Dass die EZB mit ihrer Politik dafür sorgt, dass in riskantere Anlagen umgeschichtet wird, hat keiner bestritten. "Riskantere" Anlagen bedeutet aber nicht, dass man in einen Genussschein von 8% investieren muss. Da spielt die Gier wohl einer wesentlich größere Rolle als die Niedrigzinspolitik, oder nicht?
Beiträge von autares
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Ich rede nicht von höheren Zinsen, sondern von niedrigeren Zinsen bei Prokon. Warum sollte Prokon weiter 8% bieten, wenn Griechenland weniger zahlen muss? Das hat nichts mit Theorie zu tun, sondern mit dem Marktmodell. Bei 8% ggü einem Marktzins von 2% haben wir es entweder mit einer extrem riskanten Anlage zu tun oder aber mit einem fragwürdigen Geschäftsmodell.
Nehmen wir mal an, eine Bank würde heute einen Zinssatz von 6% auf Festgeld bieten. Würden da bei dir nicht die Alarmglocken läuten?
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Aha. Prokon hätte also evtl höhere Zinsen geboten. Sollte es da nicht verwundern, so wie hier ein anderer User bereits geschrieen hat, dass die EZB die Zinsen bei 0% hat, Prokon aber weiter bei 8% anbietet? Wenn selbst eine griechische Anleihe inzwischen bei 6.5% verzinst? Wäre es nicht logisch gewesen, dass bei einem allgemein sinkenden Zinsniveau auch das Zinsniveau von Prokon hätte sinken müssen?
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Du wirkst in deinen Gedankengängen sehr unflexibel. Du gehst nicht auf Einwände und Fragen der Diskutierenden ein. Springst immer wieder zum Thema EZB zurück.
Lass mich eine Frage stellen: wäre Prokon nicht in dieser Lage, wenn wir ein Zinsniveau von 5% hätten?
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Boah....darf ich fragen, wie alt du bist?
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Wolf of Wall Street
5/10Etwas langatmig. Die erste Hälfte recht unterhaltsam, die zweite Hälfte viel zu lang. Hält sich leider nicht immer an die Vorlage. Bin mir aber nicht sicher, wieviele Leute das Buch gelesen und damit die wahre Geschichte wirklich kennen. Und ob diese Leute dann immer noch so lachen würden.
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Dann solltest du dir noch einmal den Threadtitel durchlesen. Es geht hier nicht um die EZB und auch nicht um Politik. Du warst hier der erste, der diesen Zusammenhang aufzeichnen wollte.
Es geht hier darum, dass eine 8% Anleihe solch ein Risiko birgt, dass höher eingeschätzt wird als das Griechenlands. Dass jeder Anleger mal kurz in sich gehen sollte und sich fragen, wie das angehen kann. Solch eine Fehleinschätzng und Verdrängung des Risikos hat nichts mit EZB oder ähnlichem zu tun, sondern mit reiner Profigier. Dass das nun schief geht, hat alleine Prokon zu verantworten und die Anleger müssen sich nicht wundern, dass sie leer ausgehen.
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Richtig. Aber das soll als Grund herhalten, dass man in Prokon investiert? Nochmal: zwischen 0% und 8% liegen ein paar Prozente...
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Kann jeder und will jeder. Ist aber Realitätsverweigerung

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Zitat
Original geschrieben von bernbayer
Ob man immer gut beraten ist, wenn man sich bei der Geldanlage auf die Ratschläge seines Bankberaters verläßt, da muß man zumindest ein großes Fragezeichen setzen. Viele Geldinstitute haben sich bei der Anlage-Beratung ihrer Kunden in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert.Und genau deshalb sollte der Anleger sich informieren und einarbeiten. Dass er das nicht macht, ist uns allen wohl klar. Deshalb, und zwar nur deshalb, können Läden wie Prokon existieren. Das hat nichts mit der EZB o.a. zu tun. Warum kauft denn keiner die 6.5% Griechenlandanleihe?
Zitat
Das ist zwar prinzipell richtig, aber das ganze muß halt in einem vernünftigen Verhältniss stehen. Dies ist zur Zeit nicht der Fall. Einlage-Zinsen müssen doch mindestens so hoch sein, daß zumindest die Inflations-Rate ausgeglichen wird und kein Vermögensverlust eintritt.Das sagt wer? Wer sagt, dass die Zinsen die Inflation decken müssen? Hab ich da ein Gesetz übersehen? Du scheinst etwas in der Vergangenheit zu leben. Wer hat dir eigentlich versprochen, dass dein Guthaben auf ewig verzinst einen realen Gewinn abwerfen muss?