Beiträge von autares

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Natürlich geht es AUCH um Leistungsträger. Aber eben nicht nur. So funktioniert kein Unternehmen und auch keine Gesellschaft! Es funktioniert auch nicht ohne, kein Zweifel. Aber die Fixierung auf Leistungsträger allein kann und wird nicht zum Ziel führen.


    Genau. Und 70 Leute von wievielen Mitarbeitern sollen jetzt gehalten werden? Ich finde 70 ausserordentlich gering.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Ja, den lasse ich ziehen. Respektive fördere ihn dahingehend, dass er Zusatzausbildungen bekommt, die ihn in die Lage versetzen, eine andere Position im Unternehmen auszufüllen, mit der er dann mehr verdienen kann. Wenn Leute gefördert werden, dann spricht sich das rum. Dann wollen die guten Kräfte dahin, wo sie wissen, dass man da gefördert wird und vorwärts kommt. Dann findet man auch ziemlich problemlos gute Nachfolger. Klar, dass die den Vorgänger nicht direkt 1:1 ersetzen können, aber ich denke nicht in Quartalen...und was soll ich mit einem unzufriedenen Mitarbeiter? Der wird seinen Job nicht so machen, wie ich mir das vorstelle. Ich war ja selber mal in der Situation, irgendwann kommt man eben nicht mehr vorwärts an dem Ort, wo man ist, dann muss man wechseln.


    Und jetzt nimm du mir das nicht böse, aber wenn die gesamte Dreba so denkt, ist es kein Wunder, dass Ihr da steht, wo Ihr steht. Ich halte nichts von überzogenen Boni, denke auch, dass es einen Cap geben sollte. Aber so wie du gerade schreibst, bist du in einer Bank vollkommen fehl am Platze. Mag sein, weil du in einer Filiale arbeitest. Sobald du in der Hierachie etwas höher bist, wirst du mit deiner Argumentation nicht weiter kommen. Nein, das liegt nicht am System, das liegt an einer leistungsbezogenen Bezahlung.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Und ganz ehrlich: mein eigener Bonus ist für mich eine schöne Sache, wenn ich ihn bekomme. Aber danach richte ich nicht mein Handeln aus. Ich werde mit meiner Filiale im Ranking lieber konstant relativ weit oben geführt, als einmal für nen Sonderbonus Platz eins zu erreichen und dann irgendwann abzuschmieren, weil ich die Leute zu sehr gepusht habe...Nachhaltigkeit, Kontinuität sind auch hier die Zauberworte.


    Das tust du doch. Du willst weiterhin fähige Mitarbeiter haben. Spielen wir das Spiel mal weiter: da deine Filiale so konstant oben im Ranking ist, will das gesamte Team wechseln. Was machst du nun?



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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Unabhängig von dem, was Du bringst oder geknüpft an weitere Bedingungen?


    Muss Gewinne machen. Wie hoch ist egal.



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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Deine Aussage war, dass die Fixgehälter "gerade einmal zum Überleben" reichen. Tut mir leid, aber auch in London kann man mit 60-70 k GBP ein Leben führen


    Ich habe von Fixgehältern in London gesprochen! Mir ist klar, dass man mit 100k€ sehr gut in Schwerin leben kann....und mit 65k hast du ziemliche Probleme in London.




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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Die Boni nicht, aber die Provision, die er erhalten hat. Die Boni eines Beraters in meinem Team knüpfe ich nicht an einzelne Verträge und Zahlen. Da gehört viel mehr zu. Einzelne Storni werden immer wieder mal vorkommen. Wenn aber sich herausstellt, dass ein Berater irrsinnige Abschlüsse hat, aber auch irrsinnige Stornoquoten, dann werde ich da sicher auch eingreifen.


    Wie setzt sich denn dann ein Boni zusammen, wenn es zusätzlich noch Provision gibt. Der muss also bereits gezahlte Provisionen zurückzahlen? Da würde ich gerne mal die Rechtsprechung zu hören, aber gut.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Neinnein, die Händler sind alle ganz unschuldige Menschen, die eigentlich absolut bemitleidenswert sind. Schlecht bezahlt, nur Erfüllungsgehilfen für die Sales-Leute, kein eigener Wille, im Grunde die Sklaven der Neuzeit. Versteh ich das richtig?


    Nein. Ich sage nur, dass sie nicht das Übel an der Misere sind. Das sind und bleiben die Vertriebsleute. Noch einmal: Wer hat den ganzen Leuten denn CDOs verkauft? Wer hat denn den Gemeinden solche Dinge angedreht und dafür Provisonen kassiert? Händler waren das bestimmt nicht...



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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Warum verteidigst Du dieses System so sehr?


    a) ich verteidige, weil Händler nur an den Zahlen gemessen werden können. Am Ende des Jahres siehst du schwarz auf weiss, was ich verdient habe - und das kann jeder im Unternehmen.
    b) glaube mir, dass ganze System zu ändern will und brauch es auch gar nicht. Im Endeffekt braucht man nur den Vertrieb einzuschränken...

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Siehst Du, da liegt der Fehler in Deiner Betrachtung, es geht eben um viel mehr als nur um die Leistungsträger! Auch wenn diese denken, es drehe sich alles nur um sie...ich weiß, ich wiederhole mich, aber das IB ist nicht der Nabel der Welt.


    Sorry, aber so eine Aussage ist doch lächerlich. Natürlich geht es um die Leistungsträger. das fängt in der Schule an, setzt sich im Studium fort und geht im Berufsleben weiter. Es ist immer nur eine Frage, wie du den Rahmen setzt. Dieser muss natürlich enger gesetzt werden als bisher, es geht aber dennoch darum, Spitzenkräfte zu halten.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Und? Gibt es eine Bank, die deswegen pleite gegangen ist? Das Leben geht weiter, niemand ist unersetzlich!


    Sorry, aber das nehme ich dir nun echt nicht ab. Beschränken wir uns mal auf deinen Kosmos: In deiner Filiale gibt es einen, der verkauft wie Gott. Der schlägt seine Ziele im jahr um 100%. Der macht 50% deiner Ziele in der Filiale aus. Nun kommt derjenige und sagt, dass er unzufrieden ist. Den lässt du ziehen? Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, denn auch dein Bonus und Zielerfüllung hängt davon ab.

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Was begrenzt der Handel denn? Bisher habe ich Deine Postings so verstanden, dass der Handel eigentlich nur ausführendes Organ ist und keine eigenen Entscheidungen trifft. Wie kann man denn da etwas begrenzen? Ein wenig widersprüchlich, findest Du nicht?


    Das Risk management begrenzt den Handel! Natürlich trifft der Handel eigene Entscheidungen, diese finden aber ihre Grenzen im Risk management - wie bereits mehrfach erwähnt.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Wenn ich Geld dafür bekomme, ohne dass ich dafür bisher einen Handschlag tun musste, dann finde ich das extrem fragwürdig. Wenn ich keine goldenen Löffel klaue, dann werde ich zumindest die Antrittsprämie behalten können. Wie lange ich mich dann im Unternehmen halten kann, wird sich zeigen, ist aber ja erstmal egal, denn von dem Geld kann man ja auch schon mal ne nette Zeit leben.


    Die Antrittsprämie ist natürlich an etwas gebunden! Mein Gott, einige hier scheinen echt ein vollkommen verdrehtes Bild zu haben. Ich bekomme meine Antrittsprämie z.B. erst nach einem Jahr!


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Mir kommen gleich die Tränen...das ist wirklich hart, mit so wenig Geld auskommen zu müssen. Vielleicht solltest Du mal einen Schritt in die Realität ausserhalb der offenbar closed society IB machen...von 60-70 Tausend GBP (!) (wir reden also über TEUR 73-85 ca!)


    Ja, und ich habe von London gesprochen!



    Im handel ist es so. Mehr habe ich nie behauptet. Im Sales ist es leider auch so. deswegen stehen wir jetzt da, wo wir sind. Alle Sales Leute sind nur auf den schnellen Profit aus. Verkaufen, Prämie einsacken, nächstes Opfer suchen. Wer hat denn bitte den ganzen gemeinden, GM, HRE usw. CDOs v erkauft? das waren bestimmt keine Händler....

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    Original geschrieben von BigBlue007
    Da kommen einem ja wirklich die Tränen. Also ich würde keinen Job mit einem Fixgehalt auf Hartz4-Niveau (und um nichts anderes kann es sich ja hierbei handeln, oder?) machen wollen.


    *kopfschüttel*


    Du bekommst als Senior Trader in London 60k-70k GBP fix.

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Wie gesagt, im Gesamtergebnis stünden wir ohne das IB in den letzten Jahren vermutlich deutlich besser da. Wie hat denn die Commerzbank es geschafft, sich an uns vorbei zu schieben. Sie haben sich auf das konzentriert, was sie brauchen und können und sich nicht laufend verzockt.


    Das mag ja auf die Gesamtheit zutreffen, hier geht es aber um einzelne Leute, um die Leistungsträger!


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Wenn ein Top-Sales Mann geht, bricht sicher nicht die ganze Bank zusammen. Wer ein Unternehmen so konstruiert, dass er sich von einzelnen Mitarbeitern abhängig macht, der muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Auch wenn das Selbstbewusstsein manches IB vermutlich genauso aussieht, dass ohne ihn nichts geht...


    Nicht von einzelnen Leuten, aber von Teams. Ich habe schon merhfach gesehen, wie ganze Teams abgeworben wurden. Da stand die Bank auf einmal ohne Utilities Team da. Und gewinnbringende Teams werden natürlich versucht zu halten.

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Sales ist aber auch Part des IB, das besteht nicht allein aus Händlern...und Vertrieb der die Angst nicht kennt bzw. das Risiko nicht kennt / kennen will, wird auf Dauer scheitern. Auch das ein Grund der derzeitigen Krise...im IB, in der Unternehmensführung, im Retailgeschäft...auch hier muß dringend ein Umdenken einsetzen und zwar schnell!


    Wovor hat denn Sales Angst? Dass sie den Job verlieren. Aber das spürt jeder. Sales kennt keine Angst, weil sie nicht verlieren können. Sie mögen ihre Ziele verfehlen und bei einer 0 enden, sie können aber nicht -1m€ machen. Das ist der große Unterschied, der Sales viel eher dazu verleitet, zu große Risiken einzugehen. Begrenzt das Risk Management etwas? Nein. Im Gegensatz zum Handel.



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    Original geschrieben von Erik Meijer
    ich kenn sie nicht. Aber ich finde weder Antrittsprämien noch Abfindungen okay. Das verleitet alles nur dazu, das eigentliche Geschäft nicht mehr ganz so wichtig zu nehmen. Wenn man fliegt, geht man woanders hin und kassiert halt eine Antrittsprämie...so what, man fällt doch relativ weich...dann ist auch der Anreiz, vernünftig zu arbeiten, nicht wirklich gegeben...schneller Profit ist dann wichtig, Maximierung desselben...


    Wenn du fliegst, erhälst du wohl kaum eine Antrittsprämie. Die kriegst du nur, wenn du abgeworben wirst. Und wieso sollte sie dazu verleiten, das Geschäft nicht mehr so wichtig zu nehmen?


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Wenn es Dir nicht möglich ist, dann habt Ihr ein gutes Risk Management. Bei der Sociéte Genérale sah es anders aus ;)


    SG ist genauso wie Nick Leeson ein Sonderfall.



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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Wenn die Gesamtsituation des Unternehmens es erlaubt, den Leuten entsprechende Boni zahlen. Schreibt das Unternehmen dicke Verluste: Pech, Nullrunde. Dafür hat man ja entsprechend höhere Fixgehälter in den jeweiligen Bereichen...


    Falsch! Die Figehälter reichen gerade einmal zum überleben. Und was machst du, wenn dein Team so sauer ist, dass es geht?



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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Was willst Du mir damit sagen?


    Sales - also auch du - wird nach Umsatz bewertet. Lebensversicherung über 200k, Aktien im Wert von 100k....alles Umsätze nach denen Ihr bewertet werden. Ob diese Verträge nach 1 Monat gekündigt werden, dass wird kaum bewertet.
    Ich kenne keinen Händler, der nach Umsatz bezahlt wird. Euer Mehrwert ist wesentlich schwerer zu erkennen als der eines Händlers. Da steht eine Zahl, schwarz auf weiss, an der du gemessen wirst.

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    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    a) wieso? Die Produkte sind "transparent", ist ja nicht so, dass etwas verborgen ist, nur enorm komplex


    Weil du aufsichtsrechtlich eine strikte Trennung der Handelsabteilungen betreiben musst.


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    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    b) Offensichtlich genug, dass sich der Chef ein paar Stunden pro Monat Zeit dafür nahm


    Und in den paar Stunden pro Monat hat er ein neues Produkt "konstruiert"? Oder war der eher bei Meetings dabei, in denen die Handelbarkeit des Produkts besprochen wurde? Macht nämlich mehr Sinn, wenn "der Chef" dabei ist. Der wird aber kaum das Produkt konstruiert haben


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    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    c) Ein Team von Händlern, aber alle auch mit Eigenhandel beschäftigt


    Sorry, aber entweder machst du Prop oder Flow. Du meinst wahrscheinlich, dass sie Positionen in ihr Buch genommen haben? Das ist dann aber noch lange nicht ein Prop Desk bzw. Prop Händler.

    @ voodoo:


    Kann ich mir schwerlich vorstllen.


    a) geht es aus compliance und aufsichtsrechtlichen Gründen kaum
    b) hat ein Händler kaum dafür Zeit
    c) kann ich mir scherlich vorstellen, dass so etwas im Prop Buch stattfindet - ausser aus Hedging-Gründen. Kann es sein, dass dort ein Team von Händlern, Sales und Strukkis arbeitet?

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Ein Bonus kommt imho per Wortsinn "on top". 13 Gehälter umzuverteilen und dann von Boni zu sprechen ist Augenwischerei.


    Bonus ist eine Sonderzahlung, die sich im IB maßgeblich an dem misst, was du dem Unternehmen eingebracht hast. Diese Boni sind normalerweise begrenzt und werden in % vom Gewinn berechnet. hast du auf deiner PnL +100, kriegst du davon 10% ab.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Indem man das ganze System umstellt. Nicht mehr den kurzfristigen Erfolg in den Vordergrund stellt. Sondern langfristigen, nachhaltigen...Erfolg nicht alleine in Euro definiert...


    Es geht nicht darum, was man in der Zukunft ändern sollte. Mir ging es darum, dass wie das von dir dargestellte mit dem jetzigen System vereinbar ist - also das IBler trotz mehrmaligen Verlust eine Prämie bekommen. Dem ist nicht so.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    D.h. wir müssen den mindestens 70 Leuten, die diese 400 Mio. bekommen dankbar sein, weil unsere Ergebnisse sonst noch viel schlechter ausgefallen wären? 1/3 der 400 Mio sind Halteprämien, nur damit die Leute an Bord bleiben. Also noch nicht einmal ein Bonus...


    Ja, müsst Ihr auch. Hätten die Leute einen Verlust erbracht, sähe es noch dunkler aus. Natürlich sind das Halteprämien und die sind wahrscheinlich sogar angebracht. Verschwindet ein Top-Sales Mann mit seinen 20 Kunden, möchte ich mal sehen, wie Ihr Euch halten wollt.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Es gibt keine Abteilung, die allein verantwortlich ist. Aber IB hat nunmal - und ich wiederhole das gerne - nicht nur in der jetzigen Krise ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Dreba da steht, wo sie jetzt steht. IB hat nicht allein die Finanzkrise zu verantworten, völlig klar.


    Doch, die gibt es imho - Sales. Sales ist anders als Händler. Du siehst entweder eine 0 oder aber einen Gewinn. Wie dieser Gewinn zustande kommt, ob du lügst und betrügst kannst du so gut wie nie erkenne. Vetrieb ist die schlimmste Gattung - denn sie kennt im gegensatz zu einem Händler nur die Gier, aber nie die Angst!


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Das ist richtig und ok so. Beantwortet aber nicht die Frage, ob im IB nicht noch Abfindungen gezahlt werden, wenn man gefeuert wird...


    Wäre mir neu. Ich kenne Antrittsprämien, aber keine Abfindungen. Ausser halt auf Vorstandsebene. Dies ist dann aber in anderen Branchen ebenso - meine Meinung dazu sollte bekannt sein.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    und die Frage wäre, wie man denn arbeitet, wenn man an Gewinnen exorbitant beteiligt würde, bei Verlusten aber nicht seinen Job verliert, dafür aber eben auch finanziell am Verlust partizipieren müsste...


    das ist eine Frage des Risiko- bzw. Money Managements. Ich kann hier auch nur in einem bestimmten Rahmen handeln. Demnach ist es mir überhaupt nicht möglich, das Unternehmen in Schieflage zu bringen. Die salesforce dagegen, die kennt keine Limite und kein Risiko.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Eingebracht = unterm Strich übrig geblieben? Oder eingebracht = reingeholter Umsatz?


    Eingebracht bedeutet in deiner PnL. Ich sehe jeden Morgen, was ich verdient habe - abzüglich der Fixkosten wie Fees, Zinsen usw. Also: Diese 20 Leute haben dem Unternehmen 15m€ pro person erbracht. Was machst du?


    P.S.: "Umsatz"? Da sind wir wieder bei der Salesforce....merkst du es allmählich? ;)

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Wenn Du die Auszahlung von etwas, auf das man unfreiwillig verzichtet hat, als Bonus betrachtest...ich sehe das anders. Je nach Ranking der Filiale kann auch weniger ankommen als das, was der einzelne Mitarbeiter in den Topf eingezahlt hat.


    Das ist bei Boni sowieso der Fall. Würde mich wundern, wenn jemand einen 100% Boni bekommt.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Wenn Du Gewinne machst, Deine beiden Kollegen Verlust, Du bekommst Dein Standardgehalt und Deine Kollegen laufend Halteprämien und sonstige Boni und das über Jahre, was würdest Du dann denken?


    So etwas passiert im IB eben nicht - ich denke, da denken hier einige falsch. Du gibst selber zu, dass IB hire and fire ist. Wie soll dann das von dir dargestellte Prozedere funktionieren? Und dann noch über Jahre?


    Löst Euch von dem Gedanken, dass Leute Boni bekommen, die nur Verluste erbracht haben. Dem wird in den aller-, aller-, allerseltensten Fall so sein.

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Ich habe ja auch nicht abgestritten, dass das so ist. Ich habe explizit erwähnt, dass auch die Berater an der - meinetwegen nennen wir es Filialfront - ihren Teil dazu beigetragen haben. Es kommt mir aber bei Deinen Postings so vor, als würdest Du jedwede Verantwortung des IB in der jetzigen Krise abstreiten wollen. Und das ist falsch. Und was speziell DKIB angeht, besteht das Problem nicht erst seit der Finanzkrise...


    Du weisst aber schon, dass IB eine Flotte Sales Leute beschäftigt? Natürlich hat das IB Schuld, habe ich auch nie bestritten. Ich betreite nur, dass Händler verantwortlich sind. Es sind deine Kollegen der Sales Force des Inst Sales, die alles angerichtet haben.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Dafür hast Du vorher aber auch exorbitant verdient. Chance und Risiko...wenn das so ist, ok. Ist ein Jobverlust mit einer Abfindung verbunden? Mir ist klar, dass IB auch Hire und Fire ist, aber m.E. mit entsprechenden Risikoaufschlägen beim Gehalt. Davon kann beim Filialleiter und erst Recht nicht bei den Beratern keine Rede sein.


    Ja, deswegen hat der Filialleiter und der Beerater in der Bank auch einen sichereren Job als der IBler - das von dir erwähnte Chance-/Risikoprofil! Wenn ich täglich gefeuert werden kann, möchte ich auch exorbitant verdienen.



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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Ein Filialleiter, der laufend Verluste produziert, wird sich nicht lange halten können, ebenso wie ein Berater, der nichts auf dem Kasten hat, seinen Job lange ausüben wird. Ich habe aber noch keinen Filialleiter oder Berater gesehen, dem man eine Halteprämie angeboten hat, gerade jetzt in der Krise.


    Ich verstehe deine Argumentation nicht so ganz? Ein IBler, der laufend Verluste produziert fliegt viel, viel früher als ein Filialleiter? Und noch einmal: Wenn ich dem unternehmen 10m€ eingebracht habe, sollte es klar sein, dass das Unternehmen versucht die zu halten - als cash cow.



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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Nochmal zur Verinnerlichung: Die DreBa hat 2,4 Mrd. € (!) in den ersten 9 Monaten verloren. Da jetzt 400 Mil. € Boni an einen kleinen Teil der Belegschaft auszuschütten halte ich durchaus eine Aufregung wert.


    Nehmen wir mal an, 20 Leute im Commodities Bereich haben dem Unternehmen 300m€ eingebracht. Was machst du dann?