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Original geschrieben von rajenske
Zudem ist "Tiefpunkt" ein relativer Begriff. Man kann nach einem Lebenszeitraum natürlich subjektiv einen "Tiefpunkt" ausmachen. De facto wäre natürlich meist noch ein "tieferer Tiefpunkt" möglich. Ich verstehe deine geschilderte "Ansicht" so, dass die Betroffenen einen Punkt erreichen, an dem sie wahrnehmen, dass sie ein Problem habe und es so wie bisher nicht mehr weitergeht. So interpretiert fände ich es ok.
Klar gilt auch hier der Spruch: "Immer wenn ich glaube ich kann nicht noch tiefer sinken, drückt mir jemand eine Schaufel in die Hand." 
Du hast es richtig erfasst: es geht um den Punkt, wo es bei jemand klingelt und die Person (endlich) aufwacht und beginnt etwas für sich zu tun.
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Original geschrieben von tobias2k
Auch wenn es absurd klingen mag aber er ist sich den Konsequenzen seines Handelns (keine abgeschlossene Ausbildung --> kein Job) größtenteils bewußt. Nur ist er davon fest überzeugt, seinem Schicksal eines Tages durch ein Wunder (Lottogewinn, Erbschaft, reiche Ehefrau) entgehen zu können. Für mich es ziemlich klar, dass dieses Wunder ausbleiben wird, für ihn jedoch nicht.
Gut, wer wartet nicht darauf, dass endlich ne steinreiche Frau mit nem Heiratsantrag vorbeigeschneit kommt und auch willens ist im Ehevertrag einem für die Scheidung einen Betrag zuzusichern, wo Mann für den Rest des Lebens ausgesorgt hätte
Während das aber als Chauvi-Sprüche abgekanzelt wird, stehen die Klatschblätter voll davon, dass sich junge Weiber reiche alte Säcke krallen - nur der Liebe wegen, natürlich 
Tatsache ist: Frauen paaren sich vom gesellschaftlichen (und damit finanziellen) Status lieber gar nicht als nach unten, während wir Kerle da nicht so sehr wählerisch sind und uns auch ganz gerne mit "ner pflegeleichten Tussi" mehrere Prozentränge unter unserem Status abfinden... Von daher wird das für ihn eher schwierig: für ihn bleiben nur WoW-Spielerinnen, die genauso nix zu beißen haben wie er :p
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Bei unseren Treffen versuche ich schon instinktiv das Thema WoW zu umschiffen aber schlußendlich landen wir doch immer wieder dort. .... Selbst wenn wir über irgendein anderes Thema reden, schafft er es, über zig Umwege doch wieder auf das GAme zurück zu kommen. Beispielsweise Außenpolitik ---> Gildenpolitik oder Rufsystem im Spiel.
Im Ernst: bastel Dir ne rote Karte. Und die hälst Du ihm konsequent jedes Mal vor die Nase und unterbindest damit weiteres Gelabere seinerseits zu WoW.
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Dinge, die einen selbst begeistern, möchte man anderen natürlich nahe bringen. Insoweit kann ich seine Begeisterung und sein Mitteilungsbedürfnis ja gut nachvollziehen.
Klar. Sag ihm, dass Du seine Begeisterung nachvollziehen kannst, bitte ihn allerdings, diese Begeisterung mit anderen zu teilen. Du bist nicht länger willens Dir davon was anzuhören (vgl. rote Karte). Wenn er dann merkt, dass er kein gemeinsames Gesprächsthema (mehr) mit Dir hat, kannst Du an dem Punkt sachlich eure Beziehung mit ihm klären: Freundschaft ja, WoW nein - er hat die freie Wahl und somit die Verantwortung.
Ansonsten bist Du ja schon zu einer imho guten Erkenntnis hier gelangt. Für die verbleibenden sporadischen Treffen empfehle ich Dir allerdings wirklich die rote Karte mitzunehmen, auch wenn Du Dir damit vielleicht albern vorkommst - teste einfach mal die Wirkung aus, er wird vermutlch genauso überrascht sein wie Du 