Beiträge von 01833

    Ich finde es schon wichtig zu versuchen die Welt moeglichst ganzheitlich (das gelingt zwar eh nie weil manche Sachen gibt es schon die einem ueberhaupt nicht intressieren) zu erfassen und nicht Branchenblind und Familienblind zu werden.


    Du glaubst also tatsächlich, dass die Einflötungen der Medien zu einem umfassenden Bild beitragen? Dann lies aber bitte auch dringend ausländische Zeitungen. NZZ, Basler Zeitung, amerikanische Zeitungen. Nicht alles ist, wie es scheint oder in den Medien dargestellt wird.


    Ich verzichtet ganz bewusst, da das Voreilten durch andere Personen bei mir dazu führt, dass das, was mich tatsächlich betrifft, auch bis zu mir durchdringt. Alles andere erreicht mich nicht. Was interessieren mich z.B. die Eskapaden der ein 2015 Eingeströmten? Diese Probleme waren absehbar und werden nicht dadurch gelöst, dass man derlei Meldungen über den Leuten auskippt.



    Ich wuerde nicht sagen das jemand der spaeter aufsteht generell fauler ist, sondern wer spaeter aufsteht ist dann eben meistens noch abends fleissiger und kreativer.


    Ausserdem ist eben abends auch Vieles entspannender, weil der Arbeitstag dann schon vorbei ist, und man deshalb bei der Zeitplanung flexibler ist. Ob man dann vielleicht wo eine Stunde laenger bleibt, ist dann relativ egal.


    Und ansonsten: Moral wurde meist von den "Machthabern" definiert, und denen war es natuerlich ganz genehm das Volk möglichst arbeitssam und dabei bescheiden zu erziehen. Ähnlich ist es teilweise mit Religionen.


    Eine Gesellschaft braucht Moral, ansonsten zerbricht sie. Aber das erleben wir ja gerade live und in Farbe. Es muss irgendwen geben, der einen Rahmen setzt, sonst endet es in Anarchie. Sogar die Ausländer, die Deutschland und sein System ablehnen haben moralische Instanzen und eine eigene Gerichtsbarkeit. Wer glaubt, Freiheit bedeutet, dass jeder tun und lassen kann, was er will, der raucht das falsche Zeug oder ist leicht infantil.



    Wer viel arbeitet ist am Abend müde und ausgelaugt, und wird in der Regel nicht mehr über Gerechtigkeit oder Politische Alternativen nachdenken. Wenn sich hingegen die Wochenarbeitszeit im Rahmen hält, dann hat die Bevölkerung mehr Zeit über sowas nachzudenken, und stellt dann früher oder später das "Establishment" in Frage.


    Dann lies mal Biografien von Menschen, die die Welt wirklich bewegt haben. Von bin Mittags schlafen und abends ein bisschen kreativ philosophieren ist da nirgends die Rede gewesen. Aber vielleicht habe ich auch nur die falschen Biografien gelesen.




    Wenn ich so lese, was du hier schreibst, frage ich mich, ob du überhaupt Ziele hast. Weder ein neues iPhone noch ein neues Auto sind nämlich wirkliche Ziele.


    Ich habe gestern beim Fussball gucken mit Kollegen am Rande über dieses Board hier geredet. Da hat sich einer geoutet, der vor Jahren mal hier geschrieben hat. Lustig. Und, oh Wunder, der kannte dich auch aus diesem Board. Und seine Einschätzung war: Zeitverschwendung.


    Das greife ich nun einfach mal auf, denn irgendwie dreht sich hier alles im Kreis.

    Dein Kommentar ist direkt auf die Situation des ganzen Landes übertragbar. Man will die Realitäten nicht wahrhaben und macht einfach weiter, wie gehabt. Nur lernen die anderen, vermeintlich kleineren Gegner dazu. Im Fußball, bei den Maschinen, Autos etc.


    “Wir haben uns im DFB-Präsidium vor der WM für die Vertragsverlängerung entschieden, weil wir der Auffassung sind, dass der Umbruch, den es nach der WM unabhängig vom Ausgang des Turniers geben wird, von niemandem besser gestaltet werden kann als von Jogi Löw”, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel der “FAZ”.“ Alles klar?!


    „Die Mannschaft“ von „Das Land“ hat noch ganz andere Probleme: https://www.stuttgarter-zeitung.de/i...1c3afe859.html

    Bester Leserbrief in der Welt zum Thema:


    Klinsmann kann man zurückholen.
    Helmut Schmidt leider nicht.


    Damit ist alles gesagt. Eine Mannschaft passend zum Land. Mittelmaß bestenfalls, die sich als Speerspitze fühlt.


    Die, die dieses Gefühl des "Du darfst das nicht verpassen!" den Leuten einflöten, leben exakt davon. News aller Art sind wie Zucker. Leicht verdaulich, langfristig ungesund.


    http://www.dobelli.com/de/essays/news-diat-full/




    Frueh aufstehen ist garnicht mein Ding. Stehe im Normalfall nur so frueh auf wie es unbedingt sein muss um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen, und evtl. morgens noch kurz bei Facebook und Instagram reinzuschauen.


    Der frühe Vogel fängt den Wurm.


    Acedia = Trägheit des Herzens = Feigheit ist nicht ohne Grund eine Todsünde.


    Probleme mit Invidia = Neid hast du ja auch schon, du willst ja gern mehr Geld von anderen, um Luxuria zu frönen.


    Du solltest dich mal mit den 7 Todsünden beschäftigen und darüber nachdenken, warum die in der Klassik zu Todsünden wurden! Dringend! Diese zu Beachten ist nämlich der Kitt, der einer Gesellschaft Zukunft gibt. Diese zu Missachten führt zu einem Zerfall der Gesellschaft, den wir seit Jahren erleben.



    Ausserdem waere ein komplett leeres Bad, hoechstens mit ein paar Senioren auch garnichts fuer mich. Sondern wenn soll schon ein bisschen was los sein.


    Und auch moechte ich nicht immer ins gleiche Bad.


    Definiere "was los sein": Du willst Mädels anglotzen! Beim schwimmen ist das "Was los sein" eher hinderlich.


    Immer das gleiche Bad? Wie langweilig! Wann hast du zuletzt Klo, Küche, Bett, Wohnung überhaupt gewechselt? Du hast ganz offensichtlich keine echten Probleme und musst deshalb welche basteln, um dir selbst Aktivität vorzugaukeln.


    Wechsle doch einfach mal den Wohnort. Da gibt es dann ein neues Bad, eine neue Wohnung, neue Bekannte und viele neue Probleme kostenlos dazu. Das sollte doch ideal sein. Wenn nicht, halte einfache, sinnlose Dinge möglichst einfach und konstant und kümmere dich um die wichtigen Dinge im Leben. Frau! Kinder! Zukunft für diese! Alles andere ist eh nur dummer Konsumentennebel, der den Leuten eingeflötet wird, um sie bei der Stange zu halten.

    Was du immer von 13-14 h ausgehst... Erstens hat die Woche 7 Tage und zweitens führt eine Kombination aus leben und arbeiten gerade nicht zum Zombiemodus.


    Darf ich fragen, was du beruflich machst?


    Wir essen jeden Morgen und jeden Abend zusammen. Auch früher mit den Kindern. Wir gehen 3-4 x pro Woche aus zum Essen, ins Theater zu Partys etc. Dazu 4 Wochen Urlaub im Sommer, 1 Woche im Frühjahr und Herbst und 3-4 Wochen für weitere Reisen im Winter. Das reicht mir als erfülltes Leben. Ich sehe nicht, was ich aktuell auf nach 55 aufschiebe.


    Wo ich ganz sicher Defizite habe: Fernsehen, Playstation, Zeitungen (alles nicht vorhanden)


    Diese sinnlosen Zeitfresser fehlen mir aber nicht wirklich. Man kann sich entwöhnen.


    Früher, als die Kinder klein waren, war die Kombi manchmal Stress. Heute zu zweit, noch ohne Enkel, ist es eher tiefenentspannt. Wenn dann Enkel kommen, werden wir vermutlich die Bremse einlegen, weil unsere Kinder gerade beginnen, Gas zu geben und trotzdem Kinder wollen.


    Mediziner, die selbständig arbeiten wollen, fliehen vor der Bürokratie. Klinikärzte vor katastrophalen Arbeitsbedingungen, Bürokratie aber auch mehr als mäßiger Bezahlung.


    Schwimmen? Dafür habe ich eine Jahreskarte fürs Stadtbad. Da kann ich in 5 Minuten hin laufen. Das mache ich aber von April bis September morgens vor der Arbeit. Abends gehe ich nur ein Ründchen spazieren, um nachzudenken. Das werde ich gleich tun, da Fußball nun zu Ende ist. Du solltest deine Logistik ordnen und weniger Zeit mit dem Fahren verplempern.


    Schlimmer noch: sobald erstmal der massenhafte familiennachzug *) durch ist -- und VerwGerichte ebenso wie BVerfG werden den weitestgehend durchwinken --, wird das selbst in der jetzigen almosen"höhe" nicht mehr finanzierbar sein ... (nicht einmal annähernd)


    *) lt. ex-BAMF-chef ist mit durchschnittlich vier, bei syrern fünf, nachzüglern pro anerkanntem zu rechnen, lt. nahles werden 90% davon lebenslang von den genannten almosen abhängig sein, lt. heulsuse roth betragen diese almosen 13.000 pro kopf und jahr.
    Was das an -- zusätzlichen -- kosten bedeutet, kann sich aus diesen drei -- allesamt "nazi"-unverdächtigen, sondern eher zahlen-verharmlosungs-verdächtigen -- quellen jeder leicht selbst ausrechnen ... ... ... wenn er denn die augen nicht mit aller gewalt davor verschließen will ...


    Tja. Deshalb denke ich, dass die Migration als Katalysator zur Herstellung amerikanischer Verhältnisse dient. Migration geschieht nämlich im Gegensatz zu Tsunamis und Erdbeben nicht zufällig. Wenn man das rechtzeitig erkennt und seine Schlüsse zieht und damit am Ende richtig liegt, kann sich das auf privater Ebene durchaus lohnen. Amerika ist deutlich leistungsgerechter, wenn auch eine Wanderung auf der Rasierklinge.


    Wir haben Verwandte in Südafrika und mehrere Bekannte, die nach Südamerika ausgewandert sind bzw. nach Jobs dort quasi hängen geblieben sind. Diese Gesellschaften funktionieren trotz Slums und krassesten Wohlstandsgefällen auch halbwegs. Es gelten nur andere, härtere Regeln als im deutschen Streichelzoo, in dem allen eingeblasen wird, sie seien gleich. Wer's glaubt wird seelig. Wer nicht, sollte statt zu lamentieren seine persönlichen Chancen suchen und nutzen. Wie gesagt, ich denke, es stehen deutlich härtere Zeiten bevor, auf die man insbesondere seine Kinder robust vorbereiten sollte (ausbildungs- und einstellungstechnisch). Work Life Blanace & Burnout etc. werden in der nächsten Krise schneller Verschwinden, als sie aufgekommen sind.


    Ich für meinen Teil sehe in den letzten 100 Jahren 2 grobe deutsche Fehleinschätzungen, die bei qualifizierter Bedienung eines Globus hätten vermieden werden können:


    1. Russland hört nicht am Ural auf, sondern beginnt dort sozusagen erst. (Eine Zugfahrt von Berlin nach Wladiwostok hätte aufklärend wirken können.)
    2. Afrika ist erheblich größer als Europa. (Um Herrn 100 %-Schulz Spezialwort zu gebrauchen: Man hätte erkennen können, dass in Afrika auch deutlich mehr Männchen leben als in Europa, wobei die Schulz`schen Männchen Männchen und Weibchen gleichermaßen umfassen. Und da werfe noch einer den Sachsen ihr "nu" vor!)


    Wie gesagt, hätte man sehen können. Infolge Infantilität bzw. grobem Vorsatz wollte man beides nicht sehen. Das ist die gesellschaftliche Ebene. Als Individuum oder Kleingruppe/Familie sollte man solche Entwicklungen rechtzeitig wahrnehmen und seine Konsequenzen ziehen. Weder war das Eiserne Kreuz erstrebenswert, insbesondere in der Variante der postumen Verleihung. Noch macht es wirklich Sinn, mitzulaufen bei dem, was seit 2015 passiert.


    Das unter Umständen neben dem Abbau des Sozialstaates gleich noch die Demokratie geopfert wird, sehe ich als katastrophalen Kollateralschaden. Das ist wie, wenn ausgerechnet die jungen Türken in Deutschland Erdogan häufiger wählen als ihre Eltern. Esel gehen nun einmal aufs Eis tanzen, wenn es ihnen zu gut geht. Später brechen ein paar Esel ein und die anderen lernen oder auch nicht. (Esel assoziiere ich dabei im Gegensatz zu Herrn Böhmermann nicht mit Türken, sondern ganz allgemein mit naiv dummen Menschen aller Sorten)


    Wir sind aber sehr weit weg vom Hauskauf. Und ich glaube, Politik ist hier nicht so erwünscht.


    Außerdem fahre ich gleich nach Polen, das Wetter genießen und ein bisschen arbeiten.


    Der Blinde erzählt von der Farbe. Spannend. Was weisst denn du von der DDR? Ich habe damals mein Ostgeld überwiegend 1:5 in DM getauscht. Monate vor der Währungsunion zeichnete sich aber ein "politischer" Umtauschkurs ab, so dass ich alle DM in DDR-Mark zurück getauscht habe. Damals wurde 1:10 bis 1:15 getauscht. Das war pure Spekulation. Meine erste große Spekulation. Zurück ging es dann wieder für 1:2. Damit hatte sich der Aufwand gelohnt.


    Jedes System hat Vor- und Nachteile. In der DDR war das tägliche Leben unglaublich billig. Dafür kostete ein "moderner" Fernseher schnell ein halbes Jahresgehalt. Heute ist das alltägliche Leben unglaublich teuer, da bis dato noch niemand soweit evolutioniert wurde, dass er sich die beständig im Preis fallenden Industriewaren auf die Schnitte schmieren kann.


    Vor der Wende habe ich gehandelt. Bekannte haben Autos aufgebaut und zu abartigen Preisen verscheuert. Nach der Wende handelten wir bis 1991 mit Gebrauchten aus Holland und Frankreich. Danach dann habe ich im Studium Heizkessel von DeDietrich aus Frankreich importiert und an ostdeutsche Heizungsbauer verscherbelt. Da gab es Magren, wie im Drogenhandel und trotzdem konnte ich nie so viele Kessel ranschaffen, wie ich hätte verkaufen können, weil die westdeutschen Großhändler, die den Osten aufgerollt hatten, noch gieriger zulangten als ich.


    Alles zu seiner Zeit. Aktuell eben Immobilien, Aktien und Consulting. Nächstes Jahr? Vielleicht auch, vielleicht aber auch nicht.



    Und es ist eben nicht jeder so leistungsfähig. Wenn ich mal drei Wochen am Stück so 50-55 Wochenstunden arbeiten muss, dann bin ich ehrlich gesagt ziehmlich geraedert, und froh wenn es wieder vorbei ist, und dann wieder Zeiten mit 30-35 Wochenstunden kommen. Also 80 Wochenstunden waeren fuer mich unvorstellbar.


    Dann muss man sich mal ein bisschen straffen. Mit Leistungsfähigkeit hat das eher nichts zu tun. Man muss sich Ziele setzen und daran arbeiten. Wie gesagt, wenn man es ernst meint, vorwärts zu kommen, sind 35 h ein Halbtagsjob. Wenn man satt ist, sind ggf. sogar 24 h zu viel. Exakt das ist ja aber die Chance derer, die heiß sind und ebenso die Chance der Chinesen, Polen etc.


    Ich kenne ein paar Polen, die haben vor 5 Jahren als Alleinunternehmer mit einem klapprigen Kleintransporter angefangen. Die haben seither den gesamten Cashflow in die Expansion gesteckt und lassen nun mehr als 100 Leute für sich fahren. Über die Konditionen der Fahrer sollte man nicht aus der Position des westdeutschen, gewerkschaftlich organisierten Streichelzoos urteilen. Eher sollte man mal darüber nachdenken, dass die sich trotz 2500 € brutto (inkl. Auslöse etc.) und mehr oder weniger wohnen im Transporter vor Bewerbern kaum retten können. Wenn man diese Frage dann beantwortet hat, sollte man sich mal die Frage stellen, wie lange die Dämme des Westens wohl noch halten werden!


    Das, was du draußen siehst, wenn du den Fernseher aus und das Fenster aufmachst, wurde nicht in 25 oder 35 h erarbeitet. Die Bruttowertschöpfung eines Durchschnittsdeutschen liegt bei 46000 € p.a. Jeder Euro weniger, wegen der Work Life Balance, bedeutet für die Zukunft Abstriche bei Infrastruktur, Bildung, Gesundheitswesen etc. Aber ich vermute, dieser Zusammenhang wird manchen Leuten nie klar werden. Wenn nun aber ein zunehmender Teil nicht mehr kann und viele nicht mehr wollen, so zu tun, als ob man denen, die noch wollen, nur mehr wegnehmen muss, dass geht nach hinten los. Aber sowas von...


    Mit solchen linken Parolen vertreibst du die, die noch Leistung bringen wollen. Ich könnte dir da z.B. aus der Medizinsparte der TU Dresden Abwandererzahlen benennen. Da gehen je nach Sparte 50 % der Jahrgänge nach dem Facharzt ins Ausland. Das sollte zu denken geben, aber nein, eher schürt man Neid und will die Abgaben weiter erhöhen. Na herzlichen Glückwunsch.

    [USER="210048"]SAR[/USER] Kannst du nicht meckern, geht es dir schlecht. Schade und traurig zugleich. Und nein, Wohnwagen nutzen wir nicht, weil wir in Zeiten des Mangels an motivierten und mitdenkenden Angestellten diese Zustände bereits in den 1990ern überwunden haben. Und ja, Überstunden werden bei uns bezahlt und Boni gibt es on Topp und damit schlagen wir die Gehaltsstrukturen z.B. bei der VW Sachsen GmbH problemlos. Ohne den ganzen Gewerkschaftsscheiss mit roten Baronen in Anzügen, die gefüttert sein wollen. Einfach durch Transparenz bei den Zahlen.


    Der Vorteil des nicht mehr müssen müssens ist folgender: Man ist beim wollen wollen effizienter und wegen der Freiheit, die beruhigend wirkt, auch erfolgreicher als die, die müssen. Meine Erfahrung.


    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] Und nochmal: 80 h sind sicher viel, aber wenn man 6 h Schlaf braucht und keine Arbeitswege hat, durchaus machbar. Arbeitswege sind letztlich Zeit, die man für die Arbeit aufwenden muss. Entsprechend sollte man die zur Arbeitszeit addieren und den Stundenlohn inkl. der Wegzeiten errechnen. Dann sollte man nachdenken und handeln. Oder auch nicht.


    Ich habe im Bekanntenkreis Leute, die bei einem sehr großen Milchverarbeiter hier in der Gegend arbeiten und die dafür Anreisen von 90 km (einfache Entfernung) auf sich nehmen. Bei den dort gezahlten Gehältern halte ich derart weite Anreisen für einen klaren Fall von Dyskalkulie. Über die Autobahn geht es zwar verhältnismäßig schnell, aber kostet trotzdem Kopf und Kragen. Natürlich wird gern das Universalargument "das Auto habe ich doch sowieso" genutzt. So what. Bauen wir eben die Autobahn weiter aus und bilden uns ein, dass es volkswirtschaftlich und persönlich Sinn macht, wild hin und her zu fahren.


    [USER="210048"]SAR[/USER] "Donald Trump könnte nackt auf einer Nonne durch ein Waisenhaus reiten und auf schwarze Kinder schießen, es würde für ihn keine Konsequenzen haben. Wir sind uns ja nicht einmal wirklich sicher, ob er nicht genau das in diesem Moment gerade tut." - Bei "wir" bin ich explizit nicht inkludiert. Würdest du behaupten, dass "wir" sicher sind, dass Angela Merkel die Zukunft unserer Kinder gefährdet, wäre ich inkludiert. Ich empfehle, dringen die tägliche Dosis Tagesschau auf den Wetterbericht zu reduzieren und dieses propagandistische Gift binnen 4 Wochen ganz auszuschleichen. Avoid news! - Dann lebt es sich wesentlich entspannter. Der ist nicht von mir, sondern von Dobelli. Klar, ein Schwätzer, aber wo er richtig liegt, liegt er richtig.

    Vor den Kindern, also 5 Jahre, habe ich 60-80 h die Woche geknüppelt. Seither bin ich finanziell frei, kann also tun und lassen, was ich will. Trotzdem arbeite ich.


    Vorher habe ich aber auch im Studium nebenbei schon jeweils mindestens 30 h die Woche gearbeitet.


    Wie gesagt, wenn die Arbeit Spaß macht... Ich differenziere nicht wirklich zwischen Freizeit und Arbeit. Das iPad habe ich immer dabei, wenn mir Ideen kommen, packe ich die da rein. Telefonisch bin ich auch 7 Tage die Woche tagsüber erreichbar. Auch im Urlaub. Das wissen meine Kunden, jedoch hat schon seit Jahren keiner mehr sonntags angerufen.


    Wenn ich deine Zeitplanung hätte, würde ich mir einen zweiten Job oder ein zeitintensives Hobby suchen, das ich zur Selbständigkeit ausbauen kann.


    In der DDR habe ich Maschinenbauer gelernt und nebenher ab 16 jedes Wochenende auf Events gehandelt. Hauptsächlich mit Fresserei. Da konnte man in der DDR nebenbei im Jahr 100000 Mark Gewinn machen. Ein Arbeiter verdiente dagegen um die 8500 - 10000 Mark im Jahr. Viele sogar weniger. Das Geld lag sozusagen auf der Straße.


    Nach der Wende dann ließ sich bis 1996 ganz leicht ganz viel Geld verdienen. Seither muss man sich schon Gedanken machen, da der Wettbewerb intensiver wird.


    Der Freund einer meiner Töchter arbeitet bei Goldman in London. Die reißen dort mehr als 100 h die Woche ab. Machen aber im Jahr soviel Kohle, wie du im ganzen Leben. Wenn du das 3-5 Jahre machst, ist der Start gelegt und du bist den Rest deiner Tage die Sorgen los, die dich bei deinem Halbtagsjob bis zum 70. Geburtstag plagen werden.


    Geld ist nämlich immer nur dann ein Problem, wenn zu wenig da ist.


    Ich würde mal unterstellen, dass du außerdem viel Zeit für Fernsehen, Streaming etc. einplanst. Jedem Tierchen sein ...


    Bereits deine scharfe Trennung Arbeit/Freizeit führt zu einer Unterversorgung mit Geld. So kannst du doch gar keine Chancen nutzen, bei denen Geld auf der Straße liegt.


    Aber das ist alles gut so.

    Honig? Das erklärt die vielen Türken im Westen. Die stehen auf türkischen Honig. ;)


    35 h? Ich wüsste ehrlich nicht, was ich mit dem jeweils angebrochenen Tag tun sollte. Ich arbeite nämlich gern. Aber natürlich nicht für 25€/h. :D


    Am besten sucht man sich eine Arbeit, die einem Spaß macht. Dann gehen auch mal eine Weile 80 h-Wochen, um den Arsch an der Wand zu bewegen.