Der ständige Verweis auf die Politik ist doch nichts anderes als Fingerpointing. Das was die Politik beschlossen hat, greift erst ab 2035. Ich kenne niemanden, der sich heute ein Auto kaufen möchte und dabei den schlechten Wiederverkaufswert in elf Jahren berücksichtigt.
Die politischen Ziele sind doch nicht für die aktuelle Krise verantwortlich. Verantwortlich ist die Marktentwicklung in China und die Abhängigkeit der europäischen Autobauer, die sich Jahrzehnte lang gerne von diesem lukrativen Markt abhängig gemacht haben. Jetzt kaufen die Chinesen nun mal chinesische Fahrzeuge, weil diese in ihren Augen besser sind und die Europäer haben das Nachsehen. Ist ja nun nicht so, dass man das nicht bereits vor zehn Jahren hat kommen sehn - wollte halt keiner hören solange der Rubel rollt!
Europa hat die Batteriezellenferigung verschlafen daher findet die Wertschöpfung in China statt. Das ist aber der Produktevolution geschuldet, die von China vorangetrieben wird und nicht den politischen Entscheidungen in Brüssel oder Berlin, die tangieren den weltgrößten Fahrzeugmarkt eher weniger.
Ja, der Strom in D ist zu teuer, dass ist aber auch nur ein regionales Problem und interessiert den Weltmarkt nicht.
VW hat den Markteinstieg mit unausgegorener Software und zu teuren Modellen selbst versaut - Ford hat die schlechte VW-Plattform noch kopiert und ist auch selbst Schuld an seiner Misere. BMW hat es bisher ganz gut hinbekommen, bei Mercedes habe ich keinen Einblick.
Ja, die Politik hat E-Mobilität gefordert, weil das mittelfristige Kippen des Marktes vorauszusehen war - aber die Europäer waren zu unfähig (Plattform) zu arrogant (schau mal die Spaltmasse) und zu bräsig (uns kann keiner was) und jetzt ist das Wehklagen groß und alle rufen nach der Politik.