Beiträge von autares

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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Im M&A- und Großkundenbereich oder Wealth Managment mögen Kunden die Bindung an spezielle Berater schätzen - da mag der Fall eintreten das Kunden mit den Beratern mitziehen. Aber im Investmentbanking oder anderen Bereichen sicher nicht.


    In welchen anderen Bereichen des IB schätzen die Kunden die Bindung zu ihrem berater denn geringer ein?

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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Bei HFs geht es nicht primär um systemische Risiken. Sondern um Risiken die einfach zu groß werden. Sie sind nicht Erfinder der Produkte, aber wenn eine Bank einen Fehler mach, muss ihn ein HF nicht auch nicht massiv steigern bzw. hebeln.


    Was sind denn Risiken, die zu groß werden, wenn es keine systemischen Risiken sein sollen? Und auch bei deinem Argument gilt: Regulier die Banken, regulierst du HF. Oder willst du bei Gammelfleisch auch alle Einzehändler kontrollieren anstatt einfach bei den Großhändlern anzusetzen?


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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Bestimmte Risiken werden sicher eingegangen weil sie sich auch persönlich auszahlen können. Sonst wäre ein solches Anreizsystem ad absurdum geführt.


    Natürlich gehst du Risiken ein. Niemand geht aber ein Risiko ein nach dem Motto "wenn ich jetzt kaufe, könnte ich einen höheren Bonus bekommen". Du kaufst oder verkaufst aus Überzeugung, nicht wegen deines Bonus.


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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Ernsthaft?


    Denkst du nur weil du keinen Bonus bekommst kannst du Müll verzapfen? Du wirst genauso kontrolliert wie vorher, warum sollte sich das ändern? Du hast also die selbe Verantwortung wie vorher. Und beim x-ten Fehlverhalten fliegst du genauso wie vorher.


    Klar. Da werde ich from Prop zum Execution Trader. Orders ausführen kann jeder. Wenn ich keinen Bonus bekomme, muss ich auch kein Geld verdienen. Da kann ich mich den ganzen Tag zurücklehnen.


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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Und Talent zeigt sich nicht in der Boni-Größe, sondern in deiner Leistung - es hängt also primär von dir ab wie sehr du dich einsetzt oder nicht.


    Deine Leistung spiegelt sich im Bonus wider - neben anderen Faktoren.


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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Und abschließend zur Citi - pervers. Perverser geht es nicht. Statt den Mitarbeitern also echt weniger zu zahlen (wie es so viele Firemen hier und drüben tun), wird das Niveau gehalten und gar abgesichert.


    Was willst du machen, wenn dir die Leute und damit auch die Kunden wegrennen? Ist ein kleines Gefangenendilemma. Hälst du die Leute nicht, wirst du wahrscheinlich demnächst wieder Staatshilfe beantragen können...


    Edit:
    Und zu Lehman: Das kann man tot diskutieren, aber niemand, wirklich niemand hätte damit rechnen können. Das ist ein Black Swan und damit ein trauriger Einzelfall.

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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Aber ausgiebig mit ihnen gehandelt hat, das sicher. Wo keine Nachfrage da auch kein Markt. Es liegt in der Natur des Hedge-Fonds vorhandenes Kapital, ohne dahinter liegende Werte o.ä., auf die schnellst mögliche, sprich auch durchaus moralisch und gesellschaftlich fragwürdigste, Art zu vermehren.


    Nachfrage gab es in keinster Weise von HF. HFs schaffen keine Nachfrage, sie erhöhen höchstens die bestehende Nachfrage. Kein HF der Welt kommt auf die Idee, ein nicht vorhandenes Produkt nachzufragen. Brutstätte sind die Banken. Regulierst du die Banken, regulierst du automatisch die Kunden - in diesem Fall die HF. Kein HF kann ohne die Banken ein systemisches Risiko darstellen. Erst Banken lassen ihn zu diesem werden (s. LTCM).


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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Wie schon gesagt - Kennzahlen spielen sicher eine Rolle, entscheidend sollte aber einzig allein bleiben ob durch den Kollaps eines Unternehmens die Gefahr besteht das eine Branche komplett zusammenbricht bzw. evtl. gar das System an sich.


    Das hat das Naturell und Geschäftsmodell der Banken so an sich, dass sie systemrelevant sind.


    Zitat

    Original geschrieben von DJ Wisdom Das mag in deinem Umfeld der Fall sein, aber ich kann mir nicht vorstellen das man in London & NY im Investmentbanking der div. Häuser nicht gezielt auf den eigenen Bonus schaut. Zumindest die letzten 10 Jahre als alles noch rund lief.


    Natürlich kann ich nur von meinem Umfeld sprechen. Im Handel kann ich dir garantieren, wird keiner eine Entscheidung nur mit Blick auf seinen Bonus treffen. Was die Salesjungs und Vertrieb wieder machen, ist eine ganz andere Geschichte. Da kennt man ja das alte Beispiel mit der LV für die 80jährige Rentnerin oder das Lehman-Zertifikat an den Pensionär :-D


    [QUOTE] Original geschrieben von DJ Wisdom
    Na ja, keine Boni ist natürlich das genaue Gegenteil. Es sollte Anreize geben, ganz klar, nur sollten diese richtig aufgestellt sein - in der Höhe als auch in der zugrunde liegenden Berechnung.


    Und abgesehen davon sollte dir dein Job auch ohne Bonus zumindest einen Teil einfach Spaß machen - hoffe ich jedenfalls für dich ;).


    Wie gesagt: Das was die Citi gerade macht (50% Plus im Base) ist mein absoluter Traum! Niemand fragt dich, wieso du etwas gemacht hast. Niemand beschwert sich, wenn es gegen dich läuft. Niemand stellt deine Kompetenz in Frage. Ich würde es super finden. Allerdings würde damit das gesamte Talent zum Fenster hinausgeworfen werden. Aber egal: Gutes Gehalt und 0 Verantwortung = ein Traum!

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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Warum nicht? Klar, auch sie können positiv auf den Markt wirken, aber bisher haben diese Fälle sicher nicht überwogen :).


    Okay, "warum nicht" ist sicher das Totschlagargument?! Wenn du etwas kontrollieren willst, dann sollten es wohl die Banken sein. Mir ist kein HF bekannt, der Kredite vergeben hätte bzw. sogar etwas verbrieft hätte.



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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Gute und richtige Frage. Sobald der Kollaps eines Unternehmens zu massiven Folgewellen führt, ist es systemrelevant.


    Definiere "Folgewellen". GM? Enron? Lehman? Google: "systemisches Risiko".


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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    So würden auch die ach so wichtigen Top-Talente gezwungen sein, andere Kriterien in Ihre Entscheidungsfindung pro/contra einem Arbeitgeber und auch in ihren täglichen Entscheidungen im Beruf einfließen zu lassen.


    Ich kenne niemanden, der seine täglichen Entscheidungen aufgrund seines Boni trifft.


    Glaub mir, bei uns kam auch kurz das Gerücht auf, dass es keine Boni mehr gibt. Dafür sollte das Grundgehalt um 10% aufgestockt werden. Man, was habe ich mich gefreut! Da würde ich in einem gut bezahlten Job sitzen, ein gutes Gehalt kassieren und könnte den ganzen Tag Däumchen drehen! Zielvorgabe? Fehlanzeige! Negativen Stress an schlechten Tagen? Fehlanzeige! Motivation nach 2 Monaten? Gleich Null!

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    autares: nachhaltig ja. Flexibel ja, wenn es bedeutet, dass eine Partizipation in guten wie in schlechten Jahren möglich ist. Aber warum ohne Begrenzung?


    Weil du dadurch die Produktivität begrenzt.

    Zitat

    Original geschrieben von DJ Wisdom
    - Hedge Fonds kontrollieren
    - Banken kontrollieren und nicht zu groß (systemrelevant, Unwort des Jahres) werden lassen (selbst Ackerman will das)
    - Boni erst nach 3-4 Jahren auszahlen lassen, Höhe festlegen


    Du besitzt aber in einigen Punkten auch eine Lernsresistenz?


    Warum willst du Hedge Fonds kontrollieren?


    Und wann ist jemand systemrelevant?


    Höhe der Boni festlegen zu wollen ist wie Mindestlohn einzuführen. Stattdessen wohl eher ein flexibleres und nachhaltigeres System ohne Begrenzung.

    Neue Wohnung, neue Freundin....ich geniesse mein Leben!


    P.S.: Das von dir verwendete Zitat ist vollkommen aus dem Kontext gerissen. Es ging dabei um den Staatshaushalt der Russen und mit welchem Preis das Öl in diesen eingeht und nicht, ob Öl steigen oder fallen wird.

    Re: Kann nicht "Nein" sagen: Was tun?


    Zitat

    Original geschrieben von hecke
    Ich habe ein Problem, dass mich schon länger sehr stark belastet.


    [...]


    Haltet mich für krank oder gestört, aber das muss einfach ein Ende haben...:(


    Würde bei solchen Aussagen nicht davon ausgehen, dass es höher gehangen wird als es in Wirklichkeit ist. Das muss der TE aber selbst wissen, ob er es nur so geschrieben hat oder ob es wirklich eine Belastung ist.


    rajenske:
    Das ist ja ein nettes Beispiel, es scheint dich aber psychisch nicht zu belasten, "Ja" gesagt zu haben. Und du nennst den anscheinenden Unterschied zwischen dir und dem TE ja selbst:


    Zitat

    Das heißt nicht, dass ich das mit jedem/r oder dauernd machen will. Einfach je nach Situation.


    Was wäre, wenn du wirklich immer "Ja" sagen würdest.


    Wie gesagt, in meinen Augen kann ein Besuch beim Therapeutennie schaden.