Beiträge von 01833

    Die durchschnittlichen Handwerkerlöhne in Sachsen sind mWn bundesweit die Niedrigsten !


    1650€ bei 174 h/Monat werden jedoch deutlich überboten. Es kann natürlich sein, dass Anja verkürzt arbeitet, da ja im Westen 35 h/Woche üblich sind.


    Meine Monteure bekommen 18€ + Bonus. In guten Jahren werden das dann schnell 23-25€. Das ist im Osten und außerhalb der Industrie fürstlich.

    49% Spitzensteuersatz + Soli. Vom netto dann eingekauft und dabei 19% MwSt und Ökosteuer auf Energie etc. etc.


    Du würdest dich wundern, was dann passiert. Ich zahle heute schon „Reichensteuer“...


    Wenn ich deine Beiträge lese, kann ich nur sagen: Sozialismus voraus. Halten sie, die die Freiheit lieben, dringend gültige Reisepässe bereit.


    Ändern Leuten Geld weg zu nehmen ist für die Nehmenden noch nie ein Problem gewesen! Warum sollte ich mehr Steuern zahlen, wenn sich Deutschland zig Milliarden jährlich für Wirtschaftsmigranten leisten kann? Ich sehe Sparpotenzial in Höhe von zig Milliarden.


    Und glaube nicht, dass die Steuern dauerhaft weiter so sprudeln. So schnell, wie der Aufschwung nach 2008 kam, kann der wieder vorbei sein. Wir profitieren aktuell ausschließlich von zu niedrigen Zinsen. Es liegt nicht daran, das wir so toll sind.


    Wenn du im Westen nur 1650€ brutto verdienst, bist du herzlich nach Dresden eingeladen. Wenn du einen handwerklichen Beruf hast, sind mindestens 400€ mehr drin. Und die Mieten sind auch günstiger als im Westen.


    Einfach mal das Konzentrat der deutschen Vergangenheit und Gegenwart: Bis zur Euro-Einführung stand die deutsche Wirtschaft wegen der DM unter permanentem Aufwertungsdruck. Deshalb musste die Produktivität, wie heute noch in der Schweiz permanent gesteigert werden. Seit dem Euro ist dieser Druck weg. Damit exportieren wir auf Basis einer zu leichten Währung. Deshalb steigen auch die Exporte nach Ex-EU und die innerhalb der EU gehen immer weiter zurück.


    Resultat ist eine Arbeitskräftemigration nach Deutschland, wie vor 2008 nach Spanien. Macht es knackt, werden wie in Spanien tausende Wohnungen der Arbeitsmigranten leer stehen. Aber warten wir es ab.


    Man hat einen Rechtsanspruch darauf. Einklagbar mit Prozesskostenhilfe.
    WENN die Grundsicherung auch in 40 Jahren noch auf dem Niveau wie heute wäre, wäre es nach meiner Meinung für Geringverdiener eine sinnvolle Strategie, alles Geld jetzt auszugeben, und sich im Alter in die soziale Hängematte fallen zu lassen.
    Die Frage ist, ob die Grundsicherung in 40 Jahren noch funktioniert. Als Geringverdiener würde ich dieses Risiko, unter Ausnutzung der maximalen Spielräume für nicht angreifbares Vermögen (z.B. eigenes kleines Haus), auf mich nehmen. Immerhin würde ich dann bis zur Grundsicherung nicht zu sparen brauchen, und mindestens bis dahin besser leben!


    Private Altersvorsorge lohnt sich nach meiner Meinung nur dann, wenn Du im Alter Einkommen weit über der Grundsicherung hast.


    Einklagbar? Stimmt. Aktuell ja. Auf Zeiträume von > 10 Jahren würde ich, als gelernter DDR-Bürger, eher vorsichtig sein, solche Prognosen abzugeben. Die spanischen, griechischen und portugiesischen Rentner hatten auch Ansprüche. Auf dem Papier. Dann kam die Troika und hat ganz demokratisch durchgesetzt, dass Gesetze zu verändern sind. Leider zum Nachteil Dritter. Und noch blöder, wenn man der Dritte ist.


    Orban hat die Rückstellungen der Rentenkasse beschlagnahmt. Kohl hat nach 1989 die Überschüsse der Rentenkasse im Osten verbrannt. Die Einheit wurde zu wesentlichen Teilen aus den Sozialhaushalten finanziert.


    Weder eine Grundsicherung noch eine Rentenversicherung sind ein verbrieftes Recht. Die RV ist im klassischen Sinn nicht einmal eine Versicherung, denn dann müsste mindestens so viel ausgezahlt werden, wie eingezahlt wurde. Sozialleistungen sind letztlich immer vom Wohlwollen der aktuell Regierenden abhängig.


    Warum bitte sollten unsere Kinder Abgaben im Bereich > 70 % hinnehmen, um RV, KV, PV, AV, Steuer etc. zu finanzieren? Die einen werden abwandern. Die anderen werden sich zurücklehnen und die Leistung verweigern.


    Wie gesagt, auf Grundsicherung etc. würde ich nicht spekulieren. Die kann man leicht weg inflationieren oder der Bundestag ändert einfach die rechtlichen Grundlage. Es ist nämlich kein verfassungsmäßiges Recht des Einzelnen, sich von der Gemeinschaft pampern zu lassen.

    Ob das alles wirtschaftlich wirklich sinnvoll ist, ist m.E. nicht wirklich zu sagen. Dafür gibt es zu viele Faktoren, und ich denke, das letztendlich Emotionen darüber entscheiden sollten, ob man sich ne Hütte ans Bein bindet oder nicht. Dem einen verschafft das Gefühl Eigentum zu besitzen und selber zu bewohnen Sicherheit, den anderen macht es verrückt :-).
    Habe ich mit dem Vermieten von Wohnräumen genau so erlebt, der eine kann mit Problemen mit Mietern gut umgehen und alles rational und "emotionslos" betrachten, der andere findet keinen Schlaf mehr wenn es Probleme mit dem Mieter oder dem Objekt gibt. Ich z.B. habe festgestellt, dass ich keinen Bock mehr auf Sonderverwaltung habe.


    greetz


    Die Emotion als Argument der Entscheidung halte ich für gefährlich. Was sich nicht rechnet und einen finanziell ggf. sogar gefährdet, sollte man sich nicht emotional schön reden.


    Die Emotion funktioniert nur solange der Markt steigt, denn da wird man quasi automatisch durch steigende Preise geschützt. Deshalb sollte man schon auch einen gegen die eigene Entscheidung laufenden Markt, mit Nachforderungen der Banken, rechnen. Alles andere ist eine Schönwetterkonstruktion.


    Und ja, Preise können fallen und fallen heute schon. Teilweise massiv. Nur beleuchten die Medien in ihrer Funktion als Bühnenbeleuchter nahezu ausschließlich den Boom in den Städten. Da die deutsche Demografie, Araberimport hin oder her, eine eindeutige ist, ist klar, wohin die Preise absehbar gehen werden. Und bricht der Aufschwung, gehen auch viele Europäer wieder nach Hause.


    Wenn man mit Mietern nicht umgehen kann oder möchte, schaltet man einen Verwalter dazwischen. Arbeitsteilung ist der Schlüssel. Und bei Geld Emotionen hinein zu bringen ging noch immer in die Hose.

    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] Du hast mich falsch verstanden. Denk dir eine Zukunft ohne Grundsicherung. Wenn zu viele auf Almosen setzen, wird das System überdehnt und unfinanzierbar.


    Du bist ja einen ganzen Tick jünger als ich. Vielleicht solltest du dich einfach damit abfinden, zu arbeiten solange zu kannst. Das deutsche Modell ist weltweit ein Sonderfall, das auf dem Aufschwung nach 1945 basiert. Davor und anderswo hat es ein solches Asystem nie gegeben, weil es ganz offensichtlich nicht bezahlbar ist.


    Deshalb würde ich mich nicht auf staatliche Hilfe verlassen geschweige denn darauf spekulieren. Entsprechend bleibt nur, sich auf Investitionen zu konzentrieren, die Rendite bringen.


    Ich persönlich vermute, dass eine breite Masse in den kommenden Jahren deutlich absteigen wird. Meinst du etwa, dass beispielsweise die bei T-Systems Obsoleten eine identisch gut bezahlte neue Zukunft finden? Oder die noch abzubauenden 100000e bei Banken, Versicherungen und in den Konzern- und öffentlichen Verwaltungen?


    In anderen Ländern ist den Leuten klar, dass sie selbst Verantwortung tragen. Wenn ich dann lese, wie sich Leute fest auf Grundsicherungen verlassen... Naja. Ich fürchte, ihr erkennt nicht, dass das, was hier läuft ein historischer und regionaler Sonderfall ist, der durch die Entwicklungen zur Automatisierung zerlegt wird. Die Migration nach 2015 ist der ideale Katasysator die Kassen zu plündern und den Sozialstaat in voller breite herunter zu fahren.


    Wenn heute in der BILD steht, dass NRW mehr Migration erlebt, als ganz Italien, meinst du ernsthaft, das kann gut gehen? Und meinst du, dass können Sozialkassen langfristig aushalten? Eher nicht...


    Scholl-Latour hat dazu mal was gesagt: Wer Kalkutta importiert wird zu Kalkutta.


    Damit ist alles gesagt, man muss es nur hören wollen und sich nicht einlullen lassen.


    N26 wird in 2018 voraussichtlich mehr Girokonten verwalten als unsere Sparkasse hier. Bei weniger als 10% der Mitarbeiter. Herzlichen Glückwunsch an alle Bankkaufleute und besonders die, die heute noch für ihre Kinder auf diesen Beruf setzen.


    Nur, weil es im Westen Deutschlands seit 1945 leidlich rund lief, sollte man nicht unterstellen, dass es immer so weiter geht. Das System Kapitalismus erfindet sich permanent neu und übt ständig Druck auf sich selbst aus. Aktuell stehen wir gerade wieder vor einem großen Sprung, nach Jahrzehnten scheinbarer Ruhe und Kontinuität zumindest für die Westdeutschen.


    Fahre mal nach Italien, Griechenland oder Spanien. Wenn du wieder da bist, diskutieren wir mal über die Grundsicherung.

    Sich auf Grundsicherung und anderen deutsche Sonderfälle zu verlassen, die letztlich Almosen sind, halte ich für brandgefährlich. Dann ist man Bittsteller, Bettler, Unterwürfiger.

    https://www.dailykos.com/stories/201...for-the-Future


    Spannend ist die Auflistung der Grossinvestoren, wobei Musk selbst mit seinen etwas mehr als 20% in der Liste fehlt. Damit sind mindestens 2/3 der Aktien quasi nicht frei handelbar und die shortys arbeiten sich an Tesla ab, wie seinerzeit an VW. Wobei der damalige Short squeeze ja sozusagen reinigend wirkte:


    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...tmord-1.383538


    Auch spannend sind die Margen.


    Aber warten wir es ab, der Mainstream plappert derzeit von der Managerflucht (aktuelles Manager Magazin, in der Papierausgabe, deshalb kein Link). Spannend, dass der, sagen wir mal Schummel-Zetsche, der ganz offensichtlich 2015 nicht nur geschummelt hat, im Mainstream kaum Erwähnung findet. Für Daimler hoffe ich, dass Aktionärsklagen diesen VEB kräftig durchwaschen, denn beim Betrug erwischt zu werden ist das Eine. Zu bescheissen, nach dem Erwischen eines Mitbetrügers aber so zu tun als hätte man eine reine Weste, das ist dreist und sollte zu einem heftigen juristischen Schlag direkt auf den Schnauzbart führen. Privathaftung und natürlich auch Schadenersatz von Daimler. Mir persönlich ist das auch nicht unegal, ich habe eine Sack von diesen Aktien zu 27€ gekauft. Sollte es Sammelklagen geben, was ja nunmehr auch für Deutsche zulässig ist, hänge ich mich gern dran.


    Gestern einen Hyundai ionic gefahren. Geht richtig gut. Hat sich ein „Fernpendler“ gekauft, der ihm jeden Tag 250 km gibt und der auf Arbeit und am Häuschen problemlos laden kann. Dieser Mensch fuhr bis vorige Woche einen 5er und fuhr seit 1990 weiß-blau. Nun nicht mehr. Der wollte zwar erst einen i3 kaufen, hatte auch einen da, aber der ist nix für seine Strecken und zusätzlich noch lächerlich teuer für das Feeling, das er bietet. Wieder einen Kunden verloren.


    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] : nicht unruhig werden, der benannte Pendler ist ein stoischer zwischen Arbeit und zu Hause hin- und her Fahrer. Der fährt nicht am Nachmittag spontan 1000 km zur Erbtante. Du darfst weiter deine Argumente behalten und dich am Cascada reiben. Mit Letzterem solltest du dich aber langsam beeilen, bei Opel sieht es ja nicht danach aus, dass man das Feuer unterm Dach gelöscht bekommt. Schade, dass Peugeot die Drecksarbeit machen muss, aber letztlich haben die ja von GM sozusagen Geld bekommen, um die Leiche in sozialistischer Manier normkonform zerlegen zu können. Und Franzosen kennen sich mit Sozialismus aus, was man in deren Vorstädten gut erkennen kann. :D


    Allen, die an eine lange, sanfte lineare Entwicklung mit noch 30 Jahren bis zur Autonomie glauben bzw. ggf. auch nur darauf hoffen, empfehle ich ein paar lustige Disruptionsvideos von Gunter Dueck bei YouTube. Der redet zwar holprig, war aber CTO von IBM Deutschland, also nicht irgendwer. Aber leider auch kein Universalgenie, wie unser Herr Altmeier oder auch unser Herr Söder, der ja nun erstmal auf synthetische Kraftstoffe setzt, weil er Angst vor der Elektrorevolution im Freistaat hat.


    https://twitter.com/Markus_Soeder/st...73409474052097


    Syntetische Kraftstoffe? Herrliche Energiebilanz! Da sind schon 75% der Energie weg, bevor das Zeug im Tank ist.


    https://www.heise.de/autos/artikel/S...artikelseite=2


    Entsprechend sind die vermutlich am besten für LKW geeignet, die unter dem Kommando der Grünen die deutschen Opportunisten auf Arbeit verschaffen. Im nächsten Schritt schläft der dumme Michel dann direkt im Betrieb, was wesentlich ökologischer wäre. Dann bräuchte man auch keine Mietpreisbremse, nur ein paar Isomatten die unter die Werkbänke passen.


    Spannend ist ein Interview im BörsenRadio mit Frau Domscheid-Berg (ich mag die Linken eigentlich nicht). Die sieht auch eine Disruption, die die Mitte killt.


    https://www.brn-ag.de/34174-Anke-Dom...volution-Werte


    Aber die hat ganz sicher auch keine Ahnung, denn die ist ja nur VWLerin und kann nachweislich nicht so viel fressen wie der Flüchtlings-Kanzleramts-und-nun-Wirtschaftsclown Altmeier. Also muss die Schafherde nicht unruhig werden, ausgerechnet jetzt nicht, wo der Aufschwung doch noch über Jahre weiter gehen wird.


    https://www.merkur.de/wirtschaft/wir...r-9877590.html


    Wenn ich Altmeier zuhöre, kommen mir Aussagen von 1000 Jahren von vor 1945 und von 100 Jahren von 1989 in den Sinn. Aber, wie gesagt, Altmeier muss sich auskennen, denn der verwendet all seine Selbstkontrolle auf das fachliche und muss deshalb leider so viel fressen. Selbstkontrolle ist nämlich nicht unendlich verfügbar. Man muss Prioritäten setzen. Sieht man auch an Putin, Gabriel, Nahles, Wagenknecht. Richtig schlaue und mächtige sind immer fett und oft auch noch hässlich. Das war jetzt aber OT und sehr böse. Aber Sarkasmus ist eine Kunstform und ausdrücklich erlaubt. Siehe Ziegenficker-Böhmermann.


    Und mein Geschreibsel basiert auf Fakten...


    https://offtime.co/blog/tipps-…stkontrolle-ist-begrenzt/

    Hier ein Artikel aus der aktuellen WirtschaftsWoche
    [h=1]Nur Wettbewerb stopft Funklöcher[/h]
    Gastkommentar Christoph Vilanek [h=2]2019 werden die 5G-Lizenzen versteigert. Dabei ist es wichtig, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Denn nur ein gesunder Wettbewerb sorgt dafür, dass wirklich alle Mobilfunkkunden vom neuen Standard profitieren können.[/h]
    Aus der Perspektive von Unternehmen kann Wettbewerb lästig sein. Ständig die eigenen Marktanteile zu verteidigen oder mit viel Aufwand auszubauen, das sorgt für Druck und für Stress. Aber Wettbewerb ist auch das Salz in der Suppe des Fortschritts und für Kunden eine willkommene Dynamik im Markt. Die Plattitüde „Konkurrenz belebt das Geschäft“ gilt auch hier, und sie ist der Motor unseres Wirtschaftswachstums.


    Nun werden 2019 die Lizenzen für den neuesten Mobilfunkstandard 5G versteigert. 5G soll Deutschland in das Digitalisierungszeitalter katapultieren und die Grundlage für eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit legen. Auch wenn 5G im Privatkundensegment meiner Meinung nach zu Unrecht als der kurzfristige Heilsbringer gepriesen wird, so ist es dennoch absolut richtig, heute schon die Weichen für die Zukunft zu stellen. Aus diesem Grund sollte bei der Versteigerung darauf geachtet werden, dass die fundamentalen Fehler, die bei der 4G-(LTE-)Versteigerung 2010 gemacht wurden, diesmal nicht begangen werden. Bei LTE gab es bisher keinen wirklichen Wettbewerb. Die drei Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica hatten den anderen Marktteilnehmern in Form der Mobilfunk-Provider – mitunter auch Diensteanbieter genannt – das schnelle LTE nämlich nicht für deren eigene Tarife zur Verfügung gestellt. Diensteanbieter bedienen rund 20 Prozent des deutschen Mobilfunkmarktes. Es gab keine rechtlich durchsetzbare und damit verbindliche sogenannte Diensteanbieterverpflichtung für LTE.




    Das Ergebnis dieses ordnungspolitischen Versagens erleben wir heute: Wir schreiben das Jahr 2018 und leben in Zeiten, in denen wir von der Gigabit-Gesellschaft und vom autonomen Fahren träumen, aber lediglich ein Drittel der Deutschen im LTE-Netz telefoniert – wohlgemerkt LTE ist ein Mobilfunkstandard, den es bereits seit sieben Jahren gibt! Die Kehrseite ist noch gravierender, denn das bedeutet, dass die Mehrzahl der deutschen Mobilfunknutzer im 3G-Netz telefoniert und surft, welches nicht mehr aus- und perspektivisch zurückgebaut wird. Nun kann man anfangen zu diskutieren, ob die Ursache dafür an der mangelnden Netzab­deckung oder den Preispunkten der Verträge liegt. Am Ende steht immer wieder das Zauberwort Wettbewerb.


    Wir hören und lesen jeden Tag, wie wichtig es für Deutschland ist, bei der Digitalisierung nicht den Anschluss zu verlieren. Jüngst verkündete die Bundesregierung den Willen zu einer digitalen Revolution, bei der mit Mut und Tatkraft die Zukunftsfähigkeit des Landes gesichert werden soll. Ein Befreiungsschlag mit KI statt Kohle auf der Grundlage einer zukunftsfähigen Infrastruktur. Es wäre zu begrüßen, wenn den Worten und Papieren ein zügiges Handeln folgen würde. Denn die Drohkulisse, dass wir abgehängt werden könnten, ist zweifellos vorhanden. Bisher ist aber nicht zu erkennen, dass es einen Aufbruch gibt und auf politischer Ebene die Rahmenbedingungen für einen echten Wettbewerb gesetzt worden wären. Bisher ist von den drei Netzbetreibern zu hören, dass die Kosten für Lizenzen und Instandhaltung der Netze so hoch seien, dass sie einen Investitionsschutz bräuchten. Doch wo führt diese Strategie eines oligopolähnlichen deutschen Mobilfunkmarktes ohne Wettbewerb hin? Das Ergebnis sehen wir bei LTE: Verträge mit wenig Gigabyte Surf-Volumen, hohe Preise und schlechte Netzabdeckung.




    Weil wir in Deutschland diese „weißen Flecken“ bei der Abdeckung der Mobilfunknetze haben und weil diese Funklöcher nicht schnell genug geschlossen werden, wird derzeit über sehr kostenintensive Versorgungsauflagen und Abdeckungsverpflichtungen nachgedacht. Also die Auflage, dass überall ausgebaut werden muss, ob es eine Nachfrage gibt oder nicht. Erfahrungs­gemäß entfaltet hingegen ein nachfrageinduzierter Ausbau im Wettstreit der Netze und Anbieter eine deutlich stärkere Wirkung als regulatorische Versorgungsauflagen. Außerdem kommt er ohne öffentliche Förderung aus. Neben einer geschickten Gestaltung der Versorgungsauflagen ist die Stärkung des Wettbewerbs eine der wichtigsten Aufgaben der anstehenden Frequenzvergabe. Schließlich resultiert auch die schlechte Netzabdeckung zu einem großen Teil daraus, dass nicht genug Kunden die neuesten Technologien nutzen.


    Den Netzbetreibern sind Mobilfunk-Provider, die zwar Kunden, aber kein eigenes Netz haben, möglicherweise ein Dorn im Auge. Die Provider sorgen aber dafür, dass die Marktdurchdringung moderner Technologien deutlich schneller voranschreitet. Sie sorgen so für höhere Erträge, da sie bereits heute Milliarden in die Kassen von Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica spülen und sie finanzieren damit auch den Netzausbau maßgeblich mit. Darüber hinaus ist diese Beschleunigung des Netzausbaus dann nachfragegetrieben und daher kostendeckend – anders als der durch Versorgungsauflagen vorgeschriebene Netzausbau. Kurzum: Wettbewerb trägt dazu bei, dass ein neuer technologischer Standard viel schneller allen Mobilfunknutzern zugutekommt, dass der Ausbau der Netze kostenschonend beschleunigt wird, und trägt schlussendlich auch dazu bei, dass Funklöcher nach und nach gestopft werden.


    Blöde Frage:
    Muss Deine Firma ihren Gewinn selber erwirtschaften, oder zahlt z. B. der Steuerzahler für Euch?


    Wenn die Firma ihren Gewinn selber erwirtschaften muss, würde ich eigentlich annehmen, dass monatlich 20€ Aufpreis für ein überall nutzbares Mobilfunknetz Peanuts im Vergleich zu gesparten Lohnkosten, oder zu besserer Arbeit sind.


    Die öffentlichen Aufträge halten sich umsatzmäßig bei weniger als 20 %. Klar sin die Mobilfunkkosten Peanuts. Die Telekomnuss wäre im Monat nur 200.- € teurer als die O2-Nuss. Auch das Auto, das Festnetz, die Arbeitsklamotten, die Geräte etc. etc. sind Peanuts. Unter dem Strich kommt bei einer Lohnkostenquote von knappen 75 % dann aber doch eine relativ große Nuss raus, an der man sparen kann. Setzt man die Axt bei den Personalkosten an, hackt man bei uns ins Leere, weil seitdem ich die Firma komplett allein übernommen habe, meine Leute eine Gewinnbeteiligung bekommen, die darauf basiert, dass ich bilanziell komplett die Hosen runter lassen. Dafür wurde dann aber beispielsweise 2008/2009 freiwillig ohne Gezeter auf Gehalt verzichtet, weil die Zahlen waren, wie sie waren. Außerdem sehen wir die Preisdrückerei beim Einkauf bei Konzernen als regelrechten Sport, da wir früher auch für Konzerne gearbeitet haben und dort permanent von lästig aggressiven Einkäufern belästigt wurden.