Beiträge von bjweber

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Von der Jahresfahrleistung fahre ich nichtmal halb soviel wie du, sondern komme da nicht über 25.000km. An normalen Tagen werden es dabei nicht mehr als so 30-35km Tagesfahrleistung. Aber so 15-20x im Jahr eben so 300-380km einfache Strecke am Stück, und dann teilweise sogar am gleichen Tag nach so fünf Stunden Aufenthalt wieder zurück. Das wäre das K.O. Kriterium fuer ein reines Elektroauto.


    300 km soll der neue Chevy Bolt wohl zumindest auf dem Papier heute schon halten. Hätte man dann noch ein verwendbares Netz von Schnellladestationen (so wie Tesla), wären diese Distanzen auch mit < 1 h Pause überhaupt gar kein Problem. Aber anstelle eines Schnellladenetzes haben unsere Automobilisten auf Wasserstoff (schnöde verbrannt bzw. per Brennstoffzelle oxydiert) gesetzt, weil das kompliziert und deshalb schick teuer ist. (Ich denke nicht, dass nach 3 Anschlägen in 10 Wochen in England heute noch jemand ernsthaft über den Aufbau von Waserstofftankstellen mit überirdischen Tanks voller Knallgas ernsthaft nachdenkt.)


    Deine Nutzeranforderungen, die Langstrecke ausgeklammert, deckt bereits der alte Renault Zoe mit kleinem Akku ab. Für die Langstrecke müsste man dann ein fremdes Auto sharen, den Renault kann man leider nicht wirklich schnell laden.


    Wenn man regelmäßig für einen Tag einen PKW leiht, kostet der inkl. aller Kilometer schon heute keine 50.- € inkl. Versicherung aber + Benzin mehr. 20 x 50 sind 1000 € -> Mit denen du die Hauptlast deiner Kilometer (Verschleiss, Unfallrisiken) auf den Eigentümer des fremden Autos überwälzen könntest. Dann sähe deine Versicherung gleich mal um einige Euro günstiger aus.


    Man sollte zumindest immer mal mögliche Szenarien durchknipsen und KEINESFALLS der Qualitätspresse auf den Leim gehen, denn die handeln im Auftrag derer, die die Werbung schalten.


    Die von dir weiter vorn beschriebenen PlugInHybride sind auch keine Lösung, weil kein Mensch wegen elektrischen 31 km (auf dem Papier) das Auto täglich an die Dose schnallen wird.


    Es steht und fällt somit alles mit dem Ladenetz. Das war früher, zu Beginn der Verbrenner übrigens nicht anders. Destillate für die ersten Autos gab in Apotheken. Später führten Gasthöfe Benzin in Tanks << 1000 l. Erst viel viel später kamen Tankstellen im heutigen Sinn.


    Die frühere Entwicklung hat mehrere Jahrzehnte gedauert, die aktuelle Entwicklung wird sicher noch Jahre, aber keine mehreren Jahrzehnte dauern. Wir leben schließlich in nicht linearen Zeiten, in denen alle Entwicklungen eher über kurz als über lang durch die Decke gehen.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Aber der e-Golf hat auch seine Vorteile. Er bleibt trotz Zusatzausstattung (Sonderlackierung, DAB+ Empfang, CCS Schnellademöglichkeit, Wärmpepumpe ... alles andere ist beim e-Golf eh schon Serie) unter 38.000€ Listenpreis und ist damit weitaus günstiger als ein Tesla.


    Richtig. Der Dacia bleibt sogar noch unter dem eGolf. Oder der Renault Twizzy ohne Türen, der kostete keine 8000 €. Äpfel? Birnen? Du weisst schon...


    Zitat


    Und vorallem könnte man da sofort einsteigen und losfahren. Die paar elektrospezifischen Eigenheiten wie Rekuperation wählen oder Ladezustand einsehen kann man quasi nebenbei erlernen.


    Aber ein Tesla, wo man selbst die Klimanalage nur über Touchscreen bedienen kann, würde da eine viel grössere Umgewöhnung erfordern.


    Von meinem ersten Auto (Trabant) auf den Golf war es auch ein Sprung. Dieser blöde Golf hatte nicht einmal einen Benzinhahn. Trotzdem war er 10x geiler. Und der Tesla jetzt ist mindestens 2,2 x geiler als der vorherige BMW. Du siehst aber, die Geilheitskurve nimmt ab, was aber auch am Alter liegen kann.


    Zitat


    Das nicht, aber wenn man nach dem Feierabend nur noch so 15%...30% Restladung im Akku hat, aber nach so 2 Stunden nochmal los möchte, hat man ein Problem, weil man so schnell nicht nennenswert Reichweite nachladen kann. Jedenfalls nicht daheim.


    Wie gesagt, statistisch sieht die Nutzung ganz anders aus, sonst wären die gefahrenen Strecken der Deutschen länger. Es gibt immer Abweichler, mich inbegriffen, denn 60000 km ist 5 x der Durchschnitt.


    Zitat


    Ich hatte sogar schon vor dem iPhone diverse Smartphones mit SmybianOS und Windows Mobile.


    Das erste iPhone würde ich übrigends als ein ähnlich unbrauchbares Teil wie die heutigen Elektroautos ansehen. Das konnte damals ja weder UMTS noch GPS.


    Damals gab es auch fast nirgends wo ich unterwegs war 3G und Apps für GPS gab es auch noch nicht. Welches Nokia hatte denn vor dem iPhone GPS?


    Zitat


    Ich würde garinich ausschliessen das ich auch mal ein Elektroauto fahre oder freiwillig auf ein Elektroauto umsteige.


    Beim iPhone bin ich erst mit dem iPhone 4 umgestiegen - weil mit dem Retina Display und Facetime hat Apple dann die Symbian, Windows und Andriod Konkurrenz überholt.


    Wenn die Elektromobilität ähnliche Fortschritte macht ... dann steige ich auch gerne um.


    Du bist also einer, der bei neuen Dingen alles schlecht redet und dann klammheimlich umsteigt? Das sind die Gefährlichsten, denn auf diese Leute hört die Politik. Ich denke Android kam später als iOS und war anfangs doch recht klapprig.


    Habe ich irgendwo geschrieben, dass die Elektroautos bereits heute massentauglich sind? Ich denke nicht. Ich wollte nur eine Diskussion anschieben und darauf hinweisen, dass der Kelch in diesem Markt an Deutschland vorbei gehen könnte. Diese Gefahr sehe ich, auch aus deinen Posts, als riesengroß. Was das aber für ein Land bedeutet, dessen Industrie ausgehend von den o.a. Investitionszahlen bedeutet, muss ich dir, da du offenbar auch aus dem Osten kommst, sicher nicht erläutern. Schließlich kenne ich niemanden, der nach 1989 nicht in seiner Verwandtschaft mindestens einen Langzeitarbeitslosen hatte. Und ich kenne viele Leute, die sehr erfolgreich sind und viele viele hoch gebildete Leute, die nach 1989 einfach aus dem Berufsleben geworfen wurden (Physiker, Mathematiker etc.). Für den Westen könnte das eine ganz neue Erfahrung werden und es könnte eine Erfahrung werden, die am Ende sogar die Demokratie als Ganzes gefährdet, denn Arbeitslosenraten, die aus Elektroauto + Industrie 4.0 resultieren, könnten mehr als nur unverdaulich werden.


    Das war meine Intention, mich hier überhaupt an der Diskussion zu beteiligen. So. Jetzt erstmal ein bisschen arbeiten.


    Die hast ganz offensichtlich die Grundlages des elektrischen Motors in kleinster Weise verstanden. Ein Elektromotor braucht kein Getriebe, außer er muss extremst untersetzt werden. Deshalb setzen die Chinesen und auch Tesla Nabenmotoren sein. Nur VW natürlich nicht.


    Das Betanken geschieht zu Hause über Nacht. Mein Auto muss dabei nicht betreut werden. Also letztlich gar kein Problem. Aber, ja, dieses Argument ist das Hauptargument der deutschen Verbrennerindustrie. Ich hatte schon geschrieben, dass ich im Schnitt 60000 km p.a. fahre, somit waren Tankstellenbesuche in schöner Regelmäßigkeit bei 12 l Verbrauch auf der Tagesordnung. Heute reicht in 90 % der Fälle der Tankinhalt der Akkus für den ganzen Tag und nachts wird eben geladen. Damit spare ich mir im Vergleich zu früher tatsächlich Zeit.


    Ich hatte weiter oben eine Statistik des unverdächtigen ADAC verlinkt, der man die täglichen Wege entnehmen kann. Für die große Masse der Fahrten wären bei der großen Masse der Leute sogar Reichweite 100 ... 150 km ausreichend, um hin und zurück zu kommen. Aber natürlich wurde den Leuten der Floh dahingehend ins Ohr gesetzt, dass man dann ja seine Freiheit beschneidet. Und was wird, wenn man in den Urlaub fährt (wobei Massen in den Urlaub fliegen) und und und. Alles verständlich, schließlich wurde seit > 100 Jahren der Fetisch Automobil aufgebaut und man kann von einer Industrie, die Potenz anspricht nicht erwarten, dass sie kampflos basierend auf Logik und Statistik sagt "Freude am fahren", "Vorsprung durch Technik", "Willkommen zu Hause" - alles Quatsch. Es zählt nur der Preis pro Kilometer. Und wenn das Auto aussieht wie eine Kugel auf Rädern ist es auch egal. Wie gesagt, die Leute wurden dahingehend seit 100 Jahren dressiert. Und deine Post zeigen das Ergebnis dieser Dressur, es wurden Gedankenburkas verteilt und alle Leute erzählen immer die gleichen Gegenargumente ohne auch nur jemanden zu kennen, der ein Elektroauto hat oder gar selbst eins getestet zu haben... Das sind letztlich Blinde, die von der Farbe erzählen...


    Lausitz ist ein gutes Stichwort. Ich wohne zwar in Dresden, aber arbeite in Dresden und östlich davon, also in eben dieser Lausitz.


    Das iPhone ist also kein Gamechanger? Ok. Warum bist du dann auf Smartphones umgestiegen, wenn die alten Barren doch schon alles konnten? Whatsapp kein Gamechanger? Frage mal User, die international kommunizieren (privat) oder frage mal die SMS-Anbieter. Netflix, Amazon Prime? Frage mal bei deiner Videothek nach. Alle haben ganze Märkte komplett verändert. Gamechanger müssen nicht unbedingt dein Leben auf den Kopf stellen, es reicht, wenn der Widerpart, den du bisher nutztest (MMS + SMS gegen Geld) Druck bekommt bzw. wie bei SMS und MMS letztlich in die Bedeutungslosigkeit abkippt. Lidl-Brötchen verändern auch nicht dein Leben. Brötchen oben rein, Kot unten raus. Aber für den Handwerksbäcker sind sie trotzdem eine alles verändernde Aktion.


    Wollen will ich gar nichts. Ich habe geschrieben, dass die Elektromobilität sich allein schon wegen der Kosten durchsetzen wird. Es wird doch wie beim Smartphone, Whatsapp oder Facebook keiner gezwungen, trotzdem werden Millionen mitmachen. Dazu noch ein ziemlich dämlicher aber treffender Vergleich: Bei Lidl, Aldi & Co. werden seit geraumer Zeit Brötchen verkauft. Die Masse der Leute behauptet aber, diesen Frass nicht zu kaufen. Trotzdem gehen bei klassischen Handwerksbäckern im Umfeld der Discounter die Absätze massiv zurück. Gleiches gilt für handwerkliche Fleischereien. Offenbar wird vieles trotz teilweise ethischer Bedenken über den Preis verkauft. Die Leute tragen zwar ihre soziale Besorgnis vor sich her, gehen gegen Kinderarbeit etc. auf die Straße (nur noch vereinzelt), wenn sie dann aber beim KIK die Jeans für 19 € hängen sehen, ist den Leuten der kleine Bengale egal! So ist der Mensch, der Preis ist entscheidend, weil JEDER vergleicht und letztlich täglich Zeit gegen Geld tauscht, in dem man arbeiten geht. Und wenn man dann "mehr für sein Geld bekommt (billigerer Transport von A nach B, billigere Jeans, billigere Brötchen), dann ist es nur eine Frage des "wie viel billiger" und man erreicht Massen von Menschen.


    Spannend wird es, wie beim Internet, dem Mobiltelefon, dem Heimcomputer ab Marktdurchdringungen ≥ 12 %. Denn diese Marke markiert statistisch oft einen Wendepunkt, ab dem die Masse losläuft und auch haben will. Die 12 % sind wahrscheinlich die klassischen First Mover, Minenhunde oder wie auch immer. Kommt also Zeit, kommt Elektroauto, WENN DER PREIS STIMMT. Und ich fürchte, der wird stimmen.


    Die Motoren in meinem Tesla sind kalter Kaffee... man verzichtet bewusst auf Neodym und damit auf ca. 2% Wirkungsgrad (-> Drehstrom-Asynchronantrieb). Diese 2% kann man in den Akkus locker ausgleichen. VW und BMW gehen über Neodym, weil die Akkus einkaufen müssen und es kompliziert und teuer mögen. Siehe auch das wunderbar preisintensive Carbon des i3, obwohl das Schwergewicht doch absehbar der Akku bleibt. (Wobei das Gewicht unter Berücksichtigung der Rekuperation nicht so kritisch ist, wie bei Verbrennern. Aber auch das müssen die Deutschen offenbar erst noch realisieren.) VW verbaut im Golf außerdem ein Getriebe, weil elektro sozusagen nur in ein herkömmliches Auto hinein geflickt wurde.


    Solarzellen auf dem Dach des Autos sind witzig aber sinnlos. Google mal deren Leistungsfähigkeit. Lohnt den Aufwand nicht ansatzweise.


    Wir haben in der Firma und privat Solar auf dem Dach, dazu Stromspeicher in der Firma. Ich warte auf den Tag, an dem es bezahlbare Elektrohundefänger gibt.


    Wenn Elektroautos kommen, wird die deutsche Autoindustrie sozusagen kastriert. Man braucht dann all unsere vermeintlichen Steckenpferde wie komplizierte Fahrwerke (tiefere Schwerpunkt wegen der Akkus), Getriebe, Abgasstränge, Motoren nicht mehr. Kommt Autonomie als Sharingmodell oder Ruftaxi (und das kommt), werden Herstellermarken obsolet. Das alles sicher nicht über Nacht, aber in großen Schritten. Und ausgehend von den Bilanzen der Hersteller reichen schon wenige Prozent Umsatzrückgang, um die Gewinne komplett auszuradieren. Hatten wir schon. In den Neunzigern bei VW... Ist nur im Siegestaumel in Vergessenheit geraten.


    Ein Späßchen am Rande: welchen Vorsprung durch Technik meint denn Audi? Etwa den, dass sie als erste die Abgasreinigung ausschalten? Man könnte das als Körperverletzung deuten, wie in Kalifornien. Könnte.


    Getriebe? Damit sind wir bei der Zukunft von ZF Friedrichshafen. Wunderbares Stichwort. Noch besser wäre ein Pflichtauspuff an jedem Elektroauto um Bosal zu erhalten. Zusätzlich könnte man natürlich auch Anlasser, Lichtmaschine, wunderbare Dinge wie NOX-Filter zur Pflicht machen. Letztere wären im Elektroauto ja ebenso wie im Diesel drin, aber abgeschaltet. Um den TÜV zu retten, könnte man auch eine ASU beibehalten und die Innenraumqualität messen, nur so als Beispiel.


    Zu den Temperaturen und Reichweiten soviel: ich fahre 60000 km im Jahr beruflich und sehe keinen Unterschied zum Vorgänger. Natürlich wird aber bei -60 Grad respektive +50 Grad die Reichweite noch weiter abfallen. Meinst du nicht, dass auch mein BMW, der mit 5,5 l Diesel angegeben war bei 170!km/h ein paar Milliliter mehr wollte? Exakt waren es im Schnitt 12000 ml/100 km. Spannend fände ich, wenn du mir mal erklärst, warum man mit Klima weiter kommt als mit Heizung. Kleiner Tipp: Kältemaschine vs. dumme Heizung.


    Spannend wird, dass man sein Auto, das nachts eh geladen wird, früh vorheizen oder kühlen kann, so dass das Gros der Energie aus der Steckdose bezogen wird. Kann das dein Auto auch? Kühlen ohne laufenden Motor? ;)


    Zu den ins Feld geführten frittierten Insekten: auf dieses Diskussionsniveau folge ich dir nicht. Sorry.


    Zur Erfordernis eines Getriebes vs. der Nutzung eines stufenlos arbeitenden Elektromotors: was meinst du, welche Energie ein Tesla aufwenden muss, wenn der auf Reisegeschwindigkeit beschleunigt wurde? In Ermangelung von Kolben, Kurbelwelle und Getriebe fehlen ihm diverse Energievernichter. Der Motor sitzt auf der Achse und dreht sich einfach, wie im Mixer, einer Pumpe, dem Fön...


    Glaubst du ernsthaft, dass unter Beachtung der tollen Aufgaben dieser Regierung irgendeine Steuer absehbar jemals gesenkt werden wird? Dr. M. hat Steuererhöhungen ausgeschlossen, somit bleiben nur Sozialbeiträge und Diesel, um Gerechtigkeitslücken aller Art weiter zu schließen.


    Die finanziellen Verhältnisse der jungen Leute habe ich nicht bewertet. Ich schrieb nur, wie es ist. Und auch wenn es negativ ist, ist es doch so. Fakt.


    Elektroautos sind antriebstechnisch eine andere Physik, sind tanktechnisch völlig anders, weil voll ab Start. Ebenso war das iPhone, das iPad, Netflix, WhatsApp, facebook - jeder für sich ein Gamechanger.


    Ich hatte dir doch die ADAC-Statistik zu gefahrenen Strecken heraus gekramt. Wenn Leute im Schnitt < 20 km auf Arbeit fahren, 220 mal im Jahr, was meinst du, wie hoch ist auf diesen täglichen 40 km der Anteil auf Autobahnen mit 170 km/h??? Autos wohnen in Städten bei ihren Herrchen! Über 50 % der Deutschen wohnen in Städten. Und viele Herrchen nerven ihre Autos. Kosten, Fläche, Ärger...

    Re: Re: Autoproduzenten und E-Autos


    Zitat

    Original geschrieben von VoIPTom
    Dr. Zetsche hat mal grosskotzig auf einem Forum was von Inovationsstärke der deutsche Autoindustrie gelabbert.


    Ist schon lächerlich genug, das eine Internetunternehmen in den USA und ein Paketdienstleister in DE die komplette europäische Autoindustrie in Sache E-Mobiliätät vorführt und komplett als aussehen lässt.


    Ja ist so, ist aber ein Problem alle E-Autos, da die Akkus eben heiss werden bei hoher Belastung. Passiert aber lt. meinem Bekannten der einen Tesla hat, nur wenn man sehr schnell fährt, bei normaler, konstanter Reisegeschwindigkeit ist es kein Problem, da die meiste Leistung nur zum Beschleunigen benötigt wird und dann runtergeht zum gleiten.


    Dr. Zetsche ist auch der, der tausende Flüchtlinge einstellen wollte. Am Ende waren es dann 12 oder so. Er ist letztlich auch nur ein überbezahlter Angestellter, der den Mächtigen zum Mund reden muss...


    Der Erfolg von gestern ist das größte Risiko für morgen. Deshalb kommt Disruption nie von innen...


    Und nein, es ist ein Überhitzungsproblem der Motoren, nicht der Akkus. Die Akkus werden klimatisiert, also geheizt oder gekühlt.


    Die deutsche Fachpresse moniert, dass keine Reisegeschwindigkeiten um die 200 km/h dauerhaft möglich sind. Welt zum ablachen


    Und das in einem Land, in dem Rheinbrücken für LKW gesperrt werden müssen, weil einfach kein Geld mehr für Infrastruktur da ist. Dümmliche Selbstzentriertheit. Man verliert beim schwadronieren die weltweiten Anforderungen gern aus den Augen.


    Wie gesagt, die ganze Tesla- bzw. Elektrodiskussion in Deutschland erinnert an die Einführung des iPad. Es wurden fest verbauter Akku, fehlende Erweiterungen für den Arbeitsspeicher, fehlendes CD-Laufwerk durch die deutsche Fachpresse, nicht die Blödzeitung moniert. Man lachte auch das iPhone, die watch und die jeweils neuen Macs aus. Aber dazu sind wir auch berechtigt, schließlich hat Konrad Zuse den Computer quasi erfunden. Nur irgendwie sind die aus dem Geschäft geflogen... Dafür haben wir aber einen ausgebauten Sozialstaat und wenn der weiter boomt, steigt das BIP allein schon, wenn man seiner Freundin dann gegen Geld den Rücken streichelt. Ich denke, wir sind industrietechnisch auf einem Holzweg, Diskussionen dazu finden nicht statt. Wir sind ebenso ganz vorn, von hinten gesehen, bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen, Banken, Versicherungen etc. Am allerbesten sind aber unsere Hochleistungskommunikationsnetze sowohl Mobil- als auch Festnetz.


    Und auch, wenn es eh niemand glaubt, das Volk der Michel ist europaweit auch das privat ärmste Volk: FAZ bzw. ECB


    Der DAX gehört zu > 2/3 ausländischen Investoren. Michel geht also für fremde Herren arbeiten. Ebenso wohnt der Mehrheitsmichel zur Miete, oft in Wohnungen angelsächsischer Immobilienfonds. Aber das beste ist, Michel ist in seiner Einfalt glücklich und überheblich zugleich. Wir sind auf einem guten Weg, weiter abhängig zu bleiben.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Das bedeutet die Drosselung auf 200KW in der Praxis? 200KW klingt im Vergleich zu Verbrennern immer noch sehr viel, aber reicht es noch um auf einer normalen Autobahn so 140-170 km/h zu fahren?


    Dies hier erklärt vollumfänglich, denn 1 kW ist 1 kW ist 1 kW ist X PS


    Ansonsten bin ich aus der Diskussion raus. Die Randbedingung "die Leute haben ein Auto" trifft schon heute zunehmend nicht mehr zu. Siehe das o.a. Buch von Dudenhöffer. Gegen gefügte Glaubenssätze helfen offenbar nicht einmal konkrete Zahlen. Schade. Die Leute werden in Zukunft ebenso wenig ein Auto haben, wie sie heute Videorekorder haben. Die Zahlen sind eindeutig. Es fängt zwar flach an, aber dies zeichnet nicht lineare Funktionen nun einmal aus. Der Anfang findet unter der Wahrnehmungsschwelle statt, dann knallt es auf einmal und für die Masse überraschend durch. Wie früher Nokia, dann Apple oder Google, Facebook, WhatsApp, Amazon, eBay, Netflix, Onlinebanking, Onlineversicherungen... Aber vielleicht bleibt ja von heute am alles, wie es ist, so, wie immer bei der Struktur der Nationalstaaten getan wird, als sei die Geschichte zu Ende. -> Europa


    Vielleicht haben wir ja Fukujamas Ende der Geschichte erreicht, ich hoffe aber nicht!


    Nichts für ungut.


    Nebenbei: meinst du wirklich, heutige Taxis werden während der Fahrt gereinigt? Bzw. wie funktioniert das beim heutigen CarSharing? Es basiert auf Selbstkontrolle der Nutzer durch die Nutzer. Vermüller werden gesperrt oder bekommen Zusatzkosten, wie bei heutigen Mietautos.


    Die Leute hocken heute aus Kostengründen bis 30 in WGs und sollten beim Auto nicht ebenso flexibel sein??? Glaube ich nicht. Außerdem wird herkömmliches besitzen und fahren absehbar deutlich teurer werden, da das Dieselprivileg fallen wird, wenn auch erst nach der Wahl. Weiterhin macht das UBA massiv Druck und die Leute können auf Luftreinhaltung gegen ihre Kommunen klagen! Also wird es kommen wie es kommt.


    Hier noch ein bisschen Lektüre, die recht interessant ist von einem Unternehmensberater


    Und sei es, wie es sei, der Schlag wird aus Asiens Megastädten kommen. Ich war vor 8 Wochen in Kuala Lumpur. In den Vorstädten fahren die Leute in Massen Elektroroller. Hierzulande sieht man, obwohl ja wo die Deutschen sind angeblich vorn ist, kaum derlei Fahrzeuge. Auch im Rest Europas kaum. Wir sind also offenbar eher nicht vorn... Aber gut, wenn man das Gefühl hat vorn zu sein. Gell.


    Nachsatz: mit > 130 ist auf Autobahnen absehbar eh Schluss, schon 2013 waren 40% der Strecke limitiert. Das ist sicher nicht besser geworden. Limitierungen und zusätzlich gibt es noch verkehrliche Limitierungen und absehbar Versicherungen nach Fahrverhalten. Dann ist Schluss mit mehr als hundertdreißig bzw. geht es dann explizit ans Geld der Schnellerfahrer.


    Wir erleben bei der Jugend aktuell eine Werteverschiebung. Das erste Auto ist längst nicht mehr der feuchte Traum der Massen. Eher sehen es viele als Kostenblock und Belastung, da ringsherum alle Kosten steigen. Und die Industrie schaut letztlich machtlos zu und rettet sich aktuell noch nach Asien.


    Horrorszenarien?


    Kaiser Wilhelm II sagte: „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“ - Supi? Oder?


    Das wars nun aber wirklich.


    Rechnen wir doch mal 12000 km bei 30 km/h (Stadtverkehr) in eine Nutzungszeit pro Jahr um: macht 400 h von 8760 Jahresstunden. Macht dann eine effektive Nutzungszeit von 5 % des Jahres bzw. 10 % des Tages ohne die Nacht. Wenn das nicht für eine Drittelung der Autoanzahl ausreichen sollte... Das würde die Auslastung verdreifachen und die Fixkosten entsprechend dritteln. Heute fährt man mit einem Golf für um die 50 ct/km. Ergo käme man bei gleichen Kosten inkl. Oberhead bei maximalen 25 ct raus. Damit liegt man dann 10 ct unter der DBAG. Nutzt man Elektro statt Diesel, fallen nochmal ca. 8 ct/km für Kraftstoff weg, denn ein Flottenanbieter kauft den Strom an der Börse für << 5 ct/kWh.


    Zum ÖPNV soviel: meinst du allen Ernstes die Leute sind geil ÖPNV zu nutzen? Dann wären doch die Städte autoarm. Sind sie aber irgendwie trotz ÖPNV nicht, weil die Menschen frei und individuell sein wollen und nicht auf Massentransportmittel stehen.


    Stoßzeiten sind heute Stoßzeiten, weil es keine Preisminderung für Nutzungsverlagerungen gibt. Wie war es denn früher mit dem Telefon? Da hat man auch ganz gezielt auf nach 18 Uhr gewartet, um bessere Preise zu bekommen. Meinst du nicht, das würde beim Auto automatisch auch gemacht werden? Die Bahn ist kein Vergleich, da sie zu festen Zeiten fährt und über 75% Fixkosten hat, so dass jedes Ticket oberhalb der Grenzkosten sozusagen reiner Gewinn ist. Ähnlich funktioniert doch Ryanair. Voll ist billig. Jeder leere Platz ist potenziell Verlust. Das ist beim Individualverkehr autonomisiert ganz anderes. Dort zählt auch Auslastung, aber gespreizt über den Tag. Und der Vorteil wäre, dass die Autos sich nach Erledigung der Fahrt selbst weg räumen.


    Dazu empfehle ich mal den Ex-CTO von IBM, Gunter Dueck bei youtube zu schauen. Der sieht die Welt ebenso wie ich bzw. eher anders herum, denn er ist das Grosshirn.


    Taxis mit Fahrern haben eine Kostenstruktur von > 50% Lohnkosten. Damit würde autonomes Fahren automatisch schon in der E-Klasse nur noch 50% der heutigen Preise kosten. Gleiches gilt für LKW! Diese Zahl stimmt, meine Frau ist CFO in einer großen Spedition und hat alle Zahlen auf dem Tisch. Stell dir also autonome LKW vor. Keine Lenkzeiten -> Auslastung statt 8 beinahe 24 h -> keine Lohnkosten für den Fahrer -> Transportpreise sinken um mindestens 60%!!! Irre. Das hält keiner auf, denn wer es blockiert, wird global überrollt.


    Nochmal zum Taxi. Kommen autonome Autos, ist das Taxis tot. Wie die Kutsche. Ebenso der Trucker, der Lockführer, der Straßenbahnfahrer etc. Und ich denke, autonomes Fahren wird ggf. sogar erst in kleineren Städten kommen, da dort die Situation beherrschbarer ist. Und: je mehr Autonome, desto weniger Unfälle, desto geringer die Versicherungskosten, desto mehr Druck auf die verbleibenden Selbstfahrer. Der Weg ist aus meiner Sicht klar vorgezeichnet, wie Telegram -> Telefon -> Mobiltelefon -> Smartphone -> IP-Telefonie ... Die Preisentwicklung dieser Geschichte haben wir alle erlebt und auch die Zerlegungen ganzer Märkte. Mit Verlaub vergleiche ich jetzt mal deine Argumentation pro Verbrenner mit DTAG. Ron Sommer 1998: Wir haben im globalen Massstab betrachtet wettbewerbsfähige Preise. Die von Mobilcom gebotenen 19 Pfennige pro Minute sind nicht wirtschaftlich... So so. Der Rest ist Geschichte, Ron Sommer auch und die Minute kostet heute wieviel??? Mit NONOH exakt 0,0 ct bei 10 € Aufladung pro Monat. Wer hätte das gedacht.


    Wer hat Apple um 2008 für <$90 gekauft oder Tesla für um die $40? Und wie lange werden die Volksaktionäre der Telekom noch warten müssen, bis sie die 120 € wiedersehen werden? Ich denke, die Geschichte läuft einfach ab und es wird kommen, wie es absehbar ist. Schneller als wir alle denken, hoffen oder fürchten.


    Tesla und Autobahn: richtig. Dauerhaft "Vollgas", also mit 515 kW kann man nur ca. 2 Minuten fahren, dann wird auf etwa 200 kW Motorleistung gedrosselt. Damit kann ich aber leben. Aber das ist natürlich für den Normalnutzer ein ko-Kriterium, da die Leute ja gewohnt sind, ihre 150 PS-Golf permanent bei Vollgas zu halten. :D Nicht lesen und nachplappern. Eher mal darüber nachdenken. Die Devise der Bewertung der Fachpresse lautet doch schon immer cui bono. Und ja. Der Speicher des iPhone ist nicht aufrüstbar und der Akku nicht wechselbar und ans iPad kann man weder memorysticks anstecken noch CDs damit abspielen. All das waren mal bestechende Argumente der deutschen Fachpresse, als Apple vor dem letzten Split um die $200 stand. Gleiches gilt für Google, bei deren Börsengang wurde vom Kauf abgeraten. Bei Facebook auch, ebenso bei Amazon. (Amazon halte ich seit Juli 2000, für $45 erworben... Aber die gehen pleite, ganz sicher. Fragt sich nur, wann. Ob vorher noch $1500 erreicht werden oder eben nicht mehr.) Apple steht heute bei 150 x 7... Aber auch die werden hierzulande regelmäßig für scheintod erklärt. Aber Benz, Vw, BMW. Die könnten, wenn sie wollten und könnten es allen zeigen... Könnte ist nur eben die Möglichkeitsform und Machen ist wie könnte nur viel krasser und deshalb steht Tesla > $300 und Benz 30% unter Allzeithoch. Von VW reden wir lieber gar nicht erst. Ich verstehe meine früher für Forscherdrang berühmten Landsleute nicht mehr. Siemens, Daimler, AEG etc. ... Heute bewahren wir und gefährden damit Gegenwart und Zukunft anstatt zu probieren. Deshalb sind meine Kinder abgewandert. Exakt deshalb. Das Geld war, wenn überhaupt, das dritte oder vierte Argument gegen Deutschland.


    Ich weiß. Bei Themen, die mich interessieren nerve ich penetrant. Ich bin Argumenten gegenüber aufgeschlossen, aber nicht dem Nachhall des Plapperns der deutschen Fachpresse. Sorry. Ich habe oben ein paar Bücher verlinkt, die Augen öffnen könnten, die aber offenbar nicht einmal Techies erreichen. Schade, denn Bücher bilden, weil Bücher geronnnener Geist sind. Dagegen ist Zeitung das Treiben von möglichst grell geschminkten Säuen durch die Dörfer mit wechselnden Säuen und wechselndem Dörfern.


    Apropos Bad Muskau. Kromlau finde ich viel viel schöner und LTE gibts dort auch nicht. Wozu auch, für 3 Nasen unter 60 lohnt sich das nicht.


    Wenn ich "öffentliche Förderung" und "einheitlichen Standard" und "EU", gehe ich lieber ins Bett... Eine staatlich gepäppelte Autoindustrie wird die aus Asien und USA zu erwartenden Schläge niemals aushalten. Wer bitte verdient denn in Europa außerhalb Deutschlands noch Geld mit Autos? (Tesla hat eine Umsatzrendite > 20 % und damit fast die 3-fache Marge von BMW! Tesla investiert all dieses Geld, BMW schüttet 50 % aus.) Ich meine nennenswerte Beträge! Und, wie gesagt, autonom bedeutet letztlich das Entkernen des Markenmehrwerts und des Prestige. Letztlich geht diese Industrie den Weg alles irdischen, in Anlehnung an den 2. Hauptsatz der Thermodynamik. Den spontanen Prozess der Entropieangleichung kann man mit Handelsbarrieren vielleicht ein wenig verzögern, aber am Ende wird das einfachere und billigere System siegen. War bis dato immer so. -> Deshalb trägst du heute Textilien aus China. Deshalb kauft die Masse heute billige Smartphones aus China. Deshalb sind Grundig, Telefunken, Nordmende, Blaupunkt, Bruns, Nokia, ITT, Loewe, Solarworld bzw. die ganze gepäppelte Solarbranche und viele viele mehr tot. Nur so als Beispiele zur Erinnerung an den benannten Hauptsatz, für den es sicher ein volkswirtschaftliches Pendant gibt.


    Bei neuen Technologie heißt das Zauberwort MARKT. Sonst hätten wir kein Google, kein iPhone etc. etc. aber dafür ein von der Deutschen Bundespost geliehenes Festnetztelefon mit dem die Minute nach Amerika 2,50 € kosten würde. ... und alle wären glücklich? Zumindest alle, die schon auf dem Friedhof liegen.