Mein Eindruck bei der Telekom war folgender:
Bei der Telekom scheinen die eNodeB-Nummern einfach chronologisch vergeben worden zu sein. Und zwar zählt wohl der Zeitpunkt, wann der Standort bei der Planung in irgendeine Datenbank eingetragen wurde.
Als ich 2016 angefangen habe, den Mobilfunknetzausbau zu verfolgen, war man gerade so etwa bei 140000 angekommen, inklusive der ersten Small Cells.
Als 2017 die separaten eNodeBs für LTE900 im Nokia-Gebiet erschienen, lagen die so etwa bei 150000.
Nach einiger Zeit wurde diese Separierung wieder aufgegeben und LTE900 bekam Sektor-IDs unterhalb der originalen eNodeB-IDs.
Bei einigen wenigen Standorten wars auch umgekehrt.
Danach kam der Mobilfunkpakt von 2018 mit verstärktem Ausbau in der Fläche. Die damals neu geplanten Standorte liegen im Bereich oberhalb von 150000 bis ca. 170000.
Dann wurde Nokia durch Ericsson ersetzt und alle neuen Ericsson-eNodeBs im ehemaligen Nokia-Gebiet bekamen neue Nummern, im Saarland z.B. en bloc ab ca. 174400, im Raum Trier schon ab 170300, generell so etwa bis 177000. Ausnahmen bestätigten die Regel.
Dabei blieb LTE900 wieder separat auf der bisherigen eNodeB ID, in einigen Fällen wars auch hier wieder umgekehrt und LTE900 bekam eine neue 170000er eNodeB ID.
Neubauplanungen seither liegen dann ab 177000 und sind mittlerweile so bei 195000 angekommen. Bin gespannt, was bei 200000 passiert.
Mit den aktuellen 6-Band-Aufrüstungen zusammen mit 5G wird LTE900 nun zum wiederholten Mal in die nun einzige eNodeB-ID integriert. Mal schauen ob es jetzt endlich dabei bleibt.
Ein Recycling alter Nummern ist mir hier im Südwesten bislang noch nicht aufgefallen, aber vielleicht gibt's das ja bei MRTs.
Ein Extremfall mit alter Nummer dürfte z.B. der Standort Kleinblittersdorf/Auberg sein, der mit der niedrigen 115957 erst 2020 auf Sendung ging.
Möglicherweise war dieser Standort also bereits 2012 in der Planung, wurde aber wegen seiner Reichweite und wegen der problematischen internationalen Koordinierung von der BNetzA blockiert, bis die Netzbetreiber hier das Heft vor wenigen Jahren selbst in die Hand nehmen durften.
In Grenznähe (z.B. Gemeinde Perl) gibt es einige weitere Standorte mit niedrigen Nummern, die sich sehr lange verzögert haben.
Bei 5G läuft es eigentlich genauso, nur dass man hier bei 83000000 anfängt, warum auch immer.
Hier hat man die neue Technologie in 3 Blöcken in 2020 bis 2021 flächendeckend mit n1 und ggf. n78 (mit separater gNodeB ID) ausgerollt.
Viele n78-Standorte aus der Anfangszeit haben noch sehr niedrige Nummern.
Dann folgen z.B. m Saarland viele n1-Standorte im Nummerbereich zwischen 83010670 und 83010820.
Ab ca. 83026000 folgen dann Neubaustandorte, Standorte mit größeren Umbauten, oder Aufrüstungen an Standorten, die bisher noch kein 2100-MHz-Band hatten.
Ebenso natürlich Small Cells.
Mittlerweile ist man schon bei ca. 83046000 angekommen.