Beiträge von autares

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    Original geschrieben von Smartshopper
    Viel mehr Sinn als wissenschaftliche Analysen und Berechnungen macht es doch, den gesunden menschenverstand zu benutzen: Stürzt ein blue chip um 50% nach unten, ist davon auszugehen, dass der Kurs mittelfristig wieder steigt und sich womöglich verdoppelt. ob das jetzt in 2 oder 3 jahren geschiet: die rendite ist top. dazu noch dividende.


    Sorry, aber deine Logik bleibt mir wieder einmal verborgen. Und was ist, wenn ein Blue Chip um 50% abgestürzt ist und dann ein Flugzeug explodiert? :rolleyes: Eine Analyse geht immer davon aus, dass es keine Externalitäten gibt - deine eigene Analyse übrigens auch. Was passiert schliesslich, wenn ein EON AKW in die Luft geht? Dann kannst du deinen "Blue Chip" als Pennystock einreihen.


    Externalitäten wird es immer geben. Wenn dein Blue Chip 50% gefallen ist, solltest du dich vor allem fragen, ob es nicht einen Grund dafür gibt. AIG war ein Blue Chip, Lehman auch, Metallgesellschaft, Worldcom, Enron....man merkt, dass du erst seit kurzem dabei bist.

    Jetzt muss ich einmal kurz etwas anmerken: Wer hat hier eigentlich in diesem Land etwas über Hamsterkäufe usw berichtet? Die Bild???? Wenn ich das hier nicht gelesen hätte, wäre das vollkommen an mir vorbei gegangen. Also besser mal nicht so häufig in die Bild schauen und sich dann aufregen, wenn alles anders kommt. So etwas sollten die Intelligenzbestien hier allmählich mal begreifen - oder wann hat die Bild mal recht und übertreibt nicht? :rolleyes:


    Und zum Thema: Hamburg - etwas Schneefall, Elbe etwas vereist. Das wars. So wie es angekündigt war.

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    Original geschrieben von wernerdd
    Zur Fonddiskussion möchte ich folgendes beitragen: Wenn schon, dann nicht x verschiedene Produkte, ein hochwertiges mit relativ flexiblem Management sollte IMHO ausreichen (Ich bin kein Anlageberater!). Meine Wahl bzw. die für unsere Kinder (Sparpläne) ist: http://www.dje.de/de/fonds/factsheet/DE0008478116


    Naja, das Sharpe spricht jetzt aber nicht unbedingt für den Fonds. Da kann man nur hoffen, dass die immerhin noch einen Zinssatz von über 1.75% verwendet haben. Das 3-Jahres-Sharpe ist sogar negativ. Damit hat der Fonds im Vergleich quasi Geld verbrannt.

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    Original geschrieben von raix
    Die ETF und Sparpläne hören sich ganz interessant an.
    Man kauft also Fondsanteile, die sich nach dem Kurs der jeweiligen Indeces richten (also bwsp. Dax). Das heißt, wenn der Dax einen Höhenflug von 30%+ hinlegt, werden meine Fondsanteile dann ebenfalls 30% wertvoller (die Zahlen sind jetzt nur mal so daher genommen). Und da 30% ja schon super sind, kann ich die Anteile sofort verkaufen und habe damit meinen Gewinn gemacht, korrekt so?


    Im Großen und Ganzen: Ja. Du musst allerdings Gebühren usw abziehen. Insofern wirst du wahrscheinlich nicht ganz au die 30% kommen aber sehr nahe. Beachte bei einer Anlage allerdings das Wechselkurs und Rollrisiko - sofern vorhanden. Und lies dir die Verkaufsprospekte ordentlichst durch!


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    Original geschrieben von raix
    Bei den Sparplänen wird ja immer von einer monatlichen Sparrate ausgegangen. Kann man sich da auch direkt mit einer größeren Summe einkaufen und die erstmal drin lassen?


    Ja.


    Bedenke bei deinen Überlegungen aber, dass Zins- und Aktienmarktentwicklung negativ korreliert sind.

    a) es gibt einen Unterschied zwischen "Aktien" und "Trading". Basisliteratur zu Aktien gibt es wie Sand am Meer. Kostolany ist ein guter Einstieg. Wenn es um Trading und Psychologie gibt, gilt es zunächst zwischen Fundamentalanalyse und technischer Analyse zu unterscheiden. Auch hierzu gibt es unendlich viele Bücher. Die Bibel der technischen Analyse ist der Murphy "Technische Analyse der Finanzmärkte. Grundlagen, Strategien, Methoden, Anwendungen ".
    Beim eigentlichen Trading hilft es sicherlich, sich zunächst die erfolgreichen Strategien der Händler anzuschauen. Hierzu sind besonders "Market wizards" von Schwager und "Inside the house of money" von Drobny empfehlenswert. Soll es spezieller werden, nimm die Bibel der Derivate - Hull "Futures, Options and other derivatives".


    b) als Einstieg würde ich auf die populären deutschen Zeitungen und Medien verzichten. Also keine FTD oder so, sondern eher Wall Street Journal, Financial Times, Economist, Business Week usw. Im Fernsehen Bloomberg statt n-tv und CNBC anstatt ARD Börse. Ich würde mich davor hüten, Aktientipps von anderen anzunehmen (sei es hier, Börse Online, oder wo auch immer). Lerne eher vor der Kurve zu denken und starte am besten damit, welche Produkte/Marken/AGs du kennst. Schau dir dazu dein Auto an und überlege, ob du dem Hersteller dein Geld anvertrauen würdest. Du wirst sehen, dass du sehr viel mehr Infors brauchst und wirst dich so in das Thema einarbeiten.


    c) Startkapital hängt von deiner finanziellen Gesamtsituation ab. Normalerweise sollte gerade bei einem Anfänger die Aktienquote in einem Portfolio nicht über 20% liegen. Dieses ist aber auch immer abhängig von der Risikoaversion. Grds besteht ein Spannungsverhältnis zwischen Liquidität, Rentabilität und Risiko. Je risikoreicher einer Anlage, desto höhere Rentabilität weist sie auf. Inofern musst du selbst abschätzen, wieviel du bereits bist zu investieren. Und bedenke, dass du als Eigenkapitalgeber bei einem Aktieninvestment bei einer Insolvenz erst nachrangig bedient wirst. Es hilft wenig, wenn hier eine Zahl geschrieben wird, womit andere angefangen haben, da die Finanzsituation immer unterschiedlich ist. Der eine startet mit 500€, der andere mit 500k€.

    Privater Stromverbrauch macht einen sehr geringen Teil aus. Stromkonzerne kalkulieren viel besser mit den Großkundenpreisen, da nur dort richtig Geld verdient werden kann. Und die Großhandelspreise sind mehr schlecht als recht. Deswegen erhöhen die Konzerne die Preise für Privatkunden, denn dort ist die Nachfrage wesentlich unelastischer als bei Großkunden. Zumal bedeuten steigende Preise nicht, dass auch der Gewinn steigt - schau dir hierzu den Chart von Kohle an.


    Mit der Laufzeitverlängerung ist es auch so eine Sache. Sollte es wirklich so kommen, dass ein Großteil der Gewinne abgeführt werden muss, bringt eine Laufzeitverlängerung auch nicht viel.


    Benzin ist eine ganz andere Sache. a) ist Benzin ein weltweites Gut und kein regionales Gut wie Strom. b) ist Benzin im Gegensatz zu Strom lagerfähig. c) ergeben sich die Gewinne der Konzerne nicht aus einem höheren Benzinpreis, sondern aus einem höheren Ölpreis, der ganz anderen Gesetzen unterliegt als der Strompreis (und vor allem dem privaten Strompreis).


    Schliesslich solltest du bedenken, dass eine Aktie ganz anderen Einflussfaktoren ausgesetzt ist, als ein reines commodity. Bei EON z.B. spricht die hohe Verschuldung gegen ein Engagement. Zudem hängt ständig das politische Damokles-Schwert der Regulierung über den Konzernen.


    Mir persönlich fällt keine Möglichkeit ein, sich gegen den Strompreis zu hedgen. Evtl über eine Korrelation, aber gewiss nicht direkt durch Aktien von Versorgern.

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    Original geschrieben von Smartshopper
    Das mit dem hedgen der energiepreise probiere ich trotzdem mal (ich persönlich traue der aktie auch so noch was zu, außerdem dividendentitel ebenso wie RWE). Auch beim benzin würde ich hedgen, wenn ich viel fahre.


    Wie würdest du dich denn da hedgen?


    Dividendentitel ist klar bei EON, ebenso Antizykliker. Wobei ich aber bei EON nicht auf eine üppige zukündftige Dividende rechnen würde. Mit dem Hedgen des Strompreises macht wie gesagt 0 Sinn.

    EON um (End-)Strompreise zu hedgen wird nicht klappen, da rennen dir die Preise davon. Zumal ich auf die nächsten paar Jahre keine großen Preissteigerungen für den Großkundenstrommarkt erwarte.


    Die Versteigerung von Co2-Zertifikaten ab 2013 drückt auf die Margen, das Netz ist demnächst auch weg. Ziemlich viele Akquisitionen die letzten Jahre. Sehe momentan nicht, wo da der CF herkommen sollte.