Es spielen doch nicht die Preise verrückt. Es sind die Marktteilenehmer, die verrückt spielen.
Zu politischen Medien habe ich gar keinen Zugang. Dafür habe ich einen ziemlich weit oben sitzenden Kriminalisten als Nachbarn, der beim Grillen gern mal aus dem Nähkästchen plaudert.
Früher hat meine große Tochter bis 2 Uhr auf der Prager Straße gekellnert. Danach ist sie mit der S-Bahn heim. Aus und vorbei. Das wäre heute als Frau nicht mehr möglich. Das hat sich geändert. Nicht nur gefühlt. Und eine offene Drogenszene gibt es am Hbf auch erst seit 2016. Auch Fakt, nicht gefühlt. Da hilft auch kein weltoffenes gesund beten.
Ist mir aber jeweils komplett egal, da die Kollision nicht in meinem Umfeld stattfinden wird.
Nochmal zum Thema: die Immobilien, die ich in Dresden kenne, die seit mindestens 2016 auf den Markt gekommen sind, weisen aus meiner Sicht alle eine gehörige Diskrepanz zwischen Kaufpreis und fiktivem Mietzins auf. Renditen <5% auf dem Papier werden gern gegen die Nullzinsen für Tagesgeld hochgerechnet. NUR ist es doch so, dass Immobilien bezüglich des Anlagehorizonts eher mit Aktien zu vergleichen wären. Und bei denen kann von Nullrendite beileibe keine Rede sein. Im Gegenteil. Außerdem sollte man bei Immobilien beachten, dass die Nebenkosten gehörig sind. Und die sind in jedem Fall verloren.
Ob der Markt irgendwann kollabiert oder nicht, ist IMHO unerheblich. Dies ist kein Argument für oder gegen ein Investment mit lächerlichen bzw. vernichtenden Renditen.
Man sollte sich als Nichtbesitzer schon wundern, warum seit etwa 2014 alle von Immobilien labern. Bei jedem Grillabend, jeder Party. Immer. Und es labern die von Betongold, die früher dieses Thema nie aufgeworfen haben bzw. z.B. mich seinerzeit, als ich noch kaufte für verrückt erklärt haben. Fragt sich am Ende, wer bzw. was verrückter ist.
Ich war vorhin beim Notar und habe quasi unseren nahezu kompletten Ausstieg besiegelt. Wie behalten nun ab 2019 noch ein 8-Familien-Haus. Da würden im Falle des von dir besprochenen Zusammenbruchs alle Verwandten 1.Grades hinein gepresst werden können. Alles andere geht jetzt weg. Ich denke nämlich, diese Preise werden wir nicht so schnell wieder sehen.
Wir verkaufen in der Spitze in Dresden-Striesen für 4500€/m2. Gekauft 2008 für < 1000€/m2. Die Leute sind irre. Irre. Irre. Erzielbar sind bestenfalls 9€ kalt. Macht Faktor 41 vor Verwaltungskosten etc. Macht dann real windschnittige 1,5% Zinsen vor Steuern. Nochmal: Irre. Vollkommene Verblödung. Aber ich habe mir vom Käufer sagen lassen müssen, dass man als Eigennutzer ja anders rechnet. Aha. Naja. Herzlichen Glückwunsch.
Jedenfall denke ich mir meinen Teil, nehme das viele Geld und habe damit dann ein echtes Problem. Bei Aktien sehe ich aktuell nämlich auch nicht wirklich Druck einzusteigen. Also werden wir wohl einen bunten Strauß an Tagesgeldkonten eröffnen und die Kohle erstmal parken.