerkmal darstellen. Salt ist die einzige Mobilfunkanbieterin, welche
    seiner gesamten Kundenbasis uneingeschränkten Zugang zu seiner 4G+ Technologie
    gewährt – ohne jegliche Volumen- oder Geschwindigkeitsbegrenzungen. "


    Zwei meiner Meinung nach durchaus berechtigte Kritikpunkte. Das bisschen Indoor-Messerei in Museen oder Coffeeshops ist doch ein schlechter Scherz, ansonsten hätte man die nach wie vor grassierende Indoorschwäche in gewissen Bereichen von Städten bemängelt. Wenn ich in LTE1800 only Bereichen des Telekom-Netzes schon 50 m vom Sender entfernt indoor nur noch 3/4 Balken habe, kann man sich vorstellen,wie es weiter entfernt aussieht. Dazu kommen bis heute nur ein Bruchteil der Kunden ins LTE-Netz der "zwei Premiumnetze", wie Chip es nennt. Wie es anders geht kann man z.B. bei 3AT sehen: Dort kommt jeder Prepaid-Tarif ins LTE-Netz. Dazu gibt es unbegrenzte Daten für LTE at Home Tarife, wobei man aber stationäre und mobile Nutzung anders priorisiert. Wenn also das Netz nah an der Überlastung ist, wird der stationäre Tarif nachrangig priorisiert und der mobile bevorzugt.



    Haben diese "vielen Experten" auch Namen? Oder nennst du dich grade selbst Experte? ;)

    Zitat

    Original geschrieben von antennenmann
    Dann kann man sich ja wenigstens für die Anderen freuen :) 5Mhz sind jedenfalls sehr mager.


    Auf der Telefonica Seite steht das sie 80Mhz für LTE2600 nutzen können, da wären doch 40Mhz für download möglich.
    Oder ist ein Teil vom 2600er Spektrum nur für TDD vorgesehen ?


    https://www.bundesnetzagentur.…_blob=publicationFile&v=3


    Man hat 2x30 MHz gepaartes Spektrum und noch 20 MHz, die aber nicht zusammenhängen (zwei 10 MHz Blöcke), ungepaartes Spektrum.

    Zitat

    Original geschrieben von antennenmann
    Nun kommt endlich L18 wieder, aber meist nur mit 5Mhz, was soll man damit anfangen ? Da wo es nur L18 gibt ist das natürlich besser als vorher, aber sonst ein Witz. Zum Beispiel in Krefeld gibt es jetzt mehrere L18 Standorte, aber kaum Besserung da es vorher fast Tod war, da darf man nicht mit 5Mhz ohne CA nach Jahren ankommen weil man von der Entwicklung bereits wieder überholt wurde, 20Mhz (TEF könnte sogar 40Mhz nutzen!) L26 an den hotspots wäre längst überfällig aber für L26 ist man sich ja zu fein, oder zu schlecht angebunden...


    L18 läuft eigentlich nur in NRW noch mit 5 MHz, der Rest läuft mit 10 oder 20 MHz.
    Bei L26 kann TEF keine 40 MHz nutzen, man besitzt nur 2x30. Aber es stimmt schon, zumindest 20 davon könnte man ohne irgendwelche Probleme mit GSM1800 Altlasten oder Bahnstrecken-Reglementierungen in den Städten einsetzen und der Speed würde merklich nach oben gehen. 2CA mit 20+10 MHz 2600 wäre dann sowieso ein Kinderspiel, siehe Telekom L18+18. Allerdings lässt man seine 2600er Frequenzen lieber vergammeln, denn selbst viele Innenstadtstandorte in einer Großstadt wie Stuttgart bekommen kein L26 oder werden lediglich dafür vorbereitet, obwohl das L18 bzw. L8+18 direkt nach Einschaltung schon Überlastungserscheinungen zeigt. Das darf so nicht sein.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Damals gab es bei allen Anbietern nur GSM und Datennutzung spielte auch noch kaum eine Rolle.


    Aber mittlerweile haben sich eben die Anforderungen geaendert. Heute liegt der Fokus auf Datennutzung, und GSM ist dafuer unbrauchbar.


    "2003 wurde neben Telefonie, Geschwindigkeit, Stabilität und Verfügbarkeit von Datenverbindungen erstmals ein Dienst getestet: MMS, das bis heute nur mäßig populäre Angebot, in dem die Branche das nächste große Ding sah. Der zu dieser Zeit mit iMode und HSCSD innovative Netzbetreiber E-Plus gewann das erste und einzige Mal den Netztest."


    Bergab (für O2 und E+, bergauf für die Dieselgeneratorenbranche) ging es dann 2004:


    "Dank Einbeziehung von UMTS in den Netztest 2004 währte die Freude nur ein Jahr. Beim Ausbau des neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes hatten die Großen die Nase vorn, Vodafone landete erstmals auf Platz 1. Besonders bitter sah es für O2 aus: Die Münchner verzögerten den UMTS-Ausbau und fielen aus der Wertung. Erwähnenswert: Nicht nur die UMTS-Handys sorgten mit lachhafter Ausdauer für lange Gesichter. Auch der Verbrauch der Messtechnik war so hoch, dass ein Dieselgenerator ins Auto gepackt wurde."

    Ich möchte hier nur mal ein kleines Zitat aus dem Welt-Artikel in den Raum werfen:


    "Dennoch sei es nachvollziehbar, dass die laufenden Arbeiten die Ergebnisse in primär technologisch ausgerichteten Netztests beeinflussten. „Wir befinden uns bei der Netzintegration nach wie vor in einer intensiven Umbauphase und haben für die Zeit der Netztests im Interesse unserer Kunden keine Pause eingelegt.“"


    Die beiden anderen Netze haben selbstverständlich für die Zeit des Netztests auf den vorher bekannten Testrouten einen Aus-/Umbau Freeze eingelegt. Das Ergebnis von VF mag aufgrund der Versorgung entlang der Testroute so ausgefallen sein. Diese Versorgung ist aber öfters keinesfalls permanent ;)

    Der Connect-Netztest hat für mich ein paar strukturelle Schwächen, was man anhand der Testroute in Österreich sehr gut erkennen kann. Dort hat man eine Route ausgewählt, die beim Drivetest zu über 90 % mautpflichtige oder sogar sondermautpflichtige Strecken bedient. Lediglich das Teilstück Wörgl -> St. Johann im Pongau ist eine nicht mautpflichtige Bundesstraße. Ganze Regionen, die touristisch sehr frequentiert sind, hat man überhaupt nicht besucht. Ich war dieses Wochenende in Vorarlberg unterwegs und die LTE-Abdeckung auf der A14 Rheintal/Walgau-Autobahn ist wirklich sehr gut, man hat outdoor durchgehend LTE anliegen. Sogar die Tunnel sind dort von 3AT und A1 teilweise mit LTE versorgt, mindestens aber mit H+.
    Beispiel Pfändertunnel:
    3AT H+
    A1 L26
    Beispiel Ambergtunnel:
    3AT L18+21
    A1 L26
    Wenn man dann aber abseits der Hauptroute Vorarlbergs unterwegs ist, wandelt sich das Bild dramatisch.
    Beispiel Achraintunnel:
    3AT L18+21
    A1 G9
    Dann die L200/B200 nach Warth-Schröcken: 3AT hat bis auf ein kleines Stück kurz vor Schröcken durchgehend LTE, dort dann allerdings gar kein Netz. A1 hat immer wieder einzelne LTE-Flecken, dazwischen allerdings nur H+ und teilweise auch GSM oder kein Netz.
    Auch in anderen Tourismus-Gebieten gibt es noch Mängel. Der Gerlospaß hat teilweise gar kein Netz von A1, der Achenpass hat kein LTE, direkt in Grenznähe gibt es nur GSM, der Fernpass hat auch auf weiten Teilen nur GSM. Dazu noch die von KrisKlg beschriebene Indoorschwäche, die ich auch feststellen konnte. Auf der Autobahn hat man meistens 2 Balken LTE anliegen, wie stark das Netz dann indoor ist kann man sich denken. Indoortests macht P3 ja absolut gar nicht. Die paar Strecken, die man getestet hat, sind allesamt aus dem höchstrangigen Straßennetz, wenn man auch mal Straßen abseits dieser testen würde, wäre das Bild schon nicht mehr so toll, wie man von Deutschland aus denkt. Auch in Deutschland wären die Netzbetreiber dann nochmal ein gutes Stück schlechter, als man es aus dem Testergebnis rausliest.