ZitatOriginal geschrieben von Printus
Das ist die generell nach jeder Katastrophe vorgebrachte Entschuldigung für frühere Versäumnisse, die aber nicht akzeptabel ist. Es wird von zuständigen Stellem IMMER gesagt daß man mit der jeweiligen Größenordnung nicht habe rechnen können.
In meinen Augen ist das aber legitim, zumindest in diesem Fall. Und um ehrlich zu sein, ist Andrew doch ein Witz gegen Katrina.
Ferner gibt es so viele Gegenden, in denen der Mensch siedelt, obwohl es besser für ihn wäre, dort nicht zu siedeln. Natürlich gab es Warnungen in NO, schon seit Jahren. Doch Warnungen und Auguren, die das schlimmste prophezeihen gibt es immer. Wenn man alle einigermaßen realen Bedrohungen wirklich ernst nehmen würde, dann müsste man u.a. folgendes tun:
- halb Florida evakuieren (Hurrikangefahr)
- ganz Kalifornien umsiedeln (Erdbebengefahr)
- Japan evakuieren (Erdbeben-, Taifun- und Tsunamigefahr)
- Niederlande umsiedeln (Überschwemmungsgefahr)
- .....
Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass man sich gegen all diese Maßnahmen schützen kann, z.B. durch Bau erbebensicherer Bauten in Kalifornien und Japan, durch hohe Dämme in den Niederlanden etc. Doch all diese Maßnahmen stoßen irgendwann an ihre Grenze der Belastbarkeit. Da kommt halt ein noch größeres Erdbeben als alle bisher dagewesenen, da zieht ein größerer Sturm als alle bisher dagewesenden über die Niederlande usw.
Es ist immer eine Frage, welche Versäumnisse du bei welcher Katastrophe entschuldigen willst. Ich bin mir ferner sicher, dass es in Deutschland ebenso ein Chaos geben würde. Wenn ich mich an Eschede erinnere, da klappte rein gar nichts - zu wenig Krankenwagen, zu wenig Blutkonserven, zu wenig Fachmänner, zu wenig Psychologen.
Und noch eines zum Auftreten von Bush in den Krisengebieten und dass das eine typische amerkianische Show war: Ich erinnere mich dunkel an einen Bundeskanzler, der damals wie ein Held zur Oder-Flut kam und dort mächtig Wahlkampf betrieben hat....
cheers,
autares