Beiträge von 01833


    Für das erste Handy für Kinder waere ein 5G-only Anbieter aber ziehmlich ungeeignet, denn 5G Hardware wird auf lange Zeit noch deutlich teurer sein als 3G/4G Hardware. Und wer will schon seinen Kind als erstes Handy gleich ein Top-Smartphone kaufen?


    Und bei den kleinen und mittleren Smartphonetarifen ist eh nicht soviel Luft für nennenswerte Preissenkungen.


    Die am ehesten erreichbare Zielgruppe wären noch hochambitionierte Kunden die ohnehin so schnell wie moeglich 5G wollen und deshalb ohnehin ein 5G Smartphone sobald die ersten Geraete auf dem Markt kommen. Und einen sehr grossen Tarif. Weil bei den grossen Tarifen waere noch eher etwas Luft.


    Meinst du ernsthaft, irgendeine in China hergestellte Hardware wird "auf lange Zeit deutlich teurer" und dafür in niedrigen Stückzahlen abgesetzt werden? Eher nicht, außer "lange Zeit" beschreibt vielleicht 12 Monate. Das wird, sobald in Asien die Netze stehen, ganz schnell gehen. Eher wohl wird aus den Chinahandys 2G und 3G raus fliegen. Wenn Apple in iPhone mit 5G für 1000 € bringt und Samsung mit 800 € nachzieht, ist Huawei schon bei 600 €. Darunter folgen dann ZTE, Xiaomi und dann ist noch viel Platz für die unzähligen asiatischen NoNames. Ich fürchte, wir hier denken, es könnte/würde alles ruhig angegangen werden, aber in Asien wird man längst mit den Hufen scharren.


    Wäre es, wie du es siehst, wäre das ja eine Chance für den gediegenen Technologiekonzern aus München, der von einem Josef Käser ak Jo Kaeser der Weltoffene "geführt" wird. Das wäre für "auf lange Zeit noch deutlich teurer" Preise doch der ideale Anbieter. Später, wenn die Preise fallen, könnte man ja Antidumpingzölle verhängen lassen, wie der Sonnenkönig Asbeck, der das eigene Schlachtgewicht lange vor den schwarzen Zahlen erreichte. Aber Jo hat vermutlich den Kopf voll, weil das Feuer unterm Dach kaum mehr zu verbergen ist und er im Gegensatz zu mir nur ein Angestellter seiner Anleger ist, der tanzen muss, wenn die pfeifen oder den Takt wechseln.


    Ich persönlich glaube jedenfalls kaum, dass die asiatischen Hersteller der Homöopathie frönen werden. Das wäre sehr sehr ungewöhnlich. Im Gegenteil, 5G mischt zumindest in Asien die Karten neu und ALLE werden dabei sein wollen. Danach wird nämlich eine ganze Weile nichts wirklich Neues kommen müssen.


    Ein weiteres Segment für 5G wäre in Deutschland der Festnetzersatz. Ebenfalls ein Millionenmarkt mit Massen unzufriedener Nutzer. Allein wenn ich hier in Dresden viele Kabeldeutschland-Kunden sehe, die abends keine Bandbreite mehr für HD-Videos bekommen. Aber dafür bräuchte man ja Glasfaseranbindungen, die in Buntland wertvoller als Gold sind.


    Aber, wie gesagt, ich glaube kaum, dass irgendwer mit tiefen Taschen Lust und Laune für ein solch aufreibendes Geschäft mitbringt. Diese Damen und überwiegend Herrn investieren viel eher in Plattformen. Wenig Aufwand, potenziell große Märkte und kaum Regulierung. Ich war vergangene Woche mit einem Menschen essen, der viel Lebenszeit als Partner bei einem Finanzinvestor auf der Sand Hill Road in Palo Alto verbrachte und nun auf eigene Rechnung und ohne Druck investiert. Sehr aufschlussreich. Ganz andere, für deutsche Verhältnisse beinahe irre Denke. Eigentlich fast erschreckend. Mutti Merkel sollte sich anstelle Georg Soros einzuladen, mal mit Peter Thiel & Co. treffen und sich deren Geschäftsmodelle erklären lassen.


    5G ist, wie 4G und 3G und überhaupt, am Ende eine dumme Pipeline, die über den Preis verkauft werden wird. Deshalb ist dieses Geschäft unschick und kaum hypefähig. Die weite, flache Ebene eben. Einzig 1&1 sähe ich als Einsteiger, Dommermuth ist für dieses Experiment aber als Alleingänger zu "arm".


    Früher gab es mal Energiekonzerne, die Mobilfunker und Festnetzanbieter aus der Taufe hoben. Heute gibt es in Deutschland nur noch Konzerne, die ihr Geschäft endoptimiert haben und die Investoren bestenfalls mit hohen Dividenden bei der Stange halten können. Phantasie? Risiko? Pustekuchen! Land und Wirtschaft als Teil des Landes werden endverwaltet. Die Asche wird perfekt bewahrt, bis irgendwer von außen kommt und in die Asche pinkelt, wie ja schon mehrfach geschehen.


    Huch, es gibt ja schon konkrete Pläne für 2019 und, oh Wunder, europäische Konzerne, aus der Weltgegend, wo automatisch immer vorne ist, scheinen nicht dabei zu sein: https://www.mobilegeeks.de/artikel/5g-smartphones-2019/


    Der Artikel eröffnet mit „2019 soll das Jahr werden, in dem die 5G-Technologie ihren Siegeszug um die Welt antritt (okay, in Deutschland sicher erst deutlich später).“ - Im 3. Reich wären solche Formulierungen strafbar gewesen. Heute, in Buntland, freut man sich, wenn man mobil surfen darf.

    Zumindest fuer die naechsten 30 Jahre sehe ich eigentlich schon noch einen steigenden Bedarf nach Wohnraum.


    Zwar wird die Einwohnerzahl hoechstens stagnieren oder sogar leicht sinken, von aktuell 82,7 Mio. Einwohnern auf vielleicht 78 Mio. Einwohner, aber gleichzeitig wird auch die Haushaltsgroesse von aktuelle 1,95 Bewohner auf vielleicht 1,75 Bewohner sinken. Das macht dann unterm Strich 5,1% mehr Haushalte. Gut, es werden auch mehr alte Leute sein, die im Pflegeheim wohnen, aber so 3% mehr Haushalte werden es definitiv bleiben.


    Wir hier im Osten hatte noch vor 5-7 Jahren bis zu 15 % Leerstand in den heutigen Schwarmstädten Dresden und Leipzig. Offenbar gibt es bzw. gab es in den letzten Jahren eine Wanderungsbewegung vom Land in die Stadt. Aktuell sehen wir, die wir in der Verwertungskette auf dem Bau ziemlich weit vorn stehen, eher den gegenläufigen Trend. In den Städten werden derzeit noch große Wohnanlagen realisiert, man steuert nach meinem Bauchgefühl im gehobenen bis hohen Preissegment demnächst in ein Überangebot. Gleichzeitig sehen wir in unserer Kundschaft eine Stadtflucht junger Familien, die 2 Ursachen hat.


    1. wird die Stadt (Dresden, Leipzig, München) den jungen Leuten bzw. insbesondere jungen Familien zu teuer bzw. unbezahlbar
    2. wird jungen Familien mit schulpflichtigen Kindern die Stadt zu bunt, deren Schulen zu schlecht, die Klassen zu voll. Man flieht bewusst auf das Land, weil dort für die Kinder, gerade für die Kinder die Welt noch deutlich einfacher ist. In Dresden und Leipzig kenne ich vom Hörensagen ausschließlich Schulklassen, die bin zum Teiler gefüllt wurden. Da dann in der Grundschule noch ein paar Problemkinder und ein paar des Deutschen nicht Mächtige und es wird schwer für das eigene Kind. Das umgehen derzeit relativ viele.


    Erst haben wir in Dresden und Leipzig Kindergärten geplant und realisiert. Heute tun wir das Gleiche um Umland um diese beiden Städte.


    Wir betreuen im Jahr ca. 200 Einfamilienhäuser. Aktuell 80 % im Umland und 20 % in der Stadt/am Stadtrand. Vor 3 Jahren war das noch genau anders herum.


    Zu Geschosswohnungsbau sage ich nichts mehr. In Dresden versucht man sich aktuell daran, Kaltmieten bis 14,50 € im Markt zu etablieren. Selbst die Genossenschaften bauen kaum mehr unter 10.- € kalt. Diese Entwicklung und die daraus folgenden Kapitalflüsse (bei Investoren raus aus der Stadt und vielfach raus aus Deutschland) halte ich für gefährlich und krank. Aber solange alle mitlaufen und die Wohnungen tatsächlich voll werden, wird es noch eine Weile so gehen.


    30 Jahre sind eine sehr sehr sehr lange Zeit. Hätte vor 30 Jahren irgendwer die deutsche Einheit für "in 3 Jahren" prognostiziert, wäre er bestenfalls ausgelacht und im worst case psychologisch behandelt worden. Du verwechselst dein "sehen" gern mit linearem Verlängern des Istzustandes in die Zukunft. Was ist die Basis für steigende Wohnflächen und die Verkleinerung von haushalten? Wohlstand! Ausschließlich Wohlstand! Kommt es da zu Einbussen, nicht zum Kollaps, dreht sich das Blatt ganz schnell wieder. Schau dir nur an, was die Auguren zur Lebenserwartung so alles für die Zukunft ausgerechnet haben. Und was ist letzte Woche durch die Medien gegangen? Letztes Jahr ist die Lebenserwartung, oh Überraschung, leicht gefallen. Lineare Verlängerungen einer Vergangenheit in die Zukunft sind bestenfalls naiv, überwiegend aber gefährlich dumm.


    Aktuell steigen die Nebenkosten für das Wohnen deutlich stärker als die Inflation, entsprechend werden diejenigen finanziell erdrosselt, die sowieso schon an der Kante entlang leben. Damit sehe ich eher, dass Kinder länger bei Eltern wohnen könnten (siehe Italien) oder ganz Alte zu Alten ziehen, um zu Hause gepflegt zu werden. Die heutigen 1,95 Bewohner pro Wohnung resultieren aus der massiv gestiegenen Lebenserwartung und dem Wegsterben der Männer vor den Frauen. Wenn ich die Daten einiger Dresdner Genossenschaften sehe und dort sehe, wie viele Frauen allein wohnen und wie alt die im Schnitt sind, dann ist das nicht das bunte Bild der hippen Studenten sondern die Einsamkeit der Witwen. Der Trend, dass diese Personengruppe zunimmt, sollte sich absehbar durch die demographische Verteilung durchgeschoben haben. Damit ist dann irgendwann ein neues Normal erreicht und es geht eben nicht immer weiter, linear.


    Den gleichen Effekt kann man sich doch z.B. bei der Inflation und den Energiepreisen begucken. Das ist was, an dem man die Interpretation statistischer Effekte perfekt üben kann. Habe ich immer mal mit meinen Kindern gemacht, da die Medien immer so schön von Inflationsraten plappern, aber die Hauptbeweggründe vergessen, vertuschen etc.


    Bevölkerungsentwicklung? Die einen sagen so, die anderen so... https://www.zeit.de/2016/10/demograf...ation-wachstum


    Jedenfalls wird es absehbar arabische, afrikanische und Armenghettos geben. Dort wird man ganz sicher nicht mit 1,75 Personen/Wohnung wohnen und trotzdem einen sehr wesentlichen Anteil zur Bevölkerungszahl leisten. Politik und alle mitlaufenden Opportunisten haben sich entschieden der Quantität den Vorzug vor der Qualität zu geben. Damit wird Deutschland von einer, wie Heinsohn so schön sagt, Kompetenzfestung zu einem mässig mittelmässigen Staat unter vielen. Der brasilianische Weg sozusagen, nur mit Kackwetter. Wohin ich auf diesem Weg der Wohlstand entwickeln könnte, kann man sich leicht ausrechnen.


    https://www.nzz.ch/meinung/auswander...n-ab-ld.104291
    https://www.nzz.ch/articleeo5x7-1.76650
    https://www.zeit.de/2015/45/bevoelke...omplettansicht


    Fakt ist nach meiner Rechnung, dass das deutsche BIP pro Kopf bedingt durch die Zuwanderung kaum haltbar sein wird. Das hat nichts mit Rassismus sondern mit Bildung und Sozialisierung zu tun. Damit wird es für eine breite Masse bis hinein in die Mittelschicht vermutlich dazu kommen, dass man von liebgewordenen sozialen Errungenschaften Abschied nehmen muss, weil sie schlicht nicht finanzierbar sind. Aber dieser Weg wurde von der breiten Masse der Wähle genau so bestätigt, also muss man es zur Kenntnis nehmen akzeptieren und für den worst case vorbereitet sein. Aktuell läuft die Exportindustrie hochauflösenden Hochtouren und verdeckt damit die aufziehende Misere. Aber wehe, wenn die Welle bricht. Und es sollte niemand sagen, dass die Zinsen nie wieder steigen werden/können. Insbesondere die nicht, die nach 2008 Negativzinsen ausgeschlossen und den dadurch implizierten Immobilien- und Aktienboom negiert haben. In den letzten 10 Jahren lag das Geld sozusagen auf der Straße. Das war DIE Chance. Man musste nur gegen den Strom schwimmen und eben nicht für >$1000 in Gold fliehen, um das Geld in "Sicherheit" zu wissen. Ebenso sehe ich derzeit die Schaumkrone auf der Fluchtwelle ins Betongold.


    In der aktuellen Situation würde ich mich nicht trauen, die kommenden 5 Jahre zu prognostizieren. In meiner Branche nicht einmal das kommenden Jahr, denn so schnell, wie das Rad derzeit dreht, wird es vermutlich wieder einmal ganz plötzlich anhalten. Wie 1995 und 2008. Darauf sollte man sich gefasst machen. Deshalb haben meine Stammleute Firmenanteile, damit in Krisen zusammen gearbeitet wird und Angestellte nicht im entscheidenden Moment zum Arzt gehen. Unsere gewerbliche Kundschaft hat es derzeit jedenfalls doch spürbar eilig, noch einige Wohnparks und Projekte auf den Markt zu werfen. Irgendwie spüren alle, dass die Kapelle bereits auf die Instrumentenkästen schielt. Nach 10 Jahren eigentlich kein Wunder.


    Was sagt meine bauchgesteuerte Frau? Raus. Geld in Sicherheit (Was ist aber bitte Sicherheit für bunte Baumwollfetzen. Frauen eben...) bringen. Was sage ich? -> Und dann? Was dann? Was mit dem Geld? Was mit der vielen Zeit, wo doch das "einfach weitermachen" bis dato noch gehörig Spaß macht.


    Wir sind aber weit weit weg von "Immobilien zur Altersvorsorge". Bzw. ich. Sorry an die genervten Mitleser.

    [USER="222693"]01833[/USER] :


    Du hast Dein Geld offensichtlich gestreut. Das passt dann.


    Scheinbar denkst Du auch in langen Zeiträumen. Passz alles. Der normale TT-User denkt bis zum Festgeld-Ablauftermin.


    Mein Problem bei den Immobilien war/ist, dass ich eigentlich die demografische Entwicklung im Hinterkopf habe, diesen Markt deshalb langfristig nicht weiter expandieren sehe. Außerdem besteht aus meiner Sicht die reale Gefahr von Zwangsabgaben. Der IMF hat dazu bereits 2011 Konzepte vorgestellt. Ich hätte die Häuser tatsächlich auch gern noch ein Weilchen behalten, ABER in diesem Markt braucht es für die Abwicklung von Geschäften Monate. Deshalb die Entscheidung jetzt raus zu gehen und so ultraliquide zu sein.


    Bei Aktien sehe ich auch massive Preisblasen. Andererseits denke viele so, so dass es ggf. dann eben ein Weilchen dauern kann, bis die Blase platzt. Wobei natürlich konkret betrachtet Apple, Daimler, Alphabet beispielsweise KGVtechnisch weit weg von einer Blase sind. Gestern, rechtzeitig vor dem Winter und vielleicht einem irgendwann wieder großen Tauwetter mit Russland, habe ich einige Gazprom gekauft. KGV um die 5, Dividende um die 3,5 netto. Klar, Staatskonzern bzw. mafiös und staatsnah, aber mal abwarten, was die Heizperiode zum Gaspreis sagen wird.


    Klar denke ich in langen Zeiträumen. Ich hatte doch schon mal erläutert, dass wir in der Familie eher generationenübergreifend wirtschaften. Unter dem Strich sind die Kinder mit entsprechenden Ausbildungen und Startkapital versorgt. Die müssen, wie wir es mussten, erstmal alleine schwimmen. Was in jedem Fall dauerhaft in der Familie bleibt und bei meiner Frau seit vor 1800 in der Familie ist, ist das Ackerland. Gefüttert werden wollen die Menschen immer. Auf Acker der bewirtschaftet wird, gab es noch nie, wirklich noch nie, Sondersteuern. Wenn schon, dann nehmen einem die Kommunisten das Land gleich komplett weg. Nach 1990, konkret nach 2000 wollte niemand Ackerland. Damals haben wir zugekauft. Fast 100 ha. Die sind an zwei GmbHs verpachtet, wobei eine der beiden nach der Wende in argen Nöten war, weshalb wir dort Minderheitsgesellschafter sind. Also bewirtschaften wir das Land indirekt selbst. Deshalb sehe ich diesbezüglich keine Gefahr. Absolute Unvermehrbarkeit im Gegensatz zu Geld, Immobilien etc. Eher im Gegenteil, Acker wird immer mehr überbaut, weil die Menschen heute keine Ahnung mehr haben, wo das Essen her kommt und es deshalb gering schätzen.


    Anleihen? Habe ich immer mal. Sehr kurz laufende. Die werden nun sicher auch als Parkplatz ins Spiel kommen.


    Apropos Parkplatz: Ein Bekannter hat in einer 50000-Einwohner-Stadt vor 5 Jahren zwei Parkhäuser ersteigert. Da kann man sich mit Wohnimmobilien und den meisten Aktien nur schämen. Und wenn es sich nicht mehr lohnen sollte, weil alle autonom fahren, demontiert man die Häuser, bekommt Geld vom Schrotthändler und baut oder verkauft zur Bebauung mit Wohnhäusern. Auf dessen Idee wäre ich nie gekommen. Der lebt davon, zu 100%, und hat damals in der Zwangsversteigerung keine 200000€ ausgegeben. Absolut krass.

    Weder das Argument des gesättigten Marktes sticht, noch ist das Argument der Anlaufverluste stichhaltig.


    1. Kommen statistisch jedes Jahr 1 Million Neukunden auf den Markt. (Kinder bekommen ihr erstes Handy.)
    2. Entscheiden Geschäftskunden regelmäßig neu.


    Anlaufverluste können steuerlich hoch interessant sein, wenn man auf der anderen Seite entsprechende Gewinne hat, die es zu neutralisieren gilt. Es ist letztlich eher eine Frage günstiger Finanzierungskosten und des Willens, in einen ausgelutschten Markt einzutreten und ihn noch weiter auszulutschen. Schließlich liegen doch derzeit die operativen Margen noch immer weit weit über deren aller anderen Industrien.


    Es wird, denke ich, trotzdem nicht passieren. Die, die das Geld hätten, werden diesen Markt und den hohen Aufwand meiden. Alle anderen haben schlicht nicht genug Geld.


    Ausserdem werden sich Firmen, die das Geld haben, nicht in Regulierungen unterworfene Märkte begeben. Da ist man einfach zu abhängig.


    Nochmal zu gesättigten Märkten: Prinzipiell sind nahezu alle Märkte gesättigt. Diese Denke, dass sich da kein Eintritt lohnt, würde es jedem Handwerker verbieten, sich selbständig zu machen. Ebenso Anwälten, Ingenieuren etc. Wer hat schon das Glück zu gründen und sich seinen eigenen Markt zu schaffen?

    [USER="199308"]Goyale[/USER]


    Gold habe ich weit vor 2008 in ausreichenden Mengen und zu aus heutiger Sicht spaßigen Preisen von 150-200$\Unze gekauft.


    Immobilien sind mir zu immobil. Die werden aus meiner Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit Opfer von Zwangsabgaben/-hypotheken.


    Unsere Kinder haben alle mindestens 1 Wohnung, sind also versorgt. Der Abbau des sich in den letzten Jahren auf Grund des wahnwitzigen Preisanstiegs ergebenden Ungleichgewichts wird nun abgebaut. 1 Haus zum vermieten und eins zum bewohnen bleiben. Das wird reichen. Dazu viele viele Aktien, Gold, die Firmen und, erstmal unvermeidbar, eine Serie von Tagesgeldkonten.


    Die Hauspreise sind mir aktuell zu hoch. Deutlich zu hoch. Also verkaufen.


    Später dann Aktien zukaufen.


    Ich sehe das Ganze nicht so pessimistisch, denn tritt ein, was man den worst case nennen könnte, ist sowieso alles Vermögen verloren.


    Gibt es einen Schnitt mit, sagen wir 90% Verlust, bleiben mir am Ende immer noch mehr Euros, als der breiten Masse mit heutigem Stand. Außerdem habe ich meine Aktien, die regelmäßig Cash abliefern. Apple zu <$90 vor dem Splitt beispielsweise. Aber auch Daimler zu 28€. Dazu Amazon, Alphabet etc. etc. Das sollte reichen, um sorgenfrei weiter altern zu können.


    Ausserdem hat meine Frau in Anhalt noch einige Dutzend Hektar Ackerland, die verpachtet sind. Allein die Pacht reicht zum sorgenfreien Leben auf unserem Niveau.

    Inzwischnen kann ich immer weniger dran glauben das es o2 noch bis Ende 2019 schaffen kann die Lizenzbedingungen zu erfuellen. Denn 16 Monate sind nicht viel Zeit!


    Ich glaube kaum, dass o2 so doof ist, den Regulierer zu Handlungen zu provozieren. Abwarten. Tee trinken, oder, wer es mag, Netz wechseln. In meiner Firma erfülle ich Auflagen, die Geld kosten auch immer erst auf den allerletzten Drücker. Prinzipiell.

    In meinem Bekanntenkreis scharren auch schon einige mit den Hufen und erwarten sehnsüchtig die 50%-Rabattierung der 1%-Regel für Elektroautos. Da ist dann ein Model S zum Preis eines lausig ausgestattetem A4 oder 3er drin.


    Genau deshalb glaube ich die Rabattierung aber erst, wenn das Datum fix ist. Bis dahin werden die deutschen Lobbyisten in Berlin die Abgeordnetenbüros stürmen...


    - 93 € sind also ein bisschen weniger als 1 % von 930 €. Ok. Na dann. (Ich sollte dir die Nummer meines gestrigen Käufers geben, dann könnt ihr ein bisschen um die Wette rechnen.)
    - 90 min für 5 km. Wunderbar.


    Nicht so oft zum Stadtfest fahren, mehr bewegen und versuchen umbetreut zu denken. Das wäre mein Tipp für dich.

    Aber dadurch wird sich für die Bewohner von Kleinstädten und auch Mittelstädten rein garnichts ändern. Dann nutzt man eben wenn man doch mal in eine dieser Städte in die Innenstadt muss einfach den ÖPNV oder riskiert ein Knöllchen. ;)


    Nein. Es wird sich rein gar nichts ändern. Warum auch, wie es ist, ist es perfekt.


    Wenn immer mehr Städte Konsequenzen durchsetzen, kommt eine Lawine ins rollen. Meinst du, in London fahren ausschließlich Großstädter ihre Autos im Kreis? Meinst du nicht, dass es auch Leute gibt, die nach London, München, Berlin von außen, aus deinen Kleinstädten einpendeln? Deshalb wirken die Ballungsräume als Katalysator mit Auswirkungen auf das gesamte Einzugsgebiet. Und wenn man zu einer Deadline irgendetwas verbietet, kann man bereits ewig vorher die Marktreaktion sehen, weil die Leute aus Angst vor verboten dann doch planvoll handeln.


    Ob das gut, schlecht oder neutral ist, ist dabei erstmal nebensächlich.


    Bei deinem Gehalt ist der geringste "Knöllchenbetrag" bereits 1 % vom Monatsgehalt. Ich hätte, ehrlich gesagt, sinnvollere Verwendungszwecke für meine Zeit, die ich gegen Geld tauschte. "Knöllchen" sind worttechnisch eine infantile Verharmlosung und letztlich eine Dummensteuer. Ähnlich wie Lotto. Hielten sich alle nur ein paar Monate an die Regeln, müsste der Abkassierapparat massiv ausgedünnt werden. Aber nein, die Dummen füttern die eigenen Abkassierer.

    http://www.faz.net/aktuell/wir…ungsmotoren-15750269.html


    Die Briten ziehen nun also auch die Zügel für ältere Verbrennern an. Zumindest erstmal bereichsweise in London. Man stelle sich vor, das macht Schule. Nur mal so, als Gedankenexperiment.


    Erstaunlich finde ich, dass dir überhaupt für 2019 planen, wo doch der deutsche Mainstream deren Untergang bereits fest eingeplant hat. Unmittelbar nach Donald Trump, Orban und den polnischen Freunden.


    Aber so ist der Mainstream. Tesla ist ja auch pleite und trotzdem buhlt man um deren neue Werke. Alles sehr schizo im Mainstream.