Alle Feiertage sind an einem festen Tag. Bei den religiösen ist das unterschiedlich - Weihnachten ist immer am 24./25.12., Ostern, Pfingsten etc. richten sich nach "erster Freitag nach blablabla".
Staatliche Feiertage sollten deshalb an einem festen Tag sein, weil historisch etwas mit diesem Datum verbunden ist. Die Franzosen haben ihren Bastille Day am afair 14.7. Die Amis haben ihren Independence Day am 4.7. Die Westdeutschen hatten früher mal (lang ist's her) den 17.6., heute ist es nun mal der Tag, an dem die Verträge zur Deutschen Einheit unterzeichnet wurden - das war am 3. Oktober 1990. Entsprechend kann der Staat jetzt nicht hergehen und diesen Tag - soll ihm den irgendeine Bedeutung beigemessen werden - auf einen x-beliebigen Sonntag in einem x-beliebigen Monat verschieben
:flop:
Dass von uns keiner Fähnchen schwenkend auf dem Sofa sitzt oder ehrfurchtsvoll unter dem Brandenburger Tor steht, iss nochmal ein ganz anderes Thema. Für mich hat das (u.a.) zwei Gründe: einmal tun wir Deutschen uns eh etwas schwer, sowas wie einen Nationalfeiertag zu begehen. Und dann kann halt im Volk niemand so recht was mit dem Verwaltungsakt des 3.10. anfangen - die Menschen waren wenn (und da bleib ich bei meiner Aussage ;)) am 9.11. involviert.
Also entweder bleibts bei nem festen Tag (3.10. / 9.11.) oder wir lassen die ganze Sache und bekennen uns offen dazu, dass wir weder mit einem Nationalfeiertag was anfangen können, noch einen brauchen oder gar einen verdient haben.
Und einen Tag mehr oder weniger arbeiten... für mich alles dummes Geschwätz. Die Berechnung, dass irgendwas um 0,1% mehr wächst, möchte ich mal sehen. Vermutlich eine komplizierte Formel, wo über die Hälfte der Variablen auf Annahmen, Statistiken, Unabwägbarkeiten und Halbwahrheiten beruht... Und bei mehreren Millionen Überstunden im Jahr steht die ach so kurze Arbeitszeit der Deutschen doch eh nur auf dem Papier
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