Nette Idee. Aber wenn ich immer erst einkaufen soll damit ich Bargeld abheben kann ist es für mich uninteressant. Für das schnelle Bargeld zwischendurch also nicht geeignet. Das ist doch auch nur eine Möglichkeit Kunden in die Läden zu locken, den Bargeldbestand zu minimieren und Arbeitsplätze bei den Banken abzuschaffen (und damit auch Kundenservice ins Internet auszulagern, was aber nicht jeder Bürger hat).
Du glaubst doch nicht wirklich, dass in den Geldautomaten Bankangestellte hocken, die das Bargeld in den Schacht legen?
Zumindest bei uns werden diese Automaten auch schon längst nicht mehr von Bankangestellten im weitesten Sinne gefüllt. Es fährt der Geldtransporter vor, abends gegen 18 Uhr, zwei Mindestlohnjobber springen raus, einer guckt und sichert ab, der andere füllt die Geldkassette.
Banken und Versicherer werden absehbar industrialisiert und digitalisiert. Das wird 10000e Jobs kosten. Jedes Jahr.
Auch Banken und Versicherer sind nunmehr auf die Akerlof-Spirale eingebogen und nehmen den Weg alles irdischen. Abwärts. Warum auch nicht, Lehman-Zertifikate, die man vor 2008 den Leuten ins Depot drückte, wären ohne fundierte "Beratung" sicher ein Ladenhüter geblieben. Der Schalterfuzzi hat eben gerade nicht das Wohl des Kundengeldes im Sinn, sondern seinen eigenen Job und bestenfalls noch das Geld der Bank selbst. Somit ist es für den Kunden tatsächlich ein Handel mit Scheiße in Bonbonpapier. Das spricht sich rum. Die, die "schon immer Beratungen wahrnahmen" sterben aus und die, die nachwachsen haben entweder kein Geld oder kümmern sich allein. Siehe die Direktbanken, Discountbroker, N26 & Co.
Damit zu kommen, dass nicht jeder "Bürger" Internet hat, finde ich 2018 beinahe spassig. Ich vermute, die Internetfreien werden binnen der kommenden 10 Jahre komplett aus dem Markt verabschiedet werden. Deren gesetzlicher Vormund/Betreuer hat dann sicher Internet, allein schon aus Kostengründen, und um bei seinen Schäfchen Provisionen abzugreifen. (Zu Letzterem könnte ich eine Geschichte erzählen... Die Betreuung alter Menschen in Kombination mit Neukundenprämien, Shoop & Co. ist nicht nur ein augenfälliges Geschäft, es ist beinahe schon eine kriminelle Goldgrube. Sobald man die Vollmacht hat, kann man sich die Taschen voll machen.)
Im Prinzip gibst du dir doch selbst die Antwort: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Finanzielle Schäden sind ebenso eine Strafe für Unwissenheit bzw. das Abgeben des Denkens an externe Verkäufer, die sich als Berater tarnen.
Einige, wichtige Dinge, sollte man im Leben nicht aus der Hand geben:
- seine Frau
- die Erziehung der eigenen Kinder
- alle Geld- und Versicherungsangelegenheiten
Letztere, da man mit seiner Arbeit ja Zeit gegen Geld tauscht und zumindest meines Erachtens die Zeit zu wertvoll ist, als dass man sich diesbezüglich große, grundlegende Fehler erlauben sollte. Ebenso sollte man mit seiner Lebenszeit nicht unnötig Overhead bzw. Bullshitjobs durchfüttern. Meine Meinung