Damals gab es noch kein Telegram (zumindest nicht als App), kein Instagram und kein TickTock - drum hat Martyn kaum etwas von den Kriesen mitbekommen.
Ein bisschen was Richtiges ist da sogar dran. Da gab es erstens noch kaum C- bis Z-Promis, und weil es noch kein Social Media hab hat man nichtmal was über das Leben der B-Promis erfahren. Sondern Fernsehen und Zeitschriften haben nur über A-Promis berichtet, und die waren dann auf einem Level mit denen man sich eh nicht vergleich.
Also konnte man sich nur mit Freunden, Nachbarn und Kollegen vergleichen, und die waren eben meistens auf etwa gleichen Level.
Aber wenn man heute über Social Media mitbekommt wie Streamer oder Rapper die nichtmal einen Schulabschluss haben Millionen, Urus fahren und noch nen Gallardo in der Garage stehen haben, kommt man sich schon ziemlich ver.....t vom System vor.
Es gibt keine Flüchtlingswelle SEIT 2015, es gab welche 2015/2016 sowie 2022. Erstere vor allem getrieben durch den syrischen Bürgerkrieg und letztere durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine.
Die Flüchtlingswelle aus Syrien, Afghanistan und Libyen hatte war 2015/2016 ihren Höhepunkt aber dauerte auch ab 2017, 2018, 2019 und Anfang 2020 noch an und endete erst mit dem Corona-Lockdown.
Ab 2022 kamen natürlich viele Menschen aus der Ukraine, aber auch wieder viele aus Afgahnistan und die Bootsflüchtlinge über das Mittelmeer mit nahm auch wieder deutlich zu.
Der große Anteil an muslimischen Flüchtlingen (Bosnien) war auch nicht ‚kulturnah‘ (was auch immer das bedeuten soll).
Die meisten Bosnier sind zwar Muslime, aber trotzdem Europäer, und auch nicht sonderlich religiös oder sonderlich konservativ, sonder da sind Polen und Oberbayern oft schlimmer. 
Und auch innerhalb arabischsprachiger Länder gibt es deutliche Unterschiede. Auch Marokko und Tunesien wären uns wesentlich kulturnäher als Syrien und Afghanistan. Den in Marokko und Tunisien ist auch Samstag und Sonntag Wochenende, alle Marokkaner und Tunesier kennen ihre Geburtstage, haben eine mit Europa vergleichbare Schulbildung und sehen Europäer als Nachbarn, tragen dort fast nur Omas Kopftücher und wenn wirklich jüngere Frauen Kopftuch tragen dann kombiniert mit westlicher Kleidung und nicht mit bodenlangen Mänteln, haben kein Problem mit Alkohol oder Haribosachen, etc.
Btw: die 0-15 jährigen Flüchtlinge/Asylbewerber machen meist die größte Gruppe aus und sind nahe 50% männlich/weiblich.
Bei 0-12 Jährigen Asylbewerbern würde ich dir zustimmen, aber das war eben die Minderheit, vorallem bei den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.
Die waren schon >95% männlich und offiziell meist 14-17 Jahre alte Jugedliche. Real dürften die offiziell 14 Jährigen oft eher 16-19 Jahre alt und die offiziell 17 Jährigen oft eher 20-22 Jahre alt gewesen sein.
Und verändert hat sich bei der Kaufkraft vorallem was du fürs Geld bekommen kannst. Z.b. weiße Ware (Waschmaschine, Herd, Kühlschrank etc) und Haushaltskleingeräte kosten heute maximal (wenn nicht weniger) so viel wie vor 25 Jahren. Die alte Miele Waschmaschine meiner Mutter kostete vor 25 Jahre um 1200€, die neue Bosch/Siemens knapp unter 800€ (eine gute Miele kostet immer noch ähnlich viel).
Haushaltsgeräte halten ja wirklich lange und fallen deshalb beim monatlichen Budget nicht gross ins Gewicht.
Arbeitlosenhilfe zahlte 53 bzw 57% deines vorherigen Nettoeinkommens. Das hat dir nur mehr als Sozialhilfe gebracht, wenn du zuvor gut verdient hast.
Und bei einem Vollzeitjob mit 13€/Stunde (knapp über Mindestlohn- den gab es in den 90ern nicht) hat man als Single mindestens 911€ netto nach Abzug von Miete und Heizkosten (Untergrenze Aufstocker Bürgergeld). Reich wird/ist man da nicht, aber das dürfte kaufkräftiger sein als mit Niedriglohn in den 90ern.
Wenn ich an 2001 als das letzte "Markjahr" zurückdenke ware damals ein "normales" Nettogehalt etwa 2.300 DM und eine "normale" Arbeitslosenhilfe etwa 1.250 DM.
Das kann man zwar nicht direkt mit ALG II vergleichen, weil man Kaltmiete und Heizkosten abziehen muss, aber auch wenn man das tut und 540DM Kaltmiete (9 DM/m² bei 60m²) und 100DM Heizkosten abziehen waren das noch 610 DM die man zum ausgeben hatte.
Und dann muss man sagen das damals vieles in Mark weniger gekostet hat als heute in Euro. Tafel Markenschokolade damals im Supermarkt 89 Pf aber heute 1,29€; Kugel Eis in der Eisdiele damals 90Pf heute 1,40€; Pizza in der Pizzeria damals 9,50 DM heute 11,50€;
So gesehen waren 610 DM damals wesentlich mehr Geld als heute 546€.
Aber auch Arbeiten gehen hat sich gelohnt. Denn 2.300 DM auch wenn man dann vielleicht 200 DM Fahrt- und Verplegungskosten abzieht, daran dann doch 1.900 DM vs. 1.250 DM also +52%.
Aber heute:
Wer für 2.255€ brutto (entspr. bei 39 Wochenstunden gut 13,34€ Stundenbrutto) arbeiten geht bekommt etwa 1.610€ netto.
Aber um heute noch eine Kaufkraft wie 2.300 DM von Anno 2001 zu haben bräuchte es heute bestimmt so 2.400€ netto.
Aber um auf das zu kommen wären 3.702€ brutto nötig, aber das das nicht so einfach möglich ist, sieht man auch schnell wenn man sich anschaut das da die Arbeitgeberbelastung ohne Umlagen und Unfallversicherung schon bei gut 4.455€ wären.

Wenn man berücksichtigt das ein Arbeitnehmer auch anteilig Arbietsfläche benötigt und Schulungen und Arbeitsmaterial würde man ganz grob auf 5.000€ monatliche Kosten für den Arbeitgeber kommen.
Aber man kann ja nicht erwarten das Arbeitgeber zum Selbstkostenpreis Arbeitnehmer beschäftigen, und auch wenn sie sich mit 1.000€ Gewinn vor Steuern begnügen würden was wirklich wenig wäre, dann wären es mindestens 6.000€.
Und wenn man es sich vorstellt wie schwer es ist 6.000€ im Monat zu erwirtschaften, dann ist es schon klar das das nicht möglich ist.