Ich sehe die angesprochenen Probleme natürlich auch. Hab auch mal eine Zeit lang in einem großen Lebensmitteldiscounter gearbeitet und dort wurde selbst Kleidung in die Presse geworfen. Ich hatte mal eine wirklich unangenehme Aussprache mit meinem damaligen Chef, weil ich die Sachen lieber zu der Caritas bringen wollte, die hier eine Kleiderkammer betreiben. Ignoranz ist ein wahres Übel..
Hab´s dann halt heimlich rausgeschmuggelt.

Was die 3.te Welt angeht, so denke ich das man sich da erst engagieren sollte wenn hier im Winter keine Leute mehr erfrieren weil sie kein Geld oder kein Obdach haben. Wenn ich hier einem Armen 5 Euro oder Nahrungsmittel/Klamotten gebe, dann weiß ich das es angekommen ist. Bei den ganzen 3.te Weltgeschichten kann mir das keiner wirklich garantieren. Das soll nicht heißen, das man sich garnicht um die 3.te Welt kümmern sollte, aber IMHO wird sehr laut über Armut in der 3.ten Welt geredet und sehr leise über das, was vor unserer Haustür passiert.
Bsp: Ich fahr sehr oft mit den Nahverkehrszügen und bin daber auch oft auf kleineren Bahnhöfen am warten. Eines Abends seh ich, wie ein alter Mann (total kaputte Klamotten, Schürfwunden, leerer Blick) in den Mülltonnen wühlt und verzweifelt nach was essbarem sucht. Als ich dann zu Ihm hinging und Ihm Geld zu geben, ist er erstmal vor Angst zurückgewichen. Der konnte garnicht glauben, das ihm mal jemand was gutes will...
Was man auch nicht unterschätzen darf ist die versteckte Armut. Menschen, die nichts haben und trotzdem sieht man es Ihnen nicht an, weil es Ihnen so urpeinlich ist. Nur wenn man genau hinsieht, sieht man es.
Ich finde es übrigens gut, wenn man durch die hiesige Communitypower was bewegen könnte. Muß ja nicht unbedingt auf TT-Webspace passieren, man könnte ja auch eine externe Site aufziehen.
An die Allgemeinheit: Schaut mal links und rechts neben euch. Es gibt mehr als nur Arbeit und den nächsten Urlaub!! Und jeder einzelne kann was tun. Gebt dem nächsten armen, der euch begegnet einfach mal einen Euro. Das reicht schon. Es gibt genug Penner, die nicht saufen.
Gruß,
Tom