Aber die Regulierung gibt es nur deshalb weil es notwendig war, also weil die Anbieter so masslos abgezockt haben.
Hätten die Anbieter von sich aus halbwegs akzeptable Preise verlangt, dann hätte es sicher die Regulierung nie gegeben.
Du vermischt Roaming in der EU mit dem nicht Eu, nicht EWR. Die Eu ist ein Binnenmarkt, und davon hatte sich der Mobilfunkmarkt komplett abgekoppelt. Hier lag im Vordergrund, dass man in einem Binnenmarkt nicht Grenzen innerhalb dieses zusammengehörenden Marktes ziehen kann. Deshalb die Regulierung, nicht vordergründig der Preise wegen, diese sind dann zwangsweise gesunken, aus dem vorgenanneten Grund.
Aber ausserhalb des EWR müsste man nicht mal Roaming anbieten. Man tut es, setzt den Preis und Ende. Wenn ich eine Reise plane, gehört das eben dazu, und da kann ich mich nicht darauf zurückziehen, dass ich es ja nicht gelesen habe. Geht auch nicht wenn ich nach Frankreich fahre und nicht die entsprechende Ausrüstung im Fahrzeug habe die verlangt wird. Tut mir leid, ich wusste nicht, dass generell 130 KM/h auf Fernstraßen gilt.
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Und die Abzocke schadet ja auch der Gesellschaft sogar auch den Unternehmen selbst. So hat in Deutschland die Wucherei bei WAP und UMTS diese Dienste komplett kaputt gemacht.
Das ist ein Problem des Anbieters dann. Und du zäumst auch hier das Pferd von hinten auf, bei deinem Lieblingsthema UMTS. Denn war es nicht die Gesellschaft, in Form derer gewählten Vertreter, die den Mobilfunkanbieter schlappe 100 Mrd DM abgenommen haben? Damals haben alle gejubelt, keine neuen Schulden, Schuldentilgung usw. Das böse Erwachen kam dann. Ich gebe zu 34 Mrd. waren unnötig, denn beim Stand von 65,x Mrd. war man beim selben Ergebnis (je 5 Mhz für 6 Lizenzen) Vodafone und Telekom haben aber noch 34 Mrd. DM lang lernen müssen, dass sie keine weiteren 5 Mhz bekommen.
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Immer kann man dem Kunden auch nicht die Schuld geben.
Denn es kann auch in Frankreich an der Grenze zur Schweiz oder in Kroatien an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina ganz leicht passieren das man in ein Schweizer Netz oder ein Bosnisches Netz rutzt. Und die heutigen Smartphones zeigen ja oft die Netzbetreibernamen garnicht mehr auf dem Homescreen an.
Das ist auch was ganz anderes. Und da stimme ich dir auch zu, dass man da bessere Regelungen braucht. Aber, es geht NICHT darum, sondern dass man sein Hinterteil mit dem Smartphone zusammen 1500 km östlich bewegt. Auf den Balkan bzw. sich dort ins Mobilfunknetz einloggen kann man nicht "mal eben so" durch einen Grenzübertritt oder zu nah stehende Funktürme von Deutschland aus. Also komplett anderer Sachverhalt.
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Ausserdem können sich längst nicht alle Kunden so gut vorstellen wieviele Datenvolumen sie für welche Internetnutzung genau verbrauchen. KB oder MB sind eben viel abstrakter als Sekunden und Minuten oder zählbare SMS.
Also kann ich dann das nächste mal von den 20 kg Kartoffeln 15kg zurückgeben, weil ich nicht wusste, wieviel ich für den Kartoffelsalat bei der Party brauchte?
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Und oftmals stehen die Leute auch unter Stress oder haben garkeinen Non-EWR Aufenthalt geplant, sondern es ergibt sich durch Flugausfälle.
Achso statt in Frankfurt, landet die Maschine aus Madrid dann in Sarajevo? Also analog Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien? Und wenn man doch dorthin kommt warum auch immer, Flugmodus. Fällt der Flug von Sarajevo aus aus, bist du vorher aktiv dorthin gekommen, und hattest genug Zeit dich zu informieren, oder abzuschalten. Und kommst du aus einem anderen Non-EWR-Land, dann hattest du das Problem mit dem Roaming dort schon. Egal wie du es drehst, deine Landung in Sarajevo kommt nicht überraschend, auch von der Vorlauf- oder Flugzeit her. Fällt der Flieger aus der Luft, hast du andere Sorgen als das Roaming.