Beiträge von 01833

    Die Zeiten in denen man Autos fuhr, bis sie auseinander fielen sind doch schon heute vorbei. Früher, bei meinem B-Kadett konnte ich noch alles selbst machen. Heute habe ich das zwar nicht mehr nötig, jedoch kann auch der ambitionierte Laie oder der, der es finanziell müsste, kaum mehr etwas selbst tun.


    Schaut man sich z.B. den Batteriewechsel bei Autos mit StartStopp-Automatik an, da muss die Batterie angelernt werden. Die Batterie!


    Bei manchen Autos kannst du heute kaum mehr selbst die Lampen wechseln...


    Da wird das Abfahren Schritt für Schritt zu einer relativ kurzen Prozedur.


    Wir haben in der Firma zwei LT28 mit jeweils mehr als 600000 km auf der Uhr, die Beiden werden 2019 volljährig. Die danach gekauften Crafter und Citroen haben diese Veteranen verschrottungstechnisch lange überholt. Heute hält kein neuer Transporter mehr 10 Jahre. Da sterben dann Getriebe, die Motoren selbst etc. Die Hersteller haben letztlich alles getan, um das Rad schneller zu drehen.


    Bei youtube geistert einer rum, der seiner Frau einen Tesla mit 300000 km auf der Uhr gekauft hat. Ich bin gespannt, wie dessen Berichte über die Zeit ausfallen werden.


    Ich habe in der Kundschaft einen Steinmetz in Berlin, der hat in den letzten Jahren auf Oldtimer umgerüstet, um sämtliche Abgasnormen zu umgehen. Für den gelten dann auch keine Fahrverbote. Da der wenig Strecke fährt, macht das ggf. durchaus Sinn. Ist ressourcentechnisch vielleicht auch gar nicht so schlecht und letztlich bei gepflegten Autos auch ein Wiedererkennungseffekt. Wer fährt schon IFA L60 und ADK-Krane.


    Welche DICHTbesiedelten Regionen fehlen denn bei TEF? Es sind zwar große Lücken vorhanden, aber meistens sind das doch ländliche Regionen. In der großen Versorgungslücke im Deieck Augsburg, Heidelberg und Erfurt gibt es sicher nicht sooo viele Haushalte. Bei den Lücken in den östl. Bundesländern sieht es auch recht ähnlich aus.


    Stimmt. Ergo kann man sich zufrieden zurücklehnen und die tolle, wenn auch vergleichsweise nicht einmal mittelmäßige Infrastruktur geniessen. Aber das alles ist kein Problem, da die preissensible Kundschaft, die in übervölkerten Ballungsräumen hockt mit der Zuwanderung und dem Aufreiben der Mittelschicht eher zunehmen wird. Man muss nur den Solariums-Index bemühen. Je mehr Solarien und Nagelstudios pro Einwohner, desto ärmer die Bevölkerung und desto größer die Zielgruppe für Telefonica.


    (Zu den Solarien gibt bzw. gar es wirklich mal Forschungen und einen Index. Zum Thema gibt es ein Leibniz-Institut in Dresden, das sowas ausbrütet.)

    Das muss man schon mögen mit ständig aktualisierter Software OTA. Und damit auch der ständigen Vollüberwachung. Und der Hackbarkeit.


    Heute braucht man für Mord eine Waffe, morgen hacke ich einfach vom Sofa aus die Bremse meines Tesla-fahrenden Nachbarn.


    https://www.electrive.net/2018/10/11...kern-eins-aus/
    Ob Sonnengott Elon Musk sich mit diesem Scherz einen Gefallen getan hat? Aber seine Jünger denken ja ohnehin nicht über dessen Macht und die Risiken nach.


    Und du meinst allen Ernstes, dein örtliches Wasserwerk wäre sicher gegen Angriffe von außen?


    Vollüberwachung? Lebst du handyfrei? Wow. Bis dato sind jedenfalls deutlich mehr Menschen durch Alkohol am Steuer gestorben als durch gehackte Teslas. Dabei sollen hin und wieder auch Passanten einfach so, locker flockig, zu Schanden gefahren werden. Manch einer ist zu schnell unterwegs, wie Anja, für den die StVO nicht fix ist, sondern bestenfalls Richtlinie. Andere haben gesoffen. Wieder andere waren so lange munter, bis sie am Lenkrad schliefen. Sicher, fast 3000 Beerdigungen haben Auswirkungen auf das BIP, aber letztlich sind Verkehrstote ja nur vorgezogene Tote. Sterben die durch Autonomie nicht, sterben sie eben später, im Bett.


    Für Mord braucht man keine Waffe, auch kein autonomes Auto. Man nimmt einfach einen PKW oder LKW. Mehrfach in diversen Einzelfällen erprobt. Klappt wunderbar. Action pur. Da ist ein Mord vom Sofa aus eher langweilig.

    Das mit der Erfahrung sehe ich akut vor allem bei den teilautonomen und autonomen Systemen. Wenn mehrere 100000 Teslas rumfahren und Erfahrungen sammeln und an die Zentrale übertragen, kann das eine Test-Crew in Dresden mit Software, die ab 2020 auf den Markt kommen soll nicht ausgleichen. Die haben noch immer nicht verstanden, dass Software niemals als ausentwickeltes System ausgeliefert werden sollte. Die Auslieferung sollte die Grundfunktionen abdecken. Später kommt man dann mit Updates zu immer mehr Features. Das ist heute kein technisches Problem UND die Leute sind das eigentlich auch gewöhnt. Alle technischen Geräte machen heute permanent Updates, nur nicht Autos. Da kaufste einen Golf und willst ihn 10 Jahre fahren. Und die Software bleibt 10 Jahre die alte. Das ist sowas von von gestern.


    Bezüglich des Ladens und der durch Porsche und Audi avisierten Blitzladung frage ich mich, ob die Entscheider schon einmal die Situation außerhalb des Elfenbeinturms gecheckt und festgestellt haben, dass Ladeinfrastruktur in Deutschland im Prinzip nur auf dem Papier stattfindet.


    Da, wo ich wohne, wohnen 18000 Menschen und diesen wird eine Säule geboten. Der örtliche Versorger argumentiert, dass keine Nachfrage bestehe. Vermutlich bauen die erst eine zweite Säule, wenn die ersten mit 26 leer gefahrenen Elektroautos umstellt wurde. Henne - Ei... Das alte Prinzip derer, die am liebsten unterlassen.

    Wenn Ziele beschlossen werden heisst das nicht das sie auch eingehalten werden können. Niemand kauft ein reines Elektroauto wenn er damit nicht ans Ziel kommen würde.


    Aha. Du berufst dich also auf die deutsche Tradition?! Ich denke nicht, dass die Autoindustrie eine zweite Chance auf Betrug haben wird. Eher wird es wohl so, dass man sich dann mit Strafzahlungen freikauft. Und damit bist du dann als Autokäufer raus, denn die deutschen Hersteller rechnen mit mehreren 1000 €/Auto. Und diese können die auch nicht auf die Kleinwagen oder eAutos umlegen, selbst wenn das zugelassen wäre, denn dann würden die so teuer, dass man noch höhere Strafen provoziert.


    Bei Gesetzen geht es nicht darum, ob die eingehalten werden "können". Wenn einmal beschlossen, ist es Gesetz. Sonst könnte jeder Mörder darauf plädieren, dass er sich in seinem genau besonderen Fall nicht an die gesetzliche Grundlage halten konnte. Derlei Argumentation habe ich zumindest noch nie gehört.


    Du siehts noch immer nicht, w as hier für eine Welle auch auf dein bis dato gut bzw. sehr gut von BMW und Audi lebendes Bayern zurollt. Das Deutschland in der EU natürlich keinerlei Mitleidsrabatt für seine Industrie bekommt, ist sonnenklar. Wir treten ja seit 2015 als Humanismusschulmeister auf und drohen jedem Abweichler mit Tod und Teufel. Nun schlagen die Angegriffenen eben zurück. Das ist Demokratie. Gelebte Demokratie. Und ich persönlich finde es gut, dass der, der rechthaberisch extrem hoch pokert dann und wann in den Deck gestoßen wird, damit er sich klar wird, dass er nicht allein ist auf der Welt.


    Google bei Langeweile mal "Reluktanzmotor" und stelle dir mal die Frage, warum deutsche Hersteller noch immer mit dem Synchronhybridmotor arbeiten. Schnee von gestern bzw. vorgestern mit exorbitant hohem Einsatz von seltenen Erden. Seltsam ist, dass auf Tesla wegen des Lithium (relativ Element auf dieser Erde: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Häufigkeiten_chemischer_Elemente) immer wieder gern eingeschlagen wird, während man im Mainstream Fahrzeuge hyped, die für 2020 angekündigt sind und dann bestenfalls mit dem Model S, das seit 2012 auf dem Markt ist, gleichziehen.


    Es wird jedenfalls immer spannender und die EU wird beim Steigern der Spannung den Brandbeschleuniger liefern. Wie gesagt, nach all dem Gelaber, was man so liest und hört, kann es Deutschland nur gut tun, mal einen richtig harten Schlag zu bekommen, der Veränderungen anstößt.

    Musicstreaming oder Hotelreservierungsdienstleister sind meist offene Systeme, man kann also fast alle Songs über fast alle Streaminganbieter hoeren und fast alle Hotels ueber alle Hotelreservierungsdienstleister buchen. Also ist es egal welchen Dienst man nutzt. Da kann man wahrscheinlich auch als No. 3 gut leben.


    Nö. Nummer 3 kann nicht gut leben. Mit Glück vielleicht noch überleben. Nummer 3 braucht die gleiche EDV, die gleichen vertraglichen Aufwendungen und resultierend viel mehr Overhead pro User. Siehe Cringle.


    Cringle: 115000 Accounts bei 16 Angestellten -> 7190 Accounts/Angestelltem
    Paypal: 244.000.000 Accounts bei 18000 Angestellten -> 13555 Accounts/Angestelltem


    Damit hatte Cringle bei Ausschluss von Lohndumping und Ausbeutung von Praktikanten schlichtweg die doppelten Kosten/Account. Über stärkere Power beim Einkauf von Hard- und Software, bessere Konditionen für Büros, Dienstautos, Kommunikation etc. musst ich nichts erzählen. Und PayPal kann bei 18000 Leuten einen Sack Lobbyisten unterbringen und auch sonst allerlei Unsinn machen, für den bei Cringle & Co. an jeder Ecke das Geld fehlt. So funktioniert Skalierung überall, wo es ums Digitale geht.


    Deezer: 14.000.000 User, keine Mitarbeiterzahl gefunden, es werden aber vermutlich nicht nur 300 sein, um in den Proportionen von Spotify zu bleiben
    Spotify: 83.000.000 User zahlen, 180.000.000 User nutzen (https://de.statista.com/infografik/1...tify-weltweit/), knapp 3000 Mitarbeiter


    Das Gleiche hast du also bei Spotify vs. DEEZER. Amazon Music und Apple Musik haben dagegen den Vorteil, auf eine große Struktur aufbauen zu können.


    Schau dir die relativ traurige Geschichte von Mytaxi an. Wären die zum Start mit der Firma nach Amerika gegangen, wären sie heute um Dimensionen größer. Hierzulande steigt aber kein großer Investor aus USA oder England ein. Die haben doch keinen Bock wegen Notarterminen 12 h anzureisen.


    Ein Bekannter von mir betreibt AllInkl.com - Der könnte dir etwas von Skalierung erzählen, bis dir schwindelig wird.


    Das aus meiner Sicht Krasseste ist, dass auch die dicken Fische z.B. bei Web Services kaum mehr an Amazon Cloud vorbei kommen. Wenn alle Größen, wie Apple, Facebook, Snapchat, Netflix dort Untermieter sind, wie sollte dann bitte irgendein halbwegs schlagkräftiger Wettbewerber in diesem Markt noch einen Fuß auf die Erde bekommen. Von typisch deutschen Mittelständlern mal gar nicht zu träumen. Und AWS wurde über zig Jahre unterschätzt und Frau Dr. Merkel konnte noch vor wenigen Jahren nicht verstehen, wieso Unternehmen wie Amazon keine Gewinne machen. Die sind im Angriffsmodus und das auf nicht wirklich absehbare Zeit. Wenn Bezos sagt, er sieht Amazon im Vergleich zu einem 3-Gänge-Menü gerade erst beim Gruß aus der Küche, dann sollte man hierzulande langsam, gaaaanz langsam mal wach werden. Schließlich geht es darum, wie und wovon unsere Kinder in 10-20 Jahren leben wollen/müssen. Aber diese Denke ist ja populistisch. Sagen Leute, die oftmals selbst keine Kinder haben und selbst gern populistische, wenn auch grünpopulistische und rotpopulistische Parteien wählen, während ich blau-gelb bleiben werde.


    The winner takes it all! Und solange das die breite Masse nicht schnallt und auch die Kartellbehörden weltweit das nicht realisieren, läuft es weiter in Richtung Standard Oil 2.0, nur dass es diesmal um Daten geht.

    Angedroht hatte es Telefonica ja schon im laufe des Jahres...Offenbar geht es nun richtig los.


    https://www.mobilfunk-talk.de/…-telefonica-o2-alttarife/


    Da o2 die Abrechnung mit mechanischen Rechenmaschinen ausführt, ist es nur logisch, wenn man so weit wie möglich die Tarife vereinfacht. Jede Option bedeutet ein zusätzliches Zahnradpaar. Und jeder zusätzliche Tarif ergo ein komplett separates Getriebe, angebaut an die ohnehin schon komplizierte Abrechnungsmechanik.


    Spaß beiseite: Verträge sind einzuhalten. Beidseitig. Entsprechend besteht aber auch beidseitig die Möglichkeit Verträge fristgemäß zu kündigen. So ist das nun mal...