ZitatOriginal geschrieben von Jan1981
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Und Psychos sind darauf spezialisiert, können die Probleme von anderen viel besser lösen ...
Dem möchte ich heftigst widersprechen: nicht wir lösen die Probleme des Klienten, sondern der Klient selbst löst seine Probleme! Der Therapeut übernimmt lediglich die Rolle der "Reisebegleitung" und [small](wie ich eine lustige Definition finde)[/small] "stellt Fragen, die Deine Ehefrau umsonst gestellt hätte"
Wobei die Definition nicht so ganz stimmt, denn "die Ehefrau" wird vermutlich hauptsächlich problemorientierte Fragen stellen, die tiefer in die Problemtrance führen, während hingegen "der Profi" erst das Problem "pacet" [small](um mal einen geilen NLP-Anglizismus in den Raum zu werfen ;))[/small] und dann mit lösungsorientierten Fragen ins "leading" übergeht.
Ob jetzt die Sache mit dem "ich kann nicht 'nein' sagen" therapiebedürftig ist muss natürlich jede/r selbst entscheiden. (Wobei: der TE hat sich bestimmt so lange nicht mehr gemeldet, weil er noch bei der Bank Kohle holen und auf dem Weg nach Berlin ist :D) Für mich ist das einfach eine "stinknormale" Entwicklungsaufgabe, die einige schnell und leicht bewältigen, andere brauchen eben mehr Lernmöglichkeiten bis sie's geschnallt haben. Der TE ist laut Profil 17 - in dem Alter isses imho normal, dass man auf die Thematik stößt und sich mit auseinander setzt. Und wo er schon erkennt, dass er da seine Schwierigkeiten mit hat, ist das doch der erste gute Schritt :top: Klar hört es sich banal an: im Grunde einfach ein paarmal "Nein!" im eigenen Zimmer üben und dann bei sich bietenden Gelegenheiten mit Freunden und Familie ausprobieren. Zu anfangs werden vermutlich einige erstaunt sein, denn "dass der Typ auch zu nem 'Nein!' fähig ist" kennt man so ja noch gar nicht. Aber es wird mehr und mehr so sein, dass das "nein" genau wie ein "ja" zur Kenntnis genommen wird und dann wird eben beim nächsten Mal neu gefragt. Blöd ist - wie auch schon geschrieben wurde - wenn man mit dem "weiblichen" (;)) "ja, ehm, ne, vielleicht, hm, bla" Geschwurbel anfängt oder mit Rechtfertigungen kommt. Denn dann erkennt der Gegenüber: das "nein" ist nicht sicher und wenn ich ein wenig quengel und probiere bekomm ich bestimmt doch mein "ja". Und dann wird das Geschwurbel nur schlimmer und blöder für alle.
Von daher mein Tipp: sich einfach vornehmen, öfter dann "nein" zu sagen, wenn man es auch so meint. Und die Selbst-Suggestion sollte statt "Ich will nicht ständig 'ja' sagen" positiv formuliert "Ich will öfters/wenn mir danach ist "nein" sagen" heißen! ![]()

