Es kam ja häufiger die Frage auf, ob der LTE-Träger mit weniger Sendeleistung gesendet wird als UMTS.
Ich bin dem heute mal etwas auf den Grund gegangen:

Die Antwort ist ein ganz klares: Ich weiß es nicht.
Zunächst einmal sieht man LTE auf einem Spectrum-Analyzer viel schlechter als UMTS, was einfach am Modulationsverfahren liegt. Der PAPR von LTE (insbesondere im Downlink) ist so ungünstig (besonders im Vergleich mit Spread-Spectrum-Verfahren wie UMTS), dass eine leere Zelle fast verschwindet.
Ich habe mir so beholfen, dass ich den LTE2100-Träger mit einem Speedtest belastet habe (gab immerhin 20 Mbit/s) und im Spectrum-Analyzer ein Maximum Hold über 16 Samples eingestellt habe.
Daraus ergibt sich (siehe angehängte Grafik) ein Pegelunterschied von 6 dB. Das ist aber tatsächlich die absolute Obergrenze der Pegeldifferenz, denn wer misst, misst Mist. Ich vermute, dass sich die Pegeldifferenz eher so bei 0 dB bewegt, weil
- der DSP meines zugegeben günstigen Spectrum Analyzers mit "spur signals", also OFDM, so seine Schwierigkeiten hat
- ich davon ausgehen muss, dass ich bei LTE nicht komplett alle Resouce Blocks zugewiesen bekommen habe.
Die gesicherte Erkenntnis ist aber, dass an jenem Standort nähe Bahnhof Bergedorf LTE zwischen 6 und 0 dB schwächer gesendet wird als die beiden benachbarten UMTS-Träger. Also vielleicht auch tatsächlich gleich stark.