Beiträge von autares

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    Original geschrieben von galahad13
    Damit subventioniere ich keinen Hersteller. Das dieses Prinzip funktioniert haben Japan, die USA und Europa vor der sinnlosen Globalisierungswelle schon oft genug bewiesen.
    Richtige Handelsschranken können nämlich Binnenmärkte schützen und auch innerhalb dieser Märkte, solange sie groß genug sind, funktionieren die Preis- und Marktmechanismen.


    Du übersiehst dabei den globalen Zusammenhang: Richten wir Strafzölle ein, werden auch die anderen Strafzölle einrichten. Deswegen gibt es sowas wie die WTO. Zu der Wirkung von Strafzöllen gibt es viel Literatur, und es ist unbestritten, dass solche Zölle und Quoten in 90% der Fälle sich positiv für die Produzenten, aber negativ auf den Konsumenten auswirken. Gesamtwirktschaftlich sind sollte Quoten zudem immer negativ. Und somit haben wir es hier wohl kaum mit einen funktionierendem Marktmechanismus zu tun.


    greetz,
    autares

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    Original geschrieben von Hector
    Bist wohl in ner Stasi Familie aufgewachsen...? IM iMac entgeht aber auch gar nichts...


    Und du bleibst erstmal locker? Es ist gegen TT-Regeln....


    greetz,
    autares

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    Original geschrieben von BlindGuardian
    Ja, aber warum bricht die Nachfrage weg? Weil in D produziert wird?! Nie und nimmer. Letztendlich macht ein VW doch nur was her, wenn er in Deutschland produziert wurde und nicht in China, Tschechien oder sonstwo. Es soll ja schließlich Deutsche Arbeit sein!
    Die Löhne sind im Ausland billiger, das ist mir sehr wohl klar, aber ist es das worauf immer geachtet werden sollte... ich denke nicht?


    Die Nachfrage bricht weg, weil es in Deutschland keine Arbeitsplätze gibt, was wiederum daran liegt, dass zuviel Produktion und zuwenige Forschung/Dienstleistungen in Deutschland betrieben werden. Du wirst es einem Deutsche Bank Kunden nicht zumuten können, dass er sich von einem Chinesen per Videokonferenz beraten lässt. Du wirst es nicht verantworten können, dass ein ungebildeter Chinese in einem Labor der Stammzellenforschung nachgeht. Deutschland zeichnet(e) es aus, dass es hochwertige Arbeitskräfte hervorbringt, d.h. "die großen Denker". All das bricht weg, wenn R&D nicht stärker gefördert. Deutschland ist und kann nicht länger Arbeiterstaat sein.


    Und ein Unternehmen wird immer dorthin gehen, wo es am billigsten produzieren kann. Das ist Markwirtschaft. Der einzige Grund, dass Siemens & Co. hier überhaupt noch produzieren ist aus Loyalität und Imagegründen. Aber in 3-5 Jahren werden die auch weg sein, weil es einfach zu teuer ist, in Deutschland zu produzieren. Und am Ende muss der Vorstand immer an die Rendite denken, nicht an heimische Arbeitsplätze!


    Und wiederum, dein "Deutsch-Denken" (nicht böse gemeint) trifft auf dich zu, aber nicht auf die Mehrheit. Die Mehrheit lockst du im Moment nur über den Preis (Aldi & Co. machen es vor!).



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    Original geschrieben von BlindGuardian
    Ich stelle mir das vielleicht alles ein bisschen leicht vor, aber Deutschland ist in meinen Augen immer ein "starkes" Land gewesen, dass sich seinen Namen seit WW II. richtig verdienen musste.
    Und das haben wir doch gut gemacht über die Jahre.


    Genau, aber sorry, genau so denken nämlich die meisten. Und deswegen denken auch die meisten, dass es irgendwann wieder so kommen wird, man muss nur lange genug warten und dann kommt jemand, der alles gut werden lässt. Aber so ist es nicht. Deswegen müssen (!) Reformen her, denn so wie wir es vor 40 Jahren gemacht haben, geht es heute einfach nicht mehr. Das muss jeder erkennen!




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    Original geschrieben von BlindGuardian Ja, ein Chinese kann für Deutschland billiger ein Produkt entwickeln. Aber der Arbeitsplatz ist in China, nicht in Deutschland, oder?
    Und was bringt uns das? Klar...das Unternehmen zahlt weniger für die Entwicklung und Forschung! Man kann dadurch zwar nur ein paar Arbeitsplätze schaffen, aber es ist wenigstens etwas. Frag doch mal die ganzen Arbeitslosen...
    Wenn wenigstens Deutsche im Ausland arbeiten könnten, für ein deutsches Unternehmen. Das sind dann 2 von 100.000, weil die Ausländer für weniger Geld arbeiten und zufrieden sind. Das ist doch sch*** ³.


    Denke an den Unternehmer, nicht an die Gesellschaft! Du gehst dahin, wo du am günstigesten produzieren kannst. Kannst du günstiger produzieren, kannst du günstiger anbieten, kannst also mehr absetzen. Ja, das ist zwar sch***. aber dann erzähl mal einem deutschen Arbeitlosen, dass er entweder für €3/Std. arbeiten soll (was er aufgrund der Lebenshaltungskosten nicht machen wird) oder aber, dass er nach China ziehen muss (was er noch weniger machen wird).


    So einfach, wie es sein könnte und häufig aussieht, ist es dann (leider) doch nicht ;)


    greetz,
    autares

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    Original geschrieben von BlindGuardian
    Es ist doch wirklich so, dass unserer Jugend nicht mehr weiß, was sie in der Zukunft machen soll! Deswegen wird Abi gemacht und dann wird erstmal studiert. Kann ja sein, dass irgendwelche Studien dagegen sprechen.
    Aber IMHO ist es so, dass in der Praxis die meisten Jugendlichen studieren wollen, oder bereits studieren...


    Wie gesagt, da kannst du gerne Studien zu lesen. Der Anteil der Studierenden ist rückläufig. Auch aus dem Grunde, dass viele Jugendliche lieber erst eine Lehre machen wollen, um so ein bisschen Geld zu verdienen.



    Entschuldige, aber du willst doch nicht ernsthaft behaupten, Deutschland würde seit jahrzehnten für Aufschwung stehen? In den 60igern mag das so gewesen sein, aber spätestens seit den 80igern geht es fast kontinuierlich bergab. Du nennst die Autoindustrie. Aber seien wir doch mal ehrlich: Es ist und war immer DAS Aushängeschild. Es ist aber inzwischen auch das einzige Aushängeschild. Und das auch nur, weil es auf Qualität setzt. Die Japaner haben uns inzwischen bezüglich Fertigung und Preise weit überholt.
    Es läuft bei den Herstellern nicht, weil sie im Ausland produzieren? Entschuldige, aber es läuft bei den Herstellern nicht, weil die Nachfrage wegbricht, wenig Forschung betrieben wird, und WEIL sie noch in D produzieren (die Kämpfe bei DB und VW sind doch ein exzellentes Beispiel dafür).


    Und Grundig? Grundig wickelt gerade die Insolvenz ab. Krups? Längst von der Groupe SEB aufgekauft. Blaupunkt mag eines der wenigen letzten Unternehmen sein. Ebenso Miele und einige anderen Nischenanbieter.


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    Original geschrieben von BlindGuardian
    Also ich finde schon, dass Deutschland genug für Forschung und Technik investiert. Die Investitionen sollten eher in Richtung Arbeitsplatzschaffung gehen.
    Diese Dinge liegen ja auch nicht unbedingt an der Regierung, sondern an den einzelnen Unternehmen. Jedes Unternehmen muss wissen, ob es in die Forschung investiert, oder lieber Arbeitsplätze schafft und in Personal seine Hoffnungen steckt... Die Technik kann auch nur so gut sein, wie das Personal sie entwickelt!


    Auch hierzu gibt es Stuiden, dass Deutschland im Schnitt sehr wenig in die Forschung investiert. Und du machst den Fehler, dass du davon ausgehst, dass Forschung nur in einem geringen Umfang Arbeitsplätze schafft. Dies ist aber nicht so (wie am Bsp. Irland erkennbar). Und die Technik kann nur so gut sein, wie das "weltweite" personal sie entwickelt. Wo es entwickelt wird, ist letzendlich egal, denn ein Chinese kann dies genauso, und dabei billiger, als ein Deutscher. Dahin gegen hat ein Chinese (momentan) noch nicht die Möglichkeit, eigene Innovationen zu entwickeln und intensiv zu forschen!


    Zitat

    Original geschrieben von BlindGuardian
    Deswegen würde ich jeden von euch bitten nicht immer nur auf billige Ware zu achten, die aus China kommt. Klar liebäugel ich auch immer mit den Preisen.
    Aber selbst wenn ich 50 € mehr investieren muss für eine Kaffeemaschine, weil sie aus Deutschland kommt. Ich rette damit unsere Wirtschaft.
    In dieser Hinsicht sind wir m. E. eh alle zu sehr "Egoist"!


    Da magst du einen Wunsch haben, den du besser nicht an einen Normalverdiener mit Familie richten solltest. Wer Geld hat, der kauft sich einen MB, wer wenig Geld hat, der kauft sich einen Nissan (Bsp.!). Mir wäre es auch lieber, wir würden nur deutsche Produkte kaufen, aber wenn ich einen neuen Kühlschrank kaufen muss, der von Miele €1200 kostet oder einen, der aus China kommt und €600 kostet, dann nehme ich den aus China. Und im Endeffekt ist es egal, woher er kommt, Hauptsache ist, dass man überhaupt konsumiert. Denn unserer Wirtschaft geht es nur so schlecht, weil eben kaum einer konsumiert!


    greetz,
    autares


    Das siehst du leider falsch. Im OSZE Schnitt hat Deutschland sehr wenig Studenten und die Zahl nimmt sogar ab! Man kann nicht weniger auf die Forschung setzen aus genau den oben genannten Argumenten. Deutschland ist für einen Produktionsstandort nicht profitabel! Da kannst du auch die häufig genannten Lohnnebenkosten auf 1 drücken, die Chinesen werden aufgrund des niedrigeren Reallohns immer günstiger sein! Überleg doch einmal: Herstellungsmaterial nach China zu schaffen, es dort fertigen lassen und es wieder zurürck zu verschiffen ist immer nöch günstiger, als in deutschland zu produzieren. Deutschland hat heutzutage leider kaum innovative Produkte und ist in der Forschung sehr weit abgefallen (da brauchst du dir nur die Nobelpreisträger der letzten 20 Jahre anzugucken). Und das ein Land nur mit den von dir "hochbezahlten" Jobs leben kann, leben uns einige skandinavische Länder und Irland vor.


    Und es ist keine Frage, ob der Deutsche "verwöhnt" ist. Billig schafft mehr Absatz. Es beschweren sich alle über zu hohe Preise für alles, sei es Obst, Schuhe oder Öl. Würden wir nur noch in Deutschland produzieren würden die Güterpreise erheblich steigen und zwar in einem Umfang, der wohl kaum den Lohnsteigerungen entsprechen würde. Kannst du denn Gründe nennen, warum der Boom in China vorbei sein sollte? Wenn ich mir alleine angucke, inwieweit dort noch nicht einmal die Inlandnachfrage gedeckt wird.


    Ich denke eher, China wird sich in den nächsten 10-15 Jahren weiter so entwickeln.


    greetz,
    autares

    Das Problem liegt doch auf der Hand: Der Produktionsstandort D stirbt (zu recht). Produktion ist in D eindeutig zu teuer und nicht rentabel. Doch das Problem liegt nicht dort, sondern das Problem liegt darin, dass diese Regierung (und die davor übrigens auch) zu wenig für R&D tun. Irgend etwas muss die wegfallenden Arbeitsplätze in der Produktionn ersetzen. Doch anstatt R&D u.ä. zu fördern, streicht die Regierung auch Mittel bei den Universitäten, der Forschung etc. Das kann auch auf lange Sicht überhaupt nicht gutgehen. Wo sollen Arbeitsplätze entstehen, wenn nicht in der Produktion und nicht in der Forschung (einbezogen Dienstleistungen). Deutschland kann nur Arbeitplätze sichern, wenn hier ideale Voraussetzungen für Forschung herrschen, so dass innovative Produkte in Deutschland entstehen, die dann im Ausland billig produziert werden können (so wie es die USA in den meisten Fällen tun). Hierzu gab es ein hervorragendes Paper von McKinsey, dass ich allerdings im Moment nicht finde :rolleyes:


    greetz,
    autares


    Entschuldige, aber ich denke kaum, dass du meine Argumentation überhaupt verstehen willst? Ich habe den Punkt der Religion gewählt, gerade WEIL er in deinem Link angeführt wurde (ich dachte auch, dass der Bezug klar sein sollte?).
    Des weiteren will ich hier weder jemanden in die Ecke treiben, noch "seine Kredibilität" anzweifeln? Was einem hier gleich unterstellt wird?! Übrigens hätte hier ein kurzes Ja (und ich nehme mal an, du hättest Ja gesagt) mit einer kurzen Begründung genügt, denn im Endeffekt ist es mir sowieso egal, was du glaubst.


    Ferner kann ich nicht erkennen, wieso ich immer etwas anderes sage, aber gut, wenn du es so siehst. Du kennst aber schon das Median-Wähler Prinzip, oder?


    Deine überflüssigen Links kannst du dir übrigens sparen. Werfe einen Blick in das von mir angegebene Buch und es werden sich für dich noch verblüffende Welten aufschliessen, fernab von deinen Illusionen.


    autares

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    Original geschrieben von Martyn
    Der Ölpreis z.B. wurde zum grössten Teil durch die Einkaufspolitik der USA, den Irakkrieg, die politische Situation in Nigeria hochgetrieben (die man Bush anlasten sollte, und nicht Schröder und Fischer) sowie anderer Faktoren, wie das Wirtschaftswachstum in China.


    Sorry, aber das ist so nicht richtig. Der Ölpreis wurde in den letzten Wochen (genauer gesagt bis letzten Donnerstag wenn ich mich richtig erinnere) getrieben von den Chinesen, den Indern, Yukos und den Spekulanten. Eine Ölpreiserhöhung aufgrund des Golfkrieges hat zwischenzeitlich (2003) stattgefunden. Im Moment ist es jedoch so, dass der Irak mehr fördern könnte, wenn es nicht ständig Anschläge geben würde. Momentan exportiert er auf gleichem Niveau wie während der Sanktionen. Des weiteren ist mir der Zusammenhang Bush-Nigeria nicht wirklich klar?


    greetz,
    autares