Beiträge von 42407

    Zu 1)
    a=rtpmap:9 G722/8000
    a=rtpmap:8 PCMA/8000
    a=rtpmap:100 telephone-event/8000


    Ja, ärgerlich, dass sie das AMR-WB abschälen. Das halte ich für falsch. Das Transkodieren ist sicher eine nette Sache, aber es sollte optional sein, damit AMR-WB-Endgeräte auf Festnetzseite ihr Potenzial entfalten können.




    Zu 2)
    Mangels SRTP-bereitem Equipment kann ich das gerade nicht nachstellen. Allerdings fiel mir gerade die Kinnlade runter, dass die Telekom schön IMSI und IMEI des Anrufers mitliefert im INVITE. Ja, die Fritte strippt die ganzen Header raus, aber das halte ich trotzdem für ein krasses Sicherheitsproblem.

    Ich meinte jetzt tatsächlich 3G. Der 4G-Träger ist allein für sich, die umliegenden Nodes senden nur zwei Träger 3G.


    An meinem Standort ist sicherlich noch der Standort auf der HAW reingesifft, aber vermutlich deutlich schwächer als der Sender mit dem LTE2100-Träger.


    Als Aussage kann man vermutlich stehen lassen, dass LTE2100 nicht (deutlich) schwächer als 3G gesendet wird. Zumindest an den Standorten, die ich mir angesehen habe, da waren die LTE2100-Peaks nie richtig weit von den 3G-Peaks entfernt.

    Beim letzten Anruf von O2 ins Telebumm-Festnetz wurden folgende Codecs angeboten im INVITE:


    AMR-WB/16000
    G722/8000 (wohl durch irgendein Media-Gateway, T-Mobile AMR-WB wird ja auch zu G722 ins Festnetz)
    AMR/8000
    PCMA/8000
    telephone-event/8000
    telephone-event/1600

    Ein Standort, wo Vodafone das erste Gigabit-LTE werbewirksam verkünden wird, ist wohl 21373 beim Schlump in Hamburg. Dort waren bisher Band 3, Band 7 und Band 20 aktiv und heute ging bei MLS Band 1 ins Netz. Ich muss das bei Gelegenheit mal prüfen, ob alle vier Frequenzen an sind, aber es sieht danach aus, dass das ein 4CA-Standort wird.

    Es kam ja häufiger die Frage auf, ob der LTE-Träger mit weniger Sendeleistung gesendet wird als UMTS.


    Ich bin dem heute mal etwas auf den Grund gegangen:


    Die Antwort ist ein ganz klares: Ich weiß es nicht.
    Zunächst einmal sieht man LTE auf einem Spectrum-Analyzer viel schlechter als UMTS, was einfach am Modulationsverfahren liegt. Der PAPR von LTE (insbesondere im Downlink) ist so ungünstig (besonders im Vergleich mit Spread-Spectrum-Verfahren wie UMTS), dass eine leere Zelle fast verschwindet.


    Ich habe mir so beholfen, dass ich den LTE2100-Träger mit einem Speedtest belastet habe (gab immerhin 20 Mbit/s) und im Spectrum-Analyzer ein Maximum Hold über 16 Samples eingestellt habe.


    Daraus ergibt sich (siehe angehängte Grafik) ein Pegelunterschied von 6 dB. Das ist aber tatsächlich die absolute Obergrenze der Pegeldifferenz, denn wer misst, misst Mist. Ich vermute, dass sich die Pegeldifferenz eher so bei 0 dB bewegt, weil
    - der DSP meines zugegeben günstigen Spectrum Analyzers mit "spur signals", also OFDM, so seine Schwierigkeiten hat
    - ich davon ausgehen muss, dass ich bei LTE nicht komplett alle Resouce Blocks zugewiesen bekommen habe.


    Die gesicherte Erkenntnis ist aber, dass an jenem Standort nähe Bahnhof Bergedorf LTE zwischen 6 und 0 dB schwächer gesendet wird als die beiden benachbarten UMTS-Träger. Also vielleicht auch tatsächlich gleich stark.

    Wie auch gerade im Vodafone-Forum verkündet, funktioniert WiFi-Calling wieder. VoLTE jedoch noch nicht.


    Per WiFi-Calling kommen die Anrufe zum Telekom-Festnetz aber immer noch über den Ersatzpfad mit G726 rein.