Immobilie zur Altersvorsorge?


  • Wenn du im Westen nur 1650€ brutto verdienst, bist du herzlich nach Dresden eingeladen. Wenn du einen handwerklichen Beruf hast, sind mindestens 400€ mehr drin. Und die Mieten sind auch günstiger als im Westen.
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    Die durchschnittlichen Handwerkerlöhne in Sachsen sind mWn bundesweit die Niedrigsten !

  • Die durchschnittlichen Handwerkerlöhne in Sachsen sind mWn bundesweit die Niedrigsten !


    1650€ bei 174 h/Monat werden jedoch deutlich überboten. Es kann natürlich sein, dass Anja verkürzt arbeitet, da ja im Westen 35 h/Woche üblich sind.


    Meine Monteure bekommen 18€ + Bonus. In guten Jahren werden das dann schnell 23-25€. Das ist im Osten und außerhalb der Industrie fürstlich.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

  • 1650€ bei 174 h/Monat werden jedoch deutlich überboten. Es kann natürlich sein, dass Anja verkürzt arbeitet, da ja im Westen 35 h/Woche üblich sind.


    Seit wann ist Anja Handwerker ? Und ja, im Westen ist im Handwerk die 35 Stunde üblich, natürlich bei vollem Lohnausgleich (und in den Bächen fließt Honig statt Wasser)

  • 49% Spitzensteuersatz + Soli. Vom netto dann eingekauft und dabei 19% MwSt und Ökosteuer auf Energie etc. etc.


    49% Spitzensteuersatz + 9% Solidaritätszuschlag waeren 53,41% insgesamt.


    Im Vergleich zu den 55,915% Mitte der Neunziger oder den 55% die heute noch in Oesterreich gelten waere das jetzt garnicht uebermaessig viel.


    Da hat auch keiner Kommunismus geschrien, bzw. tut es in Oesterreich nicht.



    Wenn du im Westen nur 1650€ brutto verdienst, bist du herzlich nach Dresden eingeladen.

    Ich spreche nicht von mir, sondern von dem was in manchen Branchen, zum Beispiel Nahrungsmittelhandwerk, Gastronomie und Hotellerie bezahlt wird.


    Da sind leider so 1.650€ brutto bei nominell 40 Wochenstunden und lediglich 20 Urlaubstagen ueblich. Etliche Arbeitgeber sind dann aber auch noch so "fies" das sie unbezahlt ~5 Ueberstunden pro Woche fodern, aus betrieblichen Gruenden nochmal ein paar Urlaubstage verweigern, und teilweise den Arbeitnehmern Arbeitsmaterialien berechnen bzw. privat anschaffen lassen.


    Natuerlich gibts aber auch Branchen wie so 2.100€ - 2.600€ brutto bei so 38-39 Wochenstunden und 30 Urlaubstage drin sind, jede Überstunde fair aufs Arbeitszeitkonto geht, etc.

  • Honig? Das erklärt die vielen Türken im Westen. Die stehen auf türkischen Honig. ;)


    35 h? Ich wüsste ehrlich nicht, was ich mit dem jeweils angebrochenen Tag tun sollte. Ich arbeite nämlich gern. Aber natürlich nicht für 25€/h. :D


    Am besten sucht man sich eine Arbeit, die einem Spaß macht. Dann gehen auch mal eine Weile 80 h-Wochen, um den Arsch an der Wand zu bewegen.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

  • Türkischer "Honig" besteht nicht aus Honig sondern aus Nougat, nur so am Rande. Kannst du als Ossi natürlich nicht wissen :rolleyes:


  • 35 h? Ich wüsste ehrlich nicht, was ich mit dem jeweils angebrochenen Tag tun sollte.

    Die 35 Stundenwoche waere schon eine nette Sache, denn Freizeit kann man immer brauchen. Ausserdem koennte man dann auch in Richtung 4x 8,75h statt 5x 7h gehen.


    Die "Triple 35" (35 Wochenstunden, 35 Tage Urlaub, Bruttolohn 35% der Beitragsbemessungsgrundlage zur Renten- und Arbeitslosenversicherung)



    Am besten sucht man sich eine Arbeit, die einem Spaß macht. Dann gehen auch mal eine Weile 80 h-Wochen, um den Arsch an der Wand zu bewegen.

    80h halte ich für unmöglich, das wären selbst bei einer Sechs-Tage-Woche 13,3h pro Tag. Wenn man dann nochmal 2x 0,75h Arbeitsweg rechnet und bedenkt das man zuhause auch noch Duschen und Essen muss dann wäre man bei absolut null Freizeit.

  • Vor den Kindern, also 5 Jahre, habe ich 60-80 h die Woche geknüppelt. Seither bin ich finanziell frei, kann also tun und lassen, was ich will. Trotzdem arbeite ich.


    Vorher habe ich aber auch im Studium nebenbei schon jeweils mindestens 30 h die Woche gearbeitet.


    Wie gesagt, wenn die Arbeit Spaß macht... Ich differenziere nicht wirklich zwischen Freizeit und Arbeit. Das iPad habe ich immer dabei, wenn mir Ideen kommen, packe ich die da rein. Telefonisch bin ich auch 7 Tage die Woche tagsüber erreichbar. Auch im Urlaub. Das wissen meine Kunden, jedoch hat schon seit Jahren keiner mehr sonntags angerufen.


    Wenn ich deine Zeitplanung hätte, würde ich mir einen zweiten Job oder ein zeitintensives Hobby suchen, das ich zur Selbständigkeit ausbauen kann.


    In der DDR habe ich Maschinenbauer gelernt und nebenher ab 16 jedes Wochenende auf Events gehandelt. Hauptsächlich mit Fresserei. Da konnte man in der DDR nebenbei im Jahr 100000 Mark Gewinn machen. Ein Arbeiter verdiente dagegen um die 8500 - 10000 Mark im Jahr. Viele sogar weniger. Das Geld lag sozusagen auf der Straße.


    Nach der Wende dann ließ sich bis 1996 ganz leicht ganz viel Geld verdienen. Seither muss man sich schon Gedanken machen, da der Wettbewerb intensiver wird.


    Der Freund einer meiner Töchter arbeitet bei Goldman in London. Die reißen dort mehr als 100 h die Woche ab. Machen aber im Jahr soviel Kohle, wie du im ganzen Leben. Wenn du das 3-5 Jahre machst, ist der Start gelegt und du bist den Rest deiner Tage die Sorgen los, die dich bei deinem Halbtagsjob bis zum 70. Geburtstag plagen werden.


    Geld ist nämlich immer nur dann ein Problem, wenn zu wenig da ist.


    Ich würde mal unterstellen, dass du außerdem viel Zeit für Fernsehen, Streaming etc. einplanst. Jedem Tierchen sein ...


    Bereits deine scharfe Trennung Arbeit/Freizeit führt zu einer Unterversorgung mit Geld. So kannst du doch gar keine Chancen nutzen, bei denen Geld auf der Straße liegt.


    Aber das ist alles gut so.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

  • Gegessen wird selbstverständlich auf der Baustelle und genächtigt wird im Wohnwagen davor. Und mit dem Duschen nehmen die das auch nicht so genau. Freizeit ist die Zeit die man hat, bevor man vorm Fernseher eingeschlafen ist. Hartes Monteurleben eben, macht aber Spaß !

  • [USER="210048"]SAR[/USER] Kannst du nicht meckern, geht es dir schlecht. Schade und traurig zugleich. Und nein, Wohnwagen nutzen wir nicht, weil wir in Zeiten des Mangels an motivierten und mitdenkenden Angestellten diese Zustände bereits in den 1990ern überwunden haben. Und ja, Überstunden werden bei uns bezahlt und Boni gibt es on Topp und damit schlagen wir die Gehaltsstrukturen z.B. bei der VW Sachsen GmbH problemlos. Ohne den ganzen Gewerkschaftsscheiss mit roten Baronen in Anzügen, die gefüttert sein wollen. Einfach durch Transparenz bei den Zahlen.


    Der Vorteil des nicht mehr müssen müssens ist folgender: Man ist beim wollen wollen effizienter und wegen der Freiheit, die beruhigend wirkt, auch erfolgreicher als die, die müssen. Meine Erfahrung.


    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] Und nochmal: 80 h sind sicher viel, aber wenn man 6 h Schlaf braucht und keine Arbeitswege hat, durchaus machbar. Arbeitswege sind letztlich Zeit, die man für die Arbeit aufwenden muss. Entsprechend sollte man die zur Arbeitszeit addieren und den Stundenlohn inkl. der Wegzeiten errechnen. Dann sollte man nachdenken und handeln. Oder auch nicht.


    Ich habe im Bekanntenkreis Leute, die bei einem sehr großen Milchverarbeiter hier in der Gegend arbeiten und die dafür Anreisen von 90 km (einfache Entfernung) auf sich nehmen. Bei den dort gezahlten Gehältern halte ich derart weite Anreisen für einen klaren Fall von Dyskalkulie. Über die Autobahn geht es zwar verhältnismäßig schnell, aber kostet trotzdem Kopf und Kragen. Natürlich wird gern das Universalargument "das Auto habe ich doch sowieso" genutzt. So what. Bauen wir eben die Autobahn weiter aus und bilden uns ein, dass es volkswirtschaftlich und persönlich Sinn macht, wild hin und her zu fahren.


    [USER="210048"]SAR[/USER] "Donald Trump könnte nackt auf einer Nonne durch ein Waisenhaus reiten und auf schwarze Kinder schießen, es würde für ihn keine Konsequenzen haben. Wir sind uns ja nicht einmal wirklich sicher, ob er nicht genau das in diesem Moment gerade tut." - Bei "wir" bin ich explizit nicht inkludiert. Würdest du behaupten, dass "wir" sicher sind, dass Angela Merkel die Zukunft unserer Kinder gefährdet, wäre ich inkludiert. Ich empfehle, dringen die tägliche Dosis Tagesschau auf den Wetterbericht zu reduzieren und dieses propagandistische Gift binnen 4 Wochen ganz auszuschleichen. Avoid news! - Dann lebt es sich wesentlich entspannter. Der ist nicht von mir, sondern von Dobelli. Klar, ein Schwätzer, aber wo er richtig liegt, liegt er richtig.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

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