Ich finde es schon wichtig zu versuchen die Welt moeglichst ganzheitlich (das gelingt zwar eh nie weil manche Sachen gibt es schon die einem ueberhaupt nicht intressieren) zu erfassen und nicht Branchenblind und Familienblind zu werden.
Du glaubst also tatsächlich, dass die Einflötungen der Medien zu einem umfassenden Bild beitragen? Dann lies aber bitte auch dringend ausländische Zeitungen. NZZ, Basler Zeitung, amerikanische Zeitungen. Nicht alles ist, wie es scheint oder in den Medien dargestellt wird.
Ich verzichtet ganz bewusst, da das Voreilten durch andere Personen bei mir dazu führt, dass das, was mich tatsächlich betrifft, auch bis zu mir durchdringt. Alles andere erreicht mich nicht. Was interessieren mich z.B. die Eskapaden der ein 2015 Eingeströmten? Diese Probleme waren absehbar und werden nicht dadurch gelöst, dass man derlei Meldungen über den Leuten auskippt.
Ich wuerde nicht sagen das jemand der spaeter aufsteht generell fauler ist, sondern wer spaeter aufsteht ist dann eben meistens noch abends fleissiger und kreativer.
Ausserdem ist eben abends auch Vieles entspannender, weil der Arbeitstag dann schon vorbei ist, und man deshalb bei der Zeitplanung flexibler ist. Ob man dann vielleicht wo eine Stunde laenger bleibt, ist dann relativ egal.
Und ansonsten: Moral wurde meist von den "Machthabern" definiert, und denen war es natuerlich ganz genehm das Volk möglichst arbeitssam und dabei bescheiden zu erziehen. Ähnlich ist es teilweise mit Religionen.
Eine Gesellschaft braucht Moral, ansonsten zerbricht sie. Aber das erleben wir ja gerade live und in Farbe. Es muss irgendwen geben, der einen Rahmen setzt, sonst endet es in Anarchie. Sogar die Ausländer, die Deutschland und sein System ablehnen haben moralische Instanzen und eine eigene Gerichtsbarkeit. Wer glaubt, Freiheit bedeutet, dass jeder tun und lassen kann, was er will, der raucht das falsche Zeug oder ist leicht infantil.
Wer viel arbeitet ist am Abend müde und ausgelaugt, und wird in der Regel nicht mehr über Gerechtigkeit oder Politische Alternativen nachdenken. Wenn sich hingegen die Wochenarbeitszeit im Rahmen hält, dann hat die Bevölkerung mehr Zeit über sowas nachzudenken, und stellt dann früher oder später das "Establishment" in Frage.
Dann lies mal Biografien von Menschen, die die Welt wirklich bewegt haben. Von bin Mittags schlafen und abends ein bisschen kreativ philosophieren ist da nirgends die Rede gewesen. Aber vielleicht habe ich auch nur die falschen Biografien gelesen.
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Bei manchen Sachen ist natürlich Kontinuität und Stabilität schon schön, z.B. beim Wohnort und dem sozialen Umfeld.
Aber bei manchen Sachen muss einfach Veränderung her, z.B. bei Handys und Autos, deshalb würde ich mir z.B.auch niemald ein iPhone SE kaufen das genauso aussieht wie iPhone 5S und iPhone 5. Und ebenso möchte man beim Urlaub oder eben auch bei so Freizeittaetigkeiten wie dem Schwimmbad.
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Ich glaub in der Hinsicht sind wir einfach stark verschieden und haben entsprechend verschiedene Ziele.
Wenn ich so lese, was du hier schreibst, frage ich mich, ob du überhaupt Ziele hast. Weder ein neues iPhone noch ein neues Auto sind nämlich wirkliche Ziele.
Ich habe gestern beim Fussball gucken mit Kollegen am Rande über dieses Board hier geredet. Da hat sich einer geoutet, der vor Jahren mal hier geschrieben hat. Lustig. Und, oh Wunder, der kannte dich auch aus diesem Board. Und seine Einschätzung war: Zeitverschwendung.
Das greife ich nun einfach mal auf, denn irgendwie dreht sich hier alles im Kreis.