Für homosexuelle Männer dürfte es in der Tat schwierig mit dem Kinderwunsch sein. Denn dazu brauchen sie zwangsläufig eine Leihmutter - zumindest solange Adoption ausgeschlossen bleibt.
Wer aber mal z.B. in Berlin die Siegessäule in der Hand hatte und sich die teilweise urkomischen Kontaktanzeigen durchgelesen hat, wird einige in jeder Ausgabe finden, wo zwei homosexuelle Frauen einen Samenspender suchen. Und nein Jungs, ihr dürft nicht auf die eine draufspringen :p sondern dürft - Auswahlkriterien der zwei Damen erfüllt vorausgesetzt - mit zum Arzt, der dann den Becher nach getaner Handarbeit ins Nebenzimmer trägt und den Rest reichlich unerotisch erledigt. Ob noch ein Termin beim Anwalt ansteht weiß ich nicht, so genau kenn ich mich da nicht aus, aber das werden die zwei Damen und er Herr schon regeln. Hier kräht dann kein Hahn Bürokrat danach, dass das Kind in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft aufwächst.
Dass es dem Kind wurscht ist, bei wem es aufwächst, solange es ein stabiles und halbwegs psychisch gesundes Elternhaus vorfindet wurde ja schon erwähnt und in zig Studien rund um den Globus belegt. Aber v.a. Konservative mit ihrem festen Hetero-only-Wertesystem sind immun gegenüber solchen Studien...
Edit:
Zitat
Sind wir in unserer gesellschaftlichen Situation wirklich schon soweit, dass man nicht befürchten muss das ein Kind eines Homo-Paares von seinen Mitschülern nicht gnadenlos in Grund und Boden gemobbt wird, das es aufgrund seiner „Sonderstellung“ es nicht schwerer haben wir Freunde zu finden?
Ich kann Deinen Gedankengang zwar nachvollziehen, aber irgendwann wird es immer eine/n Erste/n geben, der/die den Anfang macht. Vor zig Jahren war es (und in einigen Regionen dürfte das bis heute so sein) eine "Weltneuheit", wenn ein nicht-deutscher oder gar farbiger Schüler in der Schulklasse unter lauter weißen Deutschen saß. Und die allerersten dürften es da auch nicht grad leicht gehabt haben.
Hinzu kommt, dass ich vermute, dass Kindern sowas schnurzpieps egal ist, ob der Mitschüler jetzt bei Mama & Papa, Mama only, Papa only, Mama & Mama oder Papa & Papa aufwächst. Kinder sind da afaik relativ wertfrei, die entscheiden nach anderen Kriterien, ob sie jemand mögen oder nicht. Vielmehr sind solche Vorurteile von den eigenen Eltern und/oder älteren Geschwistern mit in die Schule (und in die eigenen Einstellungen) getragen, weil es zu Hause am Mittagstisch dezent abfällig über den Schüler bzw. das Elternhaus geredet wird. Kinder haben für sowas Antennen und schon krakelen sie "aus heiterem Himmel" am nächsten Tag irgendwelche Vorurteile über den Schulhof.
Wenn meine Mutter ihre Grundschulschüler nach "schwul"-Schimpfworten in der Klasse fragte, was "schwul" überhaupt bedeutet konnte keiner Auskunft geben - sie wussten nur, dass es ieh-bah ist
Nationen-Vorurteile und -beschimpfungen waren hingegen kaum zu hören - kein Wunder, war doch "Multi-Kulti" bei nem "Ausländer"anteil von 70% für alle völlig normal 
Oder noch bissiger gesagt: wenn die Kids von heute schon Toleranz lernen müssen, nur weil jemand eine andere Klamottenmarke trägt muss man ihnen eben im selben Atemzug noch beibringen, dass Mobbing aufgrund von Handymarke, Jeansmarke, Schuhmarke und sexueller Orientierung des Elternhauses (sofern die Mehrheit überhaupt noch was mit dem Begriff anfangen kann...) "voll asso" ist (oder wie auch immer das aktuell im Jugendsprech heißt ;).
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[small]I knew he was different in his sexuality
I went to his parties as a straight minority
It never seemed a thread to my masculinity
He only introduced me to a wider reality
...[/small]