Beiträge von 01833

    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] Autos Investition? Nie! Außer es sind erforderliche Betriebsmittel. Alles andere ist schnöder Konsum.


    Wenn ich gegen 6.30 Uhr zur Arbeit geholt würde, um 7.15 Uhr meine Nachbarin in ihre Schule chauffiert würde und das Auto am Tag dann noch 2 Rentner zum Supermarkt oder nach Dresden fahren würde, stiege die Utilisation auf das 4-fache. Wenn man nun bedenkt, dass der reine Wertverlust bei den meisten Nutzer mit über 25% in die Transportkosten eingeht, sind bereits über 18% Kostenreduktion drin. Legt man ein Rentnerauto mit vielleicht 6000 km p.a. zu Grunde, spart der dann noch deutlich mehr.


    Berufspendler pendeln laut Zeit in 2017 (https://www.zeit.de/mobilitaet…ler-arbeit-zahl-des-tages) ganze 17 km auf Arbeit. Das ergibt dann läppische 34 Pendel-km pro Tag bzw. bestenfalls 7480 Pendel-km pro Jahr. Legt man noch einmal ebenso viele Kilometer für private Fahrten drauf, liegt man schön über der durchschnittlichen PKW-Nutzung pro Jahr (https://de.statista.com/statis…hrene-kilometer-pro-jahr/).


    Legt man andererseits für die täglichen 34 km eine mittlere Geschwindigkeit von 20 km/h im Stadtverkehr zu Grunde, was in Deutschland im Schnitt eher sehr konservativ sein sollte, dann sind die 34 km in 102 Minuten gefahren. Allein die Stoßzeiten morgens und abends erstrecken sich aber über einen Zeitraum von jeweils mindestens 150 Minuten = 300 Minuten. Somit kann ein Auto lockerst 2 Berufspendler abdecken und über den Tag mit dem Transport anderer Leute sogar noch richtig satt in die schwarzen Zahlen kommen. Um solche Probleme lösen zu können, wird man sicher anbieterseitig auf Befragungen von Problembären wie dir verzichten und das Ganze eher mit schnöder Statistik lösen.


    Dazu nutzerseitig der Zeitgewinn. Nie mehr Wartungsarbeiten/-termine, nie mehr tanken, während der Fahrt nicht fahren müssen.


    Dir fehlen ganz offensichtlich einerseits realistische Vorstellungen von Kosten und andererseits jedwede Vorausschau oder Fantasie. Schade.


    Ich hätte gern mal Argumente von deinesgleichen beim Sprung vom Pferd zum Auto gehört. Aber laut Bismarck sind die Autos ja sowieso eine vorübergehende Erscheinung. Womit er unter Berücksichtigung der Jahrtausende langen Nutzung des Pferdes sogar richtig liegen könnte, denn wer weiß was noch kommt. ;)

    [USER="199308"]Goyale[/USER] Mit Elon Musk hast du leider den Finger drauf. Obwohl, wenn man das letzte Interview im ganzen bei YouTube guckt, hat er doch noch gewaltige Potenziale. Das Benehmen ist aber das von Steve Jobs in jungen Jahren. Arschloch, weil er es sich vermeintlich leisten kann. Genie und Wahnsinn liegen leider dicht beieinander. Und Langweiler, wie ich, bewegen leider nichts Großes, wie ein Elon Musk.


    [USER="2108"]NoIdea[/USER] Ich fahre heute schon ein Auto, von dem ich mit alle 1,5 Wochen ein neues kaufen könnte. Für weitere Fahrten leihe ich Autos. Größere Entfernungen versuche ich zu fliegen, obwohl ja Dresden eher nur einen Feldflughafen zu bieten hat. Prag und SXF sind ja aber in Reichweite.


    Für mich wäre es ein Traum, keine eigenen Autos mehr vorhalten zu müssen. Außerdem sehe ich dadurch kollabierende Transportpreise, weil die Auslastung radikal steigen würde. Heute liegt die Masse der Autos bei weniger als 5% Auslastung. Und das bei den Investitionssummen.


    Selbstfahrer würden aber die deutsche Industrie an der Wurzel packen, was wir uns eigentlich nicht wünschen sollten. Wer sollte denn bitte einen autonomen Benz ordern, wenn das die Fahrt zum Supermarkt kostenmässig verdoppelt?

    Hauptsache überhaupt was gemacht. Die werden es schon irgendwie hinbekommen...


    Mit dem derzeitigen Einflicken von LTE-Inseln macht man die Situation telefoniemässig gefühlt schlimmer als besser. Auch der o2-Häuptling muss dies zerknirscht zugeben: https://www.teltarif.de/breitband-au...ews/73946.html


    Fraglich ist, wann der große Moment der 99 %-Flächendeckung kommt. Wenn tatsächlich bis Ende 2021, also in 2 Jahren und 3 Monaten die Flächendeckung erreicht ist, heißt das letztlich doch nur, dass man große 900er-Zellen über das Land verteilt hat. Bandbreiten wurden ja nicht reguliert.


    Die werden das schon hinbekommen. Fragt sich nur wann. Und außerdem fragt sich, wann das Zögern bzw. der Stau Auswirkungen auf das Betriebsergebnis haben wird. Dann wird auch Mutti in Madrid böse. Eigentlich, allen schon um den Kunden den eigenen festen Willen zum Fortschritt zu demonstrieren, hätte man München hinten anstellen müssen. Botschaft: unseren "Hinterhof" bauen wir als letztes aus. Aber nein, man schafft sich eine Insel und zuckt ob der Misere anderswo mit den Schultern. Das ganze auf die Kosten von UMTS zu schieben halte ich für vorgeschoben. Anderswo wurde, heruntergebrachten auf den einzelnen Nutzer, ebenso viel bezahlt. Teilweise sogar mehr. Außerdem liegt der Zauber 18 Jahre zurück, war jahrelang steuerlich wirksam etc. etc. Die verballerten Milliarden wären zu keinem Zeitpunkt in das Netz geflossen, eher hätte man Muttis Schulden in Spanien bzw. früher auch Holland getilgt.


    Läge die Priorität auf dem Ausbau, könnte man ja zumindest einen Teil der Dividende einbehalten. Könnte. Geht aber nicht, da Mutti das Geld braucht und in Südamerika die Währungen in die Binsen gehen, man also quasi für wertloses bzw. wertgemindertes Papier Dienste anbietet, während die Verschuldung in Euro hochgefahren wurde. Um diese Problematik konnte man selbstverständlich nicht wissen da Währungskrise bis dato in Südamerika nie aufgetreten sind.

    Hier in Würzburg herscht eine dauerhafte Überlast,tagsüber wird man oft von lte auf 3g geschoben,obwohl beides vollständig Empfangbar ist . Im 3G Netz gerade nicht einmal 1mb/s,einfach nur schlecht O2! https://ibb.co/ksFCc9


    Stimmt. Konnte ich letzte Woche auch "genießen". Man hat zwar überall eine gute - sehr gute Netzabdeckung, aber leider keine brauchbare Datenrate dahinter. Damit werden LTE und UMTS dann unbrauchbar. Was ich mich dabei frage: die werden doch sicher in irgendeiner Zentrale genau diese Effekte und Überlastungen messen und feststellen, tun aber trotzdem fast nichts - nichts dagegen. (Vermutlich sind einfach finanziell und personell sehr begrenzte Ressourcen verfügbar.) Da hilft es dann wenig, LTE in die Fläche zu zaubern, um Lizenzauflagen zu erfüllen. Die Papiere stimmen dann am Ende ggf. sogar, aber direkt nutzbar ist es eben bestenfalls eingeschränkt. Wie gesagt, an einem meiner Bürostandorte wurde vor ein paar Monaten LTE ausgerollt. Anfangs ein Traum, heute noch mittel bis mäßig. Abends bereits scheintot. Und da beginnt doch gerade erst die Vermarktung der Fullflat. Da reichen dann 5 Hansel in der einen LTE-Zelle, um die Party dauerhaft zu crashen. Und ich glaube ehrlich nicht, dass o2 zeitnah wieder vorbeikommt und die Anbindung des Mastes updated, nur weil die Datenraten kollabieren.


    Gleiches habe ich in Dresden, Bautzen, Potsdam und Erfurt in den letzten Wochen festgestellt. Es wurde zwar überall LTE ausgerollt, aber richtig dolle leistungsfähig ist es eben nicht. Deshalb habe ich mich überwunden und nun alle Firmen zu T-Mobile geschoben. Nachteil sind in jedem Fall die 24 Monate Laufzeit und der Wegfall der Musikflatrates, die einige Mitarbeiter natürlich gern abgegriffen haben. Preislich liegen o2 und T-Mobile nach 2 Verhandlungsterminen mit dem Außendienstler gar nicht so weit auseinander. < 16 % Preisdifferenz halte ich bei Betrachtung der gebotenen Leistung für mehr als angebracht. (Ich hätte nach mehrwöchigen Tests mit Congstar inkl. LTE) auch 25 oder 30 % mehr bezahlt. Langzeitversuchskarnickel ist mein Vater. Der behält freiwillig seinen 10 Gb-Tarifhaus. Wenn die beiden dann in der Sächsischen Schweiz wandern sind, haben sie wenigstens ein Dauerthema, den Blutdruck zu pushen.


    Ich denke, o2 hat den Zeitpunkt falsch eingeschätzt, ab dem die Kunden leistungsfähige Netze tatsächlich nachfragen und auch nutzen. (Man hat sich bezüglich der Smart-Follower-Taktik leider schlicht verzockt,obwohl diese Strategie aus meiner Sicht die Perfekte ist, um aggressiv Geld zu sparen und ebenso aggressiv Geld zu verdienen.) Klar hat T-Mobile schon vor 5 Jahren ausgebaut, nur war es damals mit Datenpaketen von 1 GB vollkommen egal, ob man LTE oder nur UMTS hatte. Wenn es funktionierte, reichte auch EDGE aus. Nun wurde man von der Smartphonewelle überrollt und während die anderen nachverdichten, hat o2 alle Hände voll zu tun, das Netz erstmal als Rudiment auszurollen. Später dann müsste man nachverdichten, gleichzeitig aber eigentlich in Ballungsräumen schon 5G aufbauen. D.h. entweder fährt man den Einsatz massiv hoch (Geld + Personal) oder man kann sich 5G gleich schenken, denn sich Lizenzen mit teilweise arg begrenzten Haltbarkeiten ins Regal zu legen, kann dann nur der Steuervermeidung dienen. Die Kundschaft wird dabei dann Frust schieben und besonders die, die es brauchen/wollen und bereit sind, etwas mehr zu zahlen, werden nach und nach fliehen. Damit steht man am Ende dann mit 1,5 - 2 "ordentlichen" Netzbetreibern da und hat als dritten Kandidaten dann einen Ballungsraumfunker. Letzterer wird sich auch sein Publikum finden, jedoch das Problem haben, zumindest auf dem Papier bundesweite Netze betreiben zu müssen, gleichzeitig aber in den Ballungsräumen eher die preissensible Kundschaft anzusprechen. Und da sich die Preise sowieso immer weiter nach unten bewegen werden, ist absehbar auch die Marge in Gefahr.


    Wenn man heute abends an der Elbe lang läuft, hocken die jungen Leute im Gras, streamen Musik und glotzen teilweise Netflix. Ich denke, diese Art Nutzung geht nicht mehr weg. Eher im Gegenteil greift die weiter um sich und treibt alle 3 Netzbetreiber massiv vor sich her.

    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] Andere Welt. Diskussion sinnlos.


    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...desurteil.html


    Wenn der Dieselanteil sinkt, steigt der CO2-Ausstoß. Entsprechend werden Strafzahlungen je Auto fällig (https://www.focus.de/auto/elektroaut...d_8058030.html und https://www.handelsblatt.com/auto/na...elcXiMq6zx-ap4). Die Lösung? Elektroautos. Ergo könnte es doch recht schnell gehen. Alternativ werden einfach alle Verbrenner teuerer, was auch unproblematisch sein dürfte, da der Konsument ja keine Ausweichstrategie fahren kann.


    Die Autoindustrie versuchte zu bremsen und drückte dabei indirekt ggf. aus Versehen aufs Gas bei der Selbstabschaffung. Entweder wurde diese Industrie dann schlecht beraten, fühlte sich zu sicher oder beides. Jedenfalls ist es gut, wenn turnusmäßig alte Zöpfe abgeschnitten werden.


    Vielleicht kommt aber alles ganz anders und die Politik lässt den CO2-Fetisch fallen. Zumindest wollen die Rechtspopulisten europaweit dieses goldene Kalb schlachten. Ich sagte es schon: es bleibt spannend. Und "spannend" bietet immer Chancen für neue Player. Es ist also gut, wenn die abgestandene Super immer mal durchgerührt wird, auch wenn Scheiße erfahrungsgemäß auch nach dem Rühren wieder oben schwimmen wird.

    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] wir werden diesbezüglich nicht zusammen kommen. Dazu ist unsere Sozialisierung zu unterschiedlich. Ebenso unsere Wahrnehmung aktueller Entwicklungen. Deshalb sollten wir die Diskussion beenden.


    Selbst wenn dein Traum-Elektroauto serienreif wird, wird es für dich unerschwinglich. So wie du heute deinen feuchten Audi-Traum träumst. Im Gegensatz dazu könnte ich mir jeden Monat ein doofes Audi Cabrio kaufen, investiere mein Geld aber lieber anderswo. Ergo leben wir in parallelen Welten mit wenig Schnittmenge. Das ist auch gut so, denn wir würden wohl jeweils in der Welt des anderen abstinken und hätten kein Verständnis.


    Als Lektüre könnte ich dir Rifkin: Access - empfehlen. Massen werden nichts mehr besitzen und viele, viele werden auch nicht den Cashflow haben, sich Zugriffsrechte zu leisten. Deshalb steigst du von Apple auf Android um und deshalb musst du heute schon mit dem Cent fuxen, obwohl die Auszehrung nach amerikanischen Vorbild dort erst beginnt.


    Arbeit wird billig wie Dreck werden. Wir hier im Osten sind auf diesem Weg schon weit voran. In Sachsen beziehen mehr als 30% Mindestlohn. Tendenz nicht fallend. Im Gegenteil. Wenn du also lohnabhängig bist, hast du perspektivisch nicht deine 35000€ bei 35 h sondern ein Problem.

    Tesla gibt heute bereits 8 Jahre Garantie auf den Akku. Zweifle also ruhig weiter.


    Du hast die Geschäftsmodelle von ATU & co. nicht verstanden. Ölwechsel und Bremsen sind deren Hauptumsätze. Zumindest bei mir persönlich bekannten Werkstattleitern von ATU. ATU hat den Fachwerkstätten die einfachen Arbeiten weggenommen und lässt diese durch Billigkräfte erledigen.


    Autos zu reinigen wird verdienstmässig noch weiter unten angesiedelt sein, als Taxi zu fahren. Heute gibt es allein 500000 Berufskraftfahrer in Deutschland.


    Und, wie gesagt, der öffentliche Dienst wird Unmengen Jobs steichen müssen. Sachsen als eines der starken Ostländer müsste bei Verzicht auf Transfers alle Investitionen streichen, um die derzeitige Verwaltung halten zu können. Und das nach bereits 3 Kreisreformen in 20 Jahren. Meinst du, Schleswig-Holstein oder das Saarland ständen da wirklich besser da? Oder NRW? Das wird 100000e Aebeitsplätze kosten, sobald der Geldstrom aus der Industrie ruckelt.


    Wenn ich mir z.B. eine Gemeinde bei uns ansehe, in der Müller Milch hockt: die haben nachdem Müller nun mehr und mehr Konzern und immer weniger Familienunternehmen ist, einen Nothaushalt, weil die Steuern absehbar ausbleiben werden. Das fängt auch kein Kleingewerbetreibender mehr auf.


    Für 35000€ p.a. bekommst du im Osten einen Ingenieur. Fulltime. In Polen bekommst du sogar 2-3 Ingeniere und in Bulgarien 4 Klinikärzte oder 6 Ingenieure für dieses Salär.


    Wie gesagt: Dream on. Sitze ruhig noch ein bisschen fett auf deinem Ast und träume von Zeiten, in denen alles besser wird. Ich für meinen Teil habe nach 1990 die Komplettauflösung bereits erlebt. Und ich sehe die derzeitige Entwicklung in den nächsten Jahren nach Jahren der Gleichmut zum Sprung ansetzen.


    Was meinst du, warum Politik und die wirklich Reichen derzeit so nervös agieren?


    Hast du mit deinem Chef schon über das aus deiner Sicht gerechte System gesprochen? Oder schwadroniert hier der Opportunist, der sich kaum draut auf Arbeit unter dem Tisch vor zu gucken.


    In Indien bekommen Inder für das bewerten amerikanischer MRT- und CT-Aufnahmen etwa 1$ pro Bild. Was meinst du, was ein deutscher Radiologe verrechnet und wer wohl die geringere Fehlerquote hat? Es wird durchgekehrt werden, und zwar heftig.

    Du naiver Träumer: die deutsche Faulheit wird die restliche Welt, insbesondere Asien, sicher nicht aufgreifen.


    “Einige Jobs“ ist auch gut. Richtig gut. Allein Banken und Versicherer werden 10000e Jobs abbauen. Ebenso die Digitalisierung des öffentlichen Dienstes, die allein aus Geldmangel kommen wird.


    Über Elektroautos, deren Auswirkung auf die Produzenten und die Werkstätten und die 100000en Jobs, die da dran hängen, müssen wir nicht nachdenken. Von was leben ATU und Co? Sind es nicht Bremsen, Ölwechsel, Auspuff und andere einfache Reparaturen, die es bei Elektroautos gar nicht gibt?


    Ich bin diesbezüglich relativ skeptisch, weil in der Vergangenheit mitt jedem Fortschritt auch die Märkte expandierten. Das geht nun nicht mehr, weil bereits global agiert wird.


    Dein Kommentar ist letztlich nur Hochgewürgtes, was der Mainstream den Leuten einflötet. Wäre es tatsächlich so, dass neue Jobs entstünden, müsste man nicht seit x Jahren die Statistik immer mehr frisieren. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...a-1133354.html


    Gerechtigkeit wäre in deinem Sinn doch, dass du für Arbeiten bis mittags 5000€ willst, ich aber gern weiter bis 18 Uhr arbeiten darf, dann aber eben für weniger Geld. Gerecht ist es nicht, wenn Leute gezielt auf Kosten anderer leben. Das ist hochgradig ungerecht.


    Ich sehe das Elektroauto als eine. Technologie, die das deutsche System industrieller Fertigung in seinem Fundament erschüttern kann. Deshalb wird hierzulande auch radikal gebremst.


    Der eigentliche Todesstoss wird aber durch die autonomen Autos kommen, denn dann gehen auch die erforderlichen Stückzahlen in die Knie, wenn nicht gar die „Marken“, wie beim Benzin, Zucker, DSL, der Festnetztelefonie etc.


    Der Fahrzeugbau liegt bei 4,5% des BIP. Seit 2005 von 3,4% gestiegen. Wir setzen also zunehmend auf ein sterbendes Pferd. https://www.destatis.de/DE/PresseSer...ublicationFile


    In der Rechnung bleibt jedoch die Wartung der Fahrzeuge und der Anteil des Maschinenbaus, der den Autoherstellern zuliefert unberücksichtigt. Somit ist dieser Sektor die Achillesferse Deutschlands, da der gesamte tertiärer Sektor nur leben kann, wenn andere das Geld erstmal erwirtschaften. Deshalb sage ich ja immer: spannende Zeiten. Hochspannend.


    Und das eAuto geht ebenso wie die Computer nicht mehr weg. Und es ist regelrecht primitiv im Vergleich zum modernen Verbrenner. In Dresden gibt es einen Lehrstuhl „Verbrennungskraftmaschinen“. Anderswo sicher auch. Lehrstühle für Elektromotoren gibt es dagegen nicht mehr. Ausentwickelt.


    Und die Batterien als einen wesentlichen Anteil am eAuto überlassen wir generös den Asiaten, weil wir gar keine Elektrochemiker haben, die sich da auskennen.


    Und die Genschere dürfen wir nun in Europa auch nicht mehr anwenden. Das führte dazu, dass ein Sack voller Bekannter meiner großen Tochter diesen Sommer quasi nach Amerika vertrieben wurde.


    Deine gerechte Verteilung von Arbeit kannst du dir, mit Verlaub, in die Haare schmieren. Solange ein Uhrmacher frisch ausgelernt in Glashütte bei den Luxusuhrenherstellern mit 10€ abgespeist wird und man im Kaufland an der Kasse ungelernt 14,50€ verdient, ist klar, dass die Spirale sich einfach nur immer weiter dreht. Gleichzeitig beklagen die Uhrenmanufakturen lauthals Fachkräftemangel und das 30% der Leute AfD wählen. Sowas kommt von sowas...


    Bei manchen wirkt es noch, mit der Hasenattrappe oder der Audi zu wedeln, damit das Hündchen nicht an Tempo verliert. Andere sind aber eben schon aufgewacht. Dream on Martyn, in Bayern wird das auch noch ein Weilchen länger funktionieren als in Sachsen, da mehr Speck zum abschneiden da ist, während bei uns seit Jahren ins Fleisch geschnitten wird.


    Aber, wie gesagt, das autonome eAuto wird den Westen killen, weil die Auto-Monokultur in Bayern, BaWü und Niedersachsen zu einer Abart der holländischen Krankheit geführt hat, bei der alle, die halbwegs geradeaus denken können, in dieser Industrie und ihren Zulieferern schaffen gehen. Monokultur war aber noch nie gut, besonders schlecht ist sie aber in Zeiten von Disruption. Dazu könnte ich dir Erfahrungen von 1990-1995 schreiben, als 100000e im Osten glaubten, es ginge sich irgendwie aus... Der Glaube stirbt zuletzt. Auch in Bayern.


    Meine Prognose ist, dass die Industrie weitgehend gekillt/roboterisiert wird. The machine is builds the machine... Dafür werden emphatische Berufe reüssieren. Aber eher Krankenschwestern als Ärzte, weil letztere durch Big Data auch digitalisiert werden. Das dauert sicher noch ein Weilchen, aber wenn es beginnt, sind die Gewinne schnell dahin, da man nur bei hoher Auslastung Geld verdient. Bereits 10% weniger Autos können die ganze Industrie killen.


    Aber erstmal wird Ford Deutschland verlassen, wie es Dudenhöffer ja schon vor 2 Jahren aufgeschrieben hat. Wird spannend für Köln und das Saarland.


    Warum zerren wohl Essen und Köln um Karstadt/Kaufhof? Warum ist die Politik in Niedersachsen vor Hohmann eingeknickt? Was sind denn bitte 1000 Arbeitsplätze bei einem Salateinrührer, wo doch VW um die Ecke ist? Die sehen auch was kommt und kämpfen mit allen Mitteln.

    Ich wünsche dir, dass die Digitalisierung um deine Heimat einen großen Bogen macht und alle Bürojobs erhalten bleiben.


    Was ich meinte, war eine digitalisierungsfeste Perspektive anstatt zu machen, was alle machen. Das du mitläufst, habe ich längst kapiert. Das das nicht zukunftsfest ist, wirst du ggf. eher früher als später erfahren. Obwohl du ja schon an der Schwelle zum Abstieg in die Unterschicht stehst und es eigentlich längst realisiert haben müsstest.


    Das man investieren muss, um später ernten zu können, ist eine Binsenweisheit. Als Elektriker oder Maler oder Klempner braucht man ein Auto voller Werkzeug und eine Garage als Zwischenlager. Viel mehr nicht.


    Ich habe 14 Leuten den Meister finanziert, unter der Bedingung, dass die Jungs 7-10 Jahre bei mir bleiben. 8 davon sind nun bei mir, die anderen haben sich selbständig gemacht und wir arbeiten noch immer gut zusammen.


    Leute ohne Kinder können nicht nachvollziehen, dass Dienstreisen eher Sackgang als Freiheit sind. Diese Art Reisen sind Pflicht, nicht Kür. Und ich vermute mal, du reist dienstlich nicht, denn ich kenne eigentlich keine entspannenden Dienstreisen bei denen man 14 Uhr fertig hat und die Stadt anguckt. Wenn man erwachsen ist, hat man überdies kapiert, dass das Gros der Städte austauschbar ist und man nicht in Bochum, Cottbus, Frankfurt, Rostock etc. gewesen sein muss.


    Ich empfehle dir nochmal Prof. Dueck. Als Augenöffner. Der erklärt dir zwar rhetorisch anstrengend, aber plausibel, dass Massen wegdigitalisiert werden werden. Und wenn der nicht hilft, hör dir Precht an. Der sieht es noch kritischer.

    Scheiß Marktwirtschaft ;) Da bewerben sich die besseren Schulabgänger doch tatsächlich da wo sie sich ein besseres Gehalt oder/ und angenehmere Arbeitsbedingungen als im Handwerk versprechen.


    Es gibt sehr wenige Sektoren, in denen man eine so niedrige Barriere hat sich selbstständig zu machen, wie im Handwerk. Deshalb bitte „besser“ nicht immer mit „satt“ oder gar „träge/feige“ verwechseln.


    Ich persönlich sehe die Lebensperspektive eines mäßigen Abiturienten als Elektriker oder Klempner mit eigenem Betrieb deutlich zukunftsfester, als die des mäßigen Abiturienten, der sich durch die BWL gequält hat, weil er Ingenieurwissenschaften wegen TM und/oder Mathe gemieden hat. Der BWLer wird, wenn er gut ist, sich absehbar selbst wegdigitalisieren. Und auch der arbeitslose BWLer braucht Strom und Rohre in der Wohnung.


    Auch Sozialpödagogen brauchen 2000 kcal/Tag, so dass Landwirten und Bäckern die Arbeit sicher auch nicht ausgehen wird.


    Aber lasst sie nur alle die die Schwarmstädte ziehen und Eventmanagement studieren. Später dann in den Eventagenturen werden sie erkennen, dass die Eigentümer meist Quereinsteiger und Macher sind und nur billige Sklaven suchen.


    Damit wären wir bei „versprechen“. Im Sozialismus wurde uns auch so einiges versprochen. Man machte sich da dann seine eigenen Gedanken. Heute aber gehen viele den aus meiner Sicht falschen Versprechen auf den Leim. Man hockt in der Schwarmstadt, beglückt den Vermieter, jobbt bis 30 auf Mindestlohnniveau, wohnt in der WG und nennt das Freiheit. In den Urlaub fährt man nicht, man „reist“. Am liebsten nach Südostasien oder Südamaerika, weil dort auch das kleinste Eurowürstchen den King machen kann. Weiter so. Immer den Illusionen hinterher.


    Windhundrennen sind abrupt zu Ende, falls der erste Hund die Hasenattrappe schnappt und den Schwindel bemerkt. Auf diesen Moment bin ich sehr gespannt, bei den deutschen Jugendlichen und auch bei den Asylanten. Jung, ungebildet, chancenlos, konsumhungrig und der Applestore lockt. Es bleibt spannend...


    Noch kurz zu sinnvollen Rahmenbedingungen:
    - Ladesäulenverordnung
    - Google & co. sollen gehindert werden, deutsche Startups zu kaufen
    - Arbeitsstättenverordnung mit Zwang zur Tageslichttoilette
    - Damentoilettenzwang, auch wenn keine Frauen im Betrieb vorhanden sind
    - Behindertentoilette, auch wenn keine behinderten Menschen vorhanden sind, weil diese keine mobilen Montagetätigkeiten ausführen können


    Alles sehr sinnvoll. Insbesondere für die, die die Durchsetzung kontrollieren. Und wenn man ein paar Seh- und Hörbehinderte beschäftigt, brauchen die noch lange keine Behindertentoilette, deren Anschaffung lockere 15000€ kostet. Aber was muss, dass muss, wegen der Rahmenbedingungen und weil man sich davon viel verspricht.