ZitatOriginal geschrieben von raix
Das von DUSA öfters propagierte Buch "Der dressierte Bürger" propagiert doch in fast jedem Satz den freien Markt als Lösung.
Herrscht da etwa Zwietracht?
In dem Buch wird soweit ich es verstanden habe gefordert, dass jeder Bürger mehr Verantwortung für sich übernehmen soll, statt wie in Deutschland oft üblich auf "Vater Staat" geschielt wird. Bzw. die Politik mit diversen Steuer-Gesetzen versucht den Bürger dahin zu schieben, wo sie ihn hinhaben will.
Der "freie Markt" ist für mich nochmal was ganz anderes: ich kann zwar alleine für mich die Verantwortung übernehmen, wenn es um meine private Altersvorsorge geht oder wenn ich draußen bei Glatteis vor Deiner Türe wo Du um 7:00 Uhr Sonntag nicht gestreut hast mir beim Sturz den Arm breche (derzeit übernimmst Du da die Verantwortung / Haftung nach Gesetz für mich).
Ich habe aber privat keinen Einfluss darauf, wie die Regeln der Finanzmärkte sind. Mit meinen Steuergeldern übernehme ich jetzt aber auf einmal Verantwortung für eine Krise, die ich nicht zu verantworten habe. Während hingegen diejenigen, die sie zu verantworten haben ihre Verantwortung nicht übernehmen - nicht mal moralisch, indem sie aus dem >10. Stockwerk springen
Und auch das Leid, das durch die Verantwortungslosigkeit entstanden ist trifft hauptsächlich andere im System, nicht die Verursacher. Also braucht es da wohl einen Staat, der die Spielregeln mitbestimmt. Oder aber der Staat hält sich tatsächlich komplett raus, was dann Ende 2008 bis heute bedeutet hätte, dass diverse Banken einfach mal schön den Bach runtergehen, statt mit Milliarden Steuergeldern am Leben gehalten werden.

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