Wie gesagt, wenn die Arbeit Spaß macht... Ich differenziere nicht wirklich zwischen Freizeit und Arbeit. Das iPad habe ich immer dabei, wenn mir Ideen kommen, packe ich die da rein. Telefonisch bin ich auch 7 Tage die Woche tagsüber erreichbar. Auch im Urlaub. Das wissen meine Kunden, jedoch hat schon seit Jahren keiner mehr sonntags angerufen.
Wenn ich deine Zeitplanung hätte, würde ich mir einen zweiten Job oder ein zeitintensives Hobby suchen, das ich zur Selbständigkeit ausbauen kann.
Klar ist bei qualifizierten Tätigkeiten oder einer Selbstständigkeit die Abgrenzung zwischen Job und Freizeit nicht ganz so scharf bei geringqualifizierten Hilfstätigkeiten ohne nennenswerten Entfaltungsfreiraum, aber dennoch würde ich behaupten das Arbeit nie soviel Spass macht wie Freizeit.
Sobald bei etwas das "Geld verdienen" in den Vordergrund rückt, ist es leider meistens schnell mit dem Spass vorbei. Ausser vielleicht im küstlerischen Bereich. Für Freunde kochen oder mit Freunden an Autos schrauben macht zum Beispiel (mal als zwei einfache Beispiele) schon Spass, aber damit Geld verdienen dann meistens nicht mehr.
In der DDR habe ich Maschinenbauer gelernt und nebenher ab 16 jedes Wochenende auf Events gehandelt. Hauptsächlich mit Fresserei. Da konnte man in der DDR nebenbei im Jahr 100000 Mark Gewinn machen. Ein Arbeiter verdiente dagegen um die 8500 - 10000 Mark im Jahr. Viele sogar weniger. Das Geld lag sozusagen auf der Straße.
Vielleicht lag es aber auch daran das die Masse garkein Intresse hatte soviele Ostmark zu verdienen. Was es für Ostmark zu kaufen gab war ja meist so günstig, das ein nromales Einkommen durchaus gereicht hat. Und was rar war, das war eher nur fur Gefaelligkeiten, Tauschereien oder Devisen zu bekommen. Also haben die meisten sich eher auf sowas fokussiert.
Das die Mauer so schnell faellt, es dann innerhalb eines Jahres zur Wiedervereinigung kommt, und dann zu Kursen zwischen 1:1 und 3:1 in DM getauscht werden kann.
Die alltemeine Stimmung war je eher das der Fall der Mauer noch mindestens 15-20 Jahre dauern wuerde und die Ostmark bis dahein weiter an Aussenwert verlieren wuerde.
Mal angenommen die Mauer wäre erst 2005 gefallen, und die DDR wäre dann vielleicht 2015 zu einem Wechselkurs von vielleicht 48,513:1 dem Euro beigetreten. Dann haette sich das schon deutlich weniger rentiert. Dann wäre es eigentlich fast schade um die verschwendete Freizeit gemesen.
Und es ist eben nicht jeder so leistungsfähig. Wenn ich mal drei Wochen am Stück so 50-55 Wochenstunden arbeiten muss, dann bin ich ehrlich gesagt ziehmlich geraedert, und froh wenn es wieder vorbei ist, und dann wieder Zeiten mit 30-35 Wochenstunden kommen. Also 80 Wochenstunden waeren fuer mich unvorstellbar.