Beiträge von Frank73

    Orban hast sich und verhält sich destruktiv, da gibt es wohl nichts positiv zu sehen.


    Er hat das Maul zu weit aufgerissen, und steht nun nachdem Diktator Erdogan entschieden hat, ziemlich alleine da - und knickt ein, auf Druck!

    Das einknicken Erdogans, der noch vor gar nicht so langer Zeit russische Flugabwehrraketen vom Typ S400 gekauft hat, hat mich in der Tat wesentlich mehr überrascht.

    Das erste "Angebot" der DB enthielt nämlich nichts weiter als das ohnehin schon lange geltende Teilzeitmodell, das für Betriebe ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl sowieso gesetzlich vorgeschrieben ist. Also im Grunde nichts.

    Das zweite "Angebot" enthält eine in der Presse gerne verschwiegene Klausel, daß die eine Stunde Arbeitszeitverkürzung nur dann gilt, wenn es der DB in den Kram passt,

    Das erste Angebot ist meistens nicht das allerbeste. Das ist in anderen Branchen genau so, und nicht weiter erwähnenswert. Ansonsten sind bei der Arbeitszeit betriebliche belange natürlich wichtiger als Gewerkschaftsphantasien. Die DB ist in erster Linie der Aufrechterhaltung des Fahrbetriebes verpflichtet, und wenn das mit Arbeitszeitverkürzungen nicht machbar ist, was elchris ja auch unumwunden zugab (siehe Zitat), dann kann es diese eben nicht geben. Ich hatte zu Spitzenzeiten auch schon Wochenarbeitszeiten jenseits der 50 Stunden. Das ist nicht schön, aber wenn es der Betrieb erfordert, dann ist das dann eben so. Und nun das erwähnte Zitat.

    Heute schon ist es nurnoch mit vollständigem Ausreizen der gesetzlichen Möglichkeiten möglich den Verkehr an einem ganz normalen Werktag aufrecht zu erhalten

    Außerdem hat Weselsky (wurde natürlich in der Presse nur sehr klein erwähnt, wenn überhaupt) vor dem Streik noch ein Angebot der DB vorgelegt

    In jeder Nachrichtensendung die ich gesehen oder gehört habe wurde das explizit erwähnt, inklusive der Antwort der Bahn dass das sogenannte Angebot kein wirkliches Angebot, sondern nur die altbekannte Wiederholung der Maximalforderungen der GDL wäre. So lange sie davon nicht runter kommt, und Verhandlungen boykottiert, braucht mir niemand zu erzählen wer hier Opfer und wer hier Täter ist. Das ist offenkundig.

    Außerdem gibt es einen Notfallfahrplan, der im übrigen, mehrheitlich von den verbliebenen Beamten gefahren wird.

    Wie hier im Forum bereits festgestellt wurde fahren die verbliebenen Beamten nicht ewig weiter. Daher müssen feste Mindestensstandards definiert werden, die auch im Streikfall eingehalten werden.


    Ansonsten ich wie schon erwähnt inzwischen an dem Punkt angekommen, dass ich denke die DB soll das einfach aussitzen. Es gab genügend Versuche der DB das am Verhandlungstisch zu lösen, aber Weselsky will es auf die harte Tour. Gut, dann soll er auch die harte Tour bekommen. Merke: Die DB kann faktisch nicht pleite gehen, die GDL aber schon.

    Naja man kann aber nicht das eine fordern ohne das andere zu haben. Entweder man führt die DB als privatrechtliche AG mit allen Konsequenzen, die das Streikrecht mit sich bringt, oder man hält den Eisenbahnverkehr für einen so elementaren Teil der Daseinsvorsorge, dass man (mindestens im Infrastrukturbereich) wieder eine Rolle rückwärts macht.

    Das eine schließt das andere nicht aus. Hinter Krankenhäusern stehen auch Privatunternehmen. Dennoch muss hier im Streik eine Mindestversorgung gewährleistet sein. Bei der Bahn sollte das nicht anders sein, und damit meine ich nicht den "Wenn man Glück hat kommt der Zug, wenn nicht, dann nicht"-Notfahrplan.

    Interessanterweise hat die DB keinen Versuch mehr unternommen den Streik gerichtlich zu verhindern. Er scheint ja dann nicht so unverhältnismäßig zu sein, wie vom DB Vorstand behauptet.

    Vielleicht hat sich bei der DB langsam aber sicher die Erkenntnis durchgesetzt, dass man das jetzt einfach aussitzen muss. Je länger das ganze dauert, und je härter die Streiks werden, desto mehr kippt die öffentliche und (viel wichtiger) politische Stimmung im Lande gegenüber der GDL. Die Streikkasse der GDL ist auch nicht unendlich. Die Uhr tickt gegen die GDL.

    Das hatten wir doch schon einmal. Zu Bundesbahnzeiten wurde verbeamtet.

    Die DB ist der Rechtsform nach eine AG. Die kann nicht verbeamten. Außerdem unterliegen Beamte einem Streikverbot. Das habe ich nicht verlangt, sondern nur das sorgsamer mit dem Streikrecht bei der Bahn als Teil der Daseinsvorsorge umgegangen wird, z.B. wie schon erwähnt durch die Festlegung von Mindeststandards, die auch im Falle eines Streik gewährleistet sein müssen.