Beiträge von 01833

    Leihwagen wegen einem defekten Luftmassenmesser finde schon kurios.


    So ein Ding kostet im Swap ja nach Modell so 70€-110€ und ist innerhalb 20 Minuten selbst eingebaut ohne das man sich dreckig machen muss. Wer es in der Werkstatt machen laesst sollte es auch fuer maximal 150€ bekommen und kann bei vorher vereinbarten Termin drauf warten.


    Kulanzantraege sind immer eine individuelle Entscheidung, und es kann schon sein, das es bei ueberwiegend gewerblicher Nutzung und hohen Kilometerzahlen eher schlecht aussieht.Aber das betrifft mich ja nicht.


    Du bist wirklich nur ein leerer Labersack. Wenn du unterwegs bist und das Ding geht kaputt, fährt das Auto nur noch 80 km/h. Zumindest war das bei unseren Passats mehr oder weniger regelmäßig der Fall. Wenn das dann ein paar 100 Kilometer von der Heimat entfernt passiert, ist es wunderbar, wenn es die Teile preiswert gibt und man es selbst machen kann. ABER ICH KAUFE KEINEN 40.000 €-PASSAT UM SELBST SCHLOSSERN UND ERSATZTEILE AM MANN HABEN ZU MÜSSEN! Und wenn dir das DSG stirbt, nützt dir der mitgeführte Luftmengenmesser reinige gar nichts! Und nein, ich halte kein baugleiches Auto zum ausschlachten vor.


    Wir haben in den Firmen um die 150 Autos. Wir hatten noch nie Kulanz. Nie. Trotz teilweise gravierenden Konstruktion- und Verarbeitungsmängeln. Uns sind allein 5 Steuerketten kaputt gegangen mit drastischen Auswirkungen auf die Motoren. Nix Kulanz. Außerdem haben wir 3 DSGs beerdigt. Nix Kulanz. Tausende Euro Schaden!


    Dein Gelaber und Schöngerede kannst du somit getrost stecken lassen. Das extreme Reparieren hat erst aufgehört, als wir von VW auf Franzosen umgestellt haben, die primitiv und billig sind. Und selbst wenn die repariert werden müssten, hätte man je Auto tausende Euro Puffer, um sich an den Kaufpreis von VW heran zu reparieren.


    Ich finde es erstaunlich bzw. beinahe lächerlich, wie eine ganze Industrie die Kundschaft bescheisst, gegen Gesetze verstößt, damit durchkommt und der Konsument trotzdem weiter freudig hinter der Wurstattrappe her rennt. Diese Wurst stinkt, sie ist aus Scheiße gebacken! Wir brauchen nicht über Grenzwerte diskutieren. Es geht um Gesetze und Verordnungen. Ich darf auch nicht meinen Nachbarn erschlagen, wenn der nervt. Das ist gesetzlich verboten, auch wenn manche Leute gute Gründe für derlei Handlungen hätten. Autokonzerne dürfen das aber... Und trotzdem kauft der Konsument denen ihre Scheiße weiter Freude strahlend ab und fährt sogar nach Wolfsburg, sich die Spiesserkarre abholen, anstatt mal den Schlachter zu besuchen, der die Wurst liefert.


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    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] Wenn ich Obiges so lese, muss ich doch kommentieren und zwar sehr laut! Erzähl doch keine Scheisse bzw. lüge hier nicht offensichtlich rum. Es hat 10000e VW-Fahrer regelmäßig hunderte Euro und immer wieder Werkstatttermine gekostet, weil der ach so kulante Konzern die Luftmengenmesser nicht in den Griff bekam. Kulanz? Scheiss drauf! Null! Kleinigkeiten? Was laberst du mit deinen 1400€ netto. Du gehst für so einen blöden Luftmengenmesser + machen + Leihwagen mehr als eine Woche arbeiten.


    Gleiches galt für die Steuerketten. Gleiches galt für die DSGs. Null Kulanz. Teilweise tausende Euro Schaden.


    Du willst uns hier mit regelrechten Lügen hinter die Fichte führen. Hör damit auf und mach dich ehrlich! Du bist ein naiver Opportunist an der Grenze zur Unterschicht und scheinst nicht einmal zu realisieren, dass du stehst, wo du stehst.


    Die obigen Teile haben dafür gesorgt, dass ich nie nie wieder irgendeinen VW in die Firma lasse oder gar privat nutze. Es waren deren Fehlkonstruktionen und deren Fehler und die haben die Kunden einfach mit dem Scheissdreck hängen gelassen. Ähnliche Erfahrungen dürften viele meiner Bekannten und auch ich mit BMW und Audi machen. Da waren es aber eher Elektronikprobleme. Kulanz? Ebenfalls Null! Garantie? In der Garantiezeit ja, später nicht! Grundlegend wurden die Fehler damals jedenfalls nicht gelöst. Meinen letzten 5er BMW habe ich in Kroatien zurückgelassen und wir durften zu viert im 1er nach Hause „fahren“. Auch blau-weiß kommt nicht mehr auf den Hof. Wenn schon Billigdreck, dann doch bitte auch billig.


    Und wenn du denkst, immer ruhig, was labert der, dann nimm dir eine Stunde Zeit und zieh dir mal die Bilanzen der letzten Jahre von Daimler rein. Daimler zeigt eine extreme Diskerepanz zwischen ausgewiesenem Gewinn und Cashflow. Letztes Jahr war der Cashflow sogar negativ. Diese Kennzahl lässt sich eben weniger leicht frisieren, wie der Gewinn. Aber der Cashflow zeigt die Richtung des Geldflusses und zeigt, dass Daimler trotz fetter Jahre mit dem Rücken zur Wand steht. Alles andere ist Marketing und pfeifen im Wald. Man hat 100 mrd Euro Schulden, steht vor einem technologischen Sprung und tut, als säße man fett auf seinem Ast, während andere längst die Astsäge griffbereit halten. Für meinen Geschmack bist du Daimler, in ganz klein. Grossse Sprünge, leere Taschen. Ein mitteleuropäisches Känguru. Die gibt es derzeit noch verbreitet. Noch.


    Lass mal Fernseher und XBox aus und zieh dir z.B. mal das hier rein: https://youtu.be/uUmBHL5Hw0I

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/4MATIC


    „Das MATIC bedeutet im Vergleich zu herkömmlichen Allradantrieben, dass die zusätzlich angetriebene Achse je nach Bedarf automatisch zugeschaltet wird. Dies übernimmt eine Elektronik, die verschiedene Fahrsituationen und Zustände auswertet.“


    Das würde ich bei eAutos direkt voraussetzen, wenn ich eins mit 2 Motoren baue.


    Zusätzlich sollte man noch mitteilen, dass die 400 Pferdchen keinen Hafer brauchen.


    Ich finde das Kleben an alten Bezeichnungen lächerlich und tatsächlich dumm, weil eAutos ein neuer Pfad sind und alte Zöpfe gekappt werden sollten. Besonders geistige Zöpfe.

    Die Bremsreaktionen der "alten" Hersteller sind nachvollziehbar. Am besten für diese OEMs ist es natürlich, die Komplexität immer weiter zu steigern. Das nutzt den OEMs selbst und natürlich auch dem "Servicenetz". Musk ist zwar der Vorreiter, aber der harte Schlag wird vermutlich eher aus China kommen, weil die Chinesen ihre Chance erkannt haben, einen Markt aufzurollen, in dem quasi alle Etablierten bis dato mit mehr oder weniger leeren Händen dastehen.


    Die Bremser kann ich dabei durchaus nachvollziehen. Man stelle sich nur vor, was passiert, wenn tatsächlich Elektroautos in größerem Maßstab auf den Straßen rollen. Jeder eingesparte Liter Diesel/Benzin führt dann dazu, dass nicht nur die Mineralölkonzerne Probleme bekommen, sondern der ganze, bereits heute lichterloh brennende Nahe Osten. Saudi Arabien hat seine Population seit 1950 von ca. 3,5 Mio auf über 20 Mio (Inländer) + > 10 Mio Ausländer hochgefahren. Wo ist deren Perspektive, wenn die Öleinnahmen ausbleiben. Und beim Öl ist es wie bei allem, was skalierbar ist: Kappt man die Umsatzspitze, geht es beim Gewinn sehr schnell sehr furchtbar bergab.


    Wie sagte mein palästinensischer Mathe-Prof. schon vor mehr als 25 Jahren: Wenn man Gaza befrieden will (Er stammt aus Gaza Stadt), muss Daimler ein Werk wie Sindelfingen dort hinbauen. Dann hören die Selbstmordanschläge auf, weil die Leute etwas zu verlieren haben. -> Wer soll aber bitte die Daimler kaufen? Bzw. wer hält dann die Leute in Sindelfingen ruhig?


    Wenn in meiner Kundschaft Tesla- und Zoe-Fahrer mit einem Leuchten in den Augen von ihren Autos erzählen, ist das brandgefährlich für die OEMs und ebenso für das gesamte Servicenetz. Da ist Autonomie noch gar nicht im Spiel. Elektroautos werden meines Erachtens ganze Wertschöpfungsketten killen. Ebenso, wie es das Smartphone/Tablet tut/tat: Musikindustrie, MP3-Player, Navigationssysteme, Kameras, Diktiergeräte, Zeitungen, klassisches Fernsehen, klassische Kommunikation (Ersatz durch ein Konvolut aus Voice, Mail, SMS, Messenger, VoIP), Buchverlage, klassische Werbung. Nebenbei wurden Preise to go transparent gemacht und somit der Druck auf den Einzelhandel maximiert. Deshalb schätze Warren Buffet zusetzt auch süffisant ein, dass das iPhone basierend auf dem was es kann und alles ersetzt eigentlich viel zu billig ist.


    Die iPhones und iPads haben die Kinderzimmer aufgeräumt. Im Bekanntenkreis hat kein Kind mehr eine "Stereo-Anlage" oder einen Recorder, einen MP3-Player, eine Kamera (einige wenige haben große Spiegelreflexkameras), einen Fernseher (hatten meine Kinder nie), einen Desktop-PC. All das wurde durch 2 Geräte ersetzt, die alles können. Bei Oma dagegen sieht es verbreitet noch anders aus. Neben dem Propagandaschirm hat Oma noch all die genannten Geräte auf Lager.


    Das alles frisst sich Schritt für Schritt in den Alltag. Die Alten, konservativen Nutzer "sterben aus". Von unten kommen Menschen, denen das Hochfahren des Notebooks zu lang ist, weil sie iPads gewohnt sind, die man schaltet wie einen Lichtschalter. "Vorteil" für die Beharrer bzw. Zeitgewinn dabei ist, dass es relativ wenige Junge gibt und die Alten älter werden. Dadurch funktioniert das Bremsen aktuell noch recht passabel. Man muss aber nur mit Buchhändlern, Einzelhändler überhaupt sprechen oder Leute kennen, die bei Zeitungen arbeiten, um zu erkennen, dass die Hütte lichterloh brennt. Unaufhaltsam.


    Auch im ländlichen Raum betreuen wir diverse Neubauten von Einfamilienhäusern. Interessant ist, dass nicht wenige mit Einliegerwohnung für ein Elternpaar bauen, was finanztechnisch natürlich schlau ist. Zu beobachten ist bei denen dann aber verbreitet, dass die auf 1 Auto pro Haus, also 1 Auto für 2 haushalte reduzieren. Die Jungen fahren mit dem Rad zur Arbeit oder S-Bahn. Die Alten fahren tagsüber ihre Besorgungen und der Urlaub wird abgestimmt. Dabei wird das Auto dann zum in der Kleingruppe geteilten Fortbewegungsmittel. Gar nicht gut für die Industrie, die nur eins wirklich gut kann, nämlich Stückzahl. Und davon immer mehr.


    Im Raum Dresden sieht man aktuell eine Abwanderung junger Familien nach außen entlang der S-Bahn-Strecken bis nach Kamenz und in die Sächsische Schweiz. Auch das wird Auswirkungen auf die Fahrzeugindustrie haben. Früher, in den 90ern wurden Wohnparks auf abgelegenen Feldern errichtet. Heute fragen die Leute gezielt nach ÖPNV, um wenigstens bei einem Auto pro Haushalt bleiben zu können.


    Ich sage es wiederholt: Spannende Zeiten. Und wir sind mittendrin. Das ist einerseits ein zufälliges Privileg. Andererseits wird es für viele Leute schwer werden, was zwar schade aber unvermeidbar ist.


    Der EQC ist sowas wie die uralte Elektro-A-Klasse von vor 20 Jahren. Dieses Modell war ja zu Beginn als Elektroauto konzipiert. Nachdem Kalifornien jedoch locker ließ, konnte man erleichtert aufgeben und auf Verbrenner umrüsten.


    Am besten am EQC finde ich das Heck mit seinem "4matic"-Schildchen. Wie dumm ist das denn??? Die haben dem Elektroantrieb also ein Automatikgetriebe-Schildchen spendiert bzw. halten den Daimler-Käufer für einen senilen alten Mann. Letzteres stimmt leider tendenziell. Ich finde es auch immer wieder herzerfrischend, Elektromotoren mit Pferdestärken zu beschreiben. Man sollte da dann wenigstens konsequent sein und die Abmäße in Ellen und das Gewicht in Zentner angeben.


    Allein an der Zetsche-Präsentation konnte man sehen, wie widerwillig Daimler das Thema angeht. Der Akku ist für die heutige Zeit und den Preis zu klein. Man lässt das Auto bewusst auf dem normalen Band laufen und hat quasi einen Elektroantrieb in einen Verbrenner hinein geflickt. Und dieses Alibi ist für "früh in 2019" angekündigt und wird in Buntland erstmal gar nicht bestellbar sein. Wozu auch, gibt doch eh kein verwertbares Schnellladenetz. Für die paar VorzeigegrünnInnen werden aber sicher ein paar ausgeliefert. Da wird dann repräsentativ anstelle des Fahrrades der EQC am Bundestag bestiegen und, wie von Tritten mehrfach demonstriert, hinter der nächste Ecke in den Gepanzerten umgestiegen.


    Grohmann war ein Paukenschlag. Diesbezüglich sollte man sich mal fragen, warum Grohmann überhaupt verkauft wurde. Wie wohl die OEMs mit ihren Lieferanten umspringen und warum die so dermaßen kurzsichtig waren, Grohmann nicht selbst vom Markt zu nehmen. Hochmut kommt vor dem Fall. Immer. Und die Dinosaurier waren kurz vor ihrem Aussterben auch am größten. Da kann auch eine Politik, die alles deckt, wie in Buntland, auf Dauer nicht dagegen anreagieren. Mathematik und Physik schlagen immer Politik. Immer.


    Das Ende der deutschen Automobilindustrie wurde in den 80ern wegen den in den Markt drängednen Japanern prognostiziert, in den späten 90ern wegen den Koreanern und jetzt wegen Elektromobilität.und Autonomem Fahren.
    Ja, das wird einiges Ändern, aber ein funktionsfähiges dauerhaltbares Auto auf die Beine zu stellen ist über Jahrzehnte aufgebautes Know How wo sich Newcomer schnell mal eine blutige Nase holen, siehe auch Kinderkrankheiten von TESLA die ansosnsten technologisch wirklich was bahnbrechendes hinbekommen haben.


    Man könnte frech: "Diesmal ist alles anders." sagen. Das "Anders" gegenüber früher ist aus meiner Sicht, dass frühere Angriffe der Japaner und Koreaner in noch massiv expandierenden Märkten stattfanden. Diese Chance nutzten gerade die deutschen Hersteller und gefüllten Asien mit Autos. Dies wäre diesmal aber wirklich anders, denn wirklich neue Märkte, die auf Befüllung warten sehe ich nur in Afrika. Und Leute, die dort arbeiten, winken auf Grund der komplexen Technik aktueller deutscher Autos ab.


    Ein Beispiel: Früher fuhr man in Deutschland ein Mercedes-Taxi bis 200 - 250 Tkm. Wenn man es wild trieb, legte man noch 100 Tkm drauf. Danach ging das Auto nach Afrika und für bis zur 3/4-Million oder mehr weiter. Dabei konnte von Hand repariert werden. Heute sieht das anders aus. Afrikaner lieben eher die einfachen, robusten Toyotas, als sich in Afrika nicht reparierbare Mercedes ans Bein zu binden. So spricht zumindest einer meiner Bekannten, der seit 1995 Autos im- und exportiert. So, wie der ambitionierte Bastler heute am deutschen, hochgerüsteten Auto immer weniger selbst machen kann, geht es auch dem Afrikaner.


    Dieser expansionstaugliche Markt müsste somit vollkommen neu angefacht werden. Wenn aber, wie er Piech seinerzeit abließ, die Antwort auf den Dacia der gebrauchte Golf ist, wird das nichts.


    Außerdem ist diesmal anders, dass China bereitsteht und die Aufgabe hat, 1,4 Milliarden Menschen zu ernähren. Entsprechend werden die massiv drücken und gegen diese schiere Masse sind Korea und Japan Kindergeburtstag. China geht ja auf Elektroautos, weil die erkannt haben, dass sie bei Verbrennern keinen Blumentopf mehr gewinnen können. Also überspringt man diese Evolutionsstufe und setzt eine Duftmarke auf unberührtem Feld.


    Somit ist vielleicht nicht alles anders, aber doch einiges. Und darin sehe ich auch den Grund, warum deutsche Autoaktien bewertet sind, wie sie bewertet sind.

    [USER="199308"]Goyale[/USER] Man kann live in Dänemark besichtigen, wie Menschen sich bzw. ihre Nachfrage an Märkte anpassen. In Dänemark gibt es Anbieter, die nachts den Strom verschenken. Somit kühlt man seine Kühltruhe anstatt kontinuierlich auf -18°C zu gehen, nachts auf -25°C und lässt sie sich tagsüber wieder auf -18°C erwärmen. Außerdem wäscht man seine Wäsche nachts, sofern das lärmtechnisch passt. Was aber am meisten bringt, ist das Laden der eAutos in der Nacht. U.a. deshalb sind Dänen so geil auf Elektroautos. Früher gab es Nischenutzungen dieser Art auch in Buntland. Um Last zu vergleichmäßigen und die Auslastung nachts zu halten, gab es Nachtspeicheröfen. Heute ist das alle Bähh, man heizt am besten gar nicht mehr oder im Optimalfall durch das Abfackeln von Körperausdünstungen. Schließlich hat die Welt Homo sapiens und der muss deshalb weg. Womit wir direkt zur Ökoeuthanasie kommen... Da wollte ich aber gar nicht hin.


    Nun könnte ich eine Liste zusammenstellen, warum all das Beschriebene in Deutschland nicht geht bzw. gehen darf/kann. Beginnen möchte ich mit:


    - Strom ist kostbar, deshalb darf er nicht verschenkt werden. (Deshalb verschenken bzw. entsorgen wir kostenpflichtig nachts unseren Strom ins Ausland, weil er dort nicht so kostbar ist.)
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    Den Rest der ökofaschistischen Argumente kann sich jeder selbst herleiten. Wenn man dann damit fertig ist, kann man sich mal die technische Deflation bei der "Stromherstellung" begucken. Strom wird in der Herstellung immer billiger und immer sauberer. Aber er wird immer weiter mit Steuern und Abgaben aller Art belegt, weil er ein schlechtes Image hat und auf Grund des direkten Zusammenhangs mit dem Homo sapiens von Natur aus böse sein muss.


    Elektroautos sind energietechnisch um Faktor 2,5 effizienter als modernde Verbrennungskraftmaschinen im PKW. LKW sind ein bisschen besser, da die zwischen mehr als 16 Gängen zirkulieren können und so näher am Optimum fahren. Zumindest ost. Entsprechend macht es beim vergleich mit PKW sogar Sinn, Öl in Großfeuerungsanlagen zu verbrennen und trotz Leitungs- und Ladeverlusten zum Auto zu transportieren. Man braucht unter dem Strich nicht einmal die Hälfte des Öl. Unglaublich? Ist aber so. Wurde bereits x-fach ausgerechnet. Damit sind auch Ökoschwafler kalt gestellt. (Nur nicht in Deutschland, in dem bestimmte Fakten gern verdrängt werden.) Der Vorteil von Großfeuerungsanlagen ist außerdem, dass dort ein stationärer Prozess direkt am Optimum betrieben wird, während Autofahrer wild im Getriebe herum rühren und parallel wild Gas geben oder weg nehmen. Jeder, der Kennfelder lesen kann, weiß, was ich meine. Deshalb machen ja z.B. dieselelektrische Lokomotiven Sinn. Der Diesel schrubbelt am Optimum, die Regelei machen die sich darüber freuenden eMotoren. Bei Autos macht das dagegen recht wenig Sinn, weil bei Verbrennern wegen der fehlenden Rekuperation und dem unsteten Fahren diese Art Spielzeuge (Verbrenner + Generator + e-Motoren) zu gewichtsrelevant währen. Und eine Kombination aus Verbrenner + Generator + e-Motoren + Akku wird dann irgendwie außer komplex auch noch teuer.


    Wenn aber irgendwann der Traum der deutschen Autoindustrie und der deutschen Konsumenten realisiert und ein Hybrid mit großer Akkureichweite kommt, sollte man im Gedenken an die vielen vielen arbeitslosen Hufschmiede zumindest darauf drängen, dass der TÜV die Halter dieser Fahrzeuge alle 2 Jahre schlagen oder wenigstens richtig abzocken darf. "Beschlagen" wäre besser, macht aber zu viel Lärm.


    PS: Für meinen Sarkasmus muss ich mich entschuldigen. Ich war gestern in Leipzig zum Glück nur einen Tick zu spät, um das auf der Straße vor dem Döner stattfindende Schlachtfest zu verpassen. Aber lassen wir das, Buntland ist schön und das Sterben gehört nun einmal dazu.

    [USER="552"]senderlisteffm[/USER] Der Witz ist, dass sich die Masse der Homo sapiens für übermässig individuell hält. Besichtigst du dann die Wohnungen der Individuen, wohnt die Masse nahezu austauschbar gleich. Hab mal ein Mehrfamilienhaus mit baugleichen Wohnungen und besichtige die mal. Du würdest staunen. Da stehen nahezu als Utensilien und Einrichtungsgegenstände am gleichen Fleck. oftmals haben die Individuen auch noch beim gleichen Schweden den gleichen Kasten gekauft. Aber natürlich würde kaum ein Deutscher eine möblierte Wohnung mieten, wegen der Individualität. In Tschechien dagegen vermieten wir überwiegend möbliert. Sogar Familienwohnungen. Das ist dort vollkommen normal bzw. wird sehr gut angenommen. Die Masse kauft ihre Uniformen bei H&M, Primark & Co. und fühlt sich trotzdem sehr sehr individuell.


    Deshalb muss man nur den Schritt gehen und z.B. zu Carsharing wechseln. Dann lernt man sich und seine eigenen Gewohnheiten neu kennen bzw. realistischer einordnen. Die breite Masse fährt keine 15000 km im Jahr und trotzdem sagt jeder Rentner, wenn er gefragt wird, er brauche ein Auto, dass ohne nachtanken mindestens 800 km fahren kann. Wegen der einen Fahrt im Jahr zu Tante Erna, die das selbstfahrende Himmelfahrtskommando sowieso besser per Bahn oder eben später autonomem Auto besucht hätte. Ich fahre nun sein mehreren Jahren ein Auto, das Leute wie Martyn nicht als Auto bezeichnen würden und switche, sofern erforderlich, auf andere Fahrzeuge um. In meiner Firma gibt es auch einige Großstadtbewohner, die ihre Diensthundefänger privat nutzen und dann per Sharing sporadisch "ordentliche" Autos zubuchen. Einer hatte den Anfang gemacht und andere folgten. Anfangs hat sich keiner vorstellen können bzw. wollen, dass sowas funktioniert. Nebenbei hat das Auto dadurch bei meinen Leuten Schritt für Schritt als Statussymbol an Wert verloren. Heute shared man, was gerade vorhanden ist und freut sich, einen für Private wesentlichen Kostenblock reduziert bzw. teilweise regelrecht abgeworfen zu haben. Einer meiner Werkstattleiter fuhr früher über zig Jahre einen geleasten C-Klasse Benz. Der hat in einige Hunderter pro Monat + Betriebskosten + Wartung gekostet. Vom Netto. heute fährt er Berlingo + TeilAuto und sieht dabei recht zufrieden aus. Das ist leider nur schlecht für Daimler.


    Big Data wird in Deutschland radikal unterschätzt. Insbesondere, was die Auswirkungen auf Medizin, Verkehr und Konsumverhalten betrifft. In der Medizin besteht ein großer Teil der Arbeiten heute aus der Interpretation von Messwerten und der Auswertung bildgebender Verfahren. Dort wird Big Data ganze Medizinerjahrgänge hinraffen, denn Computer interpretieren mit einem Fundus von Millionen Messwerten und Bildern deutlich exakter = fehlerfreier als Mediziner, denen bestimmte Krankheiten nur 5 x im Leben unterkommen.

    Ich sag es nochmal: Parallelwelten. Ein Taxi bestelle ich ja heute auch, indem ich mich abreisefertig mache, vor die Tür trete und dann das Taxi rufe. Dann stehe ich 40 Minuten im Regen/Schnee oder der prallen Sonne und habe wieder ein Argument für eine eigene Limousine.


    Am stärksten fällt das Freiwerden der Fahrzeit ins Gewicht. Aber dieses Argument wirst du vermutlich mit dem Argument "Wegfall des Fahrspasses" wegbeissen.


    Tiefgaragen verteuern den Bau von Wohngebäuden um wie viel Prozent? Bedenke, ich komme aus der Bauplanung. Tiefgaragen baut man nur, wenn man ausgabenbedingt unbedingt muss, weil es abartig teuer in Herstellung und Betrieb ist, Autos im Keller einzugraben. Stellplätze und Parkplätze aller Art sind die dümmste Art der Flächennutzung, insbesondere in Innenstädten. Würde man es effizient erledigen wollen, müssten automatische Parkhäuser aufgestellt werden. Aber es gibt in hinreichender Anzahl Menschen wie dich, die diese Dinge nicht annehmen, weil sie ihr Schätzchen der Automatik ungern anvertrauen. Wir haben mehrere solche Dinger in den letzten 20 Jahren gebaut. Unter anderem eins in Dresden an der Markthalle. Und über was beschweren sich die Nutzer? Über die Wartezeit bis das Auto bereitgestellt wird, obwohl zum Auto laufen und selbst rausfahren länger als 2 Minuten dauern würde. Aber diese HONKS lieben es eben selbst aktiv zu sein, anstatt auf die Maschine zu warten, die es in kürzerer Zeit und ohne Parkrempler erledigt. Dieses Phänomen nennt man action bias. Und wer diese menschliche Fehlfunktion einmal kennt, versucht sie zu unterdrücken, denn manche Dinge selbst zu tun ist einfach nur sinnlos und dumm.


    Als klassisch konservativer Besitzstandswahrer, als der du dich entpuppst, wirst du jedes Argument zerreden. Du hast früher sicher auch perfekt jedes Argument für einen Heimcomputer, ein Notebook, ein Smartphone etc. zerredet. Das ist dann vermutlich auch einer der Gründe, warum du relativ mies bezahlt buckeln musst, obwohl in den letzten 20 Jahren diverse Großchancen direkt vor deiner Nase lagen. Man kann alles und jedes zerreden/schlecht reden. Man kann aber auch beobachten, nachdenken, Schlüsse ziehen (die manchmal sicher auch falsch oder zu früh sind) und daraus Handlungen ableiten. Dann hat man im best case eine Chance genutzt, Geld verdient etc. oder war im worst case zumindest gedanklich auf ein Szenario vorbereitet. Beides ist meines Erachtens allemal besser, als sich als Amöbe durch die bunte Konsumwelt treiben zu lassen und zu hoffen, dass alles auf immer so bleibt, wie es ist. Wird es nämlich nicht. Nie.


    Um es mit Bill Gates zu sagen: "Wir überschätzen immer den Wandel, der in den nächsten zwei Jahren geschehen wird und unterschätzen den Wandel, der in den nächsten 10 Jahren passieren wird, Lassen sie sich selbst nicht von Nichtstun einlullen."


    Das war nun wirklich mein letzter Kommentar zu einem deiner Kommentare. Diese Entscheidung fällt im Prinzip leicht, denn man kann sie unter "Gedankenhygiene" verbuchen.